Jahresendrally oder davon, die Wirklichkeit anzunehmen

Wenn Sie sich erinnern, letztes Jahr im November und Dezember 2015, ist die Jahresendrally faktisch ausgefallen. Die Kurse wurden durch das "Window Dressing" zum Jahresende zwar zusammen gehalten, aber es war schon eine innere Schwäche sichtbar, die uns hier zur grossen Vorsicht gemahnte und es uns daher ermöglich hat, dem scharfen Einbruch direkt zum Jahresbeginn, profitabel aus dem Weg zu gehen.

Dieses Jahr erscheinen die Chancen weit besser. Sicher ist am Markt gar nichts, zumal nicht mit einem neuen US Präsidenten, der sein Programm überhaupt erst finden muss und erst einmal grosse Fragezeichen aufwirft.

Aber trotzdem, sich in Angst, Ablehnung und dem eigenen Bias zu suhlen, ist etwas für Verlierer. Wer am Markt zu den Gewinnern gehören will, muss immer wieder die Wirklichkeit so annehmen, wie sie ist. Was wir denken, wollen oder wünschen, ist dem Markt völlig egal. Im Gegenteil, es weist eher in die falsche Richtung, denn da auch wir Teil der "Herde" sind, ist es recht wahrscheinlich, dass andere die gleichen Ängste und Zweifel haben und das schon längst in den Kursen steckt.

Gewinner am Markt haben eine kalten, klaren Blick auf diese Wirklichkeit und richten ihr Handeln an dem aus, was ist und nicht an dem, was sie gerne hätten oder befürchten.

Stellt sich die Frage, wie denn nun aus meiner Sicht die aktuelle Wirklichkeit des Marktes zum Jahresende aussieht:

(1)

Erste Statements von Trump geben zur Annahme Anlass, dass er seine Wahlversprechungen tatsächlich angehen will, aber in einer "verträglichen", deutlich weniger radikalen Form, als es im zugespitzten Wahlkampf hinaus posaunt wurde. Das sind keine schlechten Voraussetzungen für die Börse.

(2)

Das grosse Konjunktur/Infrastrukturprogramm wird kommen, weil absolut zentraler Teil von Trumps Versprechungen und Grundlage der Loyalität seiner Wähler, gerade aus den alten Industriebereichen. Dieses Programm, wird massive Kursphantasie generieren und das vor allem in der US Binnenkonjunktur und in den klassischen Industrie- und Bausektoren. Schauen Sie einfach mal, was der Baumaschinen-Bluechip Caterpillar (CAT) die letzten Tage nach Trumps Sieg gemacht hat, dann wissen Sie, was ich meine. Das Programm wird das BIP anheben und die Inflationserwartungen nach oben bewegen, das erscheint recht wahrscheinlich.

(3)

Wir haben in der abgelaufenen Quartalssaison gesehen, dass die Gewinnerwartungen der Unternehmen wieder zu steigen beginnen und diese Lage trifft auf ein Sentiment im Markt, das bis zu Trumps Wahl eher negativ und skeptisch war. Das ist eine sehr positive Mischung für die Märkte.

(4)

Und es gibt dieses Jahr besonders massiven Performance Druck auf die institutionellen Anleger. Denn viele Fondsmanager und Hedgefonds hängen in diesem schwierigen Jahr den Indizes hinterher. Da dürften nun einige Angst um ihre Jobs haben und müssen nun um jeden Preis eine potentielle Jahresendrally mitnehmen. Und gerade weil das so ist, hat die Rally besonders gute Chancen zu kommen, ganz typisch im Sinne der selbsterfüllenden Prophezeihung im selbstreferentiellen Markt.

Weiterlesen ...Jahresendrally oder davon, die Wirklichkeit anzunehmen

Börsenzyklen Teil II : Der DAX seit 1959

Der folgende Beitrag erschien vor zwei Tagen im Premium-Bereich und stammt von unserem -> Kolumnisten <- Tokay, der sich hauptsächlich um eine makroökonomische Sicht auf das Marktgeschehen bemüht, für die er gerne mathematisch-statistische Herangehensweisen nutzt.

............

