Marktupdate – 22.10.12 – Jetzt oder nie ! Die grosse Chance der Bären.

09:30 Uhr

Am Freitag hatten wir im S&P500 den schlechtesten Tag seit Juni. Die Bären haben es in einer Art Wasserfall-Absturz geschafft, den S&P500 bis zur wichtigen Unterstützung um 1425 herum zu drücken. Warum 1425 wichtig ist, zeigt Ihnen eindeutig das folgende Tageschart des S&P500 Futures:

Damit stehen wir nun vor entscheidenden Stunden und Tagen und ich denke es wird nicht länger als bis Dienstag dauern, bis sich die Lage endgültig klärt. Denn Dienstag ist auch noch ein grosser POMO Sell Operation Tag und wenn es die Bären bis dahin nicht schaffen, dürfte sich das Blatt wieder nach oben wenden.

Denn entweder, ergreifen die Bären nun die Chance und drücken den Index durch den Widerstand durch. Dann dürften das vor 8 Tagen -> hier <- ausgeführte Szenario des Wegs des maximalen Schmerzes voll aktiv werden. Und der S&P500 dürfte die 1400 testen und wahrscheinlich auch - zumindest kurz - darunter schauen. Dann dürfte auch dem DAX seine aktuelle Stärke nichts mehr nützen und er zusammen klappen.

Oder, wir drehen nun wieder nach oben. Dann dürfte das für den Markt der Anlass sein, die durch das Hoch bei 1474 begrenzte Zone endgültig zu verlassen und zum nächsten Schub der Rally anzusetzen.

Ich habe keine Ahnung wohin sich der Markt nun bewegt, es ist 50:50. Mein Instinkt sagt mir "da kommt noch was nach unten". Denn so ein Tag wie Freitag kommt selten alleine. Aber das ist wie gesagt nur Instinkt und nicht begründbar.

In jedem Fall haben wir aber nun ein sehr schönes Setup, bei dem man mit einem Stopniveau um die 1425 ein paar interessante Trades eingehen könnte.

Es bleibt spannend !

Ihr Hari

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Marktupdate – 16.10.12 – Warum der DAX nun unbedingt 7410 übersteigen sollte !

15.30 Uhr

Ein paar kurze Worte zur Lage parallel zur Handelseröffnung der Wallstreet.

Der am Sonntag schon antizipierte Bounce ist in voller Kraft im Gange. "The Bulls have returned". Die "Buying on Weekness" Zahlen von Freitag für den SPY waren also mal wieder ein guter Lead-Indikator.

Nun wird es spannend, ob der Markt Kraft hat wirklich zu neuen Höchstständen aufzubrechen, oder ob das Szenario vom Sonntag aktiv wird und wir in der zweiten Wochenhälfte erst einmal dynamisch nach unten laufen. Und als Folge das Heulen und Zähneklappern einsetzt. 😉

Der morgige Mittwoch wäre prädestiniert für so eine üble Wende, da die FED Morgen mit einer grossen POMO Sell Operation über 8 Milliarden USD im Markt ist.

Deswegen ist es nun von ungeheurer Bedeutung, was in der gerade begonnenen, heutigen Session der Wallstreet passiert. Insbesondere, was das Late Money = Smart Money in der zweiten Handelshälfte machen wird.

Auch aus Sicht des DAX sind wir nun bei DAX 7360 an einer entscheidenden Wegsscheide. Wenn diese Bewegung mehr sein soll als ein Intermezzo vor dem nächsten Rückfall, sollten wir nun unbedingt das Hoch vom 05.10. bei 7410 nachhaltig überschreiten und uns darüber halten.

Warum das so wichtig ist, zeigt Ihnen sofort das Stundenchart des DAX:

Sie sehen, wenn wir hier jetzt wieder drehen würden, hätten wir ein erneutes tieferes Hoch etabliert und damit einen klaren Abwärtstrend begründet. Und hätten dann eine ganz hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Markt schon diese Woche bis Freitag nach unten läuft und mindestens die 7150 testet, möglicherweise sogar weiter bis knapp unter 7000 abstürzt.

