Linde (WKN 648300) mit Allzeithoch und perfektem Aufwärtstrend – 25.01.13

Linde erobert am heutigen Handelstag mit 137,25 € ein neues Allzeithoch und steht damit kurz vor einem bedeutenden Ausbruch.

Wie Sie aus diversen Artikeln hier auf surveybuilder.info.de wissen - so zum Beispiel der Auswahl von -> 3 substanzstarken Aktien <- im Juni 2012 - halte ich Linde für eines der bestgeführten Unternehmen auf dem deutschen Kurszettel und bin ein Bewunderer des Linde CEO Wolfgang Reitzle, der mit dem schnöden Thema "Industriegase" seit Jahren eine beeindruckende Performance an den Tag legt.

Und diese Performance erzielt das Linde Management ganz ohne Trubel und Skandale, einfach nur mit harter, kompetenter Arbeit. Thyssenkrupp könnte sich an der Corporate Governance bei Linde ein Beispiel nehmen !

Mit der Übernahme von Lincare in den USA - einer alten Linde-Tochter, die im 1. Weltkrieg durch die US Regierung enteignet wurde - hat Wolfgang Reitzle nun auch die Tür zum attraktiven US Gesundheitssektor aufgemacht und Linde damit neue Phantasie verschafft.

Bis zum 11.01. diesen Jahres bestand aus Sicht der Charttechnik durchaus die Gefahr einer grösseren Topbildung. Mit der bullischen Bewegung der letzten 2 Wochen wurde dieses Szenario aber invalidiert und die Linde Aktie steht nun kurz vor dem Ausbruch in neue, historische Kurshöhen.

Wenn man ein langfristig orientiertes Depot mit substanzstarken Aktien haben will, gehört Linde in meinen Augen dazu. Und wenn der "Buy and Hold" Ansatz noch lebt, dann bei solchen Aktien mit derart beeindruckenden langfristigen Aufwärtstrends.

Schauen Sie selbst auf das Wochenchart seit 2008 und sehen Sie einen der stabilsten Aufwärtstrends, den der deutsche Kurszettel zu bieten hat:

Linde 25.01.13

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21 Gedanken zu “Linde (WKN 648300) mit Allzeithoch und perfektem Aufwärtstrend – 25.01.13

  1. @Hari:
    Danke für den Tip! Das sieht mir auf den ersten Blick nach einer Aktie ganz nach meinem Geschmack aus! Kommt auf meine Liste!

  2. Danke für den super Tipp!
    Was ist deiner Meinung nach klüger, Stop Loss unter steilere oder dickerer Trendlinie?
    LG

  3. oonickeloo, das hat mit Zeithorizont und Risikotoleranz zu tun. Insofern ist beides denkbar. Nimmst Du die dünnere (steilere) Trendlinie, ist die Wahrscheinlichkeit aber sehr hoch, dass Du in den kommenden Monaten mal ausgestoppt wirst.

  4. Linde liegt schon länger in meinem Deopt 🙂
    Noch ein Hinweis: Neben der thematisierten SAP Aktie, die im Wochenchart gerade ein Tief ausgebildet hat und der besprochenen K+S Aktie, die im Wochenchart ein sehr schönes zulaufendes Dreick bildet uind sich gerade anschickt nach oben auszubrechen, hat auch die Continental Aktie gerade ein neues Tief im Wochenchart ausgebildet. Auf Wochenbasis ist der Aufwärtstrend nunmehr seit Oktober 2011!

  5. SAP gestern wieder gekauft, nachdem sie letztes Jahr schon mal sehr gut gelaufen war. Denke auch, daß die Konsolidierung jetzt abgeschlossen ist. Bei K+S bin ich skeptischer; da fehlt mir etwas die “Story”. Und auch di langfristige Entwicklung bei K+S finde ich nicht besonders überzeugend. Linde dagegen schon viel eher, alleine schon wegen Reitzle; als ich das TV-Interview gesehen habe, hatte ich sofort den Eindruck: Der Mann kann was.