In einem der vorangegangenen Beiträge habe ich mich mit den Börsenzyklen und der Dynamik des Aktienmarktes beschäftigt. Dabei habe ich die These vertreten, daß aufgrund der zentralen Bestimmungsfaktoren Gewinne/Gewinnerwartungen und Zinsen wiederkehrende Schwingungen erzeugt werden, also Zyklen. Die Existenz solcher Börsenzyklen ergibt sich aus den mathematischen Eigenschaften eines solchen Systems.

Die Existenz von Börsenzyklen kann für den deutschen Aktienmarkt nachgewiesen werden, wie die Entwicklung des DAX seit 1959 zeigt (eigentlich seit 1957, aber wir haben Tagesdaten für den zurückberechneten DAX erst seit 1959):

Zyklen im DAX seit Oktober 1959

Wir haben somit für 58 Jahre 13 Zyklen zu verzeichnen, das ergibt ca. 4 1/2 Jahre pro Zyklus. Die Länge der Zyklen ist dabei sehr unterschiedlich: Zwischen dem Anfang und Ende des 5. Zyklus vergingen fast 8 Jahre, aber der 8. Zyklus dauerte nicht einmal 2 Jahre. Die Einteilung der Zyklen orientiert sich übrigens grob an der Darstellung von Frank Mella, dem Vater des DAX, zu finden auf . Das Auf und Ab an der Börse ist nicht sehr regelmäßig, was die Börsenweisheit bestätigt: "Zum Einstieg wird nicht geklingelt" und dem Konzept der Börsenzyklen zunächst einmal zu widersprechen scheint. Dennoch ist ein zyklisches Muster im Zeitablauf unschwer zu erkennen.

Das liegt daran, dass die konjunkturellen Bewegungen sich ihrerseits zyklisch vollziehen, Stichworte Juglar und Kitchin, und die mit der Konjunktur schwankenden Gewinne mit den jeweils aktuellen Zinsen abdiskontiert werden. Übrigens unterliegen die Zinsen ihrerseits einem Zyklus; manche sahen die Ursache der Finanzkrise von 2007-09 in einem Zusammentreffen der Wendepunkte des Juglar-Zyklus und des 30-jährigen Zinszyklus.

Manche rechnen den laufenden Börsenzyklus seit dem Jahr 2009. Für die USA mag das zutreffend sein, in Deutschland und in der Eurozone sah sich der Aktienmarkt jedoch in 2011 mit mehreren ungünstigen Entwicklungen konfrontiert: 1. Mit dem "Fiscal Cliff" in den USA, 2. Mit der Staatsschuldenkrise in den südeuropäischen Ländern, 3. Mit einer restriktiveren Geldpolitik seitens der EZB und 4. mit einer sich eintrübenden Konjunktur. Diese giftige Kombination führte zu Kurseinbrüchen am deutschen Markt zwischen Juli und September 2011. Dies führte andererseits jedoch dazu, daß ab September 2011 ein neuer Zyklus begann, der bis heute andauert. Der gegenwärtige Zyklus wäre bei durchschnittlichem Verlauf also in der ersten Jahreshälfte 2016 zu Ende. Doch muss man die oben angeführte Börsenweisheit im Auge behalten, die natürlich auch für den Ausstieg gilt. Für diesen sogar noch mehr, da Abwärtsbewegungen stets viel dynamischer sind als Aufwärtsentwicklungen. Aber natürlich besteht auch die Möglichkeit, daß der aktuelle 13. Zyklus (seit 1957) noch länger andauert.

Immer wieder hat sich der Einfluß politischer Ereignisse gezeigt, die bezogen auf das System Börse den Charakter exogener Schocks haben. Und so ist es aus diesem Grund kaum möglich, die Börsenentwicklung vorherzusagen, da man nicht wissen kann, welche exogenen Schocks innerhalb dieses Zeitraums das Börsengeschehen beeinflusst haben werden. Man kann aber ungefähr einschätzen, welche allgemeinen Einflußfaktoren wirksam sein werden. Die Geldpolitik der Notenbanken gehört so gut wie immer dazu, da sie die Gewinne der Unternehmen und die Zinsen unmittelbar beeinflusst.

