“Sichere” Geldanlage? Auch 2017 immer noch Aerospace & Defense!

Ich weiss, wir wünschen uns alle so sehr eine Geldanlage zu finden, die "sicher" ist und gleichzeitig hochprofitabel, den berühmten "Free Lunch" also, eine Anlage mit der man im Schlafwagen zu grossen Gewinnen fahren kann.

Sie als dauerhafte Leser von surveybuilder.info wissen, dass es diese Geldanlage nicht gibt. Nichts ist 100% sicher am Markt und das was als "sicher" beworben wird, ist vor allem überteuert und sichert nur die Gebühren der Emittenten.

Es ist einfach unsere Aufgabe als Anleger, -> die Unsicherheit lieben zu lernen <- und wer mit Unsicherheit nicht umgehen kann, wird am Ende immer im Markt scheitern.

Trotzdem gibt es ja aber Anlagen, die dem Gedanken einer ebenso "sicheren" wie "profitablen" Anlage am Nächsten kommen. Anlagen, bei denen man wirklich im Schlafwagen mitfahren kann, zumindest eine ganze Zeit. Das sind meistens Anlagen, hinter denen ein so grundlegendes Thema, ein so starker Trend steht, dass man die typischen Zuckungen des Marktes gelassen aussitzen kann.

Solche Trends sind im Premium-Bereich auch immer wieder unser Fokus. Aber einen zentralen Trend habe ich Ihnen auch hier im freien Bereich immer nahe gebracht, er war seit der Ukraine Krise im Jahr 2014 geradezu offensichtlich und sprang ins Auge.

Trotzdem bin ich sicher, dass ein grosser Teil von Ihnen diesen Trend, der fortbesteht, einfach verpasst hat, weil man mal wieder zu zögerlich, zappelig und sprunghaft war - unser "Affenhirn" halt. 😉

Der Trend - Sie ahnen es - ist die Stärke der Aerospace & Defense Aktien, getrieben durch zwei grundlegende Entwicklungen:
Erstens die Herausforderungen der multipolaren Welt, die gerade in Europa grossen Nachholbedarf im Bereich Rüstung generieren.
Zweitens der -> neue Wettlauf ins All <-, der hier schon 2012 Thema war.

Im November 2015 habe ich Ihnen in -> Luftfahrt, Raumfahrt und Rüstungsaktien - Stabiles Erfolgsmodell oder verwerfliche Anlage? <- das Thema nahe gebracht, die moralischen Fragen adressiert und einen kleinen Marktüberblick der grossen Konzerne des Sektors gegeben.

Im September 2016 habe ich Ihnen in -> Sichere Geldanlage - Immer noch Rüstung <- das Thema erneut ins Bewusstsein gerückt und klar festgestellt:

Also, Luftfahrt, Raumfahrt und Rüstungsaktien, sind relativ gesehen eher "sichere" Aktien, wenn man in die Zukunft der kommenden Jahre blickt. Und Rendite weit über Anleihen, generieren sie auch.

Und auch bei Tichy habe ich im Oktober 2016 zum Thema argumentiert:

Niemand sage also, ich hätte die freien Leser nicht mit der Nase darauf gestossen - ganz -> "kostenlos" <- sogar. 😉

Und nun haben wir den September 2017 und das Chart des grossen US Branchen-ETFs der US Unternehmen ITA sieht wie folgt aus, die beiden Artikel habe ich mit Pfeilen markiert:

Beeindruckend? Ja beeindruckend. Und vor allem offensichtlich, naheliegend und keineswegs ein "Geheimnis". Und trotzdem werden viele das nicht mitgenommen haben.

Die Delle Anfang 2016 hatte übrigens nichts mit dem Sektor zu tun, sondern war die allgemeine, scharfe Markt-Korrektur Anfang 2016 - Sie werden sich sicher erinnern. Danach begann der gnadenlose Trend der immer noch andauert und das Potential hat weiter anzudauern, man muss dafür ja nur in die konfliktreiche Welt schauen, um das zu verstehen.

Wenn Sie mich fragen wie es weitergeht, erscheinen die grossen Namen des Sektors nun teilweise ausgereizt. Richtig interessant wird es nun aber in der zweiten Reihe. Da gibt es eine Reihe von Unternehmen, die wir im Premium-Bereich im Auge haben und die nun durchaus ebenso Übernahme-Kandidaten sind, wie .

