Die Marktlage in einem Chart

Ich weiss, wir wünschen uns ja so intensiv, dass es nur ein einziges Mal völlige Klarheit und totale Sicherheit am Markt gäbe, damit wir mal "so richtig" und ohne Sorgen im Nacken Gewinne scheffeln könnten.

Leider ist das eine Illusion und wer wirklich das Konzept der -> Reflexivität <- verinnerlicht hat, hat das auch akzeptiert.

Denn stellen wir uns mal vor, es gäbe diesen Moment der absoluten Sicherheit, dann würden ja alle das Gleiche machen wollen wie wir, denn "die anderen" da draussen sind ja auch nicht blöd. Und wer würde dann die Gegenposition zu unseren Käufen nehmen und uns die Aktien verkaufen? Eben. 😉

Der Markt ist also nie völlig klar und es gibt immer Unsicherheiten und das muss so sein. Nun kann man diese Unsicherheiten mit Ignoranz und Bias einfach beiseite schieben und sich "sicher fühlen". Das fühlt sich auch eine Zeit lang sehr schön an, die perfekte Kontrollillusion sozusagen, aber dann kommt zwangsläufig die Realität und bringt das dicke Ende.

Aber auch wenn der Markt immer in Unsicherheit ist, gibt es doch Momente, an denen die Lage und die Chancen und Risiken sehr deutlich verteilt sind und uns eine rationale Entscheidung mit klarer Tendenz ermöglichen. Witzigerweise sind es gerade die grossen Wendepunkte, an denen die Lage am Klarsten ist und trotzdem eine grosse Mehrheit der Anleger vor Angst erstarrt zu sein scheint und sich schwer tut, gedanklich die Richtung zu wechseln.

So war das in den letzten Wochen am Paniktief des 24.08. und ebenso am markanten Intradayreversal vor 10 Tagen am Freitag 02.10. In beiden Fällen haben wir das hier auf surveybuilder.info antizipiert, erkannt und konnten damit schöne Gewinne in einer Aufwärtsbewegung mitnehmen, die eine Zeit lang relativ risikoarm war, weil eben alles noch in die Gegenrichtung schaute.

Nun aber, nachdem der DAX seit diesem Freitag ca. 900 Punkte gut gemacht hat, ist die Lage wieder komplizierter und Chance und Risiko existieren in ähnlichem Umfang auf beiden Seiten.

Das könnte man nun in vielen Worten beschreiben und diverse Szenarien thematisieren. Ich will Ihnen statt dessen die Lage in einem Chart darstellen, denn das genügt.

Es ist das Chart des Leitindex S&P500 und auch wer sich nur im DAX bewegt, tut gut daran darauf zu achten, wie die US institutionellen Anleger denken. Denn die bestimmen mit ihren Erwartungen eben auch den DAX, der zu über 50% von ausländischem Geld - und eben nicht von deutschem Geld - bewegt wird.

Wenn sie dieser Tage wieder viel über das optimistische Sentiment deutscher Anleger in den Medien lesen, warne ich daher auch davor, daraus zu einfache, direkte Schlüsse auf den DAX abzuleiten. Ohne zu verstehen, wie die US Anleger die Welt sehen, kann man den DAX eben nicht vollständig antizipieren.

Der DAX ist nun einmal kein "deutscher" Index, dafür trägt die völlig fehlende Aktienkultur in Deutschland Verantwortung. Und wer den DAX verstehen will, muss verstehen, wie die denken, die in ihm handeln. Und das sind eben nur zum Teil deutsche Anleger.

Schauen wir also auf *den* Leitindex schlechthin, den S&P500. Alles was man zur aktuellen Lage mit ihren Chancen und Risiken wissen muss, ist in diesem Chart. Und wenn dieses Chart nicht zu Ihnen sprechen sollte und Sie daraus keine eigenen Schlüsse ableiten können, lade ich Sie ein, zur surveybuilder.info Community dazu zu stossen. Hier werden Sie geholfen. 😉

S&P500 13.10.15

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Die Lage im DAX – Von Mass und Mitte

Mittwoch 23.09.15 Morgens vor Handelseröffnung.