Das bedeutet aber nicht, daß die Notenbanken das Geschehen beherrschen, denn die Entwicklung der Zinsen ist, wie wir gesehen haben, zu einem großen Teil zyklisch bedingt, und so folgen die Notenbanken dem Zinsmarkt eher, als daß sie ihn anführten, auch wenn sie in der öffentlichen Diskussion gerne als allmächtig dargestellt werden. Auch ist das Prinzip der Reflexivität von Bedeutung, so daß viele rational erscheinende Entwicklungen am Aktienmarkt bereits vorweggenommen werden und eine markante Reaktion nur dann festzustellen ist, wenn diese nicht den Erwartungen entspricht.

Man kann das Konzept der Börsenzyklen exzellent für das Markt-Timing verwenden, sofern man die aktuellen Entwicklungen der Konjunktur und der Zinsen richtig einordnen kann. Was das für die Entwicklung in 2016 bedeutet, damit werde ich mich in einem separaten Beitrag befassen.

Literatur:
Thoma, B.: Dynamische Prozesse in der Ökonomie und an den Finanzmärkten, 2000
www.frank-mella.de

DAX-Betrachtung: Eine Baisse ist nicht in Sicht

DAX-Betrachtung: Eine Baisse ist nicht in Sicht

Ein Gastkommentar von Tokay

Am Freitag wurden die neusten Daten des Ifo-Instituts veröffentlicht. Demnach scheint die deutsche Konjunktur ihren Zenit überschritten zu haben. Also eigentlich keine gute Nachricht für den deutschen Aktienmarkt? Stimmt, eigentlich ist das keine gute Nachricht. Aber so schlecht auch wieder nicht. Denn ein rückläufiger Ifo-Index spricht nicht gerade für eine Überhitzung der Konjunktur, und damit auch nicht für eine euphorische Stimmung, in welcher, wie ja die alte Börsenweisheit sagt, eine Hausse stirbt.

DAX 03.01.2011 bis heute

Betrachten wir den DAX seit Anfang 2011. Im Spätherbst 2011 startete die Erholungsrallye auf dem Höhepunkt der Eurokrise(Bankenkrise sollte man wohl besser sagen). Diese Rallye folgt dem Pfad ABC und sie läuft noch immer ganz beharrlich den Punkt F an, der ungefähr in der Höhe von 10.500 Punkten liegt. Der DAX hat in den vergangenen Monaten eine von Unsicherheit geprägte Entwicklung durchgemacht, nachhaltig beeinträchtigt wurde er in seinem Aufwärtstrend aber nicht. Nicht durch die Ukraine, nicht durch Putin, nicht durch China, eigentlich gar nicht. Gut, er konsolidiert nun seit einigen Monaten. Er befindet sich weiter im oberen Bereich seiner Möglichkeiten; eben das beschränkt die Möglichkeiten seiner Aufwärtsentwicklung. Doch nach wie vor ist die expansive Geldpolitik der EZB der alles dominierende Faktor, so dass Mutmaßungen über die technische Verfassung des Marktes vor diesem Hintergrund ziemlich müßig sind. Diese spielt nicht wirklich eine Rolle für die längerfristige Entwicklung; sie spiegelt eher die Erwartungen, die gehegt werden.

Schauen wir uns einmal an, wie sich in den letzten etwa fünfzehn Jahren die Entwicklung des DAX und die Geldpolitik zueinander verhalten haben:

DAX und Geldpolitik 1999-2014

Auf der linken Ordinate sehen wir die Differenz zwischen dem Zins für zehnjährige Bundesanleihen und dem Leitzins der EZB als Maßstab für die Geldpolitik und auf der rechten Ordinate den Verlauf des DAX. Man erkennt, dass eine Baisse am Aktienmarkt immer dann eingeläutet wurde, wenn die EZB den Abstand zwischen langfristigem Zins und Geldmarktzins verkürzte und über die Erhöhung des Leitzinses eine Inversion der Zinssätze bzw. eine Verkürzung der Zinsdifferenz bewirkte. Nur dann ging es mit dem DAX nachhaltig bergab. Das war 2001, 2007 und ansatzweise 2011 der Fall. Denn eine Zinsinversion ist ein probates Mittel, um Inflationserwartungen einzudämmen. Aber eben auch eines, um die Konjunktur abzuwürgen, und damit auch den Aktienmarkt, welcher der Konjunktur voraus läuft.