Wir lernen daraus, dass es manchmal gar nicht so schwierig ist, "sichere" Gewinne einzufahren. Man braucht eine ruhige Hand und einen Blick für die grossen Trends. Der hier genannte Trend dauert an und hat das Potential noch Jahre anzudauern, auch wenn es sicher nicht unbegrenzt so weiter gehen wird wie in 2017.

Unser Blick sollte sich nun auf die zweite Reihe der Unternehmen im Sektor richten, die technologisch so viel zu bieten haben, dass sie eine sinnvolle Ergänzung der grossen Konzerne bieten. Davon gibt es eine ganze Reihe, die hier in Deutschland praktisch nicht bekannt sind.

Typisch für diese Unternehmen ist, dass diese sich in einem bestimmten Segment wie zB Werkstoffen oder Elektronik spezialisiert haben und keineswegs reine Rüstungskonzerne sind. Vielmehr wird von Airbus über Lockheed Martin bis NASA und SpaceX alles beliefert, was fliegt - egal ob zivil oder militärisch.

Auch das Aufkommen der Dronen wird das Geschäft dieser Unternehmen nicht gefährden, sondern eher befeuern. Wenn Sie mehr über solche Unternehmen wissen wollen, stossen Sie zu uns dazu. Bei uns war und ist das im Laufe eines Jahres immer wieder Thema. Es ist für uns eben ein Megatrend, den wir nicht verpassen werden.

Ihr Hari

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Trump und die Börsenreaktion

Der Sieg Trumps und seine börsentechnischen Folgen, sind hier bei uns einerseits keine massive Überraschung und doch so wie sie heute nun real ablaufen, irgendwie schon.

Dass die Unterstützung für Trump höher ist, als es bei den Umfragen angegeben wird und ein Sieg daher nach wie vor möglich war, war uns recht klar. Die Menschen die Trump wählen, wurden medial als "White Trash" in die Ecke gestellt und deswegen lügt man vor den Mikrofonen lieber und rächt sich dann in der Wahlkabine.

Dass die Demoskopen diesen - seit dem Brexit gut bekannten - Umstand, aber erneut nicht sinnvoll in ihr Zahlenwerk einbauen konnten, ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten und stellt der derzeitigen Demoskopie ein vernichtendes Zeugnis aus.

Da die letzten Tage fast jeder vor einem erneuten Brexit-Effekt bei den Umfragen gewarnt hat, habe ich noch gestern argumentiert, dass die demoskopischen Institute das doch bestimmt schon kompensiert haben und eine Überraschung eher in die Gegenrichtung kommen sollte.

So kann man sich irren, diese Inkompetenz der Branche, habe ich mir ebenso nicht vorstellen können wie der Markt, der gestern schon Clintons Sieg zu feiern versuchte. Man darf ja wie beim Brexit mal einen Fehler machen. Daraus aber nichts zu lernen und diesen in grösserem Umfang zu wiederholen, ist für die Demoskopen und Medien nur noch peinlich.

Gerechnet habem wir bei einem Sieg Trumps auch mit einer scharfen Unsicherheitsreaktion, die uns schnell um 5% nach unten bringt und die 2.000er Marke im S&P500 testet. Und danach war ein Rebound auf dem Radar, wenn klar wird, wofür Trump steht. Denn nein, dass Trump der Untergang der Börsenwelt sei, war hier nie unsere Erwartung.

Im frühen Handel hatten wir heute die 5% Minus und der S&P500 Future ging bis 2.032 nach unten. Alles im Plan also sozusagen. Auch die Sektoren, die unter Trump nun zu favorisieren sind, hatten wir richtig auf dem Radar, schon im Vorfeld in den letzten Tagen und Wochen, aber auch heute früh.

Dass der Rebound dann heute aber so schnell und schon vor Eröffnung der Wallstreet kommt, hatten wir so aber nicht auf dem Radar und überrascht und dürfte mit dem überraschend moderaten und konzilianten Ton zusammen hängen, den Trump nun bei seiner Siegesrede angeschlagen hat, der grosse Ängste um Handelskriege erst einmal dämpft.

