Der DAX, die Krim, China und Kupfer – da stimmt was nicht !

Aufmerksamen Beobachtern des Marktes fallen derzeit zwei Anomalien auf, die Anlass zur Irritation geben.

Die erste Anomalie, ist die massive relative Schwäche des DAX gegenüber fast allen anderen Indizes, egal ob es sich um den S&P500 oder weiter westlich befindliche europäische Indizes, wie den spanischen IBEX35 handelt.

Ich will Ihnen dazu nun ein eindrucksvolles Chart zeigen, das wohl kaum Zufall ist und das in meinen Augen die Antwort beinhaltet:

DAX vs S&P500 11.03.14

Sie sehen den direkten Vergleich des Leitindexes S&P500 und des DAX. Und Sie sehen, dass der DAX seit Anfang März beeindruckende und sehr ungewöhnliche 5%! relative Performance zum S&P500 verloren hat.

Schauen wir auf die Zeitskala, sehen wir auch, dass diese relative Schwäche in dem Moment einsetzte, in dem Russland auf der Krim seine Muskeln und seine rote Linie zeigte, hinter die es wohl nicht mehr zurückweichen wird. Das Chart zeigt uns, es geht den Investoren nicht um die Ukraine, die ist wirtschaftlich unbedeutend. Es geht um das Verhältnis Russlands zum Westen und im speziellen zur EU. Und unter einem aufkommenden neuen Konflikt, wird primär die deutsche Wirtschaft leiden, dicht gefolgt von Österreich oder Finnland - alles Länder die traditionell gute Wirtschaftsbeziehungen mit Russland haben.

Bedenken Sie bitte auch, das der DAX nicht von deutschen, sondern primär von den Handlungen angelsächsischer Grossinvestoren (institutionelles Geld) bestimmt wird. Und diese haben scheinbar ein Wahrnehmung entwickelt, die ich teile: Der Konflikt um die Krim und die Ukraine wird nicht schnell verschwinden, wir sehen viel eher den Beginn einer neuen strategischen Grosswetterlage, eine Gezeitenwende im Verhältnis Russlands zur EU.

Diese institutionellen Investoren können aber weltweit anlegen und brauchen wirklich den DAX nicht, um ihr Kapital arbeiten zu lassen. Und wenn diese nun langfristig Kapital aus dem DAX abziehen und in andere Märkte umschichten, dann war es das mit den Hochs beim DAX, dann muss man den Blick deutlich nach unten richten.

Ich habe diese Vermutung schon seit letzter Woche und wir haben das im Premium-Bereich intensiv besprochen. Dieses Chart bestätigt die Vermutung und der DAX scheint nicht mehr der Index zu sein, in dem man unbedingt sein muss.

Schauen wir auf ein detailliertes Chart mit Tageskerzen, sehen wir, dass der DAX nun auch eindeutig ein tieferes Hoch generiert hat, das oft das erste Signal für eine vollzogene Topbildung darstellt. Das Beste was dem DAX nach meiner Erwartung in der aktuellen Situation nun passieren könnte, habe ich im Chart eingezeichnet: ein fortdauernde Seitwärtsbewegung, an deren Ende durch eine überraschende Lösung des Konfliktes zwischen EU und Russland, dann doch noch der Schub zur 10.000er Marke kommt. Das Szenario einer vollzogenen Topbildung und damit einer bevorstehenden scharfen Korrektur, ist aber ebenso wahrscheinlich !

DAX 11.03.14

Schauen wir Richtung China, sehen wir eine zweite Anomalie, die sich derzeit natürlich auch negativ auf den DAX auswirkt.

Am 07.03. hat es den ersten Default (Ausfall) einer Unternehmensanleihe in China gegeben. Bisher wurde das nicht zugelassen und durch das staatsgesteuerte Bankensystem immer aufgefangen. Auf die Märkte wirkt das wie ein Fanal und löst massive Ängste aus, zumal die sonstigen Wirtschaftsdaten aus China auch zweifelhafte Signale geben.