Wie ist die Situation heute? Der kurzfristige Zins ist heute nahe Null, der Zins für 10-jährige Bundesanleihen liegt unter 1 ½ Prozent. Eine Erhöhung des Leitzinses auf der nächsten EZB-Sitzung steht nicht zur Debatte. Ganz im Gegenteil ist es Konsens, dass der Leitzins eher noch aufgrund der sehr verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung in Südeuropa weiter reduziert wird, ja, sogar von einem Strafzins für Sichteinlagen der Großbanken beim EZB-System ist die Rede und ebenso von Anleihekäufen. Man mag über die Wirksamkeit dieser Maßnahmen denken wie man will, doch eines ist klar, eine Zinsinversion liegt in weiter Ferne, und damit auch eine Baisse am deutschen Aktienmarkt.

Eine dynamische Aufwärtsentwicklung indes ist auch nicht zu sehen, dazu fehlen einfach im Moment die Impulse. Eines ist auffällig: Trotz der rekordtiefen kurzfristigen Zinsen regen sich nicht einmal im Ansatz irgendwelche Inflationserwartungen. Das wäre in den achtziger oder neunziger Jahren in einem solchen Umfeld sehr rasch der Fall gewesen. Warum ist es diesmal nicht der Fall? Das liegt gemäß dem amerikanischen Ökonomen Richard Koo in der sogenannten „Bilanzrezession(balance sheet recession)“ begründet. Diese hat dazu geführt, dass die Unternehmen, anstatt ihre Gewinne neu zu investieren, diese dazu benutzen, ihre Schulden abzubauen. Dies verbessert ihre Finanzierungsstruktur, aber es beeinträchtigt die Nachfrage, so dass auch keine Inflationserwartungen entstehen. Auch führt die Tiefzinssituation dazu, dass der Privatsektor umschuldet, sprich alte, höher verzinste Kredite durch neue, tiefer verzinste Kredite ersetzt. Auch zeigt sich, dass der jetzige Eurozins für Deutschland viel zu tief und für den Süden viel zu hoch ist. Die deutsche Binnenkonjunktur läuft ausgezeichnet, eben auch wegen der tiefen Zinsen. Daran ändern auch die heutigen Ifo-Zahlen nichts. Doch der Süden bräuchte gemäß der Taylor-Regel(einer geldpolitischen Regel, die auf den Ökonomen John Taylor zurückgeht) einen noch tieferen Zins. Vor allem aber bräuchte er neben Strukturreformen eine sehr expansive Finanzpolitik, um die Nachfrage zu ersetzen, die aufgrund des Deleveraging des Privatsektors weggefallen ist. Das ist aber nicht so und es bestätigt die These vieler Ökonomen, dass der Euro kein optimaler Währungsraum sei.

Kommen wir abschließend zu einem weiteren Einflussfaktor für den deutschen Aktienmarkt, nämlich den amerikanischen Aktienmarkt und schauen uns hier die Entwicklung des NASDAQ Composite seit Anfang 2009 an:

Nasdaq Composite 01.04.2009 bis heute

Der seit 2009 laufende Aufwärtstrend wurde im Prinzip bislang nicht ernsthaft beeinträchtigt. Es gab zwar eine Rotation vom High-Tech-Bereich hin zu eher defensiven Titeln, aber per saldo blieb der Trend weiter aufwärts gerichtet( →Linie ABCF). Die Beschleunigung des Aufwärtstrends CD wurde im Frühjahr gebrochen, aber in der weiteren Folge ebenso die Konsolidierungslinie EF, und so steuert der Nasdaq wohl doch den Punkt D bei 4.750 Punkten an. Solange der 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 4.000 Punkten nicht nachhaltig verletzt wird, droht keine Gefahr. Der NASDAQ ist allerdings dieser Grenzlinie zuletzt deutlich näher gekommen. Auch ist in den Vereinigten Staaten die Geldpolitik nach wie vor expansiv. Das Fed wird wohl kaum zur Geldmengenrestriktion übergehen, ohne sich vorher davon überzeugt zu haben, dass diese die Konjunkturentwicklung nicht nachhaltig beeinträchtigt. Zwar ist der US-Markt höher bewertet, doch spiegelt diese höhere Bewertung die besseren Wachstumsperspektive der amerikanischen Wirtschaft wider. Auch in den USA ist eine Baisse erst einmal nicht in Sicht.

