DAX, S&P500 und Gold: Das grosse Bild der Lage

Sie kennen das ja, wenn Sie hier einen Beitrag im freien Bereich von surveybuilder.info lesen, dann erwartet Sie da oft eine "Wall of Text". 😉

Das ist ja aber auch in Ordnung, wäre der Markt so einfach, dass man seine Essenz in drei kurze Sätze pressen könnte, wäre jeder bei der Geldanlage erfolgreich.

Genau das, ist aber die Mehrheit der Anleger nicht und einer der Gründe dafür, liegt in der Komplexität und -> Reflexivität <- des Marktes begründet.

Wer also von längeren Erklärungen abgeschreckt wird und lieber kurze, "knackige" Weisheiten, "heisse" Tips und "mutige" Prognosen sucht, dem kann ich nur mit einem Schmunzeln hinterher winken und zurufen: "Viel Erfolg!". Wenigstens hier werden wir zur ansteckenden Krankheit der -> Prognosiritis <- nicht auch noch beitragen.

Aber trotz der Notwendigkeit, sich mit dem Markt ernsthaft auseinander zu setzen, macht es aber immer wieder Sinn, einen Schritt zurück zu gehen und sich das grössere Bild zu betrachten. Das gilt insbesondere in so indifferenten Phasen wie aktuell, in denen der DAX abwärts bröselt und die US Indizes sich in einer endlos erscheinenden Seitwärtsbewegung befinden.

Denn wenn man sich die aktuelle Lage so Tag für Tag in diesem Börsensommer anschaut, könnten sich einem ja schon die Nackenhaare aufstellen und genau diese Wahrnehmung findet sich nun in einem immer negativeren Sentiment der Anleger auf beiden Seiten des Atlantiks wieder, über das ich hier im Premium-Bereich zuletzt oft geschrieben habe.

Insofern bekommen Sie heute von mir mal keine "Wall of Text" im freien Bereich, sondern einfach nur drei langfristige Charts für das grössere Bild und dazu jeweils gerade einen spärlichen Satz. 😉 Aber ich denke die Charts selber haben jeweils eine klare Aussage, die einem ins Auge springt.

Und wenn Sie all die Hintergründe und Erklärungen dazu auch haben wollen und vor allem auch wissen wollen, wie wir daraus die weitere Entwicklung zum Jahresende einschätzen, müssen Sie zur surveybuilder.info Community dazu stossen, wie so viele vor Ihnen.

Und los gehts, die interessanten Bereiche habe ich jeweils blau markiert.

Der DAX korrigiert und dass dieses bisher in Art und Umfang nach dem vorherigen Anstieg im grossen Bild nur normal ist, sehen Sie hier:

DAX 20.08.15

Der S&P500 verliert Momentum, das Risiko einer grossen Topbildung ist gegeben. Ein Risiko ist aber nur ein Risiko und keine Gewissheit:

S&P500 20.08.15

Gold hat eine Gegenbewegung, aber ob das mehr als eine unbedeutende Zuckung im Abwärtstrend wird, ist völlig unklar und für vorschnelle Blütenräume gibt es noch keinerlei Anlass:

Gold 20.08.15

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Antizyklischer Einstieg in Brasilien und den Bovespa ?

Kann man mittel- und langfristig wieder in den brasilianischen Aktienmarkt einsteigen, der so lange so stark verprügelt wurde ? Hat der Markt nun tief genug korrigiert, um attraktive Chancen zu gewähren?

Eine spannende Frage, der ich mich mal auf Basis der Charts zu nähern versuche. Dabei benutze ich den mit Abstand grössten und liquidesten Brasilien ETF der Welt den , der in USD notiert.

Aber deutsche Anleger brauchen sich hier mal ausnahmsweise nicht zu grämen. Sie finden bei iShares in Form des die in Deutschland zugelassene Variante obigen ETFs.

Allerdinge würde ich die Chartanalyse und die Ein- und Ausstiegspunkte immer anhand des EWZ definieren, denn im liquidesten Markt haben diese auch die grösste Aussagekraft. Wenn der EWZ dann ein Signal gibt, setzt man es im deutschen ETF um. Natürlich hat man so eine Währungsdisparität, wenn man in Dollar denkt und in Euro handelt. Diese erscheint mir aber weniger bedeutend, als die Sorge, aufgrund illiquider "Nebencharts" falsche Schlüsse zu ziehen.

Nun aber zur ursprünglichen Frage. Nun könnte ich hier die üblichen Argumente zu den Emerging Markets wiederholen. Die positiven demographischen Faktoren auf der einen Seite. Und die Strukturprobleme, die die Märkte noch lange verfolgen werden, auf der anderen Seite. Diese Argumente führen uns aber nicht weiter, denn die sind bekannt und der Markt ist wo er ist, weil die Argumente sind, wie sie sind.

Schauen wir daher zunächst doch zur Orientierung einfach mal auf das langfristige Chart des EWZ seit 2002 mit Monatskerzen.

