Assa Abloy, Schneider Electric, Bouygues, die surveybuilder.info Mitgliedschaft und der Nutzwert

Ich gestehe, ich habe hier mit dem freien Bereich einen kleinen Zielkonflikt. Letztlich dient der freie Bereich ja als "Schaufenster" in den Premium-Bereich, ich möchte Ihnen hier ein Bild davon vermitteln, was Sie im Premium-Bereich erwartet.

Wenn Sie schon länger von aussen um surveybuilder.info "herumstreichen", wissen Sie ja aber auch, dass ich dieses "Schaufenster" auf ungewöhnliche Art und Weise betreibe.

Keine Werbung, keine Banner, keine Lockvogelangebote mit Rabatten, keine Advertorials, keine reisserischen Versprechungen und schon gar kein permanentes Brüsten mit "eingetroffenen Prognosen" und "erfolgreichen Tips". Wenn Sie hier schon länger lesen, wissen Sie schon wie ich über die -> Prognosiritis < - denke.

Diese bewusste Reduktion auf viel Text und den Verzicht auf jegliche Schaueffekte hat auch einen Grund: Ich will eindeutig nicht *jeden* als Mitglied der Community. Mir geht es defintiv *nicht* darum, hier eine möglichst hohe Anzahl Leser um jeden Preis zu haben. Vielmehr soll der freie Bereich zu einer gesunden Selektion derer führen, die wirklich reif für die tiefergehenden Inhalte dieses Blogs sind. Auch die Notwendigkeit zu zahlen, ist dann eine Selektion, die die ernsthaft Interessierten, von der Menge der "Vorbeiklicker" separiert.

Das wichtige Wort ist dabei "um jeden Preis". Selbstverständlich freue ich mich über neue Mitglieder, alleine schon weil die immer weiter wachsende Community ja Ausweis des Erfolges ist. Sie zeigt sozusagen, dass ich meine Zeit und Energie nicht sinnlos verschleudere.

Und natürlich ist auch der damit verbundene Umsatz wichtig, weil er Ausdruck der Wertschätzung ist und überhaupt legitimiert, wie sehr ich mich bemühe. Sie wissen, ich halte von der Umsonst-Kultur des Internets herzlich wenig. Sie hat die Medien erst zu diesem traurigen Zustand gebracht, den wir jetzt vorfinden. Es existiert eben doch ein Zusammenhang zwischen der Qualität und Substanz von Artikeln und der Not, über reisserische Überschriften und Texte um Leser zu heischen. Beides steht im Widerspruch und da auch Redakteure und Blogger ja ihre Familie ernähren müssen, wird das Geld dann "hintenrum" eingenommen. "Kostenlos" ist im Internet nur die Fassade für alle, die sich davon blenden lassen wollen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich möchte schon möglichst viele Mitglieder und diese Community soll immer weiter wachsen und damit auch bedeutender in ihrer Stimme werden, so wie das die letzten 4 Jahre ja gelungen ist. Ich will aber nur Mitglieder, die anlagetechnisch "reif" für surveybuilder.info sind und auch an sich arbeiten wollen, damit diese Community weiter befruchtet wird. Und das ist idealerweise dann der Fall, wenn etwas Erfahrung vorhanden ist und man schon mal selber am Markt auf die Nase gefallen ist.

Wenn man so will, wenn ein wenig Demut und Selbsterkenntnis in die Anleger gekrochen ist. Denn ohne diese, kommt man mit differenzierten Texten noch nicht gegen die schnellen Verheissungen der "heissen Tips" und "sicheren Gewinne" an, mit denen die diversen Verkäufer da draussen auf Kundenfang gehen. Ich könnte es auch mit Yoda formulieren auf die Frage, ob die Verheissungen der "dunklen Anlage-Seite" stärker seien: "Nein, Nein, Nein! Schneller, leichter, verführerischer". 😉

Deshalb mache ich es Ihnen hier im freien Bereich nicht einfach. Ich spreche hier kaum über einzelne Chancen und Opportunitäten, ich mache Ihnen den Mund nicht mit Chancen wässrig. Sondern ich lege Wert darauf, das Grundsätzliche herüber zu bringen. Wer aber permanent den unmittelbaren, leicht verdaulichen "Nutzwert" sucht, wird damit eher abgestossen. Und das ist gut so und so gewollt, denn es gibt keinen einfachen und schnellen Weg zum Markterfolg und wer diese Erkenntnis noch nicht hat, ist noch nicht reif.

Trotzdem ist dieser "Nutzwert" ja tagtäglich massiv vorhanden. Ca. 2/3 der Themen und Artikel im Premium-Bereich, drehen sich jeden Tag um Aktualität, Chancen und Gelegenheiten, die uns der Markt bietet und zwar von langfristigen Investments bis kurzfristigen Intraday-Trades.

Es kann ja auch gar nicht anders sein, bei ca. 3 Artikeln pro Tag alleine von mir, kann man ja das grundsätzliche Rad des Marktes nicht jeden Tag wieder neu erfinden, vielmehr nutze ich die Aktualität, um die grundsätzlichen Themen immer wieder am konkreten Fall zu vermitteln.

Heute will ich Ihnen daher mal auch mal zeigen, was an konkreten Ideen auch permanent hier generiert wird. Und besonders schön ist das ja immer, wenn man mal in die Vergangenheit schaut. Hier ist also ein Artikel von Mitte März zu europäischen Opportunitäten, ein Thema, das ja diese Woche besonders virulent ist.

Viel Spass dabei. Und stellen Sie sich mal die Frage, ob Sie nicht doch etwas Energie in den Erfolg ihres Depots investieren wollen. Ohne Schweiss kein Preiss, diese Wahrheit war schon vor Yoda bekannt. 😉

Ihr Hari

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Nehmen wir mal an - Drei europäische Ideen

Artikel vom 16.03.17 im Premium Bereich

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NEIN ! Ich schreibe keinen Auftragsartikel, kein Advertorial und keine Schleichwerbung !

Sie werden jetzt als treue surveybuilder.info Leser denken, was dieser folgende Artikel in einem Finanzblog soll. Und Recht haben Sie ! Trotzdem muss ich diesen Artikel hier leider schreiben.

Denn ich erhalte nun permanent und in der Frequenz steigend, Anfragen von Marketing- oder SEO-Agenturen, die meinen Blog "entdeckt" haben wollen und von mir wollen, dass ich für Ihre Kunden Artikel schreibe und auf deren Seiten verlinke. "Advertorial" nennt man das neudeutsch im Kostenlos-Internet, das glaubt mit Search-Engine-Optimization (SEO) irgendwelche Werte zu schaffen.

Nur .... wenn ich dann zurück schreibe, dass das deren Kunden gerne selber machen können, dass diese Artikel dann hier im Blog aber von mir als "Sponsored Content" oder "Payed Content" klar als Werbung gekennzeichnet werden, dann höre ich in der Mehrzahl nichts mehr. Scheinbar passt das nicht zu den Interessen der Auftraggeber. Früher hat man so etwas übrigens als "Schleichwerbung" bezeichnet, wenn Werbung nicht als solche gekennzeichnet wurde, sondern einfach als vermeintlicher Text des Blogs (oder Magazins oder der TV Sendung) unter die Leser (bzw Zuschauer) gebracht wurde.

Im kostenlosen Web verludern scheinbar die Sitten, die früher mal guten Journalismus ausgezeichnet haben. Diese (für mich) Unsitte frisst sich leider auch durch einige unabhängige Blogs. Achten Sie mal selber darauf, wo Ihnen alles "Artikel" begegnen, die aus der Redaktion zu stammen scheinen, bei genauem Hinsehen aber vor allem die Dienste eines Unternehmens in den Vordergrund stellen, das dann mit einem Link im "Artikel" auftaucht. Wenn Ihnen so etwas begegnet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Autor dafür Geld bekommen hat. Was ja erst einmal nicht schlimm wäre. An Werbung ist überhaupt nichts Anrüchiges und dass werbende Artikel geschrieben werden, ist auch völlig in Ordnung. Den entscheidenden Unterschied macht die Kennzeichnung, denn ungekennzeichnete "Schleichwerbung", hat für mich persönlich ein Geschmäckle.

Besonders absurd wird das Ganze dann für mich, wenn man sieht, was in der "SEO-Web-Kultur" dann als "angemessene Aufwandsentschädigung" betrachtet wird. Bei einer Seite wie surveybuilder.info, werden dann dafür zweistellige oder kleine dreistellige Euro-Summen angeboten, für die ich dann schreiben soll, um einem Unternehmen eine Werbeplattform durch die Hintertür zur Verfügung zu stellen oder indirekt einen Link zu kaufen und in Content zu verstecken.

