Barrick Gold – Ausverkauf und Panik – 15.04.13

Einer geht noch, an diesem denkwürdigen Tag.

Ich zeige Ihnen einfach das Wochenchart vom weltgrössten Goldförderer Barrick Gold (WKN: 870450). Und zwar die Zeitspanne zwischen 2008 und heute.

Muss man da noch viele Worte verlieren ?

Wohl kaum. Nur ein Wort zu Warnung, wer meint, dass das fallende Messer aufgrund des Bildes hier stoppen muss, der irrt. Auch ein unterbieten der 2008er Stände ist im Panikmodus möglich.

Das wir es hier aber mit einem panikartigen Ausverkauf zu tun haben, ist wohl offensichtlich.

Barrick Panik 15.04.13

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Eurokrise oder: von Schafen, der Angst der Herde und den Wölfen – 27.03.13 11:45

Heute Mittag um 11.45 Uhr ein kurzes Statement zum Markt. Die Eurokrise scheint wieder ihr schmutziges Haupt zu heben. Der Bankensektor der Peripherie korrigiert ganz massiv und das zieht auch die Indizes in der Eurozone runter.

Der Hintergrund ist wie zu erwarten in der Zypern-Lösung zu suchen. Gelder werden von wackeligen Banken abgezogen und entweder in den Kern der Eurozone oder sogar aus dieser heraus transferiert. Wie gestern schon analysiert, hat diese Entwicklung das Potential, den Druck auf die wackeligen Institute so zu erhöhen, dass endlich eine ernsthafte Bereinigung stattfindet. Ohne Schmerzen an den Aktienmärkten dürfte das kaum abgehen. Insofern dürfte das 2. Quartal wie erwartet nicht ganz so gelassen werden, wie die letzten Monate.

Aber, wie immer wenn die Situation schwieriger wird, versuchen die Wölfe des Marktes - auch Big Money genannt - nun die Schafe (uns) in Angst und Schrecken zu versetzen. So lässt sich mit den Emotionen der Menschen auch wunderbar Geld machen.

Schauen Sie daher zum Beispiel auf das heutige perfekte Timing, mit dem den Euro-Absturz prophezeit. Gut gemacht oder ? Genau in die Schwäche hinein. Jetzt würden wir doch gerne wissen, auf welche Richtung Morgan Stanley in seinen Handelsräumen gerade wettet, oder ? 😉

Um - statt Panik - das Geschehen für Sie noch einmal in die richtige Perspektive zu rücken: Italien hat soeben eine 5- und 10-jährige Anleihen-Auktion mit sehr respektablen Renditen von 4,66% bei 10 Jahren und 3,65% bei 5 Jahren abgeschlossen. Diese Renditen liegen weit! unter dem, was Italien vor dem Euro zu Zeiten der Lira zahlen musste. Und das trotz der Unsicherheit um eine neue Regierung.

Aber nicht nur Morgan Stanley, beispielsweise unsere Helden in den Ratingagenturen wie verbreiten Warnungen. Ganz klar, zum ersten Mal seit Jahren hat Europa nicht gemacht, was der Finanzsektor am liebsten hat: das Geld der Steuerzahler unbegrenzt in den Bankensektor zu schaufeln. Da muss man nun unbedingt in Schwarz malen, um die Politik schnell wieder zu disziplinieren. Hinterher macht das noch Schule. Das wäre ja fürchterlich - für die Grossfinanz. 😉

Lassen Sie sich also nicht von den Wölfen in Angst und Schrecken versetzen. Ja, der Markt ist technisch mal für eine Korrektur reif, das ist offensichtlich. Und ja, es kann auch weiter runter gehen. Aber nicht wegen der Säue, die von Big Money nun durchs Dorf getrieben werden, nur um Sie alle in Furcht zu versetzen. Vorsicht ist also gerechtfertigt und wenn Big Money die Politik der Eurozone nun strafen will, kann das ungemütlich werden. Aber zur Panik gibt es keinen Anlass. Prognosen zu Wechselkursraten bis Ende 2014 sind im übrigen hochgradig unseriös, mein lieber Herr "Devisenstratege" von Morgan Stanley. Aber das wissen die Jungs in den Handelsräumen sowieso, hier werden eher die Schafe zusammen getrieben.

