Goldminen, Silberminen, GDX, SIL, Barrick Gold – Die grosse Chance ?

Für Positionstrader - und das sind die meisten von uns - gibt es nur wenige Momente im Jahr, an denen man die Chance hat, den Beginn einer grundlegenden Bewegung eines ganzen Sektors mitzunehmen. Und dann über Monate den Trend zu geniessen.

Den Unterschied zwischen langfristigem Erfolg und Misserfolg macht dabei, frühzeitig zu erkennen wie sich die Ströme der Gezeiten ändern und dann konsequent, wenn auch das "Big Money" auf diese Wende setzt, ohne falsche Furcht einzusteigen. Natürlich gut nach unten abgesichert, aber trotzdem mit gesunder Aggressivität. Denn wenn man eine klare Chance vor sich hat, muss man auch beherzt zupacken.

Sie wissen ja, dass ich für das Trading gerne die Metapher des Jägers und Fährtenlesers benutze und wenn das Wild, nachdem man die ganze Nacht gewartet hat, dann endlich vor einem aus den Büschen bricht, genau dann ist der Zeitpunkt zum Handeln gekommen !

Der letzte derartige Punkt war der 17.11.12, genau der Zeitpunkt an dem ab 14.11. die Liquidität der FED aus QE3 endlich den Markt erreichte. Und was war in den Medien vorher alles an prozyklischem Text produziert worden, das die Massnahmen der FED keine Wirkung mehr hätten. Alles nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben wurde.

Wie treue Leser wissen, hatte ich das Thema des 14.11.12 hier explizit und im deutschen Sprachraum nahezu exklusiv schon vorher thematisiert und ich empfehle noch einmal, sich diesen rückblickenden Artikel -> Dont fight the Fed <- anzuschauen. Denn im nachhinein muss man sich ja die Frage stellen, warum hat man selber diesen Punkt nicht gesehen und ist nicht aggressiv in die Märkte eingestiegen ? Was darauf nun 6 Monate lang folgte, haben wir ja alle erlebt. Und nur wenn man daraus lernt, kann man es das nächste Mal besser machen.

So eine grundlegende Chance könnte nun erneut - und zwar bei den Gold- und Silberminen - vor uns liegen.

Ich habe ja zum Sektor einiges geschrieben und schon vor 10 Tagen hier gegen den Mediendruck auch den potentiellen -> Doppelboden bei Gold <- thematisiert. Für die extrem verprügelten Minen war die Zeit aber bisher nie reif. Alle Gegenbewegungen waren von schwächlicher Natur und wurden eindeutig nicht von "Big Money" getragen.

Sicher, man konnte die extreme Überdehnung nach unten sehen und wir haben das hier auch besprochen. Aber Zeit für den Einstieg ist erst, wenn auch "Big Money" mitzieht. Und dieser Punkt könnte endlich gestern erreicht worden sein.

Warum und woran man das erkennt ? Dieses und auch welche Chancen und Risiken in diesem Trade liegen, das will ich Ihnen im Folgenden im Detail zeigen und erklären.

Schauen wir als erstes mal auf den 10-Minuten-Chart der letzten Woche im grossen Goldminen-ETF GDX, dem ETF in dem sich auch die grossen Namen wie Soros & Co. tummeln:

GDX 31.05.13 kurz

Das Chart dürfte weitgehend selbsterklärend sein. Es zeigt Ihnen exemplarisch, wie sich am Vortag sichtbares Momentum aufbaut, das sich auch in einem starken Closing zeigt. Dann am Folgetag der Gap-Up kommt und die Kurse nie mehr zurück schauen. Mitten im Tag dann eine klassische Konsolidierung als Bullenflagge, die zum Handelsschluss erneut gekauft wird und damit weitere Stärke indiziert. Und das alles mit einem brutalen Aufwärtsvolumen.