Brazil Monat 21.02.14

Die Aussage scheint erst einmal eindeutig. Wenn das Brasilien des Jahres 2014 strukturell immer noch das Brasilien des Jahres 2002 wäre, wäre das ein eher bärisches Chart!

Wir haben einen Top in 2008, dann nach dem Einbruch von 2008 ein klar niedrigeres Hoch in 2010 und danach einen klaren, bröselnden Abwärtstrend, der geradezu danach schreit, am Ende noch massiv nach unten wegzubrechen. So ein Chart würde man normalerweise nicht mit der Kneifzange anfassen.

Es gibt allerdings einen Faktor, der das Bild verschieben könnte. Denn richtig wäre die Schlussfolgerung nur, wenn sich die fundamentalen Daten der brasilianischen Wirtschaft wenig geändert hätten. Ob das der Fall ist, können Brasilien-Kenner besser beantworten als ich. Aber nach dem was man liest, ist das nicht mehr die Volkswirtschaft von 2002.

Die fundamentalen Fakten haben sich deutlich verbessert und Brasilien macht deutliche Fortschritte in die Moderne, während gleichzeitig der Index langsam zurück gekommen ist und die Übertreibung von 2008 langsam verarbeitet.

Wenn man 2008 als Anomalie betrachtet, könnte man sich mit etwas Phantasie sogar auf den Standpunkt stellen, dass wir gerade eine bullische Konsolidierung erleben, bevor die nächste Wachstumsphase startet. Letztlich hängt aber alles davon ab, wie man die Entwicklung der Volkswirtschaft betrachtet.

Und die Frage wird natürlich auch von politischen Unwägbarkeiten bedingt. Denn wenn da ein radikaler Sozialist und Populist ala Hugo Chavez an die Regierung käme, oder alternativ eine von dirigistischen Allmachtsträumen beseelte Abart der argentinischen Frau Kirchner, dann würde man wohl beobachten können, wie der EWZ unangespitzt in den Boden gerammt würde.

Insofern gibt es kein klares Signal durch das langfristige Chart. Wesentlich hilfreicher ist aber das mittelfristige Bild mit Wochenkerzen. Und das will ich Ihnen nun auch zeigen:

Brazil Woche 21.02.14

Und das Bild sagt ganz eindeutig: Ja! Man kann (nicht muss) nun mittelfristig - mit dem Blick auf 2 oder 3 Monate - mit Chancen in den EWZ einsteigen.

Denn wir befinden uns ganz klar am unteren Ende des Trendkanals und zeigen Anzeichen einer Wendeformation, wie mehrmals vorher auch schon. Eine solche Bewegung könnte in um die 10 Wochen wieder hoch zum oberen Trendkanal bei 50 USD führen und damit gute 20% generieren.

Nach unten existieren nahe und klare Stops unter dem letzten Tief und dem Trendkanal und begrenzen die Risiken, falls sich hier die Wende doch nicht realisiert. Auch vom Sentiment her dürfte klar sein, dass die Erwartungen an diesen Markt nun gegen Null tendieren. Es ist also eine wirklich antizyklische Wette, hier über ein Engagement nachzudenken.

Das Schöne an dieser Sicht ist, für diese Entscheidung auf der mittelfristigen Zeitebene ist es egal, ob Brasiliens Aktienmarkt nun billig oder teuer ist und wie sich die Volkswirtschaft entwickelt. Das ist eine Wette mit begrenztem Risko und begrenztem Zeithorizont aufgrund der klaren Chartstruktur. Man muss sich dabei bewusst sein, dass es eine temporäre Wette auf eine Gegenbewegung im langfristigen Abwärtstrend ist.

Und wenn der EWZ dann wieder nach unten dreht und sich der Abwärtstrend fortsetzt, dann geht man halt raus. Wenn es aber doch eine fundamentale Wende auch im Chart mit Monatskerzen wird, dann um so besser!

Insofern werfen Sie doch mal einen Blick auf einen Markt, den im Moment keiner mehr mag: den Bovespa und Brasilien !

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Gold und Silber Marktupdate – Ausbruch und Bodenbildung

Es wird Zeit für ein aktuelles Marktupdate zu Gold und Silber.

Das Gold - hier als XAUUSD mit Tageskerzen dargestellt - wieder über 1300 USD steht, dürfte wohl kaum jemand übersehen haben. Das Preis-Verhalten (Price-Action) bei Gold hat sich auch drastisch verbessert, die negativen Einschläge über Nacht bleiben aus. Sicheres Indiz dafür, dass das "Big Money" nun die Seiten gewechselt hat.

Gold 14.02.14

Auch die Goldminen scheinen eine klare Bodenbildung zu vollziehen und bieten derzeit attraktive Chancen.

Trotzdem ist bei Gold immer noch Vorsicht geboten, denn der mittelfristige Abwärtstrend existiert weiter und erst ein Anstieg über das 38er Fibonacci Retracement bei 1415 USD, das bei Gold näherungsweise mit dem Hoch vom 28.08.14 bei 1433 USD korreliert, würde auch im mittelfristigen Bild den Abwärtstrend bei Gold brechen.