Es ist deshalb sehr wichtig, dass die Bullen nun nachlegen und der DAX so schnell wie möglich die 7410 nimmt. Positiv stimmt, das im Leitindex S&P500 die Lage besser aussieht und wir gestern eine klare Umkehrformation vollzogen haben. Aber auch im S&P500 wäre mir wohler, wenn wir die 1450 sicher hinter uns lassen würden.

In diesem Sinne rate ich heute zu sehr grosser Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen gute Entscheidungen. Und falls Sie es noch nicht getan haben, sollten Sie vielleicht das Gedankenszenario im Artikel vom Sonntag -> hier <- lesen. Nur so, um gedanklich für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. 😉

Ihr Hari !

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Marktupdate – 07.09.12 – Gewinnmitnahmen zum Wochenende

13:45 Uhr

Da war er gestern, der grosse Trendtag. Und es war eine beeindruckende Rally, die heute bestätigt wurde. Wie von mir erwartet, hat sich die Chartstruktur des S&P500 eher als Bullenflagge herausgestellt und nicht als Doppeltop.

Prinzipiell haben wir damit die Tür für weitere Gewinne aufgestossen und auch absolute Höchststände in beiden Indizes sind nun im Laufe des Herbst im Bereich des Möglichen. Alles Notwendige dazu habe ich den letzten Tagen schon gesagt.

Deshalb nun nur ein sehr kurzfristiger Blick in die Zukunft. Vor dem Wochenende ist es nun sehr wahrscheinlich, dass wir heute noch Gewinnmitnahmen sehen. In der ersten Handelsstunde der Wallstreet ist ein weiterer Schub möglich, der den S&P500 über 1440 schauen lassen könnte. Der DAX könnte noch einmal über 7250 schauen. Dann - irgendwann um 16-17 Uhr - würde ich aber mit den Höchstständen des Tages rechnen und mich auf Gewinnmitnahmen zum Wochenende einstellen. In dem Zusammenhang ist auch bemerkenswert, dass wir heute einen POMO Sell Operation Tag mit 7-8 Milliarden USD haben.

Wenn Sie bisher noch nicht ausreichend an der Rally teil hatten, ist heute Nachmittag also wohl nicht der beste Tag um noch aufzuspringen. Ich rechne nun mit Konsolidierung bis in die nächste Woche und erst nach BVG und FED dürfte der nächste grosse Schub auf der Agenda stehen. Beachten Sie auch, dass am Sonntag jede Menge wichtige Wirtschaftsdaten aus China kommen, die den Markt am Montag beeinflussen dürften.

An meiner grundsätzlich bullischen Lageeinschätzung ändert das nichts. Kurzfristig dürfte nun aber der Kuchen erst einmal verspeist sein und eine Korrektur bzw Konsolidierung keine Überraschung. Sollte diese Konsolidierung ausbleiben und wir weiter hochschieben, wäre das ein so extrem bullisches Signal, das selbst ich Optimist dann überrascht wäre.

Ich wünsche Ihnen eine gutes Händchen,

Ihr Hari

PS: Am Samstag Abend erscheint dann wieder ein Grundsatzartikel von Tokay zur Lage, schauen Sie mal am Wochenende rein.

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Marktupdate – 04.09.12 – Wir warten auf Draghi

17:20 Uhr

Ganz kurzes Update.

Eine Reihe von Gewinnmitnahmen ist zur Handelseröffnung der Wallstreet durch den Markt gelaufen, es scheint aber, als ob sich der DAX oberhalb 6900 und der S&P500 knapp unter 1400 stabilisieren. Bleibt es dabei, ist schlicht nichts passiert, was erwähnenswert wäre.

Das der Markt vor der EZB Sitzung am Donnerstag vorsichtig bleibt ist nicht verwunderlich. Apple ist weiter stark, auch das spricht dagegen, die Schwäche zum Handelsstart zu Ernst zu nehmen. Und POMO sollte den Markt heute weiter stützen.

Alles in allem sieht das für mich bisher nach einer normalen Konsolidierung aus. Und ich rechne damit, dass es auch Morgen so weitergeht. Erst am Donnerstag sollte dann richtig "Leben in die Bude" kommen.