Jetzt macht eine Schwalbe ja noch keinen Sommer und ein Aufwärtstag noch keinen Trend. Das stimmt. Die Kunst ist aber, abseits der reinen Prozentzahlen die "besonderen" Tage zu erkennen. Und das dieser Tag auch im grossen Kontext "besonders" war, zeigt Ihnen höchst eindrucksvoll der Blick auf das Volumen im Tageschart, das hier einen Zeitraum von einem guten Jahr umfasst:

GDX 31.05.13 lang

Beeindruckend oder ? Sie erkennen im roten Kreis im April eindeutig das Kapitulationsvolumen. Klarer geht eine Kapitulation nicht mehr. Und Sie haben zur Referenz den Volumenschub, der vor einem Jahr die dreimonatige Aufwärtsbewegung des Sektors bis in den September hinein ankündigte. Und nun schauen Sie auf dieses aussergewöhnliche "Monster-Volumen" und wie es sich aufgebaut hat. Gestern war etwas Besonderes. Dieses Bild macht es deutlich.

Was schliessen wir daraus ?

Ganz einfach, dass "Big Money" nun in den Sektor einsteigt und die beiden letzten Tage die erste Welle neuen Momentums sind. Und glauben Sie nicht, dass diese Bewegungen den Algos verborgen bleiben. Momentum zieht Momentum nach sich, in Zeiten der Algos sowieso. Und sollte der Markt nun zur Gezeitenwende ansetzen erst recht. Denn das Geld, das aus den bisherigen Favoriten dann heraus fliesst, muss ja irgendwo hin. Und dieses "heisse Geld" wird auf der Suche nach dem nächsten Momentum-Trade sein.

Verbunden mit der fundamentalen Überdehnung, hoher Short-Quote und dem negativen Sentiment zum Sektor - alles Dinge die wir hier, insbesondere im Premium-Bereich, regelmässig besprechen - haben wir hier also ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis.

Das ist natürlich keine Garantie, dass dieser Trade funktionieren wird, absolute Garantien gibt es im Markt nicht. Wer hier einsteigen will, muss also unbedingt mit Stops operieren, spätestens wenn die alten Tiefs im GDX vom 20.05. bei 26,25 USD nachhaltig gebrochen werden, muss man raus.

Das Schöne ist aber, diese Tiefs sind nicht sehr weit weg, was das Verlustrisiko einer Long-Position damit doch sehr minimiert. Auf jeden Fall ist das Potential nach oben erheblich grösser und eine klareres Setup für eine Wende als derzeit, bietet der Markt selten. Ein Restrisiko bleibt immer.

Wie es nun weiter geht ? Dafür ist vielleicht eine gute Lehre, wie das damals vor einem Jahr im GDX war, sehen Sie selbst:

GDX 2012

Sie sehen diesen ganz typischen Moment, in dem eine neue Bewegung noch einmal getestet wird. Und erst wenn dieser Test erfolgreich ist und aggressiv gekauft wird, dann ist nach oben "Feuer frei". Dann hätten wir im aktuellen Chart des GDX auch eine klassische Umkehrformation in Form einer inversen Schulter-Kopf Formation.

Insofern haben wir auch eine gute Wahrscheinlichkeit, dass es diesen erneuten Test in den kommenden Tagen noch geben wird und der GDX dabei auch wieder in Richtung der Tiefs gedrückt wird. Und dann eine iSKS Formation ausbildet.

Wer nun also in den Sektor einsteigen will, sollte sich schon im Vorfeld klar machen, wie er damit umgehen wird, um dann nicht zu den "Dummen" zu gehören, die genau in diesem Moment das Falsche tun. Wer dagegen mit seinem Einstieg auf diesen erneuten Test warten will, sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass dieser Test zwar wahrscheinlich, aber nicht sicher ist. Und das Volumen, dass nun in den Sektor fliesst, ist aktuell so gross, dass auch ein "Gap and Go" keineswegs unmöglich ist, sprich die Kurse vielleicht nie mehr zurück schauen.

Fazit:

Der Sektor der Gold- und Silberminen scheint eine attraktive Chance zu bieten, wie sie in dieser Klarheit nur selten im Jahr auftaucht. Eine Garantie ist das nicht, Garantien gibt es nicht. Wer hier also einsteigen will, muss unbedingt auch wissen wo und wann die Reissleine gezogen wird. Und bei aller Überdehnung der Minen nach unten, wenn Gold und Silber erneut einbrechen und die Tiefs durchschlagen, werden auch die Minen erneut einbrechen, das ist sicher. Die bullischen Szenarien oben basieren also alle zwingend auf einem zumindest stabilen Preis des Basismetalls.

