Mr. Market macht es einem nicht einfach

Tja, Mister Market macht es einem nicht einfach. Aber war das jemals anders  ?

Die Rally von Gestern wurde heute an der Wallstreet bestätigt. Nach einem starken Anstieg wurde dieser wieder abverkauft und die Indizes sogar ins Minus getrieben. Dann aber setzten sich doch die Kaufprogramme durch und es wurde mit ca. 1,5% ein guter Tag.

Positiv war, dass es auch heute den zweiten Tag keine starken Einschläge nach unten mehr gab, wie sie für Bärenphasen so typisch sind. Statt dessen kamen die starken Bewegungen nach oben, nach unten bröselte es nur. Ein sehr gutes Zeichen, das Momentum hat gedreht und zeigt nach oben.

Positiv war auch erneut, dass es wieder keinen Abgabedruck in den letzten Minuten gab. Die Longs wurden nun schon den zweiten Tage Overnight gehalten – ein ganz eindeutig positive Änderung der Marktmechanik.

Positiv war auch, dass der Gold und Silber Trade nun zerlegt wird. Gold und Silber fielen heute 4-7%, das ist fast ein Crash für Gold. Da können wir in den nächsten Tagen möglicherweise noch tiefrote Tage erleben, denn jetzt werden gerade die schwachen Hände die zuletzt gekauft haben um sich „wohl“ zu fühlen in Panik verfallen. Es ist halt mit so parabolischen Anstiegen immer das gleiche und manche lernen es nie.

Positiv ist das Zusammenbrechen des Gold-Trades, weil es bestätigt dass die grosse Angst etwas aus dem Markt weicht und Beruhigung eintritt. Und weil es mir ermöglicht bald Gold und Silber und die Minen zu viel niedrigeren Kursen wieder aufzusammeln

Denn mittel und langfristig sind die Treiber für die Precious Metals völlig intakt. Wer also mal wirklich sich etwas ins Depot legen will, dass er dann beruhigt einfach drin lassen kann, der sollte jetzt warten bis demnächst die Schlagzeilen der Medien marktschreierisch vom „Platzen“ der Gold“blase“ schwafeln. Dann kann er beruhigt kaufen, dann ist die Korrektur weit genug gelaufen. Es kann gut sein, dass wir bis dahin 1500USD wiedersehen.

In Summe sind wir also in ruhigeres Fahrwasser eingetreten mit leichter Tendenz nach oben. Das ist schon einmal eine deutliche Verbesserung gegenüber den letzten Tagen. Wer jetzt will und das Risiko aushalten kann, kann jetzt also Long im Markt sein, aber immer an den Notausgang denken !

Trotz dieses akzeptablen Followups ist der Jackson Hole Long Trade für mich nicht aktiv. Und zwar weil das Upside Heute zwar gut, aber dafür nicht gut genug war ! Denn wenn hier wirklich positive Nachrichten durchgesickert wären, dann hätten wir heute wie ein Messer durch Butter durch die 1200 im S&P500 schneiden müssen, alle anderen Inkredenzien für so eine Rally waren 100% da. Was der Markt geschafft hat, ist aber nicht
mehr als eine eher lahme bzw vorsichtige Erholung.

Da ich nach wie vor davon überzeugt bin, dass die Spitzen der Wallstreet schon längst den Tenor der Ansprache von Bernanke in Jackson Hole kennen, lässt das nur einen Schluss zu:

Bernanke wird für keine Überraschung sorgen, er wird weder enttäuschen, noch wird er ein konkretes QE3 ankündigen. Er wird statt dessen warme Worte finden und die Hoffnung auf ein QE3 am Leben erhalten, nicht mehr und nicht weniger. Das ist das wahrscheinliche Ergebnis, was uns Mr. Market mit seinem Verhalten im Moment andeutet. Jackson Hole wird also potentiell ein „Non-Event“. Damit habe ich aber auch keinen Edge bei der Einschätzung was der Markt dann nächste Woche macht und damit macht es auch keinen Sinn das Risiko zu gehen sich während bzw vor der Rede schon zu positionieren.

Zusammengefasst heisst das für den DAX:

Vorbehaltlich der „üblichen“Überraschungen wie das nun Italien endgültig Pleite ist, haben wir definitiv ruhiges Fahrwasser mit positiver Tendenz bis Freitag. Wer das spielen will kann das in meinen Augen tun, wenn er seine Defensive nicht vernachlässigt. Der Markt sagt uns aber, dass er vor Bernanke auf weitere Zusammenbrüche wohl verzichten wird.