Was bedeutet das konkret, wenn keine Baisse, aber auch keine neue Hausse in Sicht ist? Es legt eine selektive, mehr taktisch geprägte Verhaltensweise nahe, „Selling on Strength“ ebenso wie “Buying on Weakness“. Und es legt eine gezielte Aktienauswahl nahe. Im Forenboard von „surveybuilder.info“ findet man stets eine gute Auswahl von überlegt ausgesuchten Titeln vor. Ich kann den Lesern nur empfehlen, dieses Forum einmal zu besuchen und sich einige dieser Titel in Ruhe näher anzuschauen.

Tokay

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Indus Holding – Der echte Mittelstand in einer Aktie

Will man in den echten deutschen Mittelstand investieren, mit all seinen Maschinenbauer und “Hidden Champions”, ist das an der Börse eher schwierig, weil die Firmen in der Regel zu klein sind. Das, was sich im MDAX und selbst SDAX tummelt, ist eher selten klassischer Mittelstand.

Und vor allem zeichnet den echten deutschen Mittelständler ja auch die “knorrige” Führung durch die langjährigen Inhaber aus und die sind eher selten börsenaffin. Der Gedanke, sich vor angelsächsischen Investoren rechtfertigen zu müssen, treibt einen echten deutschen Mittelständler eher in Alpträume und schlaflose Nächte. Börse und dieser Typus von knorrigem Unternehmer, ist oft ein Widerspruch in sich, weswegen es solche Firmen eben kaum an der Börse gibt.

Die Indus Holding (WKN: 620010), die sich darauf spezialisiert hat, solche Firmen durch eine kluge Akquisepolitik unter ihrem Dach zu vereinigen, ist daher eine der ganz wenigen Möglichkeiten, wirklich in dieses Segment investieren zu können.

Nun ist die Indus-Aktie schon sehr gut gelaufen und nähert sich langsam den All-Time-Highs, die noch 2006 bei 34,3€ markiert wurden. Und wenn sich die Risiken in Osteuropa verschärfen sollten, dürften potentiell gerade die kleineren Mittelständler davon betroffen sein, die gerne ihre Kunden in den Nachbarländern haben und nicht so schnell eine Dependance in einem ganz anderen Kulturkreis wie China gründen. Anleger müssen sich also darüber im klaren sein, dass sie mit dieser Aktie eine hohe Korrelation zur europäischen Konjunktur kaufen.

Aber trotzdem, wenn wir auf das Chart schauen, sehen wir einen klaren Ausbruch aus einem klassischen, zulaufenden Dreieck und wir sehen bisher nichts im Chart, was ein Ende des Aufwärtstrends indizieren würde:

Indus 31.03.14

Auch die fundamentale Bewertung von Indus, ist immer noch sehr in Ordnung. Am 19.03. gab es von der Konzernleitung dann noch eine ->, die auch keinen Zweifel an einem stabilen Ausblick lässt.

Mittelfristig ist Indus also trotz seiner vergangenen, positiven Kurs-Entwicklung, vielleicht doch wieder ein Kauf. Viele Aktien dieser Kategorie gibt es auf jeden Fall nicht.

Aus kurzfristiger Sicht, kann es allerdings sehr gut sein, dass sich der Kurs nach dem Ausbruch nun erst einmal festläuft und zu einem Retest des Ausbruches zurück fällt.

Insofern gibt es keine Not, bei der Aktie nun sofort heute einzusteigen. Korrekturen sind aber bis auf Weiteres eher Kaufgelegenheiten, der Trend der Indus Aktie, zeigt klar nach oben.

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

General Electric – Ruhige Trendfolge mit grossen Chancen

Der Markt ist schon weit gelaufen und es wird immer schwerer, noch Bluechips mit attraktiver Bewertung und Potential zu finden. Viele fangen dann an, bei den Nebenwerten zu graben und da findet sich ja manchmal auch ein unerkanntes Juwel. Dummerweise kann es gerade bei Nebenwerten aber auch immer sein, dass sich das vermeintliche Juwel als Absturzkandidat herausstellt - wenige Tage vor einer katastrophalen Adhoc-Meldung. Je kleiner die Unternehmen, desto grösser sind diese unwägbaren Risiken.

