Das frühe und das kluge Geld im DAX

Bei einigen professionellen Diensten der Wallstreet, gibt es in der Marktanalyse die Unterscheidung zwischen dem "Smart-Money" und dem "Dumb-Money", dem "klugen" und dem "dummen" Geld. Diese etwas künstliche Unterscheidung, versucht zwischen der Positionierung der kleinen (Retail) Anleger und dem professionellen Geld zu unterscheiden.

Nun kann man einem Dollar, der dem Markt zufliesst, ja nicht direkt ansehen, von wem er in Bewegung gesetzt wurde, aber es gibt indirekte Indikatoren, die darauf hin deuten. wer hier unterwegs ist. Die grösse der Transaktion spielt eine Rolle, die Handelsplattform, aber auch der Zeitpunkt und andere Faktoren.

Hinter dieser Unterscheidung steckt die sich immer wieder bewährende Logik, nach der das Verhalten der kleinen Retail-Investoren (von Mom & Dad sozusagen) dann ein Kotraindikator ist, wenn sich eine grosse Divergenz zum Verhalten der professionellen Marktteilnehmer mit der grossen Feuerkraft auftut.

Gerade im DAX gibt es dabei ein Muster, das wir am gestrigen Montag wieder wunderbar, wie im Brennglas beobachten und ausnutzen konnten...

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Der fiese Mr. Goldmarket – Gedanken eines hinterhältigen Gesellen

Vom fiesen Mr. Goldmarket - Ein Gastkommentar von Johann

Es passiert ja nicht so häufig, dass sich Mr. Goldmarket höchstpersönlich die Zeit nimmt, auch einmal mit einem privaten Anleger ein kurzes Schwätzchen zu halten. Aber vielleicht war es dem aus seiner Sicht gelungenen Börsenstart im neuen Jahr zu verdanken.

Ohne sich lange mit Förmlichkeiten aufzuhalten, stieg ich sofort ins Thema ein und berichtete ihm von meinem Einstieg bei ihm Mitte September letzten Jahres. Mir war, als hätte ich ein leichtes Grinsen in seinen Mundwinkeln bemerkt, und er meinte nur, da wäre ich wohl nicht der Einzige gewesen. „Aber so kann man doch nicht mit dem hart ersparten Geld von Kleinanlegern umgehen“, sagte ich und schob noch hinterher, dass doch alle Zeitungen damals darüber schrieben, dass dies eine todsichere Chance wäre, um schon in kurzer Zeit reich zu werden.

„So, so… haben Sie mal wieder ...“, oder so ähnlich grummelte er in sich hinein, und dabei war ich mir jetzt ziemlich sicher, dass er schelmisch grinste. „Mr. Goldmarket“, sagte ich, „aber was haben Sie sich denn dabei gedacht“? Er reichte mir ein weißes Blatt Papier und meinte, ich solle mal einzeichnen, was er im letzten Jahr ab Mai bis jetzt gemacht hätte. „Halt! Mal keine Kerzen! Viel zu zappelig im Moment“! Und schob noch ein trockenes -ob ich nicht wüsste, dass die Uploads der neuen Algos schon seit ein paar Wochen nur in der Betaversion laufen würden- hinterher. „Nimm die Tagesschlusskurse von mir; da steckt mehr Aussagekraft drin“! Gesagt, getan und ich reichte ihm den Chart. „Hätten Sie das nicht früher sagen können“, kam es mir fast ärgerlich und dennoch zögerlich und auch ein ganz kleinwenig demütig über die Lippen, als ich seine Gedanken lesen durfte:

der fiese mr gold market denkt 800

„Und jetzt?“, fragte ich ihn mit etwas zittriger Stimme und schob den Zusatz hinterher: “Sie müssen nämlich wissen, dass ich Ihnen am Donnerstag mein ganzes Gold zurück gegeben habe“! Da wäre ich wohl nicht der Einzige gewesen, sagte er nun schon zum zweiten Mal und fügte noch an, er müsse nun weg und sich wohl selber um die Algos kümmern. „Wir sehen uns wieder auf der nächsten Party! Aber komm dieses Mal vor Mitternacht“! rief er mir noch hinterher. Und weg war er.

😉

Schönes Wochenende und liebe Grüße
Johann

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