  6. @Hari: Dank Deiner Artikel und v.a. den Texten “Anlagephilosophie” und “Anlagestrategie” bin ich gerade dabei mein Depot umzubauen. Also den Großteil auf solide Titel und einen kleinen Teil für kurzfristigere Tradingsetups. Leider fällt es mir manchmal schwer, deine Artikel, Kommentare und Livetipps dafür richtig einzuordnen. Wenn hier substanzstarke Aktien als “Buy and Hold” vorgestellt werden wie z.B. in diesem Artikel Linde, gehst Du dann davon aus, dass entsprechende Titel auch die angekündigten Probleme für März besser bewältigen oder sollte man auch bei diesen Titeln aussteigen weil der ganze Markt gerade etwas unsicherer ist?

    Und weil ich schon beim Thema “buy and hold” bin: Was haltet Ihr eigentlich von High Yield ETFs? Bieten diese Produkte nicht gute Möglichkeiten um schwierige Zeiten zu überstehen bzw. solide Renditen einzufahren oder übersehe ich da was?

    Viele Grüße und einen schönen Restsonntag.
    mirac

  7. @Miraculli,

    (1)

    Welche angekündigten Probleme für März ? Ich frage bewusst so provokativ, weil in Deiner Frage das Missverständnis mitschwingt, irgend jemand wüsste (ich ?) was im März passiert. Und das Missverständnis, als ob darüber zu raten wichtig wäre.

    Die Wahrheit ist: keiner weiss es, keiner hat eine Glaskugel und wichtig ist es auch nicht. Erfolg an den Märkten hat NICHT damit zu tun über die Zukunft zu raten. Es hat damit zu tun die Gegenwart so gut wie möglich zu verstehen und daraus Schhlüsse für das Handeln zu ziehen.

    Wichtig ist aber zu verstehen, dass heute (in der Gegenwart) das “Smart Money” in Form der Eurex Teilnehmer sich für schwieriges Fahrwasser im März positioniert. Daraus kann man heute Schlüsse ziehen. Vielleicht sieht aber die Call/Put Ratio Mitte Februar schon ganz anders aus ?

    (2)

    Markettiming ist sehr schwierig und erfordert eine Menge an Können und Erfahrung. Ich kann daher Anlegern den diese Erfahrung fehlt nur dringend raten, es NICHT mit dem gesamten Depot zu versuchen. Eine solide Basis die man eher selten umschichtet und daher unter “Buy and Hold” fällt – so wie Du es jetzt machen willst – finde ich sehr sinnvoll. Daneben kann man sich dann mit einem kleineren Teil am Markettiming versuchen. Also richtiger Ansatz in meinen Augen.

    (3)

    Du suchst die konkrete Antwort, ja Vorgabe, ob und wann Du beispielsweise eine Linde verkaufen und wieder kaufen solltest ? Ich werde sie Dir nie geben und das ganz bewusst. Denn es gibt diese pauschale Antwort nicht. Linde erscheint mir ein seriöse, sich im Aufwärtstrend befindliche Aktie zu sein. Für den einen ist das dann wirklich Buy and Hold ohne sich um kurzfristige Schwankungen zu kümmern. Der andere ist sich der Sicht auf Linde vielleicht so sicher, dass er die Bewegung trotzdem spielt. Die Antwort hängt vom individuellen Können, Wissen, der Risikotoleranz usw ab.

    Die Antwort die Du suchst gibt es also hier nicht und wird es nie geben. surveybuilder.info.de versucht gerade anders zu sein als die unzähligen “Musterdepots”, die die Illusion verkaufen, man müsste nur die Arbeit Dritter nachbilden und schon sei Reichtum unvermeidlich. Es gibt nur den Weg die Entscheidungen selber zu treffen. Auf diesem Weg versuche ich Euch mit Hinweisen und Erklärungen zu helfen. So mit dem Hinweis, dass Linde eine Aktie ist, die für eine Buy and Hold Strategie in Frage kommen “könnte”. Ob Linde das dann für Dich wirklich ist oder doch Grundlage einer Trendfolge-Tradingstrategie, kannst nur Du alleine entscheiden.

  8. Vielen Dank für die Ausführung Hari,
    meine Formulierung “angekündigte Probleme” war etwas zu sehr in der Sicherheit gewiegt, dass es auf so sehr common sense ist, dass raten, schätzen und hoffen nicht dir richtige Herangehensweise ist um gegen Mr Market anzutreten. 😉 Und ganz ehrlich, genau deshalb macht es mir Spaß jeden Tag Deine Artikel und Kommentare zu lesen und immer mehr Einblick und Verständnis über dieses sehr spannende Thema zu bekommen und den eigenen Entscheidungen noch mehr zu vertrauen bzw. viel mehr Faktoren einbeziehen zu können. Noch mal vielen Dank dafür an dieser Stelle!
    Tatsächlich lerne ich gerade, dass es mir einfach schwerer fällt (und vermutlich auch ist) mittel- bis langfristige Trades einzugehen, als kurze “Wetten” mit engen Stops.