Natürlich kann man auch die einzelnen Unternehmen wie Barrick Gold traden, Barrick ist gestern alleine über 7% gestiegen. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass die Wenigsten unter uns in der Lage sind, wirkliches Wissen über diese Unternehmen aufzubauen, das dann auch einen Edge generiert. Und wenn man keinen Edge hat, weil man das Unternehmen besonders gut versteht, gibt es auch keinen Grund sich dem erhöhten Einzelrisiko auszusetzen. Und denken Sie daran, einen Artikel in einem Magazin zu einem Unternehmen gelesen zu haben, ist *kein* Edge, im Gegenteil. 😉

Für die Meisten sind Sektor-ETFs dafür also die bessere Wahl. Wer Zugang zur Wallstreet hat wählt GDX, GDXJ oder den SIL für die Silberminen. Das sind die hoch liquiden und massiv kapitalisierten ETFs, in denen sich auch das "Big Money" tummelt. Anleger mit deutschen Direktbanken können dagegen beispielsweise die ETFs WKN:ETF091 von Comstage und WKN: A1JS9D von iShares benutzen.

Ich wünsche gute Entscheidungen ! Ach ja, und "For the Record": Ich selber bin nun im Sektor voll Long investiert. Genau nach den oben beschriebenen Prinzipien. Und im Premium-Bereich werden wir die Entwicklung des Sektors nun intensiv verfolgen.

Ihr Hari

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DAX-Betrachtung – The only way is up, Baby

DAX-Betrachtung - The only way is up, Baby

Ein Gastkommentar von Tokay

So lautete der Titel eines Dance-Hits, der im Sommer 1988 Nummer Eins in der britischen Hitparade wurde. "The only way is up"- Das fällt einem spontan auch ein, wenn man sich die Entwicklung des DAX in den letzten Wochen anschaut. Dabei sah es zunächst gar nicht danach aus. Denn erst einmal ging es ordentlich bergab. Aber binnen kurzem ebenso steil wieder bergauf, denn eine EZB-Sitzung stand vor der Tür. Ob die Hüter des Geldes da nicht vielleicht die Zinsen senken würden? Denn mit den Wirtschaftsdaten sah es nicht mehr so gut aus. Von Inflation keine Spur. Und so passierte das, was Mr. Market bereits erwartet hatte. Nur leider ereignete es sich als etwas, das die meisten Börsianer nicht so gerne haben, nämlich als eine sogenannte V-Formation - Es ging ebenso rapide bergauf wie zuvor bergab. Dummerweise gehört die V-Formation zu den seltenen Formationen, für die die technische Analyse keine passenden Handelstaktiken parat hat. Man kann also nur hoffen, solchen Formationen nicht allzu oft zu begegnen.

Und wie haben sich diese Entwicklungen auf die längerfristigen Aussichten des DAX ausgewirkt? Schauen wir uns dazu die Grafik mit dem DAX an:

DAX -Betrachtung - The only way is up, Baby

Die Linien A1 und A2 bilden die äußeren Ränder des seit 2009 bestehenden Wachstumstrends. Sie weisen fast die gleiche Dynamik auf wie die langfristige exponentielle Wachstumsfunktion des DAX. Der "innere Trend" der seit 2009 anhaltenden Hausse, dargestellt durch die exponentielle Regression (Linie B) weist ebenfalls nach oben und ebenso Linie C, die untere Begrenzungslinie der seit Herbst 2011 anhaltenden neuerlichen Hausse.

Der DAX hat in den vergangenen Tagen diese Linie C nach oben verlassen. Er hat gleichfalls Linie B durchstoßen und nähert sich nun mit Macht der oberen Begrenzungslinie A. Man kann dies so interpretieren, dass mit dem Ende der Subprime-Krise Anfang 2009 ein Aufholprozess einsetzte, der nun seinen Abschluss zu finden scheint. Das ist aber nicht so zu interpretieren, als wäre nun sozusagen das Ende der Fahnenstange erreicht. Das derzeitige Momentum kann durchaus noch geraume Zeit anhalten und den DAX Richtung 8.500 Punkte tragen oder sogar noch darüber hinaus.

Es ist jedoch klar, dass ein solches Aufwärtsmomentum nur solange anhalten kann, wie die Risikoneigung der Marktakteure sich im unteren Bereich bewegt. Da die Wachstumsaussichten aber weiterhin generell eingetrübt sind, worauf nicht zuletzt gesunkene Rohstoffpreise und hohe Anleihenkurse ("Flight to Quality") hindeuten, muss man mit Rückschlägen rechnen. Andererseits ist kaum vorstellbar, dass die EZB einem Wiederaufflackern der Eurokrise einfach tatenlos zusehen wird.