Ich möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass die EZB Sitzung durchaus Enttäuschungspotential hat, wir haben es hier noch mit massiven Erwartungen des Marktes zu tun. Und das schafft Raum für negative Überraschungen.

Gold und Silber sind nach wie vor sehr stark, eine Enttäuschung durch die EZB könnte aber auch die Edelmetalle wieder unter Druck bringen. Hier sollte man die aufgelaufenene Gewinne nun nach unten absichern.

So weit, so kurz. Auch Abwarten muss man können. Und das ist eine Disziplin, die bis zum Donnerstag wohl von uns gefordert wird.

Ihr Hari

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Marktupdate – 20.08.12 – DAX und S&P500: Neue Chance für die Bären

17:00 Uhr

Heute nur ein kurzer Hinweis, die allgemeine Lage ist unverändert.

Am morgigen Dienstag bekommen die Bären eine erneute Chance im S&P500 und damit natürlich im späten Handel auch im DAX.

Denn der S&P500 steckt nun in einer starken Wiederstandszone rund um die alten Jahreshochs im Bereich 1415 bis 1422. Alleine deshalb spricht viel dafür, dass wir nun erst einmal etwas Konsolidierung sehen und nicht sofort zu neuen Höchstständen laufen.

Hinzu kommt aber, dass Morgen mit 7-8 Milliarden USD eine grosse POMO Sell Operation der FED ansteht. Es wird spannend zu sehen sein, wie der Markt in Anbetracht der Rally der vergangenen Wochen nun damit umgeht. Und es wäre extrem bullisch zu werten, wenn er einfach seitwärts läuft oder nur wenig nachgibt.

Auf jeden Fall haben die Bären wohl Morgen Nachmittag eine neue Chance. Schauen wir mal, ob sie diesmal ihre Krallen zeigen können. Denn seit Anfang Juli machen mir die Bären eher einen kastrierten Eindruck und es gibt aktuell auch nichts, das konkreten Anlass gibt von einer Veränderung dieser Situation zu sprechen.

In diesem Sinne habe ich heute meine Long-Positionen teilweise abgesichert. Und dabei habe ich als grosse Ausnahme auch mal Put-Optionsscheine als Hedge genutzt. Eigentlich halte ich von diesen Derivaten ja wenig, wie Sie als regelmässige Leser wissen. Denn man begibt sich hilflos in die Hände des Market Makers, der einen schnell mal um ein Prozent nach Gusto erleichtern kann. Aber keine Regel ohne Ausnahme.

Und diese Ausnahme ist heute, da wir es mit einer sehr niedrigen Volatilität zu tun haben. Ich gehe aber jede Wette ein, dass die Volatilität ab September wieder steigt, selbst wenn der Markt nicht zu fallen beginnt, dürfte das der Fall sein und es zu grösseren Swings kommen. In dieser Sondersituation können Put-Optionsscheine für mich Sinn machen, da diese durch die geringe Vola nun sehr billig sind und auch Chancen bei einer Seitwärtsbewegung bieten.

Schön wäre es natürlich, wenn es Finanzprodukte gäbe, mit denen man direkt auf eine steigende Vola setzen könnte. Alle die es derzeit gibt, funktionieren aber nach meiner Erfahrung nicht, weil die inneren Kosten viel zu hoch sind. Letztlich ist es auch kein Wunder. Die Wette, dass die Volatilität innerhalb der nächsten 2 Monate wieder auf höhere Werte steigt als aktuell, ist ja fast ein "Sure-Play". Und weil das so ist, wettet keine Bank gegen einen bzw nimmt so hohe innere Gebühren, das es nicht mehr lohnt. Put-Optionsschein sind ein (Um-)Weg, von einer steigenden Volatilität zu profitieren und gleichzeitig sein Long-Depot teilweise zu hedgen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg !

Ihr Hari

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Marktupdate – 13.08.12 – DAX trotz „Grexit“ bald mit neuen Höchstständen ?

12:00 Uhr

Der Montag beginnt wie die letzte Woche endete - mit einem Markt der knapp unter DAX 7000 konsolidiert. Diese Seitwärtskonsolidierung ist ganz typisch für starke Bullenmärkte.