Mit Verlaub, wer sich für diese Summen prostituiert, ist in meinen Augen selber schuld! Alle Autoren sollten bedenken, dass es hier um Ihre wichtigste Leistung, ihr geistiges Eigentum geht und das hat einen Wert! Wenn man natürlich die eigene Leistung durch Annahme solcher Angebote selber entwertet, muss man sich nicht wundern, wenn man als Autor und freier Journalist im Web von seinen Texten nur schwer leben kann. Genau diese Entwicklung schadet gutem, freien Journalismus und wer bei dieser Reise ins Wertlose mitmacht, sägt genau an dem Ast, auf dem er sitzt bzw von dem er leben will.

Und im Übrigen, auch wenn Google selber nun auch in diese Richtung agiert und ungekennzeichnete Advertorials zunehmend kritisch sieht, sei hier klar gesagt: es interessiert mich überhaupt nicht, wie Google darüber denkt! Zufällig sind wir hier mal einer Meinung, das ist aber auch alles.

Nein, mir geht es um etwas viel Wichtigeres: Guter Content hat seinen Wert und wer den nicht akzeptieren will, soll sich seinen Input und seinen Werbeplatz bitte woanders holen. surveybuilder.info ist dafür nicht die Plattform!

An alle seriösen Unternehmen und Agenturen, die solche vertreten, sei aber durchaus einladend gesagt:

Ich freue mich über Unternehmen, die hier auf surveybuilder.info mit Artikeln werbend auftreten wollen und sich damit Zugang zu einer hoch qualifizierten Community und Leserschaft verschaffen wollen. So wie das mit ING Diba und IG zwei namhafte Banken stilvoll und inhaltlich interessant, im letzten Jahr getan haben. Wir vereinbaren dafür einen fairen Gegenwert, der der Qualität der Plattform angemessen ist und kennzeichnen diese Texte klar als Sponsored Content und nennen die Autoren. So wie es sich nach dem journalistischen Ethos gehört. Fertig.

Und wenn ich Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte selber schätze, bin ich sogar bereit, selber dafür explizit einen "Auftrags-Artikel" zu schreiben. Denn wenn ich selber zu den Produkten stehe, dann - und nur dann - bin ich auch bereit, dass der Welt mitzuteilen. Aber auch in diesem Fall, würde ich klar und offen kennzeichnen, dass ich für so einen Artikel eine Aufwandsentschädigung entgegen genommen habe. Und wenn wir über die Aufwandsentschädigung reden, reden wir über einen fairen Gegenwert für den zeitlichen Aufwand eines Experten und nicht über die inakzeptable "Klickzahlen-Arithmetik" des "Kostenlos-Internets". Wenn Ihnen meine Zeit das aber nicht wert ist, ist es doch kein Problem - Sie suchen sich einfach jemand anderen, der für Sie schreibt. Dabei viel Erfolg.

Das nur zur Klarstellung. Der Sinn dieses Artikels ist daher auch primär, dass ich die diversen Anfragen in Zukunft mit einem einfachen Link auf diese hoffentlich deutlichen Worte beantworten kann. Das wird 90% Prozent der Anfragen von alleine erledigen.

Und mit den vielleicht 10 Prozent, den qualitativ hochwertigen Auftraggeber und Agenturen, die die Welt wie ich oben sehen und nach Blogs suchen, die wirklich kompromisslos Qualität in den Vordergrund stellen und sich nicht einfach "kaufen" lassen ..... Mit den Agenturen und Unternehmen, die verstehen, dass genau das die Blogs sind, die besonders hohe Reputation geniessen und Multiplikationseffekte auslösen ..... Mit diesen Auftraggebern und Agenturen, könnte eine Kontaktaufnahme frei nach "Casablanca" der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein ... oder besser gesagt der Beginn einer für alle attraktiven Geschäftsbeziehung. 🙂

Ihr Hari

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Börsenkultur und Finanzblogs – Ist die „deutsche Seele“ inkompatibel zur Börse ?

Heute habe ich ja im Beitrag vorher, zur Teilnahme am Publikumspreis des Comdirect Finanzblog Awards 2014 aufgerufen.

Schaue ich auf die Entwicklung, die die Vielfalt der freien Finanzblogs in Deutschland in den letzten Jahren genommen hat, muss ich gestehen, dass ich eher enttäuscht bin, weil ich persönlich zu wenig Bewegung sehe.

Einzelne positive Projekte natürlich ausgenommen, aber in der Gesamtheit könnte da wirklich mehr Bewegung sein. Es ist ja bekannt, dass die Aktienkultur in Deutschland eher dürftig ist. Da könnte man doch aber meinen, dass das viele anspornen sollte, in diese Lücke hinein zu stossen. Aber weit gefehlt !

Gerade in dem Bereich, in dem sich surveybuilder.info tummelt - der aktiven Beschäftigung mit den Märkten in ihrer ganzen Breite - bleibt aber das Angebot sehr beschränkt. Dabei wäre es für die Börsenkultur extrem wichtig, wenn Börse erlebbar gemacht und erklärt werden würde. Und wir - die wir uns dafür interessieren - wissen ja, dass es kaum etwas spannenderes gibt, als die Märkte und die dahinter stehende Wirtschaft.

Neue Projekt kommen und gehen im Börsenblog-Bereich, ohne - bis auf seltene, löbliche Ausnahmen - wirklich Beständigkeit und Dauerhaftigkeit zu entwickeln. Und es bleibt am Ende bei einer Handvoll "alter Bekannter". Vergleicht man das mit der kreativen und virilen Börsenblog-Szene in den USA, ist der Unterschied frappierend.

An der Bereitschaft der Deutschen, sich über Finanzthemen die Köpfe heiss zu diskutieren, kann es aber nicht liegen. Es gibt unzählige ganz hervorragende und intellektuell anspruchsvolle Blog-Projekte im Bereich der allgemeinen Ökonomie im deutschsprachigen Raum. Daran ist kein Mangel und darin wiederum schlagen wir dann die US Blogs, die in der Mehrzahl doch wesentlich pragmatischer und zielorientierter, sich konkret um die Märkte kümmern, die da sind. Und weniger um die Theorien, wie die Märkte sein sollten oder nach welcher Lehre sie zu intepretieren sind.

Anhand dieser Beobachtung stellt sich mir daher die Frage, ob der Mangel an Aktienkultur in Deutschland nicht tiefer liegende Gründe hat, die in der "deutschen Seele" begründet sind. Interesse an Finanzthemen ist ja beim gebildeten Publikum durchaus da, nur steht das sich gerne durch eine falsche Herangehensweise an die Märkte selber im Weg.

Sicher, an den hinlänglich bekannten Erklärungsmodellen ist etwas dran und diese sind auch Teil der Gleichung:

Erstens ist es ohne Frage so, dass der Staat dabei versagt, den jungen Bürgern in der Schule finanzielle Grundbildung zu vermitteln. Ja selbst die Grundlage, wie ein Markt und Wirtschaft überhaupt funktioniert und welchen volkswirtschaftlichen Wert ein Markt hat, ist für viele eine Black-Box. Kein Wunder, das dann später krude Wirtschaftspolitik daraus erwächst und man den Menschen mit schwammigen Begriffen wie "Soziale Marktwirtschaft" und "Gerechtigkeit" alles verkaufen kann: die eine Ideologie, wie das genaue Gegenteil davon.

Zweitens ist es ohne Frage so, dass die Erlebnisse der Internet-Blase von 2000, vielen Anlegern noch in den Knochen sitzen. Da hatte der "deutsche Michel" gerade damit begonnen, sich für Produktivkapital zu interessieren ... und dann das ! Kein Wunder, dass nun billige Propaganda auf fruchtbaren Boden fällt, nach der Börse ja sowieso nur ein grosses Kasino sei. Es ist zwar kompletter Blödsinn, aber um den Blödsinn zu erkennen, muss man halt mehr vor der Sache verstehen, womit sich die Katze in den Schwanz beisst.

Aber reicht das alles zur Erklärung aus, um das völlige Fehlen der Aktienkultur in Deutschland zu begründen ?

Ich glaube nein. Ich vermute, wir müssen einen Blick in die deutsche Seele werfen, um die fehlende Aktien- und Risiko-Kultur zu verstehen.