Wo stehen wir nun als Anleger?

Hier im freien Bereich nun 7 klare Grundaussagen. Dass wir uns mit dem Thema in der Community weit intensiver befassen, sehen Sie schon an der Vielzahl der heutigen Artikel und der Kommentare:

Weiterlesen ...Trump und die Börsenreaktion

Sichere Geldanlage? Immer noch Rüstung!

Autsch! Schon wieder so politisch unkorrekter "Mist" hier in diesem Blog. Aber "wat mutt dat mutt".

Denn unzählige Menschen im deutschsprachigen Raum, sind aktuell auf der Suche nach dem "heiligen Gral der Geldanlage". Sie wollen wenigstens ein bischen Rendite und das aber bitte "ganz sicher".

Ich weiss, eigentlich müsste man jedem dieser Menschen sagen: Vergiss es!

Risikolose Rendite gibt es nicht mehr. Dankensbriefe sind an die Notenbanken zu richten und an die Politik, die diese Nullzinspolitik befördert, um die eigenen finanziellen Wolkenkuckuksheim-Versprechungen, notfinanzieren zu können.

Und eine Anlage in Aktien ist *immer* mit Risiko verbunden, es gibt keine absolute Sicherheit am Aktienmarkt. Punkt.

Selbst die "solidesten" Aktien, können 5 Jahre später ziemlich unsolide sein, ein unfähiger CEO oder ein Paradigmawechsel im Markt, reichen dafür völlig aus. Erinnert sich jemand daran, wie "solide" E.ON und RWE waren? 😛

Aber trotzdem gibt es ja Aktien, die relativ gesehen "sicher" sind. Denn die grösste Sicherheit entsteht daraus, dass die Geschäftsmodelle nicht in Frage stehen und deren Produkte "sicher" auch morgen noch nachgefragt werden.

Und da habe ich ein Angebot für Sie: Rüstungsaktien. Ich weiss, politisch sehr unkorrekt hier in Deutschland, aber trotzdem wahr.

Schon letzten November, habe ich das Thema im Artikel -> Luftfahrt, Raumfahrt und Rüstungsaktien - Stabiles Erfolgsmodell oder verwerfliche Anlage? < - ausführlich thematisiert.

Da habe ich Ihnen nicht nur 20 Namen genannt, sondern auch die moralische Frage adressiert, die jeder für sich selber beantworten muss. Infoern will ich das hier nicht wiederholen.

Weiterlesen ...Sichere Geldanlage? Immer noch Rüstung!

Luftfahrt, Raumfahrt und Rüstungsaktien – Stabiles Erfolgsmodell oder verwerfliche Anlage?



Wenn es einen Sektor im Markt gibt, mit dem wir im letzten Jahr bei sehr geringen Risiken immer wieder schöne Gewinne gemacht haben - und diese Entwicklung auch frühzeitig erkannt haben - dann waren das die Aktien des Sektors Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung.

Erkannt haben wir das schon Mitte 2014 mit der Ukraine Krise. Die Verteidigungshaushalte der europäischen Staaten waren so ausgedünnt und die Materialbestände so veraltet, dass man gar nicht die peinlichen Nachrichten über die mangelnde Einsatzbereitschaft der Bundeswehr hören musste um zu wissen, dass sich hier erheblicher Nachholbedarf angestaut hatte.

Dann kam ja aber auch noch die absehbare Entwicklung zur multipolaren Welt hinzu, mit der sich nun statt einer alleinigen Weltmacht ein zunehmendes Ringen mehrerer Blöcke abzeichnet, wobei der Aufstieg Chinas dabei der am stärksten wirkende Faktor ist.

Auch diese Entwicklung zur multipolaren Welt, bringt absehbar wieder grössere Verteidigungsanstrengungen mit sich und das nicht nur in den europäischen Ländern, sondern auch in den US und in China und Russland sowieso. Das zunehmende militärische Involvement durch die Krise im Nahen Osten, tut dann ein Übrigens, denn das dort verbrauchte Material, muss auch ersetzt werden.