Aus den historischen Daten vergleichbarer Situationen ergibt sich eine gute statistische Wahrscheinlichkeit, dass die Konsolidierung den Boden für eine weitere, starke Bewegung nach oben bereitet, die den DAX und den S&P500 dann zu neuen Jahreshöchstständen und darüber hinaus führen sollte. Technisch hatten wir letzte Woche einen Ausbruch aus einem grossen zulaufenden Dreieck, das sich seit April im S&P500 gebildet hat und nun nach dem Ausbruch rein rechnerisch ein Kursziel von über 1540 ergibt ! Auch das spricht für steigende Kurse und neue Jahreshöchststände.

Die schon bekannten Faktoren der Hoffnung auf die Notenbanken und die relative Ruhe des Sommers, sollten auch diese Woche unverändert erhalten bleiben und den Markt weiter stützen.

Spannend wird sicher spätestens ab September das Thema Griechenland. Der "Grexit" ist nach meiner Ansicht nahezu sicher und wird diesen Herbst wohl definitiv stattfinden. Während aber die Medien noch die bekannten Weltuntergangsszenarien malen, halte ich das Thema mittlerweile für einen latent positiven Faktor für die Börsen. Dafür sind mehrere Gründe ausschlaggebend:

(1)

Banken und Versicherungen hatten mehr als genug Zeit sich vorzubereiten oder um es mit einem Sprichwort zu sagen: "Was uns umbringt, sind nicht die Dinge vor denen wir uns sorgen, es sind die Dinge die wir nicht auf der Rechnung haben !"

(2)

Ein guter Teil der Katastrophenrhetorik der vergangenen Monate und Jahre von Banken und Staaten zum "Grexit" war auch bewusste Überspitzung, um die eigenen Interessen durchzusetzen. Die Banken brauchten diese Lyrik der "Alternativlosigkeit", um die Politik dazu zu bringen in ihrem Sinne die "Scheckbücher" zu öffnen. Letztlich ist der Finanzsektor mit Steuergeldern gestützt und gerettet worden. Ohne Weltuntergangslyrik wäre das wohl kaum möglich gewesen. Die Regierungen brauchten die gleiche Lyrik dann aber um ihre nationalen Parlamente zu disziplinieren. So haben beide Seiten ins gleiche Horn getrötet und so für Disziplinierung der Öffentlichkeit gesorgt.

Sicher wäre ein ungeordneter "Grexit" vor einem Jahr ein Problem für das Finanzsystem gewesen, insofern sind die Sorgen ja nicht ohne Fundierung und es war sinnvoll, sich von Seiten der Politik Zeit zu kaufen, auch wenn es viel Steuergeld verbrannte. Aber es ist eben nur das ziemlich irrelevante Griechenland über das wir hier reden, die (Finanz-)Welt wäre daran nicht zugrunde gegangen. Entscheidend war und ist nicht Griechenland, sondern die Frage, ob es Kaskadeneffekte und Ansteckungen in die grossen Länder der Eurozone wie Spanien und Italien hinein geben wird. Dieses Thema dürfte aber nun aufgrund des klaren Commitments der EZB, verbunden mit dem (vorbehaltlich des BVG) im September verfügbaren ESM weitgehend vom Tisch sein.

(3)

Sobald der "Grexit" vollzogen ist und die Welt doch nicht untergegangen ist, dürfte das die Börsen in Euroland weiter befeuern, da dem Markt doch eine Last von den Schulter genommen wurde. Die Beherrschbarkeit des "Grexit" dürfte auch psychologisch zu einer etwas entspannteren Sicht auf mögliche ähnliche Szenarien in Ländern wie Portugal führen und den Markt entlasten.

(4)

Das Zudrehen des Geldhahns dürfte einen positiven, disziplinierenden Effekt auf die andere "PIGS" haben, damit dürfte klar sein, dass es keinen Freifahrtschein zu den europäischen Töpfen gibt. Dieser disziplinierende Effekt wird die Regierungen in ihren Bemühungen stützen, weil damit in der Bevölkerung der PIGS höhere Akzeptanz für die harten Schnitte existieren dürfte.