Sie kennen sicher auch Marktkommentatoren, die je nach momentaner Stimmung des Marktes von "Himmel-hoch-jauchzend auf "Zu-Tode-betrübt" wechseln - und zwar immer schön brav prozyklisch. 😉

Als der DAX vom Paniktief am 24.08.15 bei 9.338 in den Tagen danach nach oben drehte, wurde sofort "der Boden" und die neue Rally hoch Richtung 12.000 und darüber hinaus beschworen.

Und nun, wo der DAX sehr angeschlagen und die Stimmung im Zuge des VW Desasters mies ist, dürfen wir uns von diesen Leuten dann die Angst machenden Katastrophencharts anschauen, wie tief der DAX und S&P500 nun fallen *könnte*.

Vom Standpunkt der medialen Vermarktung her, ist das auch die richtige Vorgehensweise. Denn es ist erwiesen, dass die Menschen am liebsten die Dinge lesen, die sie in einer vorgefassten Meinung bestärken. Wenn also Gier vorherrscht, werden die Artikel mit den Kurszielen goutiert, die das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Und wenn man selber Angst verspürt, suhlt man sich gerne im allgemeinen Gruseln, in der Herde stirbt es sich halt angenehmer. 😉

Sie merken ja den Sarkasmus in meinen Worten, denn es ist wohl offensichtlich, dass mit solcher Art von "Marktanalyse" zwar die Klickzahlen gefördert werden, der Börsenerfolg aber weniger.

Deswegen sind Fondsmanager, die komplett versagt haben, auch immer sehr motiviert in die "Herde" zurück zu kehren und darauf hinzuweisen, "dass man ja den Absturz nicht ahnen konnte". Stimmt, ist aber eine Nullaussage. Denn wenn das ganze Risikomanagement nur darauf beruhte, die Zukunft erahnen zu wollen, muss man sich über gar nichts wundern, denn das geht sowieso nicht, niemand hat eine Kristallkugel. Niemand. Bei gutem Risikomanagement geht es ja gerade darum, das Unerwartete trotzdem zu überleben.

Nein, was wirklich nötig ist, ist dagegen "Mass und Mitte" bei der Betrachtung des Marktes. Und die Bereitschaft, sich auf verschiedene Szenarien einzustellen, ohne vorher zu wissen, welches eintritt.

Und es ist ganz normal, dass der Markt Phasen hat, in denen er selber nicht weiss, wohin die Reise geht, weil er eben keinen klaren Trend mehr hat. Und dann hilft es nicht, Extremszenarien je nach Stimmung zu verkünden, denn wenn der Markt nicht weiss wohin er will, kann es ein objektiver Beobachter auch nicht wissen. Zum Raten könnten wir auch zur Lotto-Annahmestelle gehen, Erfolg an den Börsen entsteht so eher nicht.

Aktuell ist wieder so eine Phase der Unsicherheit, denn die FED hat mit ihrer "Hasenfuss-Politik" nun grosse Unsicherheit gestreut und es war absehbar, dass der Markt so verstört reagieren wird, falls die FED keine Sicherheit schafft. Nicht was die FED gemacht hat war absehbar, sondern wie der Markt darauf reagieren wird. Ich verweise auf Punkt 5 meines Artikels -> Das grosse Warten auf die FED <-, der genau das präzise thematisiert hat.

Letztlich befinden wir uns im DAX im reinen Kursverlauf (nicht in den wirtschaftlich/politischen Rahmenbedingungen) aber immer noch nur in einer groben Analogie zu 1998 oder 2011, wie ich das im Artikel -> Welches Börsenjahr reimt sich auf 2015? <- dargestellt habe. In beiden Jahren, gab es im Verlauf den Retest des ersten Tiefs, das wir dieses Jahr am 24.08. hatten. Und wie wahrscheinlich dieser Retest immer war, habe ich dann erneut im Artikel -> Retest des Tiefs oder erneuter Rebound? <- erst vor knapp 2 Wochen heraus gestellt, als viele dachten, nun ginge es nach oben raus.

Was will ich Ihnen mit diesen diversen Verweisen sagen?

Dass der Markt sich bisher keineswegs ungewöhnlich verhält. Und auch nicht unberechenbar, lesen Sie einfach die drei Artikel oben noch einmal. Und trotz der Belastung durch das VW Desaster, das auf die ganze Autoindustrie ausstrahlt, bewegt sich der DAX immer noch in einem zu erwarteten Rahmen, wie schon oft nach so massiven Einschlägen.