Betrachten will ich die deutsche Seele mal im Gegensatz zur Seele Amerikas, dort wo es eine gelebte und positive Aktien- und damit auch Risiko-Kultur gibt. Im folgenden werde ich die grossen Gegensätze zwangsläufig etwas "holzschnittartig" gegenüber stellen. Natürlich ist die Wirklichkeit komplexer, das weiss ich auch und selbst wenn es so etwas wie eine "deutsche Seele" gibt, schwingen nicht alle in Deutschland lebenden Menschen danach. Trotzdem ist diese grobe Pauschalierung nötig, um den Punkt zu machen. Betrachten Sie die folgende Gegenüberstellung also als bewusst pointierte Herausarbeitung von markanten Schwerpunkten der unterschiedlichen Kulturen.

Wir Deutschen sagen gerne über Amerikaner, sie seien "oberflächlich". Und aus unserer Sicht stimmt das auch, relativ gesehen liebt es der durchschnittliche Deutsche tiefer zu bohren und mehr ins Detail zu gehen, als der durchschnittliche Amerikaner. Wir Deutschen suchen auch gerne das "Grundsätzliche" und das "Wahre", wollen den Dingen also auf den Grund gehen. Beim Versuch dem Grunde näher zu kommen, übersehen wir keine Details und drehen und wenden diese gerne hin und her, bis wir das Optimum gefunden zu haben glauben. Und wenn wir etwas machen, wollen wir Deutschen gerne dafür ein festes Fundament haben, auf wackeligem Boden bewegen wir uns ungern.

Das macht Deutsche zu hervorragenden Wissenschaftlern, wo genau diese Fähigkeit - den Dingen auf den Grund zu gehen - gefragt ist. Und es macht Deutsche zu hervorragenden Ingenieuren und Handwerkern, wo die Fähigkeit sich im Detail zu vertiefen, zu hervorragenden Lösungen führt. Und es bringt Deutschland aber auch ein Steuerrecht, in dem die Schattenseite dieser Detailverliebtheit sichtbar wird - in dem irrsinnigen Versuch, "Detailgerechtigkeit" zu erzeugen, womit man nur noch grössere Verzerrungen und Ungerechtigkeit generiert.

Wenn jemand auf der Welt eine etablierte Technologie hat und aus dieser - wie bei Benzin Motoren - noch das letzte Quäntchen heraus optimieren will, dann sollte er es deutschen Ingenieuren geben. Niemand auf der Welt, wird das strukturell besser können.

Und wenn jemand auf der Welt ein fertiges Hotel hat, in dem der neue Hoteldirektor die Abläufe perfektionieren soll, damit es eine Stufe in den Hotelkategorien aufsteigen kann, dann wird er kaum Besseres tun können, als einen deutschen Hoteldirektor einzustellen.

Wenn es aber darum geht, im Zustand der Unsicherheit und Unklarheit etwas Neues zu etablieren, dann gib es bloss keinem Deutschen - gib es lieber einem Amerikaner. Womit wir im Vergleich bei den "oberflächlichen" Amerikanern sind.

Denn was die einen für "Oberflächlichkeit" halten, ist für andere "Pragmatismus" und "Zielorientierung".

Es sind letztlich nur zwei Namen, für unterschiedliche Seiten der selben Medaille. Und das ist die besondere Fähigkeit der "amerikanischen Seele" im Vergleich zur deutschen.

Denn in vielen Situationen des Lebens lohnt es sich nicht, sich über Details solange den Kopf zu zerbrechen, bis man für alles eine Lösung hat. Manchmal ist man besser dran, einfach mutig los zu legen und das Risiko des Scheiterns einzugehen. Und entweder funktioniert es, dann ist alles gut. Und wenn nicht, versucht man etwas anderes. Ganz pragmatisch. Ganz opportunistisch. Und damit schnell und durchsetzungsstark.

Wir können diesen Unterschied wieder ganz wunderbar an Tesla Motors bewundern. Und umgedreht sehen wir es daran, dass aus einem MP3 und ähnlichen Erfindungen hier im Lande nichts werden konnte. Es brauchte die Amerikaner, um die Technologien durchzusetzen.

Da geht dieser Elon Musk doch her, "lötet" sozusagen ein paar Notebook Batterien zusammen und setzt eine Karosserie darauf und hat ein Elektroauto, das als einziges der Welt 400km weit fahren kann. 😉 Jetzt ist das mit dem Löten natürlich kompletter Quatsch und Tesla hat jede Menge wichtiger Patente bei der Integration dieser Zellen in grössere Einheiten und es ist keineswegs so trivial wie immer getan wird - sonst könnten schon längst andere mit dieser Reichweite durch die Gegend fahren.

Aber ich benutze das Bild bewusst, weil so sehen das viele gebildete Deutsche. Die guten deutschen Ingenieure eben. Sie argumentieren dann mit tausend Details, mit technischen Alternativen die theoretisch besser sind, wie der Brennstoffzelle, mit Problemen hier, mit Details da. Und mokieren sich über den einfachen, gradlinigen Ansatz, mit dem Tesla die Autos auf die Strasse stellt. Das sei ja "technologisch minderwertig" ist dann ein Argument, gefolgt von vielen Details wie man es besser machen könnte - zumindest theoretisch. Und einige sagen mit tausend Argumenten auch schon das Ende des Ansatzes vorher, weil die Autos bei Minusgraden liegen bleiben, weil die Batteriestückzahlen nicht ausreichen und so weiter und so fort. Alles durchaus valide Argumente und keineswegs einfach abzutun.

Und was macht dieser Elon Musk, während all diese klugen Deutschen argumentieren und sich über Details die Haare raufen ?

Er baut einfach Autos und etabliert eine neue Weltmarke mit einem Hype, der seinesgleichen sucht. 🙂 Und löst die Probleme pragmatisch, wenn sie vor ihm stehen.

Es mangelt einem Elon Musk im Detail vielleicht an der technischer Brillianz, dafür hat er aber eine klare Vision wo er hin will, und marschiert unbeirrt und ohne zu zögern in diese Richtung. Und hat keine Angst vor Fehlern oder dem Scheitern. Zusammen sind die amerikanische und die deutsche Seele ein perfektes Team, weil beide Stärken ergänzen sich in Perfektion - wie wir zum Beispiel an der beeindruckenden Leistung der Mondlandung vor nun 45 Jahre bewundern durften, die ohne deutsche Ingenieure unmöglich gewesen wäre. Aber auch nur in Amerika umzusetzen war.

Ist jetzt eine der beiden Kulturen im realen Leben perse besser ? Nein, natürlich nicht. Beide haben ihre Stärken und Schwächen. Vielleicht scheitert Tesla und die Skeptiker bekommen Recht. Und wer auf die Details schaut, verhindert vielleicht eine grosse Katastrophe, die jemand anders übersehen würde. Anders herum wird Musk dann aber schon längst ein anderes Projekt laufen haben und da erfolgreich sein. Und irgendwann wird einer dieser pragmatischen Ansätze eine neue Weltfirma kreieren. Wer zu lange auf die Details schaute, hat vielleicht das einmalige Scheitern verhindert, umgedreht aber keine Chance, jemals etwas als Erster aufzuziehen und die Würmer des frühen Vogels zu bekommen.

Genau das ist aber der Punkt, das ist die "deutsche Seele". Und aus diesem Grund glaube ich, dass diese Art von "deutscher Seele" eher inkompatibel mit der Börse ist.

Ich kann so aus dem Nähkästchen plaudern, weil ich doch selber immer wieder diesen Fehler gemacht habe, bevor ich das begriffen habe. Im Artikel -> SAP - meine grösste Fehleinschätzung <- habe ich das vor über 2 Jahren dargestellt. Nun kann ich all die Menschen verstehen, die bei solchen Entwicklungen wie bei Tesla mit ihren tausend "wenns" und "abers" kommen und mir erklären, dass es ja technologisch "bessere" Lösungen gibt, als das was Tesla macht. Stimmt ganz bestimmt und ist trotzdem eher nebensächlich. Betamax war auch "besser" als VHS. Und Windows war technisch das klar minderwertigere System als OS/2. Was hat sich durchgesetzt und warum ? 😉

Und weil ich das nun verstanden habe, kann ich auch erfolgreich an den Börsen sein. Und wer das nicht verstanden hat, will permanent klüger als der Markt sein und steht sich selber im Weg.

Ich glaube, dieser Sachverhalt ist ein zentrales Problem vieler deutscher Anleger und deswegen tun sich gerade die gebildeten, im sonstigen Leben erfolgreichen Anleger, so schwer an der Börse Erfolg zu haben.