Nach heutigem Stand dürfte die Aufwärtsdynamik des DAX in den nächsten Monaten abflachen, einfach deswegen, weil die Aufwärtsdynamik der vergangenen Jahre so kaum aufrechterhalten werden kann. Immerhin hat der DAX sich seit Frühjahr 2009 nahezu verdoppelt; seit Herbst 2011 hat er um etwa 50 Prozent zugelegt. Eine solche Entwicklung steht nicht in Einklang mit den fundamentalen Rahmendaten. Ein DAX-Stand von ca. 8.950 Punkten im Mai 2014 erscheint aber eine realistische Variante zu sein. Die Frage ist nur, auf welchem Pfad man dorthin gelangen wird. Sicherlich wird der DAX auf dem Weg dorthin den einen oder anderen Haken schlagen. Aber trotzdem: The only way is up, Baby!

Tokay

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DAX Marktupdate – 8000er Marke voraus ? – 13.02.13

Seit Tagen mäandert der DAX oberhalb der 7600er Marke herum, ohne die Kraft für einen erneuten Anstieg aufzubringen. Da stellt sich doch die Frage, ob wir es hier mit einer Topbildung zu tun haben, oder ob wir doch schon bald zu dem historischen Höchststand von 8152 aus dem Juli 2007 aufbrechen. Diese Frage möchte ich heute Mittag, vor Eröffnung der Wallstreet, versuchen zu beantworten.

Statt zu spekulieren und Hoffnungen und Wünsche zum Massstab unseres Handelns zu machen, schauen wir doch einfach auf den einzigen objektiven Massstab den wir haben: die im Markt aufgerufenen Preise. Dieses Mal im langfristigen Wochenchart seit 2007:

DAX 13.02.13

Was sehen wir ?

  • Der DAX befindet sich in einem etablierten Aufwärtstrend, der durch drei unterschiedliche lange und steile Trendlinien gekennzeichnet ist. Der Index bewegt sich oberhalb aller drei Trendlinien, von dieser Seite gibt es keinerlei Indiz für eine Topbildung.
  • Wie eine komplexe Topbildung aussieht, kann man 2007 und 2011 beobachten. Davon kann im Moment keinerlei Rede sein, die jetzige Strukur sieht eher nach einer Konsolidierung im fortdauernden Aufwärtstrends aus, ganz wie die Konsolidierung im 4. Quartal 2012.
  • Das Momentum der Bewegung lässt ohne jede Frage nach, daraus kann aber keine unmittelbare Wende abgeleitet werden. Allerdings dürfte auch nicht mehr mit einem riesigen Schub zu rechnen sein, bevor der Markt dann endlich mal korriert.

Weitere Argumente ausserhalb des Charts sind:

  • Die Notenbanken sind weltweit weiter auf dem Gaspedal. "Dont fight the Fed" ist nach wie vor eine wichtige Regel und es ist kurzfristig nichts am Horizont sichtbar, was die massive Liquiditätsversorgung grundlegend in Frage stellen würde.
  • Die "Grosse Rotation" raus aus Bonds hinein in Aktien scheint langsam in Gang zu kommen. Auch von dieser Seite sind die Märkte gut unterstützt.
  • Die Wahlen in Italien stellen für die Eurozone und damit den DAX ein Fragezeichen dar, das sich aber in spätestens zwei Wochen endlich heben sollte.
  • Die Wirtschaftsdaten der grossen Blöcke von Japan über China bis Europa und USA sprechen eher für anziehende Konjunktur als für eine erneute Rezession.
  • Das Sentiment ist sehr positiv und gerade in den USA auf Höchstständen, wir wissen aber aus vergleichbaren Trendbewegungen, dass dieser Zustand durchaus über Monate anhalten kann, bevor dann endlich eine gesunde Korrektur einsetzt.