Aber auch im zivilen Bereich boomt der Absatz, wie wir an Airbus immer wieder sehen können. Eine Umwältzung hin zu Drohnen und -> neuen Transportarten <- steht vor der Tür und auch im Weltraum, geraten die Dinge in Bewegung. Neue Spieler wie Elon Musks Space-X treten auf den Plan und wirtschaftliche Interessen an Mond und Asteroiden beginnen sich zu formieren - auch in China.

Alles in allem also die perfekten Ingredienzien für einen Sektor, dem der Wind der Nachfrage auf Jahre mit Macht in die Segel blasen wird. Dann noch ein Sektor mit hohen Eintrittsbarrieren, denn so "mal eben" wird man nicht zum Flugzeug- oder Raketenproduzenten.

In Summe also ein Sektor, der von stabilen und wachsenden Ertäge gekennzeichnet ist und in geopolitischen Krisenszenarien eher steigt, als zu fallen, wie die meisten anderen Aktien. Sicherheit und Wachstum also im Depot.

Alles in Butter?

Rein vom Blick auf die Aussichten dieser Aktien her eigentlich ja, wenn da nicht diese moralische Frage wäre, ob man denn in so einen Sektor investieren "darf"?

Nun man "darf" schon, wir leben in einem freien Land und auch wenn die politische Korrektheit uns manchmal vorschreiben will, wie wir zu leben haben, sind das alles erst einmal seriöse und legale Unternehmen.

Aber die Frage, ob es denn moralisch geboten ist, in Aktien zu investieren, die eben auch Rüstung herstellen, steht ja berechtigterweise im Raum. Und dieser Frage kann und sollte man sich auch nicht entziehen.

Dabei kann man dummerweise in diesem Sektor zwischen zivilen und militärischen Anwendungen selten trennen, weil viele Unternehmen bedienen beide Segmente mit ihren Produkten, wie auch beispielsweise eine Airbus eine Verteidigungs-Sparte besitzt.

Darf man also die Airbus Aktie eines A320 nicht kaufen, weil es auch einen Militärtransporter A400 gibt?

Im Gegensatz zu sehr dogmatischen Menschen, will ich diese Entscheidung niemandem vorschreiben und darüber auch kein moralisches Urteil fällen. Denn ich bin überzeugt, dass das eine sehr individuelle, moralisch zu beantwortende Frage ist.

Sicher, man kann es sich einfach machen und einfach einen der derzeit beliebten "Ethik-Fonds" kaufen, die dann nach irgend welchen Kriterien beschliessen, dass das eine "gut" und "moralisch" geboten und das andere "unethisch" ist.

Wenn man sich aber nicht durch Delegation an so Fonds billige moralische Absolution verschafft, sondern sich mal ernsthaft damit beschäftigt, merkt man schnell, das dahinter höchst schwierige moralische Dilemmata stehen.

Nehmen wir das simple Gewehr oder die Pistole. Damit kann man ja jemanden ermorden. Stimmt. Ich kann damit aber auch meine Familie beschützen, die vielleicht von einem Mörder bedroht wird.

Wäre die Welt eine Bessere, wenn niemand eine Waffe hätte? Bestimmt! Ist das die Realität, kann mir also kein Mörder mit Waffe gegenüber stehen? Bestimmt nicht!

Oder nehmen wir die Granate. Eine Kriegswaffe. Damit kann man als Terrorist einen Ballsaal in die Luft sprengen. Man braucht Sie aber auch wie aktuell die französischen Spezialeinheiten, die bei der Razzia in Saint-Denis den Drahtzieher des Anschlags in Paris in einer mehrstündigen Aktion ausräuchern mussten, der sich hinter Panzerplatten verschanzt hatte.

Ist also die Granate schlecht? Wirklich ein schwierige Frage. Worauf man sich wohl einigen kann ist, dass das was Menschen damit machen gut oder schlecht, moralisch verwerflich oder sogar geboten sein kann.

Am Ende kommt es also vielleicht weniger auf das Hilfsmittel an, sondern auf den Menschen in seinen Handlungen und die Frage, was er damit tut. Moralisch gut oder schlecht, ist primär die Handlung des Menschen und weniger die Sache, die für die Handlung benutzt wird.