Wenn man so will, wenden sich die eingeübten Reflexe, die diese Menschen im normalen Arbeitsleben so erfolgreich machen, an der Börse gegen sie.

Denn das Dumme ist, die Märkte haben kein festes Fundament. Sie sind ein permanent schwankender Boden, der sich auch noch permanent verändert. Die Märkte sind ein reflexives System unseres eigenen Handelns als Menschen. Schauen wir auf die Marktbewegungen, starren wir sozusagen unsere eigenen Ängste und unsere eigenen Gier an, wie diese zu Kursbewegungen führt.

Die Märkte funktionieren auch nach keinen festen, dauerhaften Regeln, die man nur erforschen muss, um die Märkte zu durchdringen. Sobald eine Regel etabliert ist, die Gewinn verspricht, werden alle Markteilnehmer diese einsetzen und damit kann sie systembedingt nicht mehr funktionieren. Der Markt ist also ein Biest, dass sich systemimmanent permanent wandelt.

Wer also an den Märkten erfolgreich sein will, muss akzeptieren, dass der Markt immer Recht hat und ihm folgen. Er muss akzeptieren, dass er keinen Einfluss auf das hat, was der Markt macht, sondern nur beeinflussen kann, wie er selber damit umgeht. Er muss agieren, scheitern, wieder aufstehen. Agieren, scheitern, wieder aufstehen. Agieren und grossen Erfolg haben.

All das, ist der oben beschriebenen "deutschen Seele" eher zuwider. Für einen Amerikaner ist es dagegen das Natürlichste von der Welt, Chancen zu ergreifen und wenn sie nicht klappen, einfach zur nächsten Chance zu wechseln. Es gibt dort eine Kultur des Scheiterns und des Neunanfangs. Hier nicht.

Und die "deutsche Seele" steht auch länger für ihre Überzeugungen, kein Wunder, sie hat ja auch länger damit zugebracht, diese im Detail zu erforschen und herzuleiten. Da steckt ja auch mehr Herzblut in der Überzeugung. Das macht solche Menschen im realen Leben verlässlich und bodenständig, das Fähnchen wird nicht so schnell nach dem Wind gedreht. Dumm ist nur, dass der Markt das nicht honoriert. Wer am Markt zu seinen Überzeugungen steht, hält sie dann wie die Telekom 10 Jahre als Leiche im Depot. 😉 Denn der Markt dreht sein Fähnchen schnell und Überzeugungen zählen gar nichts am Markt, alles was zählt, ist ganz pragmatisch das Plus im Depot.

Der Markt erfordert Pragmatismus, Anpassungsfähigkeit, geistige Flexibilität und die Demut, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind.

Das ist verflucht schwer, für einen Menschen mit fest gefügten Überzeugungen. Und auch für jemandem, der den Dingen auf den Grund gehen will. Die Vorstellung, dass in komplex-dynamischen, selbstbezüglichen Systemen gar kein fester Grund ist, sondern nur die Dynamik der Systemtheorie, löst bei vielen eher Schaudern aus.

Und deswegen tut sich eine typische "amerikanische Seele" leichter, die Chancen an den dynamischen Märkten zu ergreifen, als die typische "deutsche Seele". Deswegen reden sich die Deutschen gerne zu theoretischen ökonomischen Konzepten die Köpfe heiss, während Amerikaner eher in das Gelingen verliebt sind. Deswegen liebt der deutsche Anleger so sehr das Argument von den "fundamental" gut bewerteten Aktien, weil darin der emotionale Wunsch nach Boden und Sicherheit bei der Entscheidung mitschwingt. Einer Sicherheit, die der Markt systembedingt aber in keinem Fall hergibt.

Diese "deutsche Seele" ist nach meiner Überzeugung ein wesentlicher Faktor bei der fehlenden deutschen Börsenkultur. Neben den bekannten Argumenten, die auch ein Teil der Gleichung sind.

Und deswegen gibt es auch so wenige Blogs, die sich kompetent und interessant mit den aktuellen Märkten beschäftigen. Es passt nicht zur deutschen Seele. Die Grundsatzdiskussion zur "richtigen" ökonomischen Theorie oder der besten Technologie dagegen viel eher.

So weit mein Versuch, das Geheimnis der fehlenden deutschen Börsenkultur ein wenig zu lüften.

Was denken Sie zum Thema ? Ihre Meinung interessiert mich sehr.

Ihr Hari

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In eigener Sache: Tue Gutes und rede darüber …

Tue Gutes und rede darüber.

In diesem Sinne möchte ich mich mit dem heutigen Beitrag direkt an Sie wenden.

Sie, die Sie schon interessiert hier bei surveybuilder.info.de mitlesen, aber noch nicht Premium-Mitglied sind.

Viele meiner Leser sind der Meinung, dass surveybuilder.info in Sachen Börse ein Alleinstellungsmerkmal im deutschen Sprachraum hat.
Lesen Sie -> hier die Testimonials <- einiger aktiver Mitglieder.

Warum, will ich Ihnen hier anhand von 5 Punkten aufzeigen:

1. Kompetenz und Bereitschaft, sich frühzeitig aus dem Fenster zu lehnen.

Webseiten, Presseartikel und Blogs die nach dem Börsentag und nach den Ereignissen mehr oder weniger kluge Kommentare produzieren, gibt es wie Sand am Meer. Webseiten, die einfach nur den Inhalt von Pressemitteilungen und Quartalszahlen nacherzählen und als eigenen Content verkaufen, gibt es noch viel mehr.

Aber wo finden Sie am Börsentag Kommentare und Meinung eines Börsenprofis, der sich oft schon vor den Ereignissen zu Wort meldet und diese einordnet ? Oder nach dem Ereignis einen sehr eigenen Blick darauf kommuniziert, mit Gedanken, die man nicht notwendigerweise an jeder Ecke hören kann ?

In „Hari Live“ melde ich mich im Mittel zwischen 5-15 mal am Börsentag Live mit Tips, Tricks und Meinung zum aktuellen Geschehen. Manchmal selbst noch um 21.50 Uhr, um Ihnen einen Hinweis zum Handelsschluss an der Wallstreet zu geben.

Alle meine Tipps, Tricks und Meinungen sind der „Nebeneffekt“ meiner eigenen Aktivitäten an den Märkten. Sie lesen also, was ich selber denke und bemerke. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

2. Vermitteltes Grundlagenwissen, statt vermeintlicher „heisser Tips“.

Wirklicher Erfolg an den Märkten entsteht nicht dadurch, dass man vermeintlich „heissen Tips“ hinterher rennt. Wer immer noch glaubt, er würde irgendwo im Meer der Informationen für 4,90€ den „Supertip“ bekommen, den alle anderen nicht kennen, der sollte hier besser nicht weiterlesen und ist eindeutig noch nicht reif genug, um selbstständig an den Märkten unterwegs zu sein.

Erfolg entsteht nur dadurch, dass man sich mühsam seinen eigenen Vorteil, – –, erarbeitet. Und das kann man nur, wenn man aus den aktuellen Ereignissen lernt. Und wenn man dann noch einen Mentor hat, der einen immer wieder auf die Fehler stösst und einem die Zusammenhänge anhand der aktuellen Ereignisse nahebringt, dann hat man vielleicht eine Chance. Aber selbst dann nur, wenn man noch eigenen Fleiss und eigene Lernbereitschaft in die Waagschale wirft.

Im Premium-Bereich erkläre ich Zusammenhänge und begründe Positionierungen und stelle das aktuelle Marktgeschehen in einen Kontext, der Sie inhaltlich weiterbringen soll.

3. Zeit ist Geld und Orientierung im Meer der Information tut dringend Not.

Selbst wenn Sie selber schon sehr erfahren und lange am Markt unterwegs sind und selbst wenn Sie viele Zusammenhänge schon begreifen. Mit einem normalen Job fehlt Ihnen einfach die Zeit, um den Markt so zu verfolgen, wie es nötig wäre.

In Hari Live nehme ich Ihnen ein Stück der Arbeit ab, indem ich Sie mit aktuellen Links und Kommentaren versorge, die Ihnen helfen sollen, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen. Und die wirklich wichtigen Informationen des Tages, durch das mediale Grundrauschen hindurch wahrzunehmen.

Ich mache das, indem ich Ihnen einfach Vieles von dem zur Verfügung stelle, was ich auch selber lese. Denn ich bin ja den ganzen Tag am Markt aktiv. Eine gebündelte Linksammlung am Sonntag zur Vorbereitung der kommenden Woche rundet den Service ab.