Was danach passieren wird, dafür gibt die jetzige Datenlage nichts her, was einem einen echten Vorteil verschaffen würde. Dazu nur zwei grundsätzliche Anmerkungen:

1. Gegenbewegungen in Bärenmärkten dauern eigentlich immer ein paar Wochen und beginnen immer so zögerlich wie heute. Insofern ist es gut möglich (nicht sicher!) dass wir nun einen ganz guten September bekommen der uns im DAX wieder in die oberen 6000er bringen kann.

2. Es spricht nach wie vor fast alles dafür (in meinen Augen nach wie vor 80:20), dass wir uns in einem Bärenmarkt befinden. Sprich die unter 1. beschriebene temporäre Stärke wird irgendwann auslaufen und dann folgt das ganz dicke Ende und wir sehen noch viel tiefereKurse als Heute.

Viel Glück und gutes Gelingen für Morgen !

Der bestätigte Bärenmarkt

Erneut ein froher Tag …. für Shorties .... 😉

Ernsthaft, ich habe vor einer guten Woche, als der Bounce auf der Agenda stand gesagt, dass ich mit einer Wahrscheinlichkeit von 2:1 davon ausgehe, dass wir in einem Bärenmarkt sind. Und dass die Höhe und Stärke des Bounce uns sagen wird, ob das so ist oder nicht. Nun denn, schauen wir uns das mal im Licht der Entwicklungen bis heute Abend 21 Uhr an.

1. Der alles entscheidende S&P500 hat nach Lehrbuch den Bounce gemacht und gestern Nachmittag mit knapp 1210 ziemlich genau 50% des vorherigen Absturzes wieder zurück erobert. Perfekt, bis gestern Nachmittag, dann nahm die Wende ihren Lauf.

2. Der DAX müsste im Vergleich eigentlich gestern bei 6300-6400 gewesen sein. Das es ihm gestern gerade einmal gelungen ist die Nase über 6000 zu stecken ist nicht nur schlapp, sondern ein verheerendes Signal von Schwäche.

3. Der DAX hat zwar heute die 5500 fast wieder erreicht und man könnte das als erfolgreichen Test interpretieren, in Anbetracht der Leblosigkeit sagt das aber wenig aus. Denn die entscheidende Frage für die Märkte ist, ob der S&P500 die 1100 als Tiefstand halten kann. Davon ist der S&P aber noch gut 3% entfernt.

4. Es kann daher sehr gut sein, dass der DAX irgendwo im Nirgendwo zwischen 5000 und 5500 seinen Tiefstand findet und dreht. Aber nicht weil das irgend etwas als Marke zu bedeuten hat, sondern weil der S&P bei 1100 erneut nach oben gedreht hat. Wenn der S&P heute in der letzten Stunde weiter fällt, eröffnet der DAX morgen unter 5500, es sagt aber immer noch nichts endgültiges. Ein lebloses Subjekt ist als Indikator für Chartmarken wenig geeignet.

Fazit:

Vorsicht also mit den 5500 als DAX Marke. Ich messe dem wenig Aussagekraft zu.

Was den Bärenmarkt angeht, ist die Wahrscheinlichkeit mit der heutigen Price-Action im Markt auf 80% gestiegen. Um die letzten 20% auch noch vom Bärenmarkt zu überzeugen ist es nicht wichtig wo der DAX steht, sondern ob der S&P500 die 1100 halten kann.

Es sieht im Moment alles nach Bärenmarkt aus, aber es gibt eine Wildcard im Markt und das ist die FED und Jackson Hole nächsten Freitag. Auch 20% Wahrscheinlichkeit können eintreten. Ausserdem hat der Markt ja die perverse Logik, dass wenn die Konjunktur noch mieser aussieht, dass die Wahrscheinlichkeit einer neuen FED Intervention erhöht, ganz schlechte Konjunkturzahlen werden also in freudiger Erwartung wieder gut. Aber nur bis
nächsten Freitag, dann werden die Karten aufgedeckt. So oder so – möglicherweise mit bitterem Ende.