Und damit sind Rüstungsaktien für mich persönlich keineswegs perse moralisch verwerflich und kommen sehr wohl als solide, krisensichere Geldanlage in Frage. Zumal ich dann den ganzen, spannenden Luft- und Raumfahrt-Sektor links liegen lassen müsste, weil er sich auch mit Rüstung beschäftigt. Es gibt aber auch ein paar Dinge wie Streubomben, bei deren Produktion ich beim besten Willen keine defensive, schützende Verwendung mehr erkennen kann und die als Investition für mich damit keinesfalls diskutabel sind.

Aber das sind nur meine ganz persönlichen Massstäbe und ich verneine vehement, dass es bei diesem schwierigen Thema voller moralischer Dilemmata, eine "allumfassende" Wahrheit gibt, der sich jeder zwingend zu unterwerfen hat.

Und deswegen will ich hier auch Niemandem eine moralische Sicht aufzwingen, sondern nur erklären, warum Aktien aus dem Sektor Luft-, Raumfahrt und Verteidigung, derzeit einen Lauf haben und sich diese positive Entwicklung wohl auf Jahre fortsetzen wird.

Wer also stabile, krisensichere Aktien sucht und das mit seiner Vorstellung von Ethik verantworten kann, wird hier wohl fündig.

Wenn Sie an dem Sektor interessiert sind, finden Sie hier 20 Ideen aus dem Bereich Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung, die Sie mal einer genaueren Prüfung unterziehen können. Nicht alle der Aktien sind auch im Rüstungssegment tätig, aber viele eben schon. Viele dieser Aktien haben wir in der Community im letzten Jahr auch intensiver besprochen:

  1. Airbus Group (938914)
  2. BAE Systems (866131)
  3. Boeing (850471, BA)
  4. Dassault Systems (901295)
  5. Finmeccanica (A0ETQX)
  6. General Dynamics (851143, GD)
  7. Lockheed Martin (894648, LMT)
  8. MTU Aero Engines (A0D9PT)
  9. Northrop Grumman (851915, NOC)
  10. OHB (593612)
  11. Orbital ATK (A14NES, OA)
  12. Precision Castparts (865685, PCP)
  13. Raytheon (785159, RTN)
  14. Rheinmetall (703000)
  15. Rockwell Collins (694062, COL)
  16. Saab (914879)
  17. Teledyne Technologies (926932, TDY)
  18. Textron (852659, TXT)
  19. Thales (850842)
  20. United Technologies (852759, UTX)

Bei Precision Castparts ist übrigens vor wenigen Monaten Warren Buffetts Berkshire Hathaway massiv eingestiegen.

Sie werden durch die Bank feststellen, dass diese Aktien in der Regel im letzten Jahr schon sehr gut gelaufen sind und das hat Gründe, auf die ich hier hinweisen wollte und die wohl über den Tag hinaus Gültigkeit behalten.

Bleibt am Ende wieder die individuelle Frage, ob wir diese Aktien im Depot haben wollen. Denn glücklicherweise leben wir in einem freien Land und können uns diese Frage individuell stellen.

Würde man sich eine Welt wünschen, in der wir uns nicht permanent an die Gurgel gehen? Bestimmt!

Ist das die reale Welt die wir haben? Bestimmt nicht!

Machen wir das besser oder schlechter, wenn wir in solche Aktien investieren? Oder ist es egal?

Das ist die Frage, auf die Sie Ihre persönliche Antwort brauchen.

Ihr Hari

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Rheinmetall (703000) im Aufwärtstrend

Heute nur kurz und knapp der Hinweis, dass der Rüstungskonzern Rheinmetall (WKN: 703000) nun vom Chart her aussichtsreich aussieht:

Rheinmetall 22.04.14

Wir sehen, dass Rheinmetall eine 5-teilige Korrektur abgeschlossen und dabei genau auf die Aufwärtstrendlinie aufgesetzt hat.

Wir sehen weiter, ein auf hohem Niveau stabiles "On-Balance" Volumen, das weitere Akkumulation in der Aktie impliziert.

Wir haben das für Rheinmetall negative Gerücht, eines möglicherweise scheiternden Panzerdeals mit Saudi-Arabien, zur Kenntnis genommen und sehen, dass es im Kurs verarbeitet wurde.