Am stärksten reagiert der Markt dabei über das Industriemetall Kupfer (Dr. Copper), das bisher als zuverlässiger Indikator für den Zustand der Weltwirtschaft galt. Ein Blick auf die kontinuierliche Darstellung des US Coppper Futures, zeigt den massiven Einbruch und die zeitliche Koinzidenz zum Corporate Bond Default in China:

Copper 11.03.14

Gleichzeitig stehen die Indizes in den US aber immer noch nahe der Höchststände und die US Wirtschaft scheint langsam aber sicher Fahrt aufzunehmen. Ein Spiegelbild des realen industriellen Bedarfs kann dieser Absturz bei Kupfer also nicht sein. Es ist eher der Versuch des Marktes, die Zukunft zu antizipieren und ein spekulatives Element spielt dabei mit Sicherheit eine Rolle.

Ob es in China nun wirklich zu einer Kreditkrise kommt, die schon lange vorher gesagt wird, ist völlig offen. Zu undurchsichtig sind die Daten und zu intransparent die politische Einflussnahme, als das man hier verlässliche Schlussfolgerungen ziehen könnte. Aber das Risiko ist da und wir können nur hoffen, dass Dr. Copper hier nur von Spekulanten nach unten gezerrt wurde. Das Chart impliziert zumindest, dass nun eine technische Gegenbewegung anstehen könnte.

Summa Summarum haben wir aber mit hoher Wahrscheinlichkeit Abflüsse von institutionellem Geld aus dem DAX, basierend auf einer strategischen Lagebeurteilung rund um Russland und die EU. Wir haben weiterhin das Damoklesschwert einer Kreditkrise in China, das den exportlastigen DAX besonders treffen würde. Und wir haben in Deutschland eine grosse Koalition, die in Selbstgefälligkeit Wohltaten verteilt und die Lehren völlig vergessen hat, die andere Länder wie Frankreich gerade schmerzhaft lernen müssen.

In Summe steht es um die Weltwirtschaft und die weltweiten Aktienmärkte gar nicht so schlecht und der Leitindex S&P500 befindet sich nach wie vor in einem etablierten Aufwärtstrend. Insofern muss der DAX nun keineswegs zwingend einbrechen und die aktuelle Schwächephase kann in Summe an den Weltmärkten eine gute Kaufgelegenheit sein. In Anbetracht der unveränderten Politik der Notenbanken, spricht viel für eine Fortsetzung des Bullenmarktes.

Aber ob man sein Kapital in den kommenden Woche und Monaten nun unbedingt gerade im DAX arbeiten lassen muss, darf aufgrund der drei genannten Parameter durchaus bezweifelt werden.

Relativ gesehen, gibt es für mich auf der Welt derzeit bessere Opportunitäten als den DAX. Wenn Sie diese kennenlernen wollen, stossen Sie zur surveybuilder.info Community dazu ! Denn die Anlagewelt ist gross, nutzen wir ihre Möglichkeiten !

Ihr Hari

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Charts des Sommers – Gezeitenwende an den Märkten

Als FED Chef Ben Bernanke am Abend des 10. Juli seine Rede hielt, mit der er das Inflationsziel wieder in den Vordergrund hob, war mir aufgrund der Reaktionen des Marktes am Folgetag sofort klar, dass die Märkte nun potentiell zur Zeitenwende und Sektor-Rotation ansetzen und der Inflationstrade einsetzen würde.

In den Artikeln -> Wohin treiben inflationäre Erwartungen DAX und S&P500 - Parallele zu 2011 ? <- und -> Von Inflation und der Gezeitenwende an den Märkten <- haben wir das hier auf surveybuilder.info frühzeitig thematisiert. Und auch die -> Gezeitenwende am Bondmarkt <- erkannt.

Und im Premium Bereich haben wir jede Menge konkreter Szenarien und Setups besprochen und von dieser Entwicklung frühzeitig profitiert, so mit einem Trade auf Rio Tinto (WKN: 852147).

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die Gezeitenwende an den Märkten offensichtlich wird und langsam auch die breitere Medienlandschaft aufspringt und bemerkt, dass da etwas im Gange ist. Und der Zeitpunkt ist gekommen, an dem auch das "Big Money" nun sehr aufmerksam wird und sich die Finanzströme in den Sektoren verändern. Viele dieser Sektoren aus dem Bereich Grundstoffe, die nun nach oben ziehen, sind intensiv von Shorties belagert, so insbesondere der Gold und Silber Sektor. Und in den letzten Tagen war nun für jeden spürbar, wie sich die Machtverhältnisse ändern und nun erneut Blut in den Strassen zu fliessen beginnt. Dieses Mal aber das Blut der Bären und Shorties. Das heisse Geld scheint nun Witterung aufgenommen zu haben und ich würde nun nicht mehr mit einer stark gehebelten Short-Position in diesen Segmenten sitzen wollen.