Da wäre es doch schön, wenn es noch klassische Bluechips gäbe, die faire Bewertung mit langfristigem Potential verbinden. Und ich glaube, so ein Aktie könnte man vielleicht mit dem US Industrieriesen General Electric (WKN: 851144, GE) finden.

Über GE viel zu erzählen, wäre Eulen nach Athen zu tragen. Klar ist auf jeden Fall, dass man damit eine Wette auf die amerikanische Konjunktur kauft und nebenbei bei unzähligen Infrastruktur-Projekten in der Welt verdient. Seine Abhängigkeit von den Finanzgeschäften bei GE Capital - die GE 2008 in das tiefe Loch zogen - hat der Konzern auf jeden Fall konsequent verringert. Und die Bewertung ist weiterhion nicht übertrieben und bietet eine Menge Potential nach oben.

Besonders attraktiv ist aber auch das Chart, das ich Ihnen hier mit Wochenkerzen zeige:

GE 17.03.14

Sie sehen perfekte Aufwärtstrends seit 2009 bzw 2011 und ein Trade im Sinne der Trendfolge, könnte bei GE vielleicht nun mittelfristig schöne Chancen ins sich bergen.

Das OBV Volumen bestätigt den Trend auf jeden Fall und im Chart ist kein Indiz dafür zu sehen, dass der Trend nun gerade jetzt brechen wird. Im Gegenteil, die Chancen, dass die aktuelle Konsolidierung eine Kaufgelegenheit ist, sind klar vorhanden.

Wer davon ausgeht, dass die Weltwirtschaft keinen grossen Einbruch erleidet, sondern sich eher langsam wieder nach oben bewegt, findet in GE eine Gelegenheit, diesem Trend mit ruhiger Hand zu folgen.

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Hari Live – Archiv 01.09.13 – 07.09.13

Premium gross

Hari Live - Archiv 01.09.13 - 07.09.13

Freitag - 06.09.13 16:55 - Volatilität

Vor dem Wochenende habe ich noch ein Chart zum Schmunzeln für Sie. Wobei es auch einen lehrreichen Teil enthält.

Es sind die Arbeitsmarktdaten in ein Bild komprimiert. 😉 Und dieses Bild erklärt auch, warum ich mich ungerne vor so Ereignissen positioniere: jede Menge Volatilität die kaum zu beherrschen ist und am Ende nichts passiert, nur alle aus ihren Stops geflogen:

S&P500 06.09.13

Besser ist - was ich ja schon oft gepredigt habe - sich nach dem Ereignis, wenn der Markt sich ausgeschwungen hat, in die sich dann durchsetzende Richtung zu positionieren. Dieses Bild sollte deutlich machen, warum man so Events mit engen Stops nicht beherrschen kann und da nur Geld verliert.

Weiterlesen ...Hari Live – Archiv 01.09.13 – 07.09.13

Rio Tinto, BHP Billiton und Co. – Rohstoffe vor der Wende ?

Ich habe das Thema hier schon mehrfach angesprochen, zuletzt hatte ich das Chart hier im Artikel von letztem Freitag. Und im Premium-Bereich sind wir schon seit Juli am Thema dran.

Aber man kann es gar nicht oft genug wiederholen: der Rohstoff-Sektor sendet massive Signale der Wende !

Ich könnte Ihnen die Charts von China zeigen, die ähnlich aussehen oder auf die chinesischen Wirtschaftsdaten verweisen, die zuletzt verhalten positive Signale sendeten. Ich könnte Sie darauf hinweisen, dass der extrem verprügelte Australische Dollar möglicherweise eine Bodenbildung vollzieht oder Ihnen erneut das Chart von Kupfer zeigen. Ich könnte Ihnen zeigen, wie US Kohle ebenso wie Stahlwerte trotz schlechter Nachrichten nicht mehr fallen und erste Lebenszeichen zeigen. Und ich könnte Ihnen noch vieles andere zeigen.