  9. Hari, manchmal denke ich, daß es im einen oder anderen Fall ganz gut wäre, wenn bei der Empfehlung dabei stünde, ob diese für eine längerfristige Anlage/Investment geeignet oder eher kurzfristig/als Tradingidee zu sehen ist. Die geübten Leser dürften das erkennen, bei den weniger geübten bin ich mir da nicht gänzlich sicher.

  10. @Tokay, ich kann das gut nachvollziehen. Nur, was ist langfristig und was nicht ? Kann man den langfristigen Buy&Hold Linde nicht auch Mittelfristig als Trendfolge traden und gleichzeitig kurzfristig den Ausbruch traden ?

    Alle diese drei Botschaften stecken nach meiner Ansicht im Chart und ich tue mich schwer da ein Label drauf zu kleben, bzw befürchte, dass das Label eher zu noch grösseren Abgrenzungs- und Definitionsproblemen führt.

    Aber ich bin offen für Meinung. Wer hat noch eine zum Thema ?

  11. Ich sehe das folgendermaßen:
    Wenn jemand nicht selbst einschätzen kann, wie lange er eine Aktie halten möchte/sollte, ist das in meinen Augen ein klares Zeichen dafür, dass er für den Aktienmarkt noch nicht bereit zu sein scheint.
    Insofern finde ich es keineswegs schlecht, wenn Hari nicht immer auch gleich einen Zeithorizont nennt. Außerdem befindet sich Linde beispielsweise in einem Aufwärtstrend und hat ein neues Allzeithoch erreicht – wer weiß da schon, ob es nicht vorteilhaft wäre, die Aktie vielleicht die nächsten paar Jahre über zu halten, oder ob es vielleicht in den nächsten Tagen irgendeine Horror-Meldung gibt, welche die Aktie plötzlich abstürzen lässt?
    Jede Chance und jedes Risiko muss im Einklang mit dem gesamten eigenen Trading-Plan stehen, es gibt hier kein “richtig” oder “falsch”. Blindes Befolgen diverser Empfehlungen wäre der falsche Weg, wenn man es sich zum Ziel gesetzt hat, langfristig erfolgreich zu sein.
    Da wir alle wissen, dass Hari nicht darauf aus ist, Lemminge auszubilden, sondern wirklich fundiertes Wissen weiterzugeben, denke ich, dass die Zeithorizonte auch nicht angegeben werden müssen. Nicht mehr und nicht weniger.

  12. Ich bin eher dagegen, zu viel der Einschaetzung bezueglich des Zeithorizonts abzugeben. Und zwar deswegen, weil dies eines der wesentlichen Dinge ist, die im Kampf mit Mr Market gelernt werden muessen. Ein guter Kompromiss ist, was ja auch oft so gemacht wird, im Artikel sich zu verschiedenen Zeithorizonten zu aeussern, in etwa “langfristiger Aufwaertstrend, kurzfristig weiss man nicht”.

    Noch einen Link zu Gold 🙂 Der Gold Miners Bullish Percent Index

    Wie man sieht naehert dieser Index jetzt wieder der Null an, wie er es schon vergangenen Sommer getan hatte. Noch hat der Index nicht wieder gedreht, ein bischen Zeit wird da wohl noch vergehen.

  13. Ich schließe mich Hans und clash an und würde auch nur sehr ungefähre Einschätzungen zum Zeithorizont abgeben. Die Zukunft bleibt letztendlich unbestimmbar, und durch zu präzise Aussagen hinsichtlich des Zeithorizonts läuft @Hari nur Gefahr, zu suggerieren, es sei nicht so. Eine Folge könnte dann sein, dass genau solche Aussagen dann wörtlich genommen werden nach dem Motto: “Du hast ja gesagt, das und das und würde passieren”.

    Mir gefällt der Artikel und der Chart zu Linde gut, aber ich bin eben weniger Trader und mehr Buy and Hold-Investor. Meine eigene Analyse von Linde muss ich trotzdem machen.