Bis dahin macht es Sinn, dem neuen Trend aufwärts zu folgen, aber erst auf obigen Niveaus hat sich Gold wirklich frei geschwommen. Und ein temporäres Retracement herab zur Ausbruchszone oberhalb 1270 USD, sollte nun auch jeder als eine Möglichkeit auf dem Radar haben. Aber es ist nur eine Möglichkeit, im Sektor hat sich so viel Energie aufgestaut, dass diese nun auch zu einem schnellen Lauf nach oben führen könnte.

Die nach meiner Erfahrung beste Art damit umzugehen, ist einfach ruhig nach oben mitzugehen und für den Fall des Falles - der am Markt immer eintreten kann - nicht zu enge Stops zu setzen, die einen gegen ein Desaster schützen. Zwei mögliche Stopniveaus als reine "Desaster-Protection" habe ich eingezeichnet.

Weniger beobachtet, in meinen Augen aber noch spannender, ist die Lage bei Silber, hier auch in der Form XAGUSD mit Tageskerzen dargestellt:

Silber 14.02.14

Sie sehen, dass Silber gerade einen bedeutenden Ausbruch aus einer monatelangen Bodenbildung vollzieht. Und diese Bodenbildung hat als I-Tüpfelchen auch noch eine eindrucksvolle Umkehrformation.

Und Silber hat eine Historie darin, nach langer Konsolidierung mit Macht auszubrechen, wenn der Knoten endlich mal gelöst wird. Als Musterbeispiel habe ich Ihnen das Geschehen von letztem August im Chart markiert.

Insofern bietet sich bei Silber nun eine interessante Trading-Chance. Auch hier sind Stops natürlich zwingend, denn sicher ist am Markt gar nichts. Mögliche Niveaus habe ich eingezeichnet und sollte man je nach Risikoneigung und Zeithorizont wählen.

Ähnlich wie bei Gold gilt aber auch bei Silber, dass der übergeordnete Abwärtstrend unverändert intakt ist und insofern gibt es keinen Grund für verfrühte Euphorie und Blütenträume, weder bei Gold noch bei Silber. Wir haben hier einfach ein auf der kurzfristigen Ebene interessantes Setup. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ihr Hari

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Hari´s Märkte am Abend – 06.02.14 – Marktlage DAX in drei Charts

Ein kurzer Blick auf die Marktlage im DAX nach Handelsschluss an der Wallstreet. Sozusagen als einmalige, kleine Reminiszenz an die "Märkte am Abend", die es hier in den Anfängen mal jeden Abend gab. 🙂

Sie sehen drei Charts, die hoffentlich ausdruckstark und in Beschränkung auf das Wesentliche, für Sie die Lage auf den Punkt bringen.

Erstens erinnern Sie sich ja sicher an das Chart des S&P500 Volatility Index, den ich Ihnen gestern gezeigt habe und an dem ich die Wahrscheinlichkeit festgemacht hatte, dass eine Gegenbewegung ansteht.

Hier ist der VIX heute erneut. Der VIX ist genau an der antizipierten Stelle wieder um 11% eingebrochen und die Aktienmärkte steigen im Gegenzug.

VIX 06.02.14

Zweitens sehen Sie hier den DAX Future in seiner Abwärtsbewegung seit Mitte Januar. Heute ist der erste Tag seit dem 22.01., an dem der DAX Future die Abwärtstrendlinie hinter sich lassen konnte. Das erste belastbare Indiz, dass die Korrektur zum Ende kommen könnte. Könnte, nicht muss. Erst neue Verlaufshochs, würden dieses erste klare Indiz belastbarer machen. Einziger dicker Wehrmutstropfen heute, ist dieser Flash Crash im blauen Kreis.

DAX Future 06.02.14 3

Drittens haben wir es im langfristigen Bild des DAX seit 2011 mit Wochenkerzen, immer noch nur mit einer ganz normalen Korrektur im Aufwärtstrend zu tun. Die wichtigsten Unterstützungszonen sind eingezeichnet, die eine normale Korrektur von "mehr" trennen würden.

DAX Woche 06.02.14

Wie geht es weiter ?

Die Reaktion des Marktes auf die Morgen um 14.30 Uhr veröffentlichten US Arbeitsmarktdaten, dürfte die Entscheidung darüber bringen, ob diese Korrektur nun abgeschlossen ist und es weiter hoch geht, oder ob wir gerade nur eine Gegenbewegung im neuen Abwärtstrend sehen und es nächste Woche weiter runter geht. Und aus der bisher normalen Korrektur vielleicht etwas Grösseres wird.

Beides ist möglich, ich wage keine Prognosen. Lassen wir einfach den Markt entscheiden. Solange aber der übergeordnete Aufwärtstrend weiter so überzeugend da ist, wie im dritten Chart klar zu sehen, hat er auf der langfristigen Anlageebene auch unser Vertrauen verdient !

Viel Erfolg und gute Nacht !

Ihr Hari

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Eine willkommene Normalisierung bei DAX und Co.

Für die Geldanlage ist der Zeithorizont von grosser Bedeutung, in dem man sich mit seinen Anlagen bewegt.