Nein, die Entwicklung könnte zwar nun, muss aber auch keineswegs zwingend in ein negatives Extrem abgleiten, sondern das Szenario von "Mass und Mitte" hat immer noch hohe Relevanz. Und dieses Szenario geht eben schon seit Wochen von einem erneuten Retest des Tiefs aus, der dann aber in Form einer Art Doppelbodens eine belastbare Grundlage schafft, von der der Markt zum Jahresende durchaus wieder steigen kann:

DAX 22.09.15

Sicher springt die bärische Struktur des DAX im Sinne (2) nun geradezu ins Auge und auch dass der Bounce exakt am 38er Fibonacci Retracement mit Hoch am 09.09. wieder drehte, wirkt nicht gerade vertrauensfördernd.

Auch fundamental hat das Desaster um VW durchaus das Potential, auf die ganze deutsche Autoindustrie mit allen Zulieferern abzustrahlen und das wird dann alle deutschen Indizes massiv belasten. Und heute Nacht kam dann noch ein sehr schwacher Caixin PMI aus China herein, der nicht nur die asiatischen Märkte, sondern auch den DAX belasten wird.

Es gibt also viele gute Gründe nun bärisch zu sein und das Risko eines massiven Einbruches Richtung 8.500 ist real da. Aber diese bärische Struktur ist nun so offensichtlich und die Stimmung auch im Zuge des VW Desasters so schlecht und angeschlagen, dass die Frage berechtigt ist, ob etwas so Offensichtliches noch so einfach eintreten kann.

Im Moment wird in der allgemeinen "Düsternis" aber eher übersehen, dass schon kurz nach einem zweiten Tief, sich die bärische Struktur in einen aussichtsreichen Doppelboden wandeln könnte. Und so schnell, wie die auf solche Strukturen getrimmten Algos dann diesen potentiellen Doppelboden handeln werden, können wir als Menschen gar nicht "Papp" sagen.

Akzeptieren wir doch einfach, dass der Markt derzeit selber massiv unsicher ist und wir deswegen auch nicht sagen können, ob der Einbruch noch in eine zweite Phase tritt oder nun einen Doppelboden findet. Es ist vielmehr ein Zeichen der Reife, zu wissen, was man nicht weiss.

Wir brauchen es auch gar nicht wissen, weil diese Struktur macht es uns doch recht einfach. Wir müssen jetzt vor allem hinschauen, wie sich der DAX im Bereich der Tiefs verhält. Und dann handeln wir "einfach" das, was wir sehen.

Ich weiss, ich weiss, "einfach" ist das nicht wirklich, wir Menschen tun uns damit schwer und wollen immer schon vorher wissen, was passieren wird. Wenn wir aber die Bewegung handeln könnten, die sich real ergibt, könnten wir in beiden Fällen, bei (1) wie bei (2) etwas profitieren. Und eigentlich wünschen wir uns doch genau das, oder?

Wenn ja, warum schränken wir dann unsere Wahrnehmung mit Extremszenarien ein, die in unseren Köpfen nur einen hinderlichen Bias erzeugen? Bleiben wir doch einfach bei Mass und Mitte und dabei, dass die Zukunft erst noch geschrieben wird.

Dieser Markt ist nun wackelig und unsicher. Das ist Faktum. Und weil das so ist, ist er auch sehr gefährlich. Auch das ist Faktum.

Risiko generiert aber auch immer Chancen und heute um 15 Uhr redet mal wieder Mario Draghi, vielleicht genau dann, wenn der DAX sein Tief vom 24.08. testet - eine wahrlich interessante Ausgangslage.

Eine hohe Cashquote macht also seit letzten Mai jede Menge Sinn und tut es immer noch. Und wer nun diese hohe Cashquote hat, muss nun auch nicht raten und schwanken, sondern kann ruhig abwarten was passiert.

Denn "Hopium" und "Panik" sind nie gute Ratgeber, in der Ruhe liegt die Kraft.

Ihr Hari

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Der keineswegs so überraschende Short-Squeeze bei Gold und Goldminen

Wenn man wie ich, jeden Tag für seine Leser 5-10 Artikel im Premium Bereich schreibt, hat das einen schönen bzw unschönen Nebeneffekt - je nachdem, wie man es betrachtet.