(5)

Letztlich signalisiert der Markt mit seinem aktuell bullischen Verhalten auch eindeutig, das er keine Angst vor einem "Grexit" mehr hat. Denn es wäre naiv anzunehmen, dass die Vielzahl der professionellen Marktteilnehmer signifikant dümmer als wir ist und nicht ebenso den "Grexit" für diesen Herbst fest erwartet. Nein, der Markt steigt im Lichte dieser klaren Erwartung, das ist ein eindeutiges Signal.

Summa Summarum mache ich mir um den "Grexit" keine grossen Sorgen mehr, obwohl mir bewusst ist, dass es die Börsen trotzdem kurzfristig durchschütteln dürfte. Denn kurzfristige Unsicherheit ist an der Börse immer ein Faktor, der die Kurse bewegt. Diese Korrektur sollte dann aber eher mittelfristige Kaufgelegenheit sein.

Auch das BVG macht mir im September keine zu grossen Sorgen, ich halte die Mitglieder für weitgehend loyal zur "Pro-Euro" Linie der Bundesregierung stehend. Deshalb wird das BVG den ESM nach meiner Erwartung wohl einerseits durchwinken, andererseits aber eine "nun ist es gut" Haltung einnehmen und der Politik aufgeben, nun endlich eine verfassungsrechtliche Legitimierung ihrer Politik in Form einer Volksabstimmung zu erreichen. Die aktuellen Aussagen der Politik lassen dabei tief in diese Richtung blicken, denn ich halte es für realitätsfremd anzunehmen, dass es zwischen den vielen politiknahen Verfassungsrichtern und der Regierung keine "Vorab-Kommunikation" über die Richtung geben würde, die der Regierung frühzeitig indiziert, wie sich das Urteil entwickelt.

Bedenken Sie aber, dass meine positive Sicht nach wie vor nur auf die kommenden Wochen des August begrenzt ist und ich definitiv keine Prognose über den weiteren Verlauf des Jahres ab September wage. Das obwohl mir mein Instinkt (Bauch) eher eine für alle überraschende massive Rally zum Jahresende nahe legt, denn genau die hat niemand auf der Rechnung und ich "wittere" derzeit die psychologische Zeitenwende im Markt. Aber das ist wie gesagt nur Instinkt und ich handele nicht nach meinem Bauch.

Wenn der Markt im Herbst wieder zusammen brechen sollte, dann wird es also nach meiner Ansicht bestimmt nicht wegen Griechenland sein, sondern eher wegen eines Themas, das wir heute noch nicht kennen bzw nicht ernst genug nehmen. Ob der "Fiscal Cliff" der US dafür das Potential hat, vermag ich im Moment noch nicht abschliessend einzuschätzen, unterschätzt ist das Thema aber von den Märkten definitiv nicht !

Soweit zum Thema "Grexit", schauen wir mal, was uns sonst noch so bevor steht:

  • Statistisch ist diese Woche des August eine positive Woche.
  • Wir haben POMO Buy Operationen am Montag, Dienstag und Donnerstag und eine Sell-Operation am Mittwoch. In Summe sollte das den Markt stützen.
  • Wir haben weiterhin niedriges Volumen und relative Ruhe im Markt.
  • Die Sentimentindikatoren indizieren weiterhin erhebliche Skepsis und sind weit von Ständen entfernt, die eine unmittelbare Top-Bildung implizieren würden.

In Summe also nicht viel Neues, was eine "Follow the Trend" Taktik wohl weiterhin zur sinnvollsten Vorgehensweise macht.

Ich bin daher weiterhin "Long and Strong" im Markt, setze auf Jahreshöchststände noch im August und habe meine Stops im DAX nun auf knapp unter 6700 nachgezogen, im S&P500 auf knapp unter 1360.

Ich wünsche Ihnne diese Woche viel Erfolg und ein gutes Händchen !

Ihr Hari

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Marktupdate – 23.07.12 – Mini Crash

15:50 Uhr

Das hat nun schon den Charakter eines kleinen Crash, was der Markt gerade macht. Und es erstaunt und überrascht mich in der Dynamik. Das diese Korrektur kommen würde, war am Donnerstag völlig klar und habe ich ja auch hier deutlich formuliert. Umfang und Dynamik ist aber erstaunlich.