Wenn der S&P500 die 1100 durchschlägt ist die nächste Haltelinie erst wieder beim 2010er Tief von ca. 1020. Auf den DAX übersetzt und die immense Schwäche berücksichtig sind das dann 4500-4800. Hört sich übel an, ist es auch, aber ist alles andere als unwahrscheinlich im momentanen Umfeld. Um am meisten werden darunter wieder Banken, Autos, Konjunkturaktien leiden. Alle Augen also auf Jackson Hole.

Und wer sich das nicht vorstellen kann dem sei gesagt, bei solchen Bärenmärkten ist der schlimmste Absturz fast immer der zweite, nach dem Bounce nach dem ersten Absturz. Unserer erster Absturz war aber im Umfang schon tiefer und schneller als 2008.

Denken Sie mal darüber nach. Ich betone, ich weiss nicht ob das so kommt. Aber das Szenario ist nun im Bereich des sehr Möglichen und jeder der nicht komplett an der Seitenlinie steht tut gut daran sich Gedanken zu machen wie er damit umgehen würde. Und wer sich nicht sicher ist, dass er das aushält muss raus. Sofort und ohne zurück zu blicken. Die Angst einen möglichen Anstieg zu verpassen ist kein guter Ratgeber. Die selben Sätze habe ich hier schon bei DAX 6300 gesagt. Eine gefühlte Ewigkeit ist das her ….

Der schwache DAX

Die Schwäche der deutschen Börsen gegenüber den anderen Indizes, insbesondere gegenüber den US Indizes, ist augenfällig. Das geht eigentlich schon seit 2 Wochen so und hat sich auch gestern im Anstieg nicht geändert.

Das sagt uns, dass die (überwiegend ausländischen) Marktteilnehmer von einem Ende der exportgetriebenen Sonderkonjunktur in D ausgehen und daher die Luft aus diesen Werten lassen. Da eine derartig grundlegende Neupositionierung nie von heute auf morgen geschieht – immerhin haben genau diese Marktteilnehmer dem DAX über mehr als ein Jahr eine deutliche Überperformance beschert – wäre es unklug zu glauben, dass sich
diese Sicht schnell wieder ändert.

Um den Bounce zu spielen, der in den US gerade mustergültig läuft und den S&P wieder bis 1200 gebracht hat, sind also die deutschen Indizes der letzte Platz der Börsenwelt an dem man sein sollte. Denn bei S&P500 1200 müsste der DAX analog schon bei 6300-6500 sein.

Das ist ein sehr schlechtes Umfeld für Volkswagen und Co. Ich kann das auch in meinem Investmentdepot beobachten – während der DAX aktuell um 2,3% korrigiert, ist dieses Depot in dem ich alle konjunktur-sensiblen Werte seit Wochen konsequent vermeide heute nur 0,6% im Minus. Diese Divergenz ist augenfällig !

Für das Verhalten des DAX wenn dieser Bounce irgendwann ausläuft sind das schlechte Aussichten – DAX 5000 here we come .....

Historische Tage

Wow ! Was für ein Tag. Ein historischer Tag reiht sich gerade an den nächsten !

Mittags der harte Kampf um die letzte Unterstützungslinie bei DAX5500 und S&P1100. Wären wir dort massiv nach unten durchgefallen, hätte es den Markt wahrscheinlich zerlegt und erneut 8% nach unten gedrückt.

Dann, mit dem näherkommenden US Börsenstart kamen die Kaufprogramme und haben bis fast in den Schluss nicht nachgelassen und gepresst und gepresst. Die Bären sind panisch geflüchtet. Heraus kam eine 6-8% Intraday Bewegung nach oben und Schlussstände in beiden Indizes mit ca +4-5%. Das in den letzten 10 Minuten dann noch ein paar Gewinne mitgenommen wurde, ist in Anbetracht dieser Bewegung völlig normal. Wer traut sich dieser Tage auch schon, seine Gewinne dem Übernacht-Risiko auszusetzen.

Der Markt will aber nun einfach hoch, was in Anbetracht der historisch nach unten verzerrten Markttechnik wirklich kein Wunder ist und ich hier ja nun oft genug gesagt habe. Das sieht Morgen für den DAX gut aus.

Wenn – ja das wenn kennen wir ja schon – wenn nicht wieder aus dem europäischen
Finanzsystem oder der Politik neue Horrornachrichten kommen.

Denn eigentlich wären unsere Finanzgurus Junker und Baroso jetzt mal wieder an
der Reihe, irgend etwas blödsinniges zu faseln, dass die Märkte erneut in Aufruhr versetzt...

Aber bei aller Begeisterung bitte ich  nicht zu vergessen, falls wir in einem Bärenmarkt sind (was ich für wahrscheinlicher halte, als das wir wieder zu Höchstständen laufen) dann wird diese Rally irgendwann auslaufen und dann kommt das richtig dicke Ende. Dann wäre diese Rally der „Letzte Ausgang vor dem Tunnel“. Jeder möge den Chart von
2008 über seinen PC hängen um diese Möglichkeit nie zu vergessen !

Short Squeeze an der Wallstreet

Na also ! Short Squeeze ! S&P 1172 !

Der S&P 500 hat mit grossem Momentum nach oben gedreht, trotz der Tatsache, dass die FED die Blütenträume von QE3 (noch) nicht befriedigt hat.

Das ist extrem positiv. Das bedeutet die Wahrscheinlichkeit dass wir einen kurzfristigen Boden drin haben ist auf 90% gestiegen. Die Ampel stehen kurzfristig auf Grün !

Morgen hat das Potential ein ausserordentlich positiver Tag zu werden. Nach der Verkaufspanik ist morgen eine Kaufpanik drin. Wenn – ja wenn – uns bitte nicht wieder irgendein Mist aus Italien, Spanien oder Frankreich in die Suppe spuckt.

Das bedeutet Morgen gibt es grosse Chancen auf der Long Seite. Wer jetzt will, kann das Morgen spielen. Aber bitte nicht vergessen, trotz aller Euphorie unbedingt trotzdem Stops unter die Einstandskurse, eine böse Überraschung ist jederzeit möglich ! Nie die Defensive vernachlässigen !

Der weitere typische Ablauf so eines Bounce nach Lehrbuch des alten Markorakels lautet:

1. Morgen positiver Trendtag mit Upside 3-5% im DAX. Eröffnung wahrscheinlich oberhalb 6000, Tagesschluss bei 6300 durchaus möglich. Selbst mehr bis über 6400 ist drin, wenn es keine Störungen durch die Politik gibt.

2. Übermorgen noch einmal ein starker Beginn als Folge der starken Wallstreet. Dann steigendes Risiko eines erneuten Rückgangs. Es ist bei solchen Bodenbildungen durchaus üblich dass sich ein IHS (Umgedrehter Kopf-Schulter Pattern) bildet. Die linke Schulter und das Tief mit 1100 haben wir nun im S&P500. Die rechte Schulter steht aus.

3. Nachdem im erneuten Rückgang noch einmal die alten Ängste hochkommen – aber
nicht mehr zu neuen Tiefstständen führen – ist der Weg für den ruhigen Teil des Bounce frei.

4. Die entscheidende Frage ist dann wohin uns der Bounce führt. Läuft er unter 7000 aus und dreht wieder nach unten wäre das die Bestätigung dass wir in einen Bärenmarkt eingetreten sind und man sollte so schnell wie möglich raus aus dem Markt. Das ist das Szenario das ich im Verhältnis 2:1 für das wahrscheinlichere halte, gegenüber einem Anstieg zu neuen Höchstständen.

So jetzt gehe ich einen trinken. Ich habe mich aufgrund der Markttechnik seit Freitag weit aus dem Fenster gelehnt und seitdem Long Positionen aufgebaut. Jetzt werde ich den Ritt
geniessen .....

(Mit Stops natürlich !

)

Der Intraday – Crash

Was für ein Tag, das war mal wieder Börsengeschichte ! Ich habe schon viel erlebt, aber dass wir heute im DAX Intraday über 8% verloren haben ! (6250-5710 X-DAX 22 Uhr) hat selbst meine Vorstellungskraft überstiegen.

8% Intraday, das ist ein Crash. Zumal nachdem in der Woche vorher schon weit über 10% verloren wurden und wir schon am Freitag brutal überverkauft waren.

Auf jeden Fall wurde mein erst letzte Woche als möglich genanntes Kursziel von DAX 5700 schon heute Abend nahezu erreicht. Unglaublich.

Was mich am meisten überrascht hat ist dieses Abrutschen Intraday. Eigentlich gab es ja keine Neuigkeiten, um 9 Uhr lag alles auf dem Tisch was man wissen musste und nach mässigen Verlusten in Asien eröffnete der DAX eben sehr stabil. Und dann ging es nur noch abwärts. Das ist nur dadurch zu erklären, dass nun Stop nach Stop gezogen wurde und erste Marktteilnehmer in Panik alles rauswarfen. Ein Dominoeffekt eben. Der Verkaufsdruck war den ganzen Tag brutal.

Morgen wird alles auf die FED starren. Wehe wenn die FED nicht liefert, was der kokainsüchtige Markt jetzt braucht. Dann war der heutige Tag noch ein laues Lüftchen und die Circuit Braker die erst ab 10% greifen werden zum Einsatz kommen.

Das ist auch das perverse an der jetzigen Situation. Eigentlich, in einem normalen Markt ohne externe Intervention, könnte man nun mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit massiv long gehen. Wir sind so überkauft, dass hat schon historische Dimensionen. Mit der politischen Intervention auf der Agenda ist aber alles möglich, denn wenn sie nicht so kommt wie jetzt gewünscht, dann wird das Morgen ein Black Tuesday. Denn ein wirklicher Crash kommt nie aus dem nichts, er kommt immer aus einer extrem überkaufen Situation – wie heute.

Dieses Restrisiko lässt einen schaudern und vorsichtig sein, auch wenn eigentlich alles nun für eine Relief-Rally spricht. Gleichzeitig ist es Harakiri diesen Markt nun noch zu shorten. Eine sehr schwierige Situation, die einem Pokerspiel auf einer Rasierklinge gleicht. Ich hoffe die Leser haben ihre Stops wirklich respektiert, sind nicht aus Angst einen Bounce zu verpassen wieder eingestiegen und sind nun entspannt an der Seitenlinie.

Mich hat es heute auch erwischt. Da ich ab Freitag in Erwartung des Bounce selektiv in den Markt gegangen bin, war ich heute auch mit 2.5% Minus dabei. Es gibt schönere Tage.

Jetzt tief durchatmen und Kraft für Morgen sammeln ….

Von wegen Debt Ceiling Panik

Ich glaube nicht, dass der Markt wg der Debt Ceiling Debatte so abgestürzt ist. Das Thema ist schon lange durch, der Markt schaut schon weiter in die Zukunft. Der Markt macht sich massive Sorgen um die weltweite Konjunktur. Nach schlechten Daten aus den USA, nervös machenden Nachrichten aus China, nach unten drehenden Indikatoren in
Deutschland und den nun anstehenden und nicht gerade Konjunktur fördernden Einsparungen in den USA gibt es allergrösste Sorge, dass die USA wieder in die nächste
Rezession abkippen und die Weltwirtschaft mit den USA.

Deshalb wird auch der DAX schon so brutal abverkauft, viel mehr als der S&P500, denn der DAX und MDAX würde unter einer abflauenden Weltkonkunktur am meisten leiden ! Gestern hatten wir im DAX intraday einen Verlust von nahezu 5%, das hatte schon Crash-Charakter ! Deshalb ist auch de Dollar relativ stark – flight to safety !

Der Markt schaut aktuell ganz panisch auf die Wirtschaftsdaten und die am Freitag anstehenden Arbeitsmarktdaten werden dabei wieder ein Katalysator sein. Für Freitag 14.30 Uhr kann sich schon jetzt jeder auf massive Volatilität einstellen.

Aufgrund der aktuell massiv überverkauften Lage kann man eigentlich von einer kleineren Rally heute oder Morgen ausgehen. Aber dann wird es wieder sehr spannend und der Freitag wird uns die Richtung der nächsten Wochen weisen. Wenn wir am Freitag abkippen und S&P500 1250 von oben durchschlagen, dann sind “all Long Bets off” und wir müssen uns auf harte Zeiten einstellen. Der DAX würde dann wieder die Zone
6300-6500 ins Visier nehmen, an der er lange von unten geknabbert hat und die
er auch während des Erdbebens von oben kurz touchierte. Wenn die Arbeitsmarktdaten dagegen positiv ausfallen, sind die Inkredenzien für eine Sommerrally da.

Harte Zeiten aber nur ein paar Wochen, bis dann Ben Bernanke im Herbst im Anblick der einbrechenden Kurse wieder QE3 (es wird so nicht heissen aber das gleiche sein) ankündigt. Wie ein Kokainsüchtiger wird der Markt sich das sofort die Nase hochziehen und ein paar Monate positiv lachend und angekifft durch die Gegend rennen. Einer
Jahresendrally steht dann nichts im Weg.