  14. Ich will es mal anders formulieren. Also jemand liest etwas, interpretiert es als Investmentempfehlung, obwohl die zugrundeliegende Intention eher in Richtung Trading ging. Und nun geht der Trade nicht auf und der unbedarfte Leser sitzt da mit seiner “Langfristanlage”. Nicht so schön, wenn es so wäre. Hari, ich weiß natürlich, in den meisten Fällen geht aus dem Kontext hervor, was gemeint ist. Bei manchen, die müder oder gestresst oder unerfahren sind, sehe ich diese Wahrscheinlichkeit eben.

    Aber Du hast recht, Linde geht eigentlich für beides. Wobei ich persönlich Linde eher als Langfristanlage sehen würde.

  15. @Tokay: Diese Wahrscheinlichkeit ist natürlich vorhanden. Ich denke dass es am Ende vermutlich ohnehin nicht vorhersagbar ist, in welchem Fall nun die Angabe des Zeithorizonts eher geholfen oder eher geschadet hätte.. es kommt auf die Mischung mehrerer Faktoren an. Daher bin ich auch der Meinung, dass der Zeithorizont nicht zwingend immer angegeben werden muss. Wenn Hari bei einer Empfehlung einen ganz klaren Zeithorizont ins Auge fassen kann, stört es natürlich auch nicht, wenn er diesen nennt. Man sollte aber auch nicht damit rechnen, dass es jedes mal so ist, weil es oftmals auch von der eigenen Handelsstrategie abhängt. Insofern sehe ich da auch keinesfalls Probleme wenn es mal keinen mitgelieferten Zeithorizont gibt – wie gesagt, in den meisten Fällen sollte man es ja eigentlich selbst wissen. Insofern kann es auch nicht schaden, wenn ab und zu mal kein Zeithorizont angegeben wird. Daher denke ich, dass es so wie es jetzt gehandhabt wird, eigentlich sehr gut ist.
    Außerdem: Fehler muss sowieso jeder machen bevor er es wirklich kann.. eine falsch befolgte Empfehlung aufgrund fehlendem Zeithorizonts (wobei die Wahrscheinlichkeit hier vermutlich ohnehin nicht allzu hoch sein dürfte) ist wahrscheinlich trotzdem immer noch besser als das Befolgen durchschnittlicher Analysten-Empfehlungen (wobei mir grade einfällt, dass die in letzter Zeit eh keine Zeithorizonte mehr nennen.. oder irre ich mich?)

  16. Tokay, ich wuerde sagen, dass bei deinem Szenario mit dem unbedarften Leser das Kind schon vorher in den Brunnen gefallen ist. Und zwar an dem Punkt, wo dieser einfach gedankenlos die “Empfehlung” liest und sogleich auf den Buy Knopf drueckt. Da hilft es dann auch nicht mehr, ob es kurz oder langfristig gedacht war, denn nun ist der unbedarfte Leser alleine. Die Glocken laeuten zum Ausstieg nicht 😉

    Ich wuerde den Linde-Artikel eher einen Hinweis oder eine interessante Beobachtung nennen, aus welcher dann jeder seine eigenen Schluesse ziehen muss. So ein Artikel darf in meinen Augen nicht als “Investmentempfehlung” aufgenommen werden.

  17. @Clash: Es geht ja nicht darum, ob man sich irrt oder nicht – man irrt sich laufend mit irgendetwas – sondern darum, wie der konkrete Gedankengang ist. Bei Linde z.B. war das klar erkennbar, Hari hat ja explizit von einem “langfristigen Aufwärtstrend” geschrieben. So wie die Empfehlung TNT eher Richtung Trading ging. Die Klarheit des Gedankens ist das entscheidende. Und da ist man bei Hari, glaube ich, durchaus an der richtigen Adresse.

  18. @Tokay: Da stimme ich dir zu. Aus diesem Grund denke ich auch, dass Angaben wie “langfristiger Aufwärtstrend” selbstredend sind und keine weiteren Angaben bezüglich des Zeithorizonts benötigen. Ich dachte, du siehst das anders?

  19. @clash: Nein, sehe ich nicht anders. Das war halt so ein “Flash”, der aus der Tiefe des Raums kam, einfach so. Bitte nicht überinterpretieren.

  20. @Tokay: Ah okay, das habe ich wohl wirklich etwas überinterpretiert, aber jetzt ergibt alles wieder etwas mehr Sinn! 🙂

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