Die Meldungen zu Griechenland halte ich dabei nach wie vor für wenig überraschend. Kein professioneller Marktteilnehmer hat mit etwas anderem gerechnet, das Griechenland nicht im Euro bleiben wird ist jedem kompetenten Beobachter seit Monaten klar.

Aber auch wenn diese Nachricht diese Bewegung nicht rechtfertigen kann, ist sie doch der Auslöser. Denn das war das Signal, die Gewinne der Sommerrally mitzunehmen. Und wenn das alle machen, noch dazu von Algos automatisiert, erleben wir einen bitteren Tag mit einem klassischen Wasserfallabsturz wie heute.

Unglaublich dämlich und die Situation verschärfend waren dann die Verbote von Leerverkäufen in Italien und Spanien. Die sorgten für den nächsten Schwall nach unten, denn die signalisierten dem Markt, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Diese Massnahmen haben auch den gelassenen Marktteilnehmern die Ruhe genommen. Das war wirklich "Selbstmord aus Angst vor dem Tod".

So stehen wir nun an der Wegsscheide, die Sommerrally kann aber immer noch überleben und die letzten 2 Tage sich im Rückblick als reinigendes Gewitter und Kaufgelegenheit heraus stellen. Dafür müssen aber die 6350 im DAX und die Zone um 1335 im S&P500 heute als "Last Line of Defense" halten und wir müssen heute zum Handelsschluss wieder deutlich über 6400 im DAX notieren.

Die Chancen dafür sind nicht schlecht, denn wir haben heute eine POMO Kauf-Operation und sind nun so technisch überverkauft, das zumindest ein Bounce nun ansteht.

Umgedreht wird aber auch ein Schuh daraus. Wenn wir heute weiter abstürzen und auch diese Zonen nicht halten können, dann war es das mit der Sommerrally. Und dann muss sich unser Blick wieder in düstere Tiefen richten.

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Marktupdate – 21.06.12 – Plötzliche Schwäche im Markt

18:45 Uhr

Ehrlich gesagt, lässt mich die plötzliche massive Schwäche des Marktes etwas ratlos zurück. Ich habe diese nach dem vorherigen Tagesverlauf nicht kommen sehen und sehe im Moment auch nicht, was der Auslöser ist.

Im S&P500 haben wir nun sogar die Nackenlinie der Cup&Handle Formation im S&P500 durchbrochen. Diese sollten wir nun ganz schnell wieder zurück erobern, denn wenn uns das zum Schlussstand nicht gelingt, sind das keine guten Nachrichten.

Auf jeden Fall ist es mal wieder typisch für den fiesen Mr. Market, wie er mit eindrucksvoller Gelassenheit eine leichte FED Enttäuschung und auch einen schlechten Philly Fed Index erträgt, nur um dann ohne Vorwarnung in echten Korrekturmodus zu wechseln.

Was mich auch irritiert ist, dass das grosse POMO Kauf-Programm heute entweder noch nicht da war oder keine Wirkung entfalten konnte. Das ist gänzlich untypisch. Und wenn der Markt sich untypisch verhält, sollte man lieber ganz vorsichtig werden.

Einen Moment lang habe ich überlegt, dass der Markt auf die Nachricht reagiert, dass der Bundespräsident die Gesetze zum ESM auf Wunsch des BVG nicht vor dem 01.07. unterschreiben wird. Denn diese Nachricht fiel zeitlich mit dem Absturz zusammen. Aber diesen Gedanken habe ich verworfen, letztlich ist der 01.07. kein wirklich hartes Datum, da der ESM sowieso erst später seine echte Arbeit aufnehmen sollte.

Insofern bleibe ich im Moment etwas ratlos zurück und beobachte intensiv, wie sich der Markt nun im späten Handel verhält. Sollte nun keine Gegenbewegung kommen, würde das bei mir Warnlampen auslösen. Sie sehen, auch mir geht es manchmal so, dass ich etwas ratlos bin.

PS: Möglicherweise hat der Absturz mit Nachricht zu tun, obwohl ich den Inhalt jetzt auch nicht so überraschend finde.

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