4. Freundliche, hilfsbereite und kompetente Community.

Die surveybuilder.info Community wächst und wächst und viele sehr kompetente Leser sind mittlerweile dabei und schreiben selber. Im freien Teil des Forums sieht man dabei nur einen Teil des Ganzen, die Kommentare und Diskussionen zu den Tips und Tricks von „Hari Live“ sind nur für die Premium-Mitglieder sichtbar.

Sie haben sicher schon einmal erlebt, wie in normalen freien Foren die Qualität schnell durch Trolle und Selbstdarsteller sinkt. Das ist hier bei surveybuilder.info nicht der Fall.

Erstens weil ich konsequent moderiere und Egotrips oder Glaubenskriege gar nicht erst zulasse. Zweitens aber auch weil jeder, der hier im Forum mitlesen oder schreiben will, erst einmal etwas von sich selber preisgeben muss. Alleine dadurch steigen Stil und Rücksichtsnahme der Beiträge immens.

Am Ende will ich allen Börseninteressierten im deutschen Sprachraum hier eine Plattform bieten, auf der sie sich kompetent und vertrauensvoll austauschen können, ohne vorher durch den typischen Foren-"Unrat" waten zu müssen, um dann endlich die wenigen ernst zu nehmenden Kommentare herausfiltern zu können.

5. Unabhängigkeit und offene Finanzierung ohne Hintertürchen.

Bei jeder Finanzmarktpublikation ist immer die Frage, womit der Autor sein Geld verdient und ob er wirklich unabhängig ist, bei dem was er schreibt. Gerade auf Seiten, die eher dubiose Werbung rund um „heisse Tipps“ und „schnellen Reichtum“ zulassen, ist die Frage doch berechtigt, ob man wirklich unabhängige Informationen bekommt.

Auf surveybuilder.info ist die Lage eindeutig. Die Seite finanziert sich zu 99% über die Jahresgebühr der Premium-Mitglieder. Wenn ich ausnahmsweise Werbung zulasse, dann nur von seriösen Anbietern, denen ich persönlich zumindest wohlwollend neutral gegenüberstehe. Und wenn hier von Dritten gesponserte Artikel erscheinen, dann sind diese eindeutig gekennzeichnet, womit sich jeder selber ein Bild von der Interessenlage des Autors machen kann.

Ich investiere in diese Seite mittlerweile mehr als eine halben Halbtagsjob und selbst am Wochenende bin ich hier aktiv. Und da ich wirtschaftlich unabhängig bin, kann ich auch immer „Klartext“ reden, ohne auf wirtschaftliche Abhängigkeiten Rücksicht nehmen zu müssen.

Die Jahresgebühr hat daher auch den Zweck, meine wertvolle Zeit auf die Leser zu konzentrieren, die durch Zahlung der überschaubaren Jahresgebühr auch ihr ernsthaftes Interesse an den Inhalten ausdrücken. Für die Premium-Mitglieder bin ich dann im zeitlich machbaren Rahmen auch für direkte Fragen da, reale Treffen durchaus eingeschlossen, denn in grossen Städten haben sich erste „surveybuilder.info Stammtische“ gebildet und beim ersten in Frankfurt habe ich auch schon vorbei geschaut.

Fazit:

Wenn Sie Ihre Kenntnisse rund um die Märkte verbessern wollen, die Bereitschaft haben zu lernen und hart an Ihren eigenen Anlegerfehlern arbeiten wollen, dann sind Sie hier richtig. Und wenn Sie Teil einer ebenso kompetenten, wie hilfsbereiten Community werden wollen, dann lade ich Sie herzlich ein, Premium Mitglied zu werden, wie viele vor Ihnen. Ich glaube, ich kann Ihnen auf dem Weg zu mehr Erfolg an den Märkten helfen, gerade auch weil ich ebenso fehlbar bin, wie jeder Mensch und die allermeisten Fehler in meiner Karriere auch mal selber gemacht habe. Der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg liegt darin begründet, ob man aus seinen Fehlern lernt oder nicht.

Wenn Sie aber primär vorgekaute "Tips“ suchen, die Sie dann einfach ohne Mühe und Einschaltung des eigenen Hirns nachvollziehen können, sind Sie hier falsch. Dann sollten Sie lieber ein anderes Angebot zum Thema Börse wahrnehmen. Davon gibt es wahrlich genug !

Ihr Hari

S&P500 Marktupdate – Auch Hari braucht mal Pause ;-) – 28.02.13

Liebe surveybuilder.info Community,

zunächst einmal möchte ich meiner Freude darüber Ausdruck geben, wie grossartig das Foren-Board angenommen wird. Ich habe viele, viele schöne und persönliche Vorstellungen von Ihnen bekommen und nun ist richtig Leben in den Foren.

Besonders schön ist es für mich, Ihre individuellen Geschichten und Hintergründe zu lesen. Viele Leser der ersten Stunde bekommen so für mich überhaupt ein Gesicht.

Und ich bin stolz auf die Menge an Erfahrung, Wissen und Engagement, die sich hier nun in der surveybuilder.info Community versammelt hat. Egal ob China oder Südamerika, egal ob Pharmakologie oder Informatik, mittlerweile haben wir die Experten in unseren Reihen, die wir direkt fragen können. Und ich freue mich über die vielen Frauen, die sich für die Börse interessieren und nun dabei sind.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal daran erinnern, dass nur registrierte Mitglieder die sich auch persönlich der Community vorstellen, Zugang zu den Foren erhalten. Was Sie für die Vorstellung brauchen, können Sie als registriertes Mitglied -> hier <- nachlesen. Wenn Sie dieser Link nichts ins Forum führt, sind Sie noch nicht registiert.

Die letzten Tage waren für mich aber auch administrativ sehr arbeitsam. Über die Erlebnisse die mir den letzten Sonntag etwas vergällten, habe ich ja schon geschrieben. Vieles ist dabei liegen geblieben und ich brauche auch mal eine kleine Pause. Ich werde daher am morgigen Freitag keinen Artikel schreiben und nur wenige Live-Tips. Ausser natürlich mich reitet der Teufel und ich habe doch Zeit und Lust. 😉 Aber rechnen Sie bitte nicht damit. Einen Handelstag ohne Hari werden Sie bestimmt überleben, zumal Sie sich ja nun im Forum beliebig austauschen können.

Ab kommenden Montag bin ich dann wieder voll da. Und ich denke auch, dass sich der administrative Zusatzaufwand dann normalisiert und ich wieder in den normalen Ablauf hinein finde. Jetzt ist halt ein relativ grosser Schwall an Neuanmeldungen zu verzeichnen. Wenn Sie sich also am morgigen Freitag oder dem kommenden Wochenende über eine Vorstellung für das Forum freischalten wollen, haben Sie etwas Geduld wenn meine Reaktion mal 24 Stunden dauert, auch Hari braucht mal Pause. 😉

Vorher will ich Sie aber nicht ohne eine kurze Markteinschätzung vor dem Handelsstart in den USA lassen. Die vorgestern -> hier <- im Artikel formulierte Erwartung eines Bounce nach dem Absturz von Montag, hat sich ja bewahrheitet. Nur ist damit - auch wie erwartet - noch keine Entscheidung gefallen. Aber wie immer sagt ein Chart mehr, als viele Worte. Schauen Sie auf das ungewöhnliche 4-Stunden-Chart des Leitindex S&P500 der letzten Tage:

S&P500 - 28.02.13

Sie sehen eindeutig, dass der S&P500 trotz der starken gestrigen Bewegung die Serie immer tieferer Hochs noch nicht geknackt hat. Das ist auch der entscheidende Punkt für heute und morgen, der S&P500 muss die Hochs von Montag bei 1525 wieder übersteigen. Bis Morgen sollte der Index das schaffen, sonst haben wir einen bestätigten Abwärtstrend und die Reise geht mit guter Wahrscheinlichkeit wieder nach unten. Ich rate sehr dazu, genau diese Frage nun genauestens im Auge zu haben.

Fundamental ist das Thema Italien nun erst einmal verfrühstückt. Dafür eskaliert die Thematik des Sequesters in den USA. Der Markt geht nach der Erfahrung des "Fiscal Cliff" vom Jahreswechsel fest davon aus, dass das sowieso nur eine politische Farce ist und auf den letzten Drücker eine Lösung gezimmert wird. Ich sehe das eigentlich auch so. Aber wenn doch nicht, wenn die US am Montag mit sozusagen "runter gelassener Hose" dastehen, dann können wir uns auf eine üble Reaktion gefasst machen. Erinnern Sie sich immer daran, nicht die Nachrichten machen die Kurse, sondern die Erwartungen des Marktes, die dann anhand der Nachrichten angepasst werden.