Auf der kurzfristigen Zeitebene, konnte man zuletzt endlich mal wieder mit Shorts gutes Geld verdienen. Auf der mittelfristigen Zeitebene gab es in den letzten Wochen so viele Warnsignale, die wir im Premium-Bereich ausführlich besprochen haben, dass man mit Ruhe und Gelassenheit seine Risiken herunter fahren und sinnvolle Stops definieren konnte. Und dadurch nun weitgehend entspannt an der Seitenlinie das Treiben des Marktes beobachten kann.

Auf der langfristigen Zeitebene aber, ist das aktuelle Korrektur-Geschehen nichts weiter als eine willkommene Normalisierung. Und es braucht dafür auch keine Meldungen und Crash-Szenarien rund um die Emerging Markets. Auch ohne diese, war der Markt einfach mal reif für eine Korrektur. Und wenn das so ist, wird sich schon irgendwann eine Nachricht finden, die diese dann auslöst.

Gestern waren es dann schlechte US Wirtschaftsdaten, die den Dammbruch durch eine wichtige Unterstützung im S&P500 herbei führten. Wie schlecht die waren, zeigt uns Bespoke . Das letzte Mal, als ein Report so weit nach unten von der Erwartung abwich, war im September 2008 (hört, hört !).

Aber die gestrigen Daten sind definitiv auch durch temporär sehr schlechtes und kaltes Wetter im Berichtszeitraum in den US beeinflusst. Nur weiss keiner, wie stark und ob nicht doch auch ein konjunkturelles Strukturproblem existiert. Und die Börse mag keine Unsicherheit, wie gestern wieder zu beobachten war. Von einer höheren Warte aus, ist diese Entwicklung aber zu begrüssen, denn endlich werden schlechte Daten an der Börse auch wieder schlecht gewertet - in 2013 war das anders.

Das Chart des DAX mit Wochenkerzen, zeigt uns auf der langfristigen Zeitebene aber eindeutig, wie normal diese Korrektur bisher ist.

DAX 04.02.14

Knapp unter 9.000 wartet im DAX nun eine wichtige Unterstützung, die normalerweise für einen Bounce gut sein sollte, zumal in den US nun zwei Tage mit sehr grossen Kauf-Operationen der FED anstehen und am Donnerstag Mario Draghi in seiner Pressekonferenz die Märkte bestimmt nicht weiter runter reden wird.

Aber selbst wenn der DAX danach bis in eine wichtige Unterstützungszone um 8500 herum fallen sollte, ist der langfristige Aufwärtstrend immer noch intakt. Erst darunter, muss man sich auch auf der langfristigen Ebene ernsthafte Sorgen machen.

Jetzt sind viele normale Anleger durch eine gewisse Form von "Börsenpornographie" leider so verseucht, dass sie das Chart oben schnell beiseite schieben und statt dessen sofort die innere Frage haben, wo der DAX denn morgen steht. Weil sie glauben, das Erraten der Zukunft hätte was mit Börsenerfolg zu tun.

Und das ist ja kein Wunder, weil die "Prognosiritis" einfach eine Krankheit ist, von der eine grosse Zahl der medialen Börsen-Berichte befallen ist. Bedenken Sie aber bitte, dass das "Business", in dem sich diese Medien bewegen, nicht die optimale Geldanlage ist, sondern das Erzeugen von medialer Aufmerksamkeit. Hier werden Klickzahlen optimiert und nicht Ihr Börsenerfolg !

Keiner weiss was morgen bringt und deshalb macht es für Sie als Anleger auch keinen Sinn, Ihre wertvolle Lebenszeit mit Hoffen, Bangen und Raten zu vergeuden. Um so schlimmer, Sie laufen sogar Gefahr, darüber das zu vergessen, was Sie wirklich tun sollten. Den tun sollten wir das, was wir selber beeinflussen können - darauf müssen wir unsere Energie richten.

Und auf der langfristigen Anlageebene sagt uns der Markt, dass der Aufwärtstrend noch intakt ist. Er sagt uns aber auch, dass wir klare Stops dort brauchen, wo der Trend brechen könnte. Und er sagt uns, dass wir unsere Risiken im Moment etwas verringern sollten.

Mehr wissen wir auf der langfristigen Ebene im Moment nicht. Aber das ist doch schon eine ganze Menge. Und ich garantiere Ihnen, es gibt unzählige Anleger, die selbst diese grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen nicht ergreifen, weil sie sich lieber am fröhlichen Ratespiel beteiligen.

Auf den kurz- und mittelfristigen Zeitebenen dagegen, erlaubt die aktuelle Korrektur profitable Trades in beide Richtungen. Endlich schwingt der Markt mal wieder parallel zu aktuellen Wirtschaftsnachrichten. In 2013 hatte man schon fast den Glauben verloren, dass wir das noch einmal erleben würden. Diese kurz- und mittelfristigen Zeitebenen sollen aber hier im Artikel nicht Thema sein.