Denn jederzeit können die Leser so im Nachhinein den Abgleich mit der realen Entwicklung vornehmen. Dagegen ist hinterher zu "klugschnacken" immer einfach, nachdem das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Deswegen machen es so viele auch so gerne. 😉 Die Kunst ist aber, mitten im Getümmel schon ein halbwegs zutreffendes Bild von der Lage zu haben. Perfekt trifft man die Lage sowieso nie, aber ein halbwegs zutreffendes Bild von Chancen und Risiken, ist schon eine Menge wert.

Nun hatten wir ja gestern einen gewaltigen Short-Squeeze im Gold- und Silber-Sektor, der bei den Edelmetallen selber, wie bei den Minen deutlich zu spüren war. Und ja, es war ein Short-Squeeze und sonst erst einmal nichts. Die Short Positionen und Absicherungen der Bären wurden schlicht überrannt und aus der Notwendigkeit der Bären zu covern, ergab sich dann die massive Bewegung nach oben. Und das oberhalb der 1270/1280er Zone und dann wieder oberhalb 1300 solche Stops der "Shorties" liegen würden, war vorher klar.

Daraus aber nun sofort zwingend einen neuen Bullenmarkt abzuleiten, ist verfehlt und seit Wochen gehe ich schon davon aus und habe darüber geschrieben, dass bei Gold nach einem vermeintlichen Dreifachboden erst einmal ein Schub nach oben bevor steht, der alle Goldbullen elektrisieren wird. Diesen Schub erleben wir gerade. Und das dieser Schub trotzdem im grösseren Bild nur das Präludium zu einem endgültigen Absturz Richtung 1000 sein könnte.

Aber einen Bias über die zukünftige Entwicklung zu haben wie ich, ist das eine und der Bias ist auch nichts wert, ausser als theoretisches Szenario, das man locker im Hinterkopf behält. Denn handeln sollte man nicht nach seinem Bias, die Zukunft ist und bleibt prinzipiell unbestimmt. Handeln sollte man nur nach dem, was der Markt real macht. Und wenn man Augen hat zu sehen, zeigt der Markt einem in der Regel schon die Tendenz, in die er letztlich will.

Und dazu hatte ich im Premium Bereich mehrfach geschrieben, zuletzt am 11.06. zu den grossen Goldminen in Form des ETFs GDX und am Folgetag zu den stärker hebelnden Junior Goldminern in Form des ETFs GDXJ. Denn die potentielle Wendeformation in Form einer möglichen iSKS war ja überdeutlich und diese Möglichkeit deutete sich schon seit Wochen an. Lesen Sie mal den O-Ton von vor 8 Tagen:

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Donnerstag 12.06. 11:00 - Junior Goldminer GDXJ

Im Nachgang zu meinem gestrigen, ausführlichen Kommentar zur potentiellen iSKS im Goldminen-Sektor, will ich Ihnen heute das Chart des etwas aggressiver laufenden ETFs GDXJ zeigen, der als kleiner Bruder des GDX die "Juniors" vereint, also Minen die eher noch in Exploration oder Produktionsaufbau sind.

Es liegt in der Natur der Sache, dass dieser ETF stärker auf den Goldpreis hebelt, da diese Minen schneller Pleite sind, aber auch die Gewinne prozentual stärker steigern können:

GDXJ 12.06.14

Wir sehen hier, dass der Trade von gestern nun klar Fahrt aufgenommen hat. Auch das Volumen passt nun wunderbar - wir haben ein Kapitulationsvolumen (rot), dann eine kurse Phase der Unsicherheit und nun wieder gutes Volumen im Anstieg (grün).

Wie ich gestern schon schrieb, den Trade kann man machen. Und dabei kann man auch vergessen, ob es sich nun um Goldminen oder Kühlschränke am Nordpol handelt, die Price-Action ist auf der kurzfristigen Zeitebene positiv und spricht dafür, dass die 200-Tage-Linie nun auch fällt - vielleicht nach einem kurzen Rücksetzer vorher. Achten Sie auf den Ablauf in der linken Schulter, ein zweites höheres Tief ist ganz typisch und könnte auch hier Thema sein. Passend zur Einschätzung ist auch, dass das Geplapper um Gold in den bekannten bunten Medien noch nicht wieder begonnen hat. Das kommt dann wieder etwas höher. 😉

Merken Sie sich also unbedingt diese Wahrheit, die ich gestern zu vermitteln versucht habe: unser Bias hat keinen Wert für das unmittelbare Handeln. Handeln wir nicht nach unserem Bias, sondern nach dem, was die Märkte real tun. Unser Bias kann uns aber helfen, verschiedene mögliche Szenarien zu identifizieren.