Auf der anderen Seite steht am morgigen Freitag der berühmte "First of Month Jumper Trade" wieder an. Und das Sentiment ist extrem zurück gekommen, was man einerseits im nachvollziehen kann, anderseits auch erneut bei bestätigt wird. Das ist mittelfristig bullisch zu werten.

Soweit die groben Rahmenbedingungen, um bis Montag durch den Markt zu navigieren. Ich empfehle daher, statt sich zu viel Gedanken zu machen, sich an den Signalen des Marktes zu orientieren. Und dafür ist ein Blick auf die genannten Strukturen im S&P500 besonders wichtig.

Wenn Sie mich fragen was ich erwarte, gebe ich den Bullen für Freitag und Anfang kommender Woche etwas höhere Chancen als den Bären.

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen !

Ihr Hari

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Google und SEO – Zwischen Schwachsinn und Notwendigkeit

Google und SEO (Search Engine Optimization) sind nun wirklich keine Themen, die normal in einem Börsenblog auftauchen. Ich erlaube mir aber heute mal ein wenig Frust loswerden und will Ihnen - meinen Lesern - damit auch zeigen, womit man sich so rumschlagen muss und was einem wertvolle Zeit stiehlt - bzw. warum so viele Websites so aussehen, wie sie aussehen.

Als ich vor einem Jahr mit surveybuilder.info.de begonnen habe, habe ich mich bewusst um das Thema der Website Optimierung für Suchmaschinen (SEO) wenig gekümmert. Ausschlaggebend waren dafür zwei Gründe:

1) Ich will für meine Leser schreiben und nicht für Suchmaschinen. Ich will journalistisch interessante Texte schreiben und kein Keywordspamming betreiben.

2) SEO ist sowieso der Versuch einen Pudding an die Wand zu nageln, da die Suchmaschinen ihre Algorithmen permanent ändern. Was man gestern mit Mühen reingefrickelt hatte, kann morgen schon kontraproduktiv sein. Und nie kann man mit Gewissheit sagen, ob es auch so wirkt wie es soll.

Sie merken aus meinen Worten, dass ich dem Thema gegenüber eine ziemliche Ablehnung habe, ich empfinde SEO als Vergeudung wertvoller Lebenszeit, in der man etwas wirklich Kreatives oder Produktives tun könnte, von dem echte Menschen profitieren.

Und ich habe auf die Aussagen von Google und anderen vertraut, nach denen es sowieso primär darauf ankommt guten Content zu produzieren, weil die Algorithmen mittlerweile sehr intelligent geworden seien.

Nun gut, Sie haben erlebt wie im letzten Jahr der Content auf Mr. Market gewachsen und gewachsen ist. Und ich bin sicher, betrachtet man die Menge an unique Content der in 2012 neu erzeugt wurde, wird man auch ausserhalb des Themas Börse nur sehr wenige Blogs finden, die mehr erzeugt haben.

Wie ich -> In eigener Sache <- ja schon beschrieben habe, habe ich nun begonnen, mir auch um eine vorsichtige wirtschaftliche Verwertung dieses Blogs Gedanken zu machen, irgendwie müssen die zunehmenden Kosten und Aufwände ja auch gedeckt werden.

Ich habe also begonnen, mich dafür zu interessieren wie surveybuilder.info.de nun in Suchmaschinen bei den klassischen Keywords wie Börse, Trend, CFD, Aktie usw. usw. positioniert ist.

Die Ergebnisse sind ernüchternd. Vergleiche ich surveybuilder.info mit gängigen Messmethoden gegenüber anderen Blogs zum Thema Finanzen - die teilweise um Faktoren weniger und schlechteren Content haben - so ist surveybuilder.info gegenüber diesen Blogs wiederum um Faktoren schlechter gerankt.

Jetzt wäre das für die Euros die man mit Links etc einnehmen kann ja nicht tragisch, dergleichen habe ich bisher sowieso nicht gemacht. Aber daran hängt halt auch die reine Auffindbarkeit von surveybuilder.info.de bei Eingabe von Suchwörtern in Google & Co. und damit die Anzahl der Leser die auf diesen Blog überhaupt aufmerksam werden. Und dafür interessiere ich mich dann schon sehr.

Und die Gründe dieses schlechten Rankings sind schnell gefunden. Es sind eben doch Title-Tags, Meta-Descriptions usw. usw. die den Unterschied machen.

Die Suchalgorithmen von Google & Co. sind eben immer noch nicht intelligent genug, um den Content selber ausreichend zu würdigen, sondern man muss ihnen immer noch mit Fleissarbeit "Futter" liefern, sprich im vernünftigen Rahmen Keyword-Spamming betreiben, Meta-Daten befüllen, kurz seine Zeit für Suchmaschinen statt für die Leser verplempern.

Und man darf auch immer noch keine journalistisch und schriftstellerisch gut lesbaren Texte schreiben, die erst langsam zum Punkt kommen, sondern muss immer noch am Anfang mit den Keywörtern ins Haus fallen, damit die Suchmaschinen glücklich sind.

Vielleicht verstehen Sie jetzt auch besser, warum viele Webseiten so sind wie sie sind. Insbesondere bei den Titeln ist die Hinwendung zu Keywörtern ja auffällig, etwas was ich bisher konsequent ignoriert habe.

Nun zwingt mich Google & Co. durch die Beschränktheit der Algorithmen also doch noch dazu, mich mit diesen Themen auseinander zu setzen. Sie werden also auf surveybuilder.info in den nächsten Wochen einige Änderungen bemerken. Die Titel werden Keyword lastiger, die Artikel fallen mehr mit der Tür ins Haus und auch unter der Decke muss ich nun einige Fleissarbeit machen - Stichwort "Meta-Descriptions". Alles kein Hexenwerk und in ein paar Wochen erledigt, aber eben leider Zeit, die ich nicht für Sie habe.

Liebe Google, könntet Ihr bitte mal ein bisschen intelligenter werden ? Bitte !

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In eigener Sache – Ein Jahr Blog surveybuilder.info – Rückblick und Ausblick

Liebe surveybuilder.info Community,

fast ein Jahr ist nun vergangen, seit ich mit surveybuilder.info.de so richtig losgelegt habe. Und das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Grund genug einen Blick zurück zu werfen und Ihnen auch einen kleinen Ausblick auf 2013 zu geben.

Schauen wir doch einfach mal auf die nackten Zahlen, bisher gab es 2012 im Blog :

  • 352 neue Artikel, davon 20 Gastartikel von engagierten Lesern dieses Blogs. Viele der 352 Artikel waren so umfangreich, dass andere daraus 2 oder 3 einzelne Artikel gemacht hätten.
  • 3200 Kommentare, davon 980 von mir. Und Sie wissen, dass ich manchmal ausführliche Erklärungen/Antworten in die Kommentare schreibe, die eines Artikels würdig wären.
  • 850 Livetips, und das in nur einem halben Jahr, da ich erst im Juni mit dieser Form von Aktualität begonnen habe
  • Mindestens 500-1000 tägliche Leser. Mit dieser Zahl wird besonders gerne Schindluder getrieben, denn werbeorientierte Webseiten haben natürlich ein Interesse daran, die Zahl der Leser möglichst hoch erscheinen zu lassen. Das Problem ist nur, wie erkennt man ein und denselben Leser, der mehrmals täglich von verschiedenen Rechnern wieder kommt ? Gerne wird dann nach einer Karenzzeit von zb 1 Stunde erneut gezählt, was die Leserzahl künstlich aufbläht. Die Zahl 500-1000 beruht dagegen auf der härtest möglichen Zählmethode, eine IP-Adresse wird innerhalb 24 Stunden nur einmal gezählt, egal wie oft von dort aufgerufen wird. Wenn ein Haushalt mehrere Leser hat oder wenn mehrere Mitarbeiter ein und derselben Firma hier bei surveybuilder.info mitlesen, führt diese Methode dazu, dass eher zu wenig gezählt werden. Deswegen ist die Zahl 500-1000 eher konservativ und entspricht Werten von mehreren Tausend pro Tag, die von anderen Webseiten gerne kommuniziert werden.