Langfristig achten Sie nun bitte auf Ihr Risikomanagement und wenn Sie keines haben, sollten Sie sich schnellstens eines zulegen. Mit einer Position massiv ins Minus zu rauschen und dann Jahre darin zu hängen, ohne diese loslassen zu können, überlassen Sie bitte den Anlegern, die der "Prognosiritis" huldigen. Sie als Leser dieses Blogs, sollten es eigentlich besser wissen. 😉

Ihr Hari

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Gold an der Wegscheide – Vom gelben Gott und dem Weg des maximalen Schmerzes

Der Goldpreis - hier dargestellt über XAUUSD - steht vor einer bedeutenden Wegscheide. Zum ersten Mal nach langer, langer Zeit, finden wir wieder ein halbwegs überzeugendes Setup auf der Long Seite vor.

Das Chart mit Tageskerzen, offenbart schnell worum es hier geht:

Gold 24.01.14

Erstens hat der Goldpreis nun eine deutlich sichtbare Wendeformation geformt und liegt im aktuellen Bereich um die 1260 USD knapp unter der Ausbruchszone. Diese Nackenlinie oder Ausbruchszone reicht bis ca. 1268 USD, wo der Goldpreis am 10.12.13 sein Hoch hatte.

Zweitens liegt der Goldpreis damit nur noch sehr knapp unter der mittelfristigen Abwärtstrendlinie, die auch mit der Ausbruchszone korreliert.

Und Drittens scheinen wir nun einen Doppelboden zu haben, bei dem das zweite Tief - passenderweise am 31. Dezember letzten Jahres - minimal höher als das vorherigen Tief vom 28.06.13 war.

In Summe ist damit der Ausbruch noch nicht vollzogen, aber der Goldpreis steht kurz davor. Und sollte er diese Zone verlassen können, hat eine schnelle Bewegung bis über 1300 USD hohe Wahrscheinlichkeit.

Umgedreht ist es aber weiter denkbar, dass der Goldpreis hier abprallt und im mittelfristigen Abwärtstrend verbleibt. Die sichtbare Price-Action indiziert hier aber zum ersten Mal seit vielen Monaten, einen kleinen Vorteil für die Bullen.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass die grossen Einschläge im frühen Handel an der Comex, mehr und mehr durch ebenso starke Schübe abgelöst werden, die auch im frühen Handel nach oben weisen. Die Hedgefonds scheinen hier also langsam die Richtung zu wechseln.

Lustig ist in diesem Zusammenhang ja auch zu beobachten, dass die Gläubigen der "Kirche des goldenen Gottes" - auch "Gold Bugs" genannt, die bei jedem Einschlag an der Comex gleich "Foul" gerufen haben - bei den identischen Gegenbewegungen nach oben nun so still sind. Weil es ist ja klar, nach oben "muss" der Goldpreis ja steigen, nach unten wäre das aber gegen die göttliche Ordnung. 😉

Ich weiss, diese sarkastischen Zeilen werden einigen nicht gefallen, aber Glauben hat an der Börse nichts verloren. Und es ist für mich Faktum, dass der Goldpreis in den letzten Monaten insofern "manipuliert" war, als das grosse Marktadressen mit überdimensionierten Orders den Markt in die gewünschte Richtung gepresst haben. Wer das nicht wahr haben will, hat nicht hingeschaut, was da passiert ist. Nur hat das eher nichts mit "bösen Mächten" zu tun, die den "ehrlichen" Goldpreis nach unten pressen wollen, sondern da hat schlicht "Big Money" herrliche Gewinne generiert, in dem es den Gold Bugs die Hosen runter gezogen hat. Gewinne gehen aber in beide Richtungen und wenn sich nun die Schussrichtung der grossen Marktorders an der Comex ändert, sollten wir das nicht übersehen !

Wenn Sie mich jetzt fragen, wie es denn über diese Wegscheide hinaus beim Goldpreis weiter geht, kann ich Ihnen natürlich auch nur sagen, dass ich keine Glaskugel habe. Das Weissagen der Zukunft, muss man den Wahrsagern überlassen.

Was ich Ihnen aber sagen kann ist, dass der Markt diese wunderbare Eigenschaft hat, Bullen wie Bären gleichermassen zu frustrieren und einen Weg zu gehen, der allen am wenigsten gefällt - den Weg des maximalen Schmerzes.

Wenn man sich nun vor Augen führt, dass den Gold Bullen mit ihrer schönen Erzählung von den zwangsweise immer steigenden Preisen, ja in den letzten zwei Jahren gehörig Demut eingebläut wurde, wären jetzt die Goldhasser mal an der Reihe.

Denn deren Mantra, nach dem Gold ja nur ein "barbarisches Relikt" sei, das nur tot und sinnlos rumläge, ist zwar gar nicht mal falsch, geht aber doch völlig am Thema vorbei. Denn es gibt ja einen guten Grund dafür, dass Gold - neben seiner Funktion als Schmuck - seit tausenden von Jahren als Wertaufbewahrung und Ersatzwährung dient und in dieser ganzen Zeit seine Kaufkraft erhalten hat.