Ob mein Bias für Gold Recht behält, wird also die Zukunft zeigen und muss uns heute nicht interessieren. Mein Bias glaubt, dass die Goldbugs noch einmal richtig demoralisiert werden müssen, bevor es dann wirklich - vielleicht schon im Herbst, vielleicht auch erst 2015 - hoch gehen kann. Und das deshalb diese potentielle iSKS nie triggern wird, sondern irgendwann weiter höher wieder wegkippt.

Aber um die richtigen Handlungen an den Märkten zu vollziehen, müssen wir diese Zukunft gar nicht kennen. Uns reicht die Price-Action der Gegenwart und die zeigt kurzfristig für den Sektor ein brauchbares Setup. Und die Stops nach unten dürften auch sonnenklar sein.

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So weit meine Worte vor 8 Tagen. Den Trade konnte man wirklich machen, auch wenn man im grossen Bild skeptisch zur Lage der Edelmetalle war. Und der GDXJ war dann gestern zum Schlusskurs rund 15% höher als bei obigem Beitrag. Daraus jetzt aber sofort mit Bestimmtheit einen neuen Bullenmarkt abzuleiten und den "grossen Boden" für Gold und Silber auszurufen, sind irrelevante Schwarz/Weiss Darstellungen, die weder unsere Zeit, noch unsere Aufmerksamkeit wert sind. Es ist möglich, dass der grosse Boden hinter uns liegt, es gibt aber auch andere, relevante Szenarien. Die Welt ist nie schwarz/weiss - an den Börsen schon gar nicht.

Denn erst jetzt - wo der gestrige Short-Squeeze abgelaufen ist und viele Shortpositionen im Sektor aufgelöst wurden - erst jetzt wird sich zeigen, ob wirkliches, ernst zu nehmendes Kaufinteresse in den Sektor kommt. Jetzt müssen die Markt-Elefanten ins Rennen einsteigen und wenn diese den Goldpreis nun über die alten Verlaufshochs Richtung 1400 USD und darüber treiben, dann ist der Abwärtstrend wirklich gebrochen und wir haben wohl eine bedeutende Wende gesehen.

Es ist aber nach wie vor sehr gut denkbar, dass das nur eine Falle ist und die Kurse nun bald wieder zurück fallen und zu neuen Tiefs abtauchen. Ein brutaler Short-Squeeze ist als Gegenbewegung in einem Bärenmarkt keineswegs untypisch. Niemand kann Ihnen mit Gewissheit sagen, ob das nun die Wende oder nur eine Falle ist. Und ob Gold nun über oder unter der alten 1270/1280 Widerstands- bzw Unterstützung-Zone liegt, ist dabei bestenfalls ein Faktor unter anderen. Daraus aber den gesamten Marktzustand abzuleiten, springt deutlich zu kurz.

Stellt sich die Frage, wann man denn im Sektor Geld verdienen konnte, wenn jetzt schon wieder alles offen ist. Die Antwort zeigt Ihnen mein Beitrag im Premium-Bereich oben von vor 8 Tagen. Zu dem Zeitpunkt lies sich mit einem klaren Setup Geld verdienen und das ohne über die Zukunft zu spekulieren, nur aufgrund der Marktstrukturen - also als noch kaum jemand darüber geschrieben hat. Und insofern war die Bewegung der letzten Tage für sehende Augen auch wenig überraschend. Nun aber, nach dem Short-Squeeze, ist die Lage erst einmal wieder offen und das ist nicht der ideale Zeitpunkt, um sich blind auf eine Richtung festzulegen.