  • Erste Preise (Smava, Comdirect) schon nach wenigen Monaten Betrieb.
  • Eine loyale Leserschaft im Sinne "Abonnenten". Das kann man gut daran erkennen, wie sich die Zugriffe entwickeln. Webseiten die von kurzfristigen Schlagzeilen leben und wenig innere Substanz haben, verzeichnen stark schwankende Klickzahlen, je nachdem ob man mal wieder einen "Aufreger" platzieren konnte oder nicht. Die Zugriffszahlen bei bewegen sich aber wie ein Uhrwerk nach oben und das im Rhythmus der Woche. Das spricht dafür, dass die Mehrzahl der Leser hier regelmässig als Teil des Tagesablaufs mitliest und das freut mich. Für "Vorbeiklicker" will ich auch nicht da sein.
  • Eine engagierte und kompetente Leserschaft. Wo sonst findet man, dass Leser schon im ersten Jahr des Blogs eigene Artikel verfassen ? Und wo findet man diese Qualität an Diskussion zum Thema Börse und Wirtschaft, wie wir es hier immer wieder schaffen ?

Alles in allem bin ich stolz auf das, was dieser Blog in nicht mal einem Jahr geworden ist. Und Sie können auch stolz sein, denn soweit Sie zu den aktiven Schreibern gehören, haben Sie an diesem Erfolg aktiv mitgewirkt.

Ich bin auch ganz selbstbewusst davon überzeugt, dass surveybuilder.info.de etwas Besonderes in der Presse/Internet-Landschaft im Bereich Börsen ist.

Denn wenn Sie sich umschauen, sehen Sie schnell, dass Sie mit Webseiten und Artikeln die Strasse pflastern können, die die Geschehnisse an den Börsen nur nacherzählen. Die Methode ist dabei immer gleich, man weiss ja, auf welche Aktien der normale Anleger schaut. Es sind Aktien wie Commerzbank, Aixtron, Solarworld etc. etc. an denen sich die fehlgeleitete Hoffnung von Otto Normalanleger auf schnellen Reichtum festmacht.

Wenn nun irgend etwas an der Börse bei diesen Werten passiert, spriessen die immer gleichen Artikel sofort aus dem Boden, die die Geschehnisse nacherzählen um dann mit einem Fragezeichen die Frage zu stellen, ob es so oder so weitergeht. Nur festlegen tun sich die Artikel nie, das wäre ja auch gefährlich und dazu müsste man eine kompetente Meinung haben. Man erreicht mit diesen Artikeln eine hohe Aufmerksamkeit und hohe Klickzahlen, weil sie die Bedürfnisse der Menschen in diesem Moment bedienen. Je marktschreierischer die Überschrift, desto höher die Aufmerksamkeit. Der inhaltliche Nutzwert geht aber bei dieser Art Artikel für mich gegen Null.

All das macht surveybuilder.info.de nicht, im Gegenteil. Dieser Blog legt Wert auf Inhalt und Substanz und nicht auf Schaueffekte. Und er legt Wert auf Leser, die gedanklich weit genug sind, den Wert und die Substanz zu sehen und sich von den Schaueffekten nicht mehr blenden zu lassen. Und dieser Blog versucht Ihnen zwischen all der Aktualität auch Hintergrundwissen zu den Märkten zu vermitteln, etwas was ich in dieser Konsequenz im deutschsprachigen Raum ebenso wenig gefunden habe, wie die kommentierte Aktualität, die mit den "Live Tips" Einzug gehalten hat.

Deshalb glaube ich voller Stolz, dass dieser Blog etwas Besonderes im deutschsprachigen Raum ist ! Und es macht mir Spass für Sie zu schreiben und mit Ihnen zu diskutieren und interagieren. Je mehr ich das Gefühl habe, dass ich Sie tatsächlich gedanklich voran bringe, desto motivierter bin ich, meine Energie in dieses Projekt zu stecken.

Wie geht es in 2013 weiter ?

Schon die reinen Zahlen oben sollten Ihnen klar machen, dass dieser Blog nun den Rahmen eines Hobbys "nebenher" verlassen hat. Immer mehr meiner Zeit wird dadurch gebunden und das hat auch Auswirkungen auf meine Trading-Aktivitäten. Bestimmte Trades die permanente Aufmerksamkeit erfordern kann ich nicht mehr machen, denn ich brauche Ruhe um nachzudenken und zu schreiben. Ich bewege mich daher zunehmend in Richtung der mittel- und langfristigen Trades, die mit meinen schreiberischen Aktivitäten zusammen passen. Das muss aber gar nicht schlimm sein, denn die Mehrzahl der Leser hier dürfte gerade an diesen mittel- und langfristigen Trades interessiert sein.

Und auch privat hat es natürlich Auswirkungen, es ist eben ein Unterschied ob man Abends um 18 Uhr Feierabend macht um sich der Familie und Freunden zu widmen, oder ob man um 22 Uhr noch Artikel schreibt und Fragen beantwortet. Frau und Kind sind auch nicht immer erfreut, wenn Papa sich nach dem Abendessen wieder an den Rechner setzt um zu schreiben und für seine Leser da zu sein.

Aber auch finanziell steigen die Kosten und die Risiken. Serverkosten, Softwarelizenzen und die Kosten technischer Dienstleister sind das eine, bedeutend werden nun auch rechtliche Themen und Risiken, Stichwort Abmahnung, aber auch ganz profane Themen wie Buchhaltung, Behördenkommunikation etc. Selbst mit der Bafin war ich schon in Kontakt. Abgesehen davon steigen auch die Opportunitätskosten, denn in der Zeit in der ich für Sie mit Aktualität da bin, kann ich nicht für mich selber Geld verdienen.

Alles in allem ist damit klar, dass surveybuilder.info.de nach dem ersten Jahr am Scheideweg steht, entweder die Aktivitäten zu professionalisieren oder wieder runterzufahren und zu begrenzen. Ich habe aber so viel Freude dabei für Sie zu schreiben ...und ich kann doch täglich sehen und lesen, wie ich viele von Ihnen auch in Sachen Börsenwissen und können weiter bringe ... dass ich das auf keinen Fall aufgeben will. Und so viele andere Orte gibt es in der deutschen Medienlandschaft ja nicht, an denen sich normale Anleger im deutschsprachigen Raum aufhalten können, die wirklich kompetentes und unabhängiges Wissen rund um die Börsen aufbauen wollen. Insofern fühle ich mich ein bischen auf einer "Mission", der Mission das Börsenwissen und die Börsenkultur in Deutschland zu erhöhen. Und ich bin nicht der Typ, der eine "Mission" vorzeitig abbricht, weil sie zu mühsam wird.

Meine Schlussfolgerung ist daher klar. Ich werde in 2013 eher mehr als weniger für Sie da sein. Und ich werde surveybuilder.info.de teilweise professionalisieren, so dass dann auch ein wirtschaftlicher Gegenwert für mein zeitliches und finanzielles Engagement entsteht.

Die ersten Schritte können Sie schon unter der Decke verfolgen. Inhaber der Website ist nun die "Surveybuilder", eine GmbH deren einziger Gesellschafter und Geschäftsführer ich bin und deren Sinn es ist, eine Plattform für wirtschaftliche Aktivitäten darzustellen, ebenso wie einen gewissen Haftungsschutz zu erzeugen.

Im Laufe des nächsten Jahres werde ich dann eine Trennung vollziehen, denn es gibt in meinen Augen drei Bereiche, in denen dieser Blog aussergewöhnlich ist:

  • Die Aktualität in Form der Marktupdates und der Live-Tips, die ich nächstes Jahr ausbauen will um Ihnen noch besser einen Blick auf das zu erlauben, was ich an den Börsen so mache und welche Trades ich eingehe und vor allem warum. Wenn Sie so wollen, erlaube ich Ihnen, mir ein kleines bisschen über die Schulter schauen.
  • Meine aktive Beantwortung von Fragen in den Kommentaren. Oft liefere ich Ihnen hier Grundsatzerläuterungen zu den Märkten, die Sie nirgendwo sonst finden würden, schon gar nicht als persönliche Antwort.
  • Die Artikel, die Ihnen anhand aktueller Szenarien grundlegende Techniken und Hintergrundwissen nahebringen. Diese Form von "interaktiver Schulung" am aktuellen Fall ist höchst selten und weit produktiver als "trockene" Lehrbücher.