Alle diese Indikatoren weisen aber in eine Richtung, die man wie im Brennglas in den Kursen der grossen Rohstoff-Riesen wie Rio Tinto (WKN: 852147), BHP Billiton (WKN: 850524) oder Anglo American (WKN: A0MUKL) sehen kann. Und diese Rohstoffriesen, werden zum Beispiel im ETF iShares Europe 600 Basic Resources (WKN: A0F5UK) zusammen gefasst.

Und ich könnte Ihnen erneut erklären, dass der ganze Sektor extrem zyklisch ist und es völlig normal ist, dass er zwischen Hosianna! und Weltuntergang, zwischen Boom and Bust, hin und her schwingt. Und auch wenn man nie weiss, wie lange eine Depression dauert und wann der Zyklus wieder anspringt, man kann sich doch darauf verlassen, dass es irgendwann wieder passieren wird.

Und nun schauen Sie mit mir erneut beispielhaft auf das Chart obigen ETFs mit Tageskerzen:

Basic Resources 05.09.13

Und Sie sehen, wie sich nun unter unserer Beobachtung eine fast vollendete inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation heraus gebildet hat. Noch ist die Nackenlinie nicht durchschlagen, die auch noch mit der 200-Tage-Linie korreliert. Und insofern ist der Trade noch nicht in Gang gesetzt, aber schon jetzt sieht das sehr vielversprechend aus.

Klar ist auf jeden Fall, dass hier grosse Chancen liegen, wenn die Weltkonjunktur nun wirklich ans Laufen kommen sollte und auch Europa aus seinem Tal der Tränen heraus finden würde. Und ich muss hoffentlich hier nicht immer wieder erwähnen, dass grosse Chancen nie ohne ebenso grosse Risiken daher kommen. Aber wie man sich hier absichert, sollte in Anbetracht dieses Charts jedem klar sein und wenn doch nicht, lade ich Sie ein, zur surveybuilder.info Community dazu zu stossen, die erklärt Ihnen schon, wo hier eine Absicherung hin gehört.

Ich werde mir diese Chancen auf jeden Fall nicht entgehen lassen und bin seit Mitte Juli im Sektor auf der Long-Seite engagiert, bisher mit viel Spass und schönen Gewinnen. Wenn diese Nackenlinie aber wirklich durchschlagen wird, dürfte der Spass durchaus noch in eine zweite Halbzeit gehen.

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Charts des Sommers – Dr. Copper gerät in Wallung !

Eines der wichtigsten Charts überhaupt, das Sie sich in dieser Phase des Marktes unbedingt vor Augen führen sollten, ist der Chart des Industriemetalls Kupfer, auch Dr. Copper genannt.

Denn Dr. Copper ist traditionell ein hervorragender Indikator für wirtschaftliche Aktivität. Und die nachrichtliche Untermalung dieser Bewegung sind derzeit gute Wirtschaftsdaten aus den US, konjunkturelle Hoffnung in Südeuropa und ein China, dessen Daten auf Stabilisierung hin deuten.

Und nun schauen Sie mal mit mir auf das Chart von Kupfer in USD mit Tageskerzen seit Ende 2012:

Kupfer 09.08.13

Und dieser Ausbruch wird derzeit quer durch die Märkte im Grundstoffsektor, bei Öl aber auch bei Gold bestätigt. Schauen Sie alleine mal, was eine Freeport McMoran (WKN: 896476) oder die Goldminen gestern an der Wallstreet gemacht haben.

Der Inflationstrade schickt sich also scheinbar an, Momentum aufzunehmen. Und das hat Auswirkungen, gerade auch auf die breiten Indizes und auf die favorisierten Sektoren. Es ist durchaus möglich, dass wir gerade eine Gezeitenwende an den Märkten beobachten.

Und ich will auch an -> diesen <- Artikel erinnern. Die Welt ist nicht so einfach, dass man anziehende Konjunktur und steigende Rohstoffpreise pauschal mit steigenden Aktienindizes gleich setzen könnte. Denn hohe Rohstoffpreise erzeugen Druck auf die Margen.

Diese Zusammenhänge besprechen, beobachten und traden wir regelmässig im Premium-Bereich. Hier sei Ihnen nur ein genauer Blick auf Dr. Coppers Raketenstart ans Herz gelegt !

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***