Wenn der Sektor aber - nach einer nun fast zwangsläufigen anstehenden Konsolidierung - doch wieder beginnen sollte, nach oben zu laufen, dann wird dann wieder ein guter Punkt sein, um Geld im Sektor zu verdienen. Aber erst dann und erst falls das passiert. Und die Art, wie diese Konsolidierung bzw das Retracement nach dem gestrigen Schub nun abläuft, wird uns viel darüber sagen, mit welchem Szenario wird es hier mit Wahrscheinlichkeit zu tun haben. Dafür müssen wir aber genau hinschauen und auch wissen, wo wir hinschauen sollten.

Das genau bedeutet das Prinzip: "Folge dem Markt". Und dieses Prinzip funktioniert. Herum zu raten, wie eine prinzipiell unbestimmte Zukunft aussehen wird, funktioniert nicht.

Wenn Sie es nicht glauben, lesen Sie mal, was sogenannte "Zukunftsforscher" in den 70er und 80er Jahren über unsere heutige Gegenwart geschrieben haben und amüsieren Sie sich. 🙂

Ihr Hari

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Emerging Markets – Reimt sich die Geschichte ?

Der folgende kurze Beitrag erschien vor 2 Tagen in Hari Live:

Die Emerging Markets, hier in Form des US ETFs EEM, dessen deutsche Entsprechung die WKN A0HGZT besitzt, sehen immer noch gut und bullisch aus. Ich habe darüber ja mehrfach geschrieben und wir haben diesen Trade in verschiedenen Facetten perfekt erwischt.

Allerdings stellt sich nun die entscheidende Frage, ob sich die Geschichte nicht auf fatale Art und Weise reimt, weswegen ich ganz kurzfristig mit weit engeren Stops operiere, aber im Trade bleibe:

EEM 19.05.14

Die Auflösung werden wir bald wissen. Wenn sich die Geschichte nicht reimt, wird der EEM schon bald ein neues Verlaufshoch generieren. Damit wäre dann nicht nur diese Replikation der Struktur vom Tisch, sondern ein bedeutender Bruch des mehrjährigen Abwärtstrends erreicht.

Und wenn der EEM hier zurück fällt, ist klar wohin die Reise wahrscheinlich geht und Stops müssen greifen.

Ich habe hier in Betrachtung der Gesamtsituation einen leichten Bias pro EMAs. Sprich ich gehe eher davon aus, dass die Zeit der Unterperformance der Emerging Markets dem Ende zu geht und der übergeordnete Abwärtstrend in diesem Zyklus gebrochen wird.

Aber trotzdem warte ich die Entscheidung ab und habe bis dahin sehr enge Stops. Denn einen Bias zu haben ist das Eine, rationales Handeln etwas Anderes.

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Der DAX, die Emerging Markets und der Recency Effekt

Die FED hat gestern ihre ruhige Hand beibehalten und erneut den Stimulus von 75 auf 65 Milliarden USD pro Monat reduziert. Wir haben das hier im Blog bis in die Nacht hinein Live verfolgt.

In meinen Augen die psychologisch richtige Entscheidung, denn damit wird Gelassenheit und Selbstbewusstsein hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung in den USA ausgedrückt. Hätte die FED wegen der Währungskrise in den Emerging Markets sofort wieder kalte Füsse bekommen, wären nach anfänglicher Freude der Märkte, wohl noch viel grössere Fragezeichen in den Köpfen der Marktteilnehmer entstanden.

Insofern war die Reaktion des Marktes nach der FED zwar latent negativ, aber doch alles in allem erstaunlich ruhig. Und damit besteht heute eine gewisse Chance für eine Stabilisierung. Über eine kurzfristige Stabilisierung hinaus, sind Prognosen aber nicht möglich und auch sinnlos, wie ich hier ja oft predige. Wir haben ja erst gestern wieder gesehen, wie schnell der Markt auf der Ferse kehrt machen kann, als der DAX nach den Interventionen der türkischen und südafrikanischen Notenbanken erst über 9500 hoch schoss, um gleich darauf wieder einzuknicken.

Im grossen Bild muss man einfach festhalten, dass wir im Moment deutlich erhöhte Risiken an den Märkten haben und daraus sollten wir klugerweise in unseren Depots Konsequenzen ziehen.

Schaue ich auf Kommentare und Meinungen, die ich aktuell im grossen weiten Meer des deutschen Internets lese, erscheint es mir aber nötig, an zwei wichtige Sachverhalte zu erinnen, die man gerade in der jetzigen Phase nicht vergessen sollte.