Nach meiner Ansicht liegt in allen drei Themen ein hoher wirtschaftlicher Wert für die Leser. Als regelmässiger Leser wissen Sie selber, wie viele schon indirekt von meinen Kommentaren und Live-Tips profitiert haben - entweder in Form von Gewinnen oder in Form von vermiedenen Verlusten. Und letztlich ist das, was ich Ihnen in Kommentaren und Artikeln biete, durchaus eine Art "Mentoring" - ein Mentoring das versucht Ihnen Grundlagen und Zusammenhänge zu vermitteln und Sie so fit zu machen, alleine gegen Mr. Market bestehen zu können. Haben Sie eine Vorstellung davon, was professionelle Mentoren normalerweise kosten ?

Und genau deshalb werde ich diese drei Bereiche weiter ausbauen und gleichzeitig nur noch für die Leser zur Verfügung stellen, die den Wert auch erkennen und das dadurch ausdrücken, dass sie dafür zu zahlen bereit sind. Ich werde also wahrscheinlich in diesen Themen für deutlich weniger Leser da sein, für diese aber um so intensiver.

Der freie Blog bleibt erhalten und wird weiter geführt. Allerdings ohne die tägliche Aktualität der Live-Tips und ohne einen Hari, der sich in Kommentaren die Mühe macht auf jede Frage detailliert einzugehen und jeden Neuling aufs Neue an der Hand zu nehmen. Diesen Hari gibt es dann nur noch für den Kreis der zahlenden Leser. Und der freie Blog bleibt auch ohne die ganz besonders spannenden und aktuellen Artikel, die Ihnen beim täglichen Navigieren durch die Märkte helfen. Auch andere Artikel werden dort erst mit Zeitverzögerung erscheinen. Aktuelle Hinweise und meine konkreten Beobachtungen der Märkte, bleiben also alleine den zahlenden Lesern vorbehalten. Im freien Blog wird es dann auch mal in Maßen die eine oder andere Werbung geben, während die kostenpflichtigen Inhalte weiter ohne jegliche Werbung oder sonstige wirtschaftliche Interessen bleiben.

Was den "Preis" angeht, bleibe ich meinem altruistischen Prinzip treu, dass ich hier nicht versuche maximalen Ertrag heraus zu schlagen, sondern primär versuche zu helfen, in dem ich dem normalen Anleger einen Zugang zum Wissen eines Marktprofis ermögliche. Denn ich will Ihnen keine "heissen" Tips verkaufen, oder sie sonst zu irgend einer Handlung veranlassen, sondern ich will Ihnen dazu verhelfen sich selber helfen zu können und sich aus der Abhängigkeit von diversen "Gurus" zu lösen.

Ich werde mich daher bei der Gebühr für den kostenpflichtigen Teil von surveybuilder.info grob an dem orientieren, was die klassischen, wöchentlich erscheinenden Anlegerpostillen ihren Lesern auch monetär abverlangen. Die Logik dahinter ist ganz einfach: wer nicht sieht, dass er hier einen grösseren Wert bekommt, der ist hier sowieso falsch.

Und noch etwas werde ich tun. Damit die Gebühren in diesem niedrigen Bereich bleiben, werde ich auf Sie - meine loyalen Leser - setzen. Ich setze auf Ihr Engagement und Ihre Empfehlungen in Ihrem Umfeld. Und ich werde die besonders engagierten Leser dafür auch belohnen, wie es sich gehört. Die Punkteliste die Sie im Blog ganz rechts unten finden und die sich nicht nur aus Kommentaren, sondern auch aus Artikeln oder sonstiger aktiver Hilfe speist, steht dort nicht ohne Grund. Ich mache höchst selten etwas ohne Grund. 😉

Und wenn der Erfolg sich fortsetzt, kann ich mir über 2013 hinaus auch durchaus vorstellen, dass aus Ihrem Kreis dann auch Autoren erwachsen, die regelmässig für diesen Blog schreiben und damit auch einen kleinen Nebenverdienst erzielen - vom Spass sich der Welt mitzuteilen ganz abgesehen. 🙂

So weit so gut, der Artikel ist schon viel zu lang geworden. Ich hoffe ich konnte Ihnen einen Eindruck verschaffen wohin die Reise in 2013 geht. Der Community-Gedanke wird also ebenso wie die Aktualität ausgebaut. Aber erwarten Sie nicht, dass das alles am 02.01.13 startet, ich mache das alles (noch) alleine und obige Entwicklungen werden sich voraussichtlich im Laufe des Jahres einstellen, Schritt für Schritt. Bis dahin bleibt alles wie es ist.

Nun wünsche ich Ihnen ein paar geruhsame Feiertage. Auf surveybuilder.info.de wird es sicher bis ins neue Jahr auch etwas ruhiger werden. Ich werde aber an den beiden letzten vollen Handelstagen des Jahres am 27. und 28.12.12 präsent sein und mich sicher auch mal in Form eines Artikels melden. Die Live-Tips werden auch während der Feiertage gepflegt, wenn ich etwas Interessantes sehe, lasse ich Sie teilhaben. Und auf Kommentare reagiere ich sowieso immer zeitnah, auch am Heiligabend. 😉

Ihr Hari

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Von Finanzblogs und Preisverleihungen

Heute erreichte mich die erfreuliche Nachricht, dass surveybuilder.info.de Finanzblog beim Smava Finance Blog of the Year 2012 Award den 3. Platz erreicht hat !

Ich danke allen Lesern herzlich, die an der Abstimmung teilgenommen haben. Und das unabhängig davon, für wen Sie gestimmt haben. Denn dabei sein ist alles und solche Awards können uns Bloggern ohne Verlagsapparat im Hintergrund sehr helfen, den Bekanntheitsgrad zu steigern.

Und ich gratuliere Christian Drastil und Lars Röhrig herzlich zu Ihrem Erfolg ! Aber auch viele andere Blogs aus der Selektion der Smava Jury hatten eine Auszeichnung verdient und ich verneige mich in Hochachtung vor dem altruistischen Engagement, das viele Blogbetreiber hier jeden Tag wieder aufs Neue zeigen !

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Eine weitere erfreuliche Nachricht bekam ich gestern. surveybuilder.info wurde im Rahmen des Comdirect Finanzblog Award 2012 durch die Jury in den Kreis der 11 deutschsprachigen Finanzblogs aufgenommen, die für einen Preis nominiert wurden !

Hier ist die Liste der von der Jury Nominierten:

Michael Schulte: surveybuilder.info

Interessant sind in diesem Zusammenhang die verschiedenen Ansätze der Juroren, denn da fallen zwischen Smava und Comdirect schon deutliche Unterschiede auf.

Die Jury des Smava Awards hat nach meiner Einschätzung tendentiell "freie" Finanzblogs ausgewählt, die typischerweise von engagierten Einzelkämpfern oder kleineren Gruppen auf eigene Rechnung betrieben werden.

Die Jury des Comdirect Awards scheint für mich dagegen eher medienwissenschaftlich an das Thema heran gegangen zu sein, denn bei den 11 Nominierten finden sich:

1. Blogs engagierter Einzelkämpfer wie Dirk Elsners "Blick Log".

2. Professionelle Plattformen wie "Finews.ch", nach Selbstdarstellung "Das Intranet der Schweizer Finanzbranche".

3. Ableger der grossen Medien wie FAZ und Handelsblatt, die eine Plattform für Blogger zur Verfügung stellen.

Insofern erscheint mir die Auswahl der Comdirect Jury medienwissenschaftlich als ein guter Überblick über die verschiedenen Formen, in denen heutzutage qualifizierte Meinung und Informationen zu Finanzthemen der Öffentlichkeit angedient werden. Und die Breite zeigt auch, welch positive Entwicklung die Finanzblog-Szene im letzten Jahr genommen hat. Ob diese Breite eine Vergleichbarkeit und Reihenfolge im Rahmen eines Awards einfacher macht, ist aber sicherlich kontrovers diskutierbar. Glücklicherweise muss ich diese Frage nicht beantworten, das obliegt der qualifizierten Jury, die im Gegensatz zum Smava Award hier das letzte Wort hat.

Aber wie auch immer, jeder Ansatz der Auswahl hat seine völlige Berechtigung und ich freue mich daher um so mehr, dass surveybuilder.info.de bei beiden Ansätzen in den engen Kreis der Auserwählten gekommen ist.

Mein Dank gilt nochmals Smava und der Comdirect als Initiatoren dieser Awards, denn für Einzelkämpfer ohne die Infrastruktur der Verlage im Rücken, bedeuten diese Awards eine grossartige Gelegenheit, die Reichweite zu vergrössern !