Summa Summarum halte ich daher für den DAX das folgende Szenario im Moment für das wahrscheinlichste, das ich auch im obigen Chart eingezeichnet habe:

Schon bald ein Schub über 8000 und zu marginalen neuen historischen Höchstständen. Dieser Schub könnte schon vor der Wahl in Italien einsetzen, falls Umfragen einen Sieg des "Nicht-Berlusconis-Lagers" verheissen. Diese Höchststände will der Markt nun wohl einfach mal sehen.

Mit Erreichen der historischen Höchststände, dürfte dem DAX dann aber endgültig der Dampf ausgehen, er ist einfach zu schnell zu stark gestiegen. Dann dürfte im Zeitfenster März/April eine Korrektur einsetzen, die den Index bis zur zweiten Trendlinie zurück fallen lässt. Hier wird sich dann entscheiden, ob es sofort weiter nach oben geht, oder sich eine grössere Korrektur bis zur dritten Trendlinie anschliesst.

So weit das für mich heute mittag wahrscheinlichste Szenario für den DAX. Für neue Leser sei noch der Hinweis erlaubt, dass ich hier nichts prognostiziere. Ich kenne die Zukunft ebenso wenig wie jeder andere und habe keine Glaskugel. Morgen kann eine Nachricht oder ein Ereignis auftauchen, dass dieses Bild in Frage stellt.

Ich sehe aber die Gegenwart und was uns die Price-Action im Markt und die Kursentwicklung in der Gegenwart sagt. Und das liefert kein echtes Indiz für eine bevorstehende Topbildung. Auf Basis der heute bekannten Daten und Fakten, sind weiter steigende Kurse kurzfristig wahrscheinlicher als das Gegenteil. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger !

Was den weiteren Jahresverlauf angeht, bin ich aber weiter optimistisch, der Liquiditätsdruck hält an und die Marktteilnehmer können sich von Crash bis zu Seitwärtsbewegung alles vorstellen. Nur eines können sich die Marktteilnehmer nicht vorstellen, nämlich dass wir einfach weiter hoch pressen und am Ende des Jahres 2013 weit über 9000 im DAX stehen. Und wir wissen ja, wie gerne Mr. Market genau den Weg geht, den keiner sich vorstellen kann.

Ihr Hari

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Kurzupdate – 19.09.12 – Silber Mine Hecla Mining (WKN 854693)

Seit ich vor drei Wochen am 28.08.12, den Silver-Miner Hecla Mining (WKN 854693) -> hier <- bei einem damaligen Kurs von 5,34 USD als "Chart der Woche" vorgestellt habe, ist der Titel um 24% auf 6,6 USD gestiegen.

Anlass, einen erneuten Blick auf den aktuellen Chart zu werfen. Sie sehen unten das Tageschart seit Anfang 2010:

Die Schlussfolgerungen die ich daraus ziehe, lassen sich leicht aus dem Chart ableiten:

  1. Dieser dynamische Anstieg dürfte nicht ohne scharfe Korrektur einfach so weiter gehen. Wie scharf eine Korrektur in der Aufwärtsbewegung sein kann, können Sie im Chart an der Bewegung im November 2010 bewundern.
  2. Mit Erreichen des 38er Fibo Retracements bei ca. 6,70 USD, steht eine "logische" Marke für eine derartige Korrektur kurz bevor.
  3. In Anbetracht des gewaltigen Momentums ist aber nicht auszuschliessen, dass wir erst noch zum 50er Fibo Retracement weiter laufen, bevor eine Korrektur einsetzt. Stops sind nun also angesagt, zu früher Ausstieg eher nicht.
  4. Auch an 2010 zu bewundern ist aber, dass bei einem Anstieg mit derartigem Momentum, die erste Phase - die vielleicht bald abgeschlossen wird - in der Regel nicht das Ende der Fahnenstange bedeutet. Nach einer Korrektur folgt oft eine mindestens ebenso dynamische zweite Phase, bevor die Chance auf eine Erschöpfung der Aufwärtsbewegung besteht.
  5. Nicht nur aus Chartsicht, sondern auch aus fundamentalen Erwägungen für diese spezielle Aktie - Stichwort Wiederanlaufen von "Lucky Friday" - rechne ich persönlich mit Wahrscheinlichkeit zum Jahresende bzw. Anfang nächsten Jahres mit weit höheren Kursen, als den aktuellen 6,6 USD. Eine Korrektur werde ich also zum Wiedereinstieg nutzen, wenn ich vorher durch meine Stops heraus geworfen werden sollte.

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