Und wir wissen, dass die Geschehnisse in der Ukraine Westeuropa und die NATO nun aus der Illusion aufwecken, als ob in Europa nur noch "Blümchenkriege" möglich wären. Die Wehretats in Europa sind weit herunter geschrumpft und nach unten gibt es kaum mehr Bewegungsspielraum, wenn man die Existenz eines eigenen Militärs nicht ganz aufgeben will. Was nach dem "Wachrüttler" der Ukraine wohl kaum passieren wird.

Alles in allem ist das charttechnisch wie fundamental, wohl nicht die schlechteste Ausgangslage, um der Aktie von Rheinmetall mit mittelfristigem Horizont näher zu treten. Allerdings muss man natürlich überhaupt erst einmal bereit sein, in diesen Sektor zu investieren - diese moralische Frage muss aber jeder Anleger für sich selber beantworten.

Negativ schlägt bei Rheinmetall, wie bei allen Rüstungskonzernen, das Korruptionsrisiko und die Abhängigkeit von Staatsaufträgen zu Buche - wobei das Eine durchaus mit dem Anderen zu tun hat.

Aber für dieses Risiko gibt es Stops, die sich nun durch die Trendlinie und das Tief vom 14.04. sauber definieren lassen und damit das Risiko minimieren.

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Rheinmetall, iRobot und der Iran

Der Markt hat ja eigentlich immmer recht, aber keine Regel ohne Ausnahme und eine solche Ausnahme sehe ich persönlich gerade bei Rheinmetall (WKN 703000). Heute ist Rheinmetall wieder recht schwach und wenn man sich den Chart anschaut, dann hat Rheinmetall gegenüber anderen Industrie-Konzernen noch eine Menge nachzuholen. Grund der Unterperformance ist offensichtlich, dass der Markt Sorgen davor hat, dass die ganzen Sparmassnahmen in den Staaten der westlichen Welt zu geringeren Rüstungsausgaben führen. Völlig verfehlt ist der Gedanke sicher nicht, aber in meinen Augen doch übertrieben.

Denn erstens ist Rheinmetall weltweit aktiv und hat gerade im Nahen Osten eine Menge Chancen, der in Anbetracht der aggressiven Politik des Irans gerade vor einer gewaltigen Rüstungsspirale steht. Zweitens haben Schulden die Staaten noch nie gehindert für Rüstung Geld auszugeben, das völlig überrüstete Griechenland ist da so ein klassisches Beispiel. Drittens sind Radfahrzeuge und leichte Panzer wie die von Rheinmetall nicht nur im Militär, sondern in vielen Ländern auch bei der Polizei im Einsatz, Uno-Truppen eingeschlossen und derartige Einsätze werden eher steigen. Und last but not least ist Rheinmetall in seinem zweiten Geschäftssegment ein normaler Automobilzulieferer, mit der Option mit diesem Geschäft sogar an die Börse zu gehen.

Alles in allem genügend Argumente, warum ich Rheinmetall bei 43€ immer noch für einen Kauf halte. Kurzfristig kann die Aktie natürlich auch mal eben um 5% fallen, aber mittelfristig bin ich sehr zuversichtlich das wir wieder Kurse über 50€, wenn nicht 60€ sehen. Zu guter Letzt ist Rheinmetall im Depot sicher auch eine ganz gute Absicherung gegen einen Irankrieg, denn der Titel sollte im Falle des Falles sehr stabil bleiben, möglicherweise sogar steigen. Ich bin deswegen schon länger bei Rheinmetall investiert.

Apropos Iran und die Strasse von Hormus, was ich -> hier <- ja schon am 18. November letzten Jahres in einem eigenen Artikel thematisiert hatte als daran noch niemand glauben wollte, schiebt sich nun in einem klassischen Eskalationsablauf unerbittlich Richtung Krieg. Wenn nicht ein Wunder passiert - und an Wunder glaube ich nicht - wird Iran nicht nachgeben. Und Israel wird nach meiner Erwartung angreifen, weil sich Israel der stillschweigenden Sympathie der meisten arabischen Staaten sicher sein kann und ein Angriff bei allen Risiken immer noch das kleinere aller Übel ist.