(1) Der Recency-Effekt

Unsere Gehirne sind so konditioniert, dass sie die Erfahrungen der nahen Vergangenheit bei der Entscheidungsfindung höher werten, als altes, grundsätzliches Wissen. Wenn man so will, haben unsere Gehirne eine Art eingebaute Trendfolge. Was zuletzt ein paar mal funktioniert hat, wird von uns auch bei der kommenden Entscheidung als richtiger Weg bevorzugt.

Im Kern ist das evolutionär ein sehr sinnvolles Muster und sogar an den Börsen kann das hilfreich sein, wenn man lange, stabile Trends hat. An den wichtigen Wendepunkten wirkt sich diese Konditionierung aber verheerend für das Anleger-Depot aus.

Verheerend deshalb, weil man viel zu lange an den alten Mustern festhält und so schnell einen grossen Teil der Gewinne wieder abgibt, die man sich vorher mühsam erarbeitet hat.

Nun haben wir aktuell einen massiven "Recency-Effekt" und das ist die Konditionierung, dass jeder Rückgang (Dip) sofort wieder eine Kaufgelegenheit an den Aktienmärkten sei. Das sensationelle Jahr 2013 hat uns diese Wahrnehmung nachhaltig eingebläut. Und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass dieser Reflex auch nun wieder die richtige Strategie ist und die Märkte doch wieder zu neuen Höchstständen ziehen.

Trotzdem, wenn ich im aktuellen Report von dann lese, wie die institutionellen Anleger sofort wieder ins bullische Lager wechseln, weil sie darauf konditioniert sind den Dip sofort zu kaufen, lässt mich das eine Augenbraue hochziehen. Denn an dem Tag, an dem der Dip mal keine Gelegenheit zum Kauf war, wird dieser Reflex ein Blutbad auslösen.

Prüfen Sie sich also selber, wie stark sie von der Angst vermeintlich etwas zu verpassen beeinflusst sind. Solche Reflexe sind selten gute Ratgeber. Wenn der Markt wirklich nach oben will, wird er uns das zeigen. Und bis dahin ist Geduld ein besserer Ratgeber, als die Angst etwas zu verpassen.

(2) Der Markt spinnt in der Regel nicht - uns fehlt zu oft Wissen !

In Anbetracht der starken Bewegungen, weil sozusagen in China ein Fahrrad umfällt, liest man bei Laien auch immer wieder Unverständnis, gewürzt mit Sätzen wie: "die spinnen die Börsianer".

Dabei ist die Wahrheit eher, dass dabei nicht verstanden wird, was die Märkte wirklich antreibt. Es sind die Erwartungen an zukünftige Entwicklungen, die in der Gegenwart zu Kursbewegungen führen. Deswegen sind auch die 10 Milliarden USD als Wert nicht so wichtig, die die FED gestern objektiv den Stimulus zurück gefahren hat. Wichtig ist viel mehr die daraus abzuleitende Erwartung, dass der Stimulus nun Zug um Zug auf Null gefahren wird. Und daraus ergeben sich massive Konsequenzen.

Auch könnte man sich als Laie ja fragen, was hat denn der DAX mit der türkischen Lira oder anderen Währungen der Emerging Markets zu tun ? Die Antwort ist, in der Erwartung der Zukunft jede Menge.

Denn was wir derzeit erleben, ist eine Währungskrise der Emerging Markets, die gegenüber Dollar und Euro massiv abgeben. Das verteuert dort die Importe und bringt sogar den Gedanken an den "Gottseibeiuns" der Märkte - Kapitalverkehrskontrollen - auf den Plan.

Was bedeutet es aber, wenn in Brasilien, Türkei, Südafrika und Co. die Einfuhren viel teurer werden ? Eben - weniger Einfuhren. Und wer liefert hochwertige Güter in diese Länder ? Genau, der Exportweltmeister Deutschland.

Die Schwäche des DAX, wenn die Währungen der Emerging Markets einknicken, ist also völlig logisch und das ist nur ein Aspekt in der komplexen Gleichung. An den Märkten werden eben Zukunftserwartungen gehandelt und nicht die Gegenwart !