Bleiben Sie also gelassen und folgen Sie dem was der Markt tatsächlich macht und nicht dem, was andere reden. Und machen Sie sich klar, was Sie im Moment fühlen. Als Leser von surveybuilder.info habe ich Sie hoffentlich etwas resistenter gegen diese Versuche gemacht, mit Ihren Emotionen zu spielen.

Fragen Sie sich also heute: Fühlen Sie Angst ? Haben Sie Sorge mit Ihren Anlagen in eine neue Eurokrise zu geraten ? Macht Ihnen das was die Grossfinanz schreibt Kopfzerbrechen ?

Wenn ja, dann atmen Sie tief durch und lehnen sich zurück. Und handeln Sie nach einem wohl überlegten Plan und nicht nach den Gefühlen, die andere Ihnen nun unter die Haut reiben wollen !

Viel Glück !

Ihr Hari

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Marktupdate – 14.10.12 – DAX & Co.: Vom Weg des maximalen Schmerzes

14:30

Am heutigen Sonntag Nachmittag möchte ich ein paar Gedanken über die kommende Börsenphase mit Ihnen teilen.

Das der Markt sich derzeit in einem Patt zwischen Bullen und Bären befindet, haben wir hier ausreichend thematisiert und ist offensichtlich.

Das nach Auflösung eines derartigen Patts sich meistens eine dynamische, volatile Bewegung anschliesst, ist statistisch wahrscheinlich und bei regelmässigen Lesern von surveybuilder.info.de bekannt.

Nur wie wird es konkret weiter gehen ? Das ist wohl die 100-Millionen-Dollar Frage.

Sehr kurzfristig, sollten wir dabei zwei Faktoren nicht übersehen:

Erstens hatten wir am Freitag einen signifikanten "Buying on Weekness" Tag für den SPY (=S&P500). Und übrigens auch einen für den íShares MSCI Brazil. Diese Indikatoren sind nicht perfekt als Voraussage, liefern aber statistisch doch ganz gute Ergebnisse, wann Big Money seinen Fuss in den Markt stellt. Möglicherweise spielt bei Big Money auch ein Rolle, dass wir am Montag und Dienstag in Summe zusammen ca. 10 Milliarden POMO Buy Operations der FED im Markt haben. Die Chance auf einen erneuten Bounce ist definitiv da.

Es könnte also gut sein, dass wir Anfang dieser Woche noch einmal ein oder zwei starke Tage erleben. Zur Vorsicht gemahnt dabei aber der gewaltige "Selling on Strength" Print bei Apple am Freitag. Damit drückt Big Money ganz klar aus, dass die Schwäche von Apple vielleicht noch nicht vorbei ist. Und mit Schwäche bei Apple, kann der NASDAQ nicht stark sein.

Die generellen Faktoren, die zum Jahresende für höhere Kurse sprechen sind weiter aktiv, ebenso wie die Verunsicherung, die bis Anfang November von der Präsidentschaftswahl in den USA ausgehen wird. In Summe bleibt uns also nichts weiter als abzuwarten und uns eine Strategie für die verschiedenen Szenarien zurecht zu legen.

In solchen Situationen hat es sich für mich bewährt, mir den "Weg des maximalen Schmerzes" zu vergegenwärtigen.

