Gold – 18.09.12 – Das für mich wahrscheinlichste Szenario der nächsten Wochen

16:00 Uhr

Die Edelmetalle Gold und Silber halten sich auch in der aktuell laufenden Konsolidierung absolut beeindruckend. Deshalb liefere ich Ihnen heute statt der vielen Worte - die Sie normalerweise von mir gewohnt sind 😉 - nur ein Chart-Bild. Denn das sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte.

Das Chartbild beschreibt das in meinen Augen wahrscheinlichste Szenario der Kursentwicklung von Gold (XAUUSD) in den kommenden Wochen. Die Betonung liegt auf "wahrscheinlich", nichts ist sicher. Aber von allen Möglichkeiten rechne ich am ehesten mit dem folgenden Ablauf.

Sehen Sie selbst. Als Hinweis noch, zur Länge des roten Pfeils habe ich keine qualifizierte Meinung, er könnte in der Realität auch deutlich kürzer als hier angedeutet sein.

Und nun sind Sie dran. Womit rechnen Sie ?

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4 Gedanken zu “Gold – 18.09.12 – Das für mich wahrscheinlichste Szenario der nächsten Wochen

  1. Wenn ich mit meiner herkömmlichen Trendanalyse rangehe, würde ich sagen, vielleicht ist die Sache etwas heissgelaufen, aber solange ein Preis von etwa 1.725 USD bzw. einer Range von 1.700 bis 1.750 USD nicht unterschritten wird, ist es ein absolut intakter Aufwärtstrend.

    Die Ratio dahinter ist die, daß aufgrund QE3 in der Ferne steigende Inflationsraten aufleuchten. Diese würden den realen Wert von US-Dollars mindern und den von Gold mehren. Insofern ist der Anstieg plausibel. Weil diese Überlegung aber ziemlich offensichtlich ist, dürften viele nach ihr gehandelt haben. Daher die kurzfristige Überhitzung. Und da dieser Trend ziemlich mächtig ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß er auch weiterhin andauert.

  2. Sieht mir auch danach aus, dass es kurzfristig zu heißgelaufen ist.
    Ich versuche mal mein Big Picture bzgl. Gold zu skizzieren :

    Schaue ich mir mal den Geldstrom an, denke ich, führt dieser seit Draghis All-In Drohung wieder von den USA in die EU.

    Was bedeutet das für die USA?
    a) US Exportprodukte sind eher gefragt und finden leichter Absatz
    -> 1. Stimulanz für US Wirtschaft bzw. Arbeitsmarkt
    b) Bernankes MBS-Aktion führt zu steigender Nachfrage auf dem Immobiliensektor
    -> 2. Stimulanz für US Wirtschaft bzw. Arbeitsmarkt

    Als Schritt 1 ergibt sich also, dass mehr und mehr US Bürger/Unternehmer daran verdienen können zu exportieren.
    Die Wirtschaft wird also auf Export gepolt, unterstützt durch niedrige Zinsen bis 2015 und “sicheren” Kredit durch die MBS-Käufe bis Sankt-Nimmerleins-Tag. Die US Eliten veranschlagen die Zeit für diesen Prozess eben bis 2015 (wenn das länger dauert werden die Zinsen noch länger niedrig gehalten, bis das Exportgeschäft eben ausreichend aufgebaut ist, gemessen an der Beschäftigung/Arbeitslosenquote)
    Die Idee ist nun also, dass sich aufgrund dieser Umpolung auch eine positive Dynamik am Arbeitsmarkt entwickelt.
    Wenn das passiert, dann folgt Schritt 2 : US Verschuldung abbauen.
    Wie?
    Einerseits wird ein Teil der Exportgewinne logischerweise abgeknöpft (Steuern), andererseits durch erhöhte Inflation (die offiziell aber noch nicht verkündet worden ist).

    Erstmal Cut bis hierhin, d.h. für den Goldpreis in USD, dass dieser sich nochmal in den Bereich von 1600-1670 annähert (SMA200) und dann nervig zäh steigt. Er steigt, weil gefühlte Inflation da ist, aber es nicht im Bewusstsein der Massen ist (Dissonanz -> und je länger das dauert entlädt sich der Anleger-Psychologie.Zyklus..)

    Blind prognostiziert Phase 1:
    Also Pullback auf ca. Ausbruchsniveau innerhalb des nächsten halben Jahres.
    Dann gemächlicher Anstieg.

    Natürlich kann das auch ganz anders kommen und der Pullback geringer ausfallen und ein Anstieg bis auf 1900 USD folgen. (siehe Beitrag Hari)
    Aber für mich ist hier eindeutig zuviel Euphorie bzgl. Gold/Edelmetalle, das messe ich anhand meines E-Mails Postfaches und den enthaltenen Empfehlungen. Aber eine Positionierung bei 1600 USD ist vom CRV schon sehr gut, auch für das gedachte Szenario hier, also Hut ab Hari.

    Und erst wenn erhöhte Inflation offiziell verkündet wird, dann kommt Schwung in die Geschichte und der Preis könnte explodieren.

    Das ist alles sehr angelehnt an den Verlauf der 80er :

    Fazit :
    Was wäre damit abgedeckt ?
    1.) Stress/Schmerz – durch langsamen Anstieg, evtl. sogar Kursverlust auf Ausbruchsniveau oder darunter, dadurch wird das Szenario der explodieren Inflation abgelehnt, zittriger Anleger denkt wieder um. (obwohl es evtl. richtig wäre zu halten und nachzukaufen)

    2.) denkbares Szenario für den alten/neuen US Präsidenten ohne, dass die Bevölkerung allzu stark leidet (relativ).
    Nach dem Motto, wenn es uns schon scheiße gehen soll, dann bitte langsam (Inflation) und nicht schnell (massive Sparprogramme)

    3.) USA hat EU als neuen Absatzmarkt. (alle abgestraften EU Länder derzeit werden massive Nachfrager sein, wenn es denjenigen wieder besser geht.

    4.) Davon profitiert ebenfalls die EU, da sich Dynamik entwickelt. Alle haben sich wieder gern.

    5.) Buffets Entscheidung BNSF (Export Transportwege) zu kaufen und seinen Anteil an Konsumaktien zu verringern, würde erheblichen Sinn ergeben. Der Mann steht Obama und den Eliten logischerweise sehr nahe und kann durch seine Erfahrung abschätzen, was wahrscheinlich ist.

    An weitere Staatsanleihekäufe (QE3) würde ich als FED Chef in diesem Szenario gar nicht denken, sondern dem Markt diesen Gedanken solange haben lassen, wie es nötig ist bzgl. Exportausrichtung.

    Letztlich kann aber auch alles ganz anders kommen 🙂
    pxtc

  3. Die Lücke heute morgen sah für mich danach aus, als wenn ein paar schwache Hände nochmal aus dem Markt gekickt werden sollten. War nicht ohnehin schon klar, dass der japanische Export einbrechen würde? Zumindest wurde in den Medien schon mehrfach auf die enorme Belastung des Japanisch-chinesischen Instelstreits auf den japanischen Export hingewiesen, da sich japanisch-chinesische Beziehungen verschlechterten. Hat der Markt für diese Korrektur bloß einen Grund gesucht?

  4. Kann sein Ramsi, kann nicht sein. Ich persönlich weiss es nicht und die Bewegung heute morgen war unterhalb des Wahrnehmungsniveaus, bei dem es zwingend “Ursachen” geben muss. Ein Prozent Intraday hin und her passieren auch mal “einfach so” wegen des Flügelschlags eines Schmetterlings. Wir sind immer noch in der Konsolidierung aber ich gehe auch davon aus, dass das Ende nun bald naht und wir höhere Chancen für einen Ausbruch nach oben haben.

    Betrachtet man es aus einer Trading-Perspektive, könnte das DAX Tief von gestern bei 7303 – das heute früh mit einem Tief bei 7312 bestätigt wurde – nun ein interessantes Stop-Niveau für eine kurzfristige Long-Wette sein. Ein möglicher Verlust wäre so weniger als 1%. Die Chance nach oben deutlich grösser.

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