Sicher übertreibt der Markt manchmal und kann auch Situationen am Ende falsch einschätzen. Aber wenn wir mal wieder nicht verstehen, warum der Markt macht was er macht, schliessen nur Laien daraus, dass der Markt "spinnt". Der erfolgreiche Anleger dagegen geht davon aus, das ihm selber ein wichtiges Puzzleteil an Information fehlt und versucht diese Lücke so schnell wie möglich zu schliessen. Denn das ist die Regel, dass der Markt wirklich "spinnt", die seltene Ausnahme.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag !

Ihr Hari

PS: Übrigens ist heute bei surveybuilder.info der vorletzte Tag des alten Preismodells.
Aber 01.02.14 gilt auf surveybuilder.info.de eine -> veränderte Preisstruktur für Neumitglieder <- !

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Haris Märkte am Abend – 26.01.12 – Dont fight the FED !

Wie schon im Marktupdate von heute Mittag -> hier <- geschrieben, haben wir nun klassisches Bullenmarkt-Verhalten. Der DAX hat auf jeden Fall den Deckel bei ca. 6460 geknackt, hat damit auch die Oktober-Hochs von letztem Jahr hinter sich gelassen und liegt oberhalb des bedeutenden 200er Moving Average.

Mittelfristig ist damit in meinen Augen der Weg in den 7000er Bereich frei und in Anbetracht der Liquiditätsschwemme die von den Notenbanken ausgeht, wäre ich gar nicht mal überrascht, wenn das schneller geht als die meisten ahnen. Denn an der Börse stehen die Ampeln nun auf Grün, und das gerade deshalb, weil die Mehrzahl der Marktteilnehmer wohl noch in der Krisenlogik des Jahres 2011 gefangen ist. So war es schon immer, 2003 ebenso wie 2009. Der frühe Vogel fängt aber den Wurm ! Wenn Sie diesem Blog in den letzten Wochen gefolgt sind, hatten Sie einen neuen Bullenmarkt schon früher als die meisten auf dem Radar und so die Chance schöne Gewinne mitzunehmen.

Kurzfristig haben wir heute mit DAX >6550 und S&P500 >1330 Intraday den unteren Teil der Zielzone aus der inversen SKS Formation schon erreicht. Man sieht daran wie stark die Bewegung war. Nicht überraschend ist daher, dass die Indizes in diesem Bereich zunächst einmal etwas zurück gekommen sind. Der S&P hat Intraday nach dem Hoch bei 1333 auch eine Schulter-Kopf-Schulter Formation teilweise abgearbeitet, deren Ziel bei ca. 1306 aber nicht mehr erreicht und mit 1318 nur minimal im Minus geschlossen.

Wie es von hier kurzfristig weitergeht ist unklar, ich neige aber eher zu der Annahme, dass der Markt noch einmal oberhalb der Nackenlinie Luft holt und der DAX dann die 6600 touchiert. Kurzfristig, also Morgen, sollte der DAX daher nicht mehr signifikant unter die 6430 fallen. Stops in diesem Bereich finde ich deswegen eine gute Idee. Sollte der Fall doch schon Morgen eintreten, müsste man den Ausbruch wohl als mögliches Fehlsignal mit Skepsis betrachten.

Jetzt rätselt natürlich jeder: wie geht es mittelfristig weiter , wobei die unterinvestierten Marktteilnehmer nun ganz besonders an den Nägeln kauen und bibbernd auf eine scharfe Korrektur hoffen. Und obwohl meine Glaskugel genau so trübe ist wie die aller anderen (der Unterschied ist, ich gebe es zu ;-)), will ich zwei Gedanken zum weiteren Ablauf mit Ihnen teilen:

Der klassische Fall - sozusagen nach Lehrbuch - wäre nun, wenn der DAX in einem letzten Halali bis über 6600 läuft um dann nächste oder übernächste Woche endlich zu korrigieren. Die Korrektur könnte dann bis zur alten Ausbruchs/Widerstandszone um 6200 herunter laufen. Dann müsste der DAX dort drehen und in einem Zug bis 7000 nach oben durch rauschen. So weit das "Bilderbuch" für einen Bullenmarkt.

Leider ist es nach meiner Erfahrung so, dass diese idealtypischen Abläufe fast nie eintreffen, eben weil sie fast jeