Mr. Market und seine Liebe zu Berlusconi – ein Chartbild – 25.02.13

Heute nur eine kleine, lustige (oder traurige) optische Anekdote. Sozusagen eine Liebeserklärung von Mr. Market an den guten Berlusconi. Oder auch eine Lektion in Populismus. Ganz wie Sie wollen.

Kurz nach 16 Uhr kamen Hochrechnungen, die Berlusconis Lager doch in Front sahen. Sehen Sie selbst die Liebeserklärung von Mr. Market im Minutenchart des italienischen Index MIB40, Stand 16:50:

Berlusconi MIB40

Traurig oder lustig ? Sie entscheiden ! Gehen wir lieber davon aus, dass in diesem Drama der Regierungsbildung noch viele Vorhänge aufgehen !

Der Markt zuckt heute nach jeder Prognose oder Hochrechnung. Kein Markt, in dem man unbedingt traden muss, zumindest ich nicht. Geduld ist gefragt, bis sich der Rauch verzieht, morgen geht auch die Sonne auf !

Ihr Hari

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1 Gedanke zu “Mr. Market und seine Liebe zu Berlusconi – ein Chartbild – 25.02.13

  1. Man gibt die Hoffnung nie auf, aber jedesmal kommt man wieder zum gleichen Ergebnis: Italien ist und bleibt unregierbar.

    Nach dem 2. Weltkrieg war es in Italien ähnlich wie bei uns: Zunächst unangefochtene Herrschaft der Christlichen Demokraten, Antikommunismus, Freiheit, Unterstützung durch den Vatikan und durch die USA. Was fehlte, war das demokratische Wechselspiel, was die Deutschen mittlerweile einigermaaßen hinbekommen. Dagegen in Italien “mani pulite”, Verjagung der korrupten Eliten, aber nicht dirch die Reformkommunisten, sondern durch den vermeintlich freiheitlich gesinnten Berlusconi. Der aber verstand Freiheit vorwiegend so, daß sie für ihn bedeutete, sein Vermögen anzuhäufen. Die linke Opposition leider bestand aus entweder blassen und zerstrittenen Politikern. Das Wahlrecht war außerdem behilflich.

    Und nun hat man….ja, was hat man? Eine linke Mehrheit, vielleicht, in der Abgeordnetenkammer. Und im Senat? Das reine Chaos. Wie sollen denn da jemals Mehrheiten zustande kommen? Da würde nur ein brutales Mehrheitswahlrecht helfen. Aber reine Illusion, es gibt zu viele, denen das schaden würde. Es wird womöglich ein kurzes Intermezzo geben und dann gleich wieder neu gewählt werden. Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, wie es in Italien weitergehen soll.

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