Denn über die Satelliten wie die Hisbollah befindet sich Israel doch heute schon defacto im Krieg mit Iran. Ich sehe nur einen internen Umsturz im Iran als einzige Hoffnung, mit dem die Kleriker die Riege um Ahmadinedschad absetzen, mit der sie nach dem was aus dem Land dringt sowieso schon einen internen Machtkampf austragen. Gut für den Frieden wäre es, denn der Iran des Klerus ist eher nach innen gekehrt, der Iran Ahmadinedschads aber aggressiv mit Machtanspruch im Nahen Osten. Wetten würde ich auf dieses "Wunder" aber nicht, so sehr ich mir das für die Welt und all die Menschen wünsche, die bei einem derartigen Konflikt verletzt oder getötet würden.

Die mittel- und langfristigen Folgen eines solchen Angriffs kann niemand seriös abschätzen, das hängt schlicht vom Verlauf ab. Aber kurzfristig ist für uns Anleger klar, dass die Börsen weltweit massiv abstürzen werden. "Gewinner" werden ein paar Rüstungsfirmen, aber vor allem der Ölpreis sein. Und daher möchte ich Sie hier noch einmal daran erinnern, wie sinnvoll ich es finde im Moment Ölkonzerne im Depot zu haben, die genau nicht im Nahen Osten, sondern in politisch weit entfernten Regionen aktiv sind. Vier Namen fallen mir da sogleich ein, die kanadische Suncor (WKN A0NJU2) mit ihren Ölsanden, die norwegische Statoil (WKN 675213) mit ihrem Nordseeöl, die spanische Repsol (WKN 876845) mit ihren Ölfunden in Argentinien - die übrigens im Moment auch vom Chart her attraktiv aussieht und zum Schluss der brasilianische Staatskonzern Petrobas (WKN 899019 für die Vorzüge) mit seinen riesigen Vorkommen im Atlantik. Leider ist die Petrobas-Aktie in Deutschland sehr illiquide.

Wichtig ist auch zu verstehen, dass ein Iran-Konflikt deshalb das Potential hat den Markt massiv zu bewegen, weil Mr. Market die Risiken derzeit noch ignoriert und nach dem Motto "alles nur Gerede" mit den Schultern zuckt. Man merkt das Risiko etwas beim starken Ölpreis, das war es dann aber auch schon. Sobald sich das ändert und Mr. Market plötzlich eine Problemwahrnehmung entwickelt, werden sich die Kurse massiv in Bewegung setzen und dazu ist nicht einmal ein echter Angriff notwendig - es reicht die Erwartung, dass es zu einem kommt.

Passend zum Thema Rüstung möchte ich Ihre Aufmerksamkeit heute auch noch auf eine ebenso spannende wie heisse Wachstums-Aktie richten: den US Roboterhersteller iRobot (WKN A0F5CC) dessen Website Sie finden. Sie haben sicher schon mal von dem Staubsaugerroboter "Roomba" gehört, bei uns zu Hause fährt er übrigens fröhlich in der Küche herum und wir möchten ihn nicht mehr missen. Wir haben ihm den Namen "R2" nach "R2D2" aus Star Wars gegeben, weil er ähnliche Fiepslaute von sich gibt. Aber neben dem zivilen Geschäft stellt iRobot auch Spezialroboter für das Militär und den Katastrophenschutz her, zum Beispiel um Bomben zu entschärfen. Und dieses Geschäftssegment ist nun von Kürzungen des Verteidigungsetats betroffen, weswegen der Vorstand vor kurzem die Guidance zurück nehmen musste. Als Folge hat es den Kurs von iRobot im wahrsten Sinne des Wortes zerlegt, wie Sie im folgenden Chart sehen können.


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Eine interessante Frage ist nun, ob das nicht vielleicht eine hervorragende Gelegenheit ist, um in eine höchst spannende Aktie mit einem innovativen Geschäftsfeld einzusteigen. Denn das Roboter ein massiver Wachstumsmarkt sind und uns zunehmend riskante oder lästige Aufgaben abnehmen - und das nicht nur auf dem Mars - dürfte wohl unstrittig sein. Und iRobot hat seine Umsätze ebenso wie seinen Gewinn weiter gesteigert - es handelt sich hier also um ein schon heute profitables Wachstumsunternehmen. Ihre Meinung zum Thema würde mich interessieren.