Und dieser Grund hat damit zu tun, dass alle anderen Formen von "Geld" beliebig vermehrt, entwertet und missbraucht werden können. Währungsreformen, inflationäre Schübe und Staats- und Währungskrisen kommen und gehen auf der langfristigen Zeitachse. Gold bleibt. Und zwar noch so lange, bis die Menschheit wie auf der Enterprise, in einem Replikator beliebige Atomstrukturen auf Knopfdruck herstellen kann und somit der Traum der Alchimisten des Mittelalters doch noch wahr wird. Dann hat Gold keinen Wert mehr. Aber erst dann.

All diese schönen Überlegungen und Glaubensbekenntnisse beantworten aber nicht die Frage, ob Gold im Verhältnis zur Weltleitwährung US Dollar, in einem Monat zu 1000 oder 1500 USD gehandelt wird. Genau genommen ist das Denken in diesen Überlegungen dafür auch nicht hilfreich.

Wenn der Goldpreis nun also mit Macht über diese Ausbruchszone hinweg nach oben schiessen sollte, kommt die Zeit, in der die Goldhasser mal wieder Demut lernen werden und ihre Shorts ihnen in der Hand explodieren. Wenn Gold dann schnell bis 1500 USD nach oben schiesst, werden die Goldbugs ihr Jubelgeschrei starten und sich nur noch um die Frage streiten, ob Gold nun bis 3.000 oder 5.000 USD steigen wird.

Genau das wäre dann der ideale Zeitpunkt für den fiesen Mr. Market, um erneut die Richtung zu ändern und den seit 2011 bestehenden übergeordneten Abwärtstrend bei Gold wieder aufzunehmen. Das wäre wohl der Weg des maximalen Schmerzes, erst die Shorties zu zerstören und dann die Goldbugs in einem massive Falle laufen zu lassen.

Natürlich ist das reine Spekulation und ich habe keine Ahnung, ob das so kommt. Ich kenne aber die Fähigkeit von Mr. Market, genau diesen Weg des maximalen Schmerzes zu gehen. Und deswegen bin ich weder ein Anhänger der Kirche des gelben Gottes, noch verdränge ich die unzweifelhaft vorhandene Funktion von Gold als dauerhaft werterhaltende Aufbewahrung von Vermögen. Deswegen richte ich mich nach dem, was mir die Kurse sagen.

Und die sagen im Moment: zum ersten Mal nach langer Zeit, haben die Bullen mal wieder brauchbare Chancen.

Diese Kursbewegungen zwischen 1000 und 1500 USD haben aber nichts mit der Frage zu tun, ob man als Bürger sinnvoller Weise eine definierte Menge physischen Goldes besitzt. Diese Frage hängt nicht vom unmittelbaren Goldpreis in USD ab, sondern nur davon, dass Gold eben seit tausenden von Jahren in schwierigen Phasen die ideale Ersatzwährung ist und wohl auch absehbar bleiben wird.

Ihr Hari

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Wird es Zeit, die Goldminen, den GDX oder Barrick Gold in den Blick zu nehmen ?

Werfen wir heute, zum Beginn des neuen Jahres, mal einen Blick auf einen der meist verprügelten Sektoren des vergangenen Jahres - die Goldminen. Hier beispielhaft am grossen US ETF "GDX", in dem sich auch "Big Money" tummelt.

Aus reiner Reversal-Logik könnte man nun argumentieren, dass das, was letztes Jahr so schlecht lief, alleine deswegen nun in 2014 gute Chancen hat. Dergleichen Argumente liest man auch verschiedentlich.

Diese Logik ist auch nicht völlig falsch, als Timing-Instrument aber eher ungeeignet. Sicher wird auch bei den Goldminen irgendwann eine "Mean Reversion" einsetzen und der Sektor wird wieder signifikant anziehen. Und dann sind schnell grosse Gewinne drin. Das Konzept der "Mean Reversion" ist universell und funktioniert an den Märkten immer wieder. Nur muss dieser Zeitpunkt nicht jetzt sein, nur weil das Jahr gewechselt hat. Vielleicht erlebt der Sektor auch erst erneut neue Tiefststände, bevor dann in der zweiten Jahreshälfte die Wende einsetzt. Wie gesagt, als Timing-Instrument ist die "Mean Reversion" eher ungeeignet, ein Gummiband kann sich in der Regel weiter dehnen, als wir alle ahnen.

Fundamental ist diese Wende durchaus "in Arbeit", weil praktisch alle Minen nun ihren Fokus auf Kosten und Profitabilität legen, unrentable Projekte zurück schneiden und so den Goldpreis deutlich senken, ab dem die Minen-Operationen profitabel sind. Wenn also irgendwann der Goldpreis auch mitspielt, wird das zu schnell steigenden Gewinnen im Sektor führen und die Kurse werden eine Rally durchlaufen.

Nur ist der Zeitpunkt ungewiss und nur weil der Sektor in 2013 verprügelt wurde, muss dieser Zeitpunkt nicht jetzt sein - er kann es aber durchaus. Gold hat ja nun auch die Chance einen Doppelboden auszubilden, aber auch beim Goldpreis steht der Beweis noch aus und ein erneuter Abtaucher bis 1000 USD ist noch nicht vom Tisch.