Kurzfristig sind alle diese Märkte aber nun technisch überkauft und ein erneuter Dip kann jederzeit um die Ecke kommen. Insofern macht es vielleicht Sinn, mit dem Einstieg nun noch etwas zu warten. Die Märkte des Inflationstrades sehen nun aber alle so aus, als ob in Zukunft ein Dip gekauft werden sollte und nicht mehr jede Stärke sofort verkauft ! Gezeitenwende an den Märkten eben. Und natürlich kann alles immer ganz anders kommen. Aber wer die Märkte schlagen will, muss bei den wenigen grossen Chancen beherzt zupacken, die sich im Jahr bieten. Ist das ohne Risiko ? Nein bestimmt nicht - keine grosse Chance kommt je ohne grosses Risiko daher. Aber dafür gibt es Stops und man kann sich vorher überlegen, welches Risiko man im Falle des Falles noch tragen kann.

Aber lassen wir doch einfach ein paar Charts sprechen. Wenn Sie in Zukunft frühzeitig bei solchen Bewegungen dabei sein wollen, mehr über die Märkte lernen wollen und konkrete Trades, Tips und Tricks in diesem Zusammenhang besprechen wollen, dann stossen Sie doch zur surveybuilder.info Community hinzu, mit vielen hunderten aktiver Leser !

Ach ja, noch ein Hinweis. Die Premium Mitglieder treffen sich auch real. So entwickeln sich in grossen Städten derzeit Stammtische. Und den Stammtisch in Frankfurt werde ich Morgen Abend besuchen, nach meinem Auftritt beim . Insofern auch an dieser Stelle die Einladung an alle aktiven Mitglieder der surveybuilder.info Community !

Ihr Hari

Basic Resources A0F5UK 13.08.13

Dr. Copper 13.08.13

GDX 13.08.13

Hang Seng 13.08.13

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Charts des Sommers – Dr. Copper gerät in Wallung !

Eines der wichtigsten Charts überhaupt, das Sie sich in dieser Phase des Marktes unbedingt vor Augen führen sollten, ist der Chart des Industriemetalls Kupfer, auch Dr. Copper genannt.

Denn Dr. Copper ist traditionell ein hervorragender Indikator für wirtschaftliche Aktivität. Und die nachrichtliche Untermalung dieser Bewegung sind derzeit gute Wirtschaftsdaten aus den US, konjunkturelle Hoffnung in Südeuropa und ein China, dessen Daten auf Stabilisierung hin deuten.

Und nun schauen Sie mal mit mir auf das Chart von Kupfer in USD mit Tageskerzen seit Ende 2012:

Kupfer 09.08.13

Und dieser Ausbruch wird derzeit quer durch die Märkte im Grundstoffsektor, bei Öl aber auch bei Gold bestätigt. Schauen Sie alleine mal, was eine Freeport McMoran (WKN: 896476) oder die Goldminen gestern an der Wallstreet gemacht haben.

Der Inflationstrade schickt sich also scheinbar an, Momentum aufzunehmen. Und das hat Auswirkungen, gerade auch auf die breiten Indizes und auf die favorisierten Sektoren. Es ist durchaus möglich, dass wir gerade eine Gezeitenwende an den Märkten beobachten.

Und ich will auch an -> diesen <- Artikel erinnern. Die Welt ist nicht so einfach, dass man anziehende Konjunktur und steigende Rohstoffpreise pauschal mit steigenden Aktienindizes gleich setzen könnte. Denn hohe Rohstoffpreise erzeugen Druck auf die Margen.

Diese Zusammenhänge besprechen, beobachten und traden wir regelmässig im Premium-Bereich. Hier sei Ihnen nur ein genauer Blick auf Dr. Coppers Raketenstart ans Herz gelegt !

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