Also die Marktbewegungen, mit denen die wenigsten rechnen und die das Maximum an Marktteilnehmern auf dem falschen Fuss erwischen würden. Denn gerade weil niemand so positioniert ist, haben diese Bewegungen die fiese Eigenschaft besonders gerne einzutreffen. Vielleicht erinnern Sie sich ja auch noch, dass ich im Juli einen starken Anstieg im 3. Quartal als Weg des maximalen Schmerzes skizziert hatte, eben weil sich das damals nahezu niemand vorstellen konnte. Wir wissen ja nun, was passiert ist. 😉

Hier ist also, was ich dem fiesen und hinterhältigen Mr. Market durchaus zutraue. Stellen Sie sich vor:

.... wir würden Anfang dieser Woche dynamisch hoch laufen und im DAX wieder an 7400 knabbern, so dass alle Bullen denken das war es jetzt mit der Korrektur und die Bären ihre Shorts schliessen um dem Markt hinterher zu hechten. Dann, gegen Ende der Woche kippt der Markt ohne neue Höchststände zu erreichen. Der DAX fällt in 2-3 blutigen Tagen bis knapp unter 7000, der S&P500 unter 1400.

Das Heulen und Zähneklappern würde gross sein. Die Bullen wären in neuen, gerade eingegangen Positionen gefangen und sofort unter Wasser. Das schlimmste was einem passieren kann. Die Bären würde sich die Haare raufen, dass sie kurz bevor der Markt dann wirklich fällt, aufgegeben und ihre Shorts glatt gestellt haben. Und die Medien würden von Analysen überquellen, dass das nun definitiv eine Topbildung sei und Kursziele irgendwo zwischen 6400 und 6700 ausrufen.

Die Bären würde in diesem Moment also bei ihren Shorts nachlegen und die Bullen würden anfangen die Verluste zu realisieren und auszusteigen.

In dem Moment, in dem sich alle sicher sind, dass wir das Top des Jahres 2012 schon gesehen haben und es nun nach unten geht - In dem Moment wo der DAX unter 7000 schaut, in ca. 1-2 Wochen also - beginnt der Markt dann nach oben zu drehen. 🙂 Er steigt dynamisch, erreicht neue Jahres-Höchststände und schiebt und schiebt gnadenlos weiter bis zum Jahresende, das wir mit historischen Höchstständen bei 8500 im DAX und 1600 im S&P500 erreichen.

So würde es Mr. Market schaffen alle - Bullen wie Bären - abzuwerfen und zu zwingen in der entscheidenden Phase den Kursen verzweifelt hinterher zu hechten, was genau die Dynamik der dann folgenden Aufwärtsbewegung begründet.

Nettes Szenario oder ? Und definitiv aktuell der Weg des maximalen Schmerzes.

Für neue Leser muss ich nun den Disclaimer einfügen: das ist keine Prognose meinerseits ! Im Gegenteil, exakt genau so wird es wohl kaum kommen. Und trotzdem macht es jede Menge Sinn, sich dieses Szenario in einer gedanklichen Übung mal ernsthaft zu vergegenwärtigen.

Denn das Szenario macht uns die Volatilität bewusst, die möglicherweise vor uns liegt. Und es erlaubt uns, uns innerlich darauf vorzubereiten. Denn es ist einer der bekanntesten Fehler von Anlegern, dass sie gerade nach längeren Phasen der Bewegung in eine Richtung, die Fähigkeit von Mr. Market zu wilden Swings (die Volatilität) massiv unterschätzen.

Denken Sie also mal intensiv über das Szenario nach und wie Sie mit Ihrem Depot damit umgehen würden. Wenn Sie dafür - für den Weg des maximalen Schmerzes - eine sinnvolle Strategie haben, dann können Sie die Entwicklung der börslichen Herbststürme ziemlich gelassen beobachten.

Denn dann wissen Sie: Sie werden nicht in Panik verfallen, wie so viele andere ! Sie werden sich von Mr. Market nicht emotional hin und her werfen lassen ! Und Sie werden nicht genau im falschen, emotionalen Moment auf den Kauf- bzw Verkaufsknopf drücken ! Denn Sie haben eine Strategie, der Sie gelassen folgen werden.

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen !

Ihr Hari

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