Insofern macht es mal wieder viel mehr Sinn - als Spekulationen nachzuhängen, die sowieso zu nichts führen - einfach auf die Price-Action im "Hier und Jetzt" zu schauen und zu hören, was uns der Markt gerade sagen will.

Schauen wir dabei auf das langfristige Chart mit Wochenkerzen des GDX, sehen wir den brutalen Abwärtstrend, den man auf zweifache Art und Weise zeichnen kann. Dieser Abwärtstrend ist nicht gebrochen, was klar indiziert, das es zu früh ist, eine Wende im Sektor auszurufen.

GDX 08.01.14

Allerdings zeigt der Verlauf auch, dass wir gute Chancen haben nun bald einen Boden auszubilden. Der Volumenanstieg spricht eine deutliche Sprache, hier liefert sich grosses Geld nun ein Duell. Und während in den frühen Phasen des Absturzes niemand dagegen gehalten hat -das war eher wie ein langsames Ausbluten - tobt nun ein massiver Kampf der Bullen und Bären unter der Decke und es findet scheinbar eine Distribution statt, mit guter Wahrscheinlichkeit von den schwachen zu starken Händen, die nun akkumulieren.

Insofern ist das eine potentiell interessante Entwicklung, mit grossem Potential, aber noch ist es zu früh, die Signale auf Grün zu setzen. Noch hat der Abwärtstrend den Sektor im Griff.

Schauen wir dagegen auf das mittelfristige Chart mit Tageskerzen, sehen wir deutlich, was wir zuletzt auch bei den Kursen der Einzelaktien wie Barrick Gold (WKN: 870450) fühlen konnten. Es scheint seit Anfang Dezember eine Stabilisierung statt zu finden, die das Potential zur Bodenbildung hat - aber erneut: dieser Beweis ist noch nicht angetreten !

GDX 08.01.14 Tag

Vielmehr sehen wir auch hier den mittelfristigen Abwärtstrend, sehen aber auch, wie kurz der GDX davor ist, diesen das erste Mal hinter sich zu lassen. Und wir sehen da noch ein Gap vom Jahresanfang 2014 lauern, das noch nicht geschlossen ist und vielleicht noch wird, bevor die Entscheidung so oder so eintreten kann.

Wenn der GDX aber diesen Abwärtstrend nimmt, bestehen gute Chancen für eine schnelle Bewegung bis in den Bereich von 25 USD - womit sich dann auch die Frage des langfristigen Abwärtstrends stellen würde.

Fazit aus meiner Sicht:

Wer mit einem Zeithorizont von Jahren operiert und ebenso tiefe Taschen wie dicke Nerven hat, kann auf diesen Niveaus vielleicht anfangen, die Goldminen langsam zu akkumulieren. Man sollte sich dann aber im Klaren darüber sein, das der Sektor schnell noch einmal eine weitere Abwärtsstufe von 20% generieren kann, bevor dann wirklich eine Wende ansteht.

Wer - wie die meisten Anleger - eher im Zeithorizont Monate unterwegs ist, weil er Jahre in der Regel sowieso nicht durchhält, hat in der aktuellen Lage (noch) keinen zwingenden Grund in den Sektor einzusteigen. Denn noch zeigt der Trend klar abwärts. Allerdings könnte der Grund schnell geliefert werden, weswegen es schon heute Sinn macht, auf den Sektor ein aufmerksames Auge zu werfen.

Bedenken Sie in diesem Zusammenhang bitte erneut, dass die Fixierung auf die ersten Prozent eines neues Trend und der Versuch den Boden exakt zu treffen, bei längerfristigen Anlagen sowieso vergeudete Energie ist. Die ersten paar Prozent zu verpassen, weil man ruhig abwartet bis die Signale wirklich auf Grün stehen, sind gar kein Problem. Viel wichtiger für den Erfolg ist dann, wenn der Trend etabliert ist, auch wirklich ruhig und dauerhaft dabei zu bleiben. Und die gleichen Mechanismen, die manche Anleger hektisch veranlassen, den vermeintlich "perfekten Tiefpunkt" treffen zu wollen, treiben diese Anleger dann wieder viel zu früh aus einer Position heraus, die gerade erst den grossen Schwung nach oben aufnimmt.

Wenn Sie kein kurzfristiger Trader sind, bleiben Sie also gelassen, die Goldminen laufen Ihnen nicht weg. Wenn dieser Wurm irgendwann wirklich dreht, wird auch der neue Trend eher wieder Monate und Jahre andauern, es gibt keinen Grund für Hektik oder Torschlusspanik. Lassen Sie statt dessen den Sektor selber beweisen, dass er nun wirklich zur Wende ansetzen will, dann ist es immer noch früh genug einen Zeh ins Wasser zu stellen.

Ihr Hari

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Das erstaunliche Reversal bei Gold und den Goldminen – XAUUSD wieder über 1250 USD

Es gibt zwei Arten, auf die Mr. Market besonders gerne einen Boden und eine nachfolgende Wende generiert.

Die eine ist sozusagen "mit Karacho". Typischerweise an einem lange vorher medial aufgeblasenen Tag, an dem alle Welt angespannt auf die Kurse starrt, weil ein wichtiger Katalysator ansteht. Nervös haben dann alle den Griff zum Notausgang in der Hand und starren auf eine wichtige Marke. Dann taucht der Kurs unter diese Marke und löst eine Kaskade von Stops aus. Artikel erscheinen, die das Ende von XYZ erklären und alles schaut unter grosser medialer Aufmerksamkeit nur in eine Richtung. Und in diesem Moment dreht der Kurs, erobert die wichtige Marke wieder und beginnt weiter zu steigen. In Folge schaut der Kurs nie wieder zurück und lässt fast den gesamten Markt auf dem falschen Fuss hinter sich. Der Weg des maximalen Schmerzes oder auch "Bärenfalle" genannt.

Und dann gibt es diese anderen, leisen Momente. Wenn keiner mehr hinschaut, weil alle aufgegeben haben und keiner sich mit diesem Asset mehr abgeben will. Ideal an einem nachrichtenlosen Tag, wo sowieso die Hälfte der Marktteilnehmer nicht am Desk sitzt. In diesem Moment beginnt der Kurs ganz still, leise und heimlich in eine unerwartete Richtung zu kriechen. Und man sucht nach einem Katalysator dafür, findet aber keinen. Das sind die Momente, in denen eine lang andauernde Bewegung manchmal ihr Momentum aufgebraucht hat. Und der Boden ist für ein "Reversal aus dem Nichts" bereitet, das der breite Markt erst wieder viel später wahrnehmen wird.

Sie wissen als Premium-Mitglieder, dass mir schon gestern Abend dieses Intraday-Reversal bei Gold - und später auch bei den Minen - ins Auge gesprungen ist. Und ich mich gefragt habe, was da los ist.

Nun, heute morgen bin ich vielleicht etwas klüger.

Denn eine Nachricht, die das ausgelöst haben könnte, kann ich auch heute morgen nicht erkennen. Dafür hatte ich aber gestern übersehen, das gestern wohl Options Expiration (OPEX) für die Gold Futures war. Um so interessanter war diese Wende, denn nach der OPEX, begannen die Kurse wieder nach oben zu kriechen. Die nahe liegende Erklärung ist, dass sich der Druck von "Big Money" nach unten nun langsam aufgebraucht hat. Sobald der Druck vom Markt genommen wird, kriecht er wieder nach oben. Und wenn das so wäre, wäre das eine sehr bemerkenswerte Entwicklung !

Schauen wir auf das Tageschart, sehen wir im blauen Kreis sehr deutlich die Struktur eines Reversals:

XAUUSD 26.11.13

Wie geht es nun weiter ? Nun, da wir alle keine Glaskugel haben, ist die Zukunft unbestimmt. Aber trotzdem sagt uns diese Struktur eine Menge und wir müssen nun genau aufpassen, was heute und morgen passiert, dann sind wir erheblich schlauer.

Im Szenario (1) war das gestern einfach eine unbedeutende "Post-OPEX" Anomalie und es geht heute und morgen weiter runter. In Anbetracht der klaren Reversal-Struktur, ist das in meinen Augen zwar möglich, aber nicht zwingend das wahrscheinlichste Szenario.

Im Szenario (2) werden wir heute oder morgen einen weiteren Schub weg von der 1250er Marke bei Gold - und damit XAUUSD - sehen. Das wäre dann eine klare Bestätigung eines temporären Bodens und würde den Weg bis zur Trendlinie in der Nähe der 1300er Marke freimachen.

Da aber der übergeordnete Abwärtstrend voll intakt ist, wäre das dann einfach nur eine Gegenbewegung im Abwärtstrend und danach geht es endgültig nach unten. Nach heutiger Datenlage, erscheint mir das als das wahrscheinlichste Szenario.

Ja und dann haben wir da noch das "Undenkbare" - das Szenario (3). Ein Szenario, nach dem sich nun still, leise und heimlich der Abwärtsdruck abgebaut hat und wir ein bedeutendes Tief gesehen haben. Und vor allem ein höheres Tief als am 28.06.

Zum heutigen Zeitpunkt kann man seriös darauf nicht wetten. Aber im Auge behalten sollten wir es, denn eine nachhaltige Bewegung über 1300 USD, hebt dieses Szenario ins Rampenlicht. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Abwärtsdruck still, leise und heimlich aufbraucht. Und das Sentiment im Sektor passt ja dazu. Alle haben nun aufgeben, auch die härtesten Goldbugs haben Zweifel und stehen in der Mehrzahl an der Seitenlinie.

Insofern lassen Sie uns nun genau hinschauen, der Markt wird uns heute und morgen viel dazu sagen, ob wir hier ein ernst zu nehmendes, zumindest temporäres Tief erlebt haben, oder eben nicht. Wenn dieses Tief bedeutend sein soll, muss heute oder morgen ein impulsiver Schub nach oben folgen. Ohne diesen Schub war gestern einfach eine Anomalie.

Ihr Hari

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