Fairness

Das Internet ist gefüllt mit "Empfehlungen" für Aktien und Anlageformen, von denen viele wirtschaftliche Motive haben.

Wir möchten mit Ihnen hier zwei Formen besprechen, von denen wir uns bei surveybuilder.info in unserem seriösen, journalistischen Ansatz nachhaltig distanzieren:

Schleichwerbung

Zunehmend beliebt werden - auch bei Blogs - vermeintlich "journalistische Beiträge", die auf Bestellung gegen Geld erstellt werden. Dabei setzt der Autor die Reputation der Plattform ein, um den Lesern eine Werbe-Botschaft zu vermitteln, für die die Plattform bezahlt wird.

Das ist in unseren Augen verkappte "Schleichwerbung", ein Prinzip von dem wir uns bei surveybuilder.info.de mit Nachdruck distanzieren. Gegen Werbung ist absolut nichts einzuwenden und gegen bezahlte Beiträge auch nicht. Bei surveybuilder.info können Sie sich aber immer darauf verlassen, dass journalistische Beiträge nur die ehrliche Meinung des Autors wiederspiegeln und Werbung oder bezahlte Beiträge als solche für Sie als Leser klar zu erkennen sind !

Scalping

Ein weiteres für uns verachtenswertes Prinzip ist das sogenannte "Scalping". Dabei werden unbekannte Nebenwerte in Artikeln hochgejubelt, wobei sich die Autoren schon vorher eingedeckt haben. Wenn dann die unbedarften Leser dem vermeintlichen "Guru" folgen und die Kurse dadurch massiv steigen, lädt der "Guru" seine Aktien mit grossem Gewinn bei den Ahnungslosen ab. Worauf der Kurs kurz danach zusammenbricht, wenn weitere Käufer ausbleiben.

Diese Methode des Scalping ist natürlich nur dann möglich, wenn die Empfehlung den Kurs wirklich bewegen kann. Und das setzt kleine Nebenwerte, typischerweise Pennystocks mit geringer Liquidität voraus. Bei einem DAX Wert könnte ein Autor soviel schreiben wie er will, eine relevante Kursbeeinflussung wäre de defacto ausgeschlossen, womit Scalping unmöglich ist.

Ärgerlich ist, dass diese Methode des Scalping das Halten von Aktien bei Autoren generell in Misskredit gebracht hat. So wünscht sich zum Beispiel der Presserat in seinen aktuellen Richtlinien, dass Journalisten 2 Wochen vor und nach ihrem Artikel keine Anteile an den Werten haben, die sie im Artikel besprechen um Interessenskonflikte auszuschliessen.

Wir bei surveybuilder.info finden diese Logik überzogen, nicht ausreichend durchdacht und letztlich für den Journalismus schädlich. Denn defacto bedeutet das, dass man nur über Titel im Markt schreiben dürfte, die einen persönlich gar nicht interessieren. Es führt ja sogar dazu, dass die interessanten Setups von denen der Autor selber überzeugt ist - und deshalb sein eigenes Geld in Bewegung setzt - zum Nachteil der Leser nicht mehr besprochen würden, weil sich der Autor sonst selber einschränken würde. Gerade die Tatsache, dass man selber an einem Wert interessiert ist, führt doch zu weit ehrlicheren und tiefgehenderen Artikeln, als wenn man kein Eigeninteresse am Titel hat.

Nach unsere Überzeugung ist deshalb Transparenz das zwingende Gebot und nicht ein überzogenes und kontraproduktives Verbot nur zu beschreiben, was man selber nicht besitzt. Und deshalb wollen wir hier mit Ihnen teilen, wie wir bei surveybuilder.info.de Transparenz interpretieren:

Als Leser von surveybuilder.info sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass wir hier nur über unsere persönlichen Erfahrungen und Meinungen zum Markt schreiben. Wir empfehlen Ihnen damit gar nichts, Sie müssen immer Ihre eigenen Schlüsse ziehen, denn Geldanlage hat auch immer mit dem persönlichen Risikoprofil und der eigenen Erfahrung zu tun. Und was für uns ein akzeptables Risiko sein mag, kann für Sie schon untragbar sein.

Sie sollten sich weiter darüber im Klaren sein, dass wir daher in den Titeln die wir hier aktiv besprechen, immer auch selber mit eigenem Geld aktiv sind ! Und zwar in der Regel so, wie im Artikel beschrieben. Finden wir beispielsweise das Setup einer Aktie attraktiv, können Sie in der Regel davon ausgehen, dass wir den Titel schon haben oder in Kürze kaufen werden. Gehen Sie also bitte in der Regel davon aus, dass wir mit eigenem Geld in "Richtung" des Artikels aufgestellt sind oder das zumindest beabsichtigen.

Um trotzdem jede Möglichkeit einer ungewollten Kursmanipulation auszuschliessen, haben wir uns daher Grössenbegrenzungen gegeben, ab welcher Marktkapitalisierung wir uns hier überhaupt in Artikeln äussern. Damit wir eine Meinung zu einem Titel äussern, muss er mindestens 100 Millionen € Marktkapitalisierung besitzen. Aber auch das sind sehr seltene Ausnahmen, in der Regel werden auf surveybuilder.info.de nur Titel mit mindestens 500 Millionen USD/€ Marktkapitalisierung besprochen. Das sind klassische MidCap Werte und damit ist sichergestellt, dass eine Kursbeeinflussung durch unsere Artikel ausgeschlossen ist, da derartig grosse Werte dafür viel zu liquide sind.

Unabhängig von unserer Philosophie, können wir Ihnen sowieso nur raten, die Finger generell von Pennystocks zu lassen und den Schalmeienklängen vermeintlich billig aussehender Aktien nicht zu erliegen. Warum, haben wir hier in einem eigenen Artikel dargestellt, den wir Ihnen zum Studium empfehlen:

-> Warum ich Pennystocks nicht anfasse <-

Wir hoffen, Ihnen auf dieser Seite einen Einblick in unsere Gedanken zum Thema "Fairness" bei Veröffentlichungen zum Finanzmarkt gegeben zu haben. Wenn Sie Fragen dazu haben, freuen wir uns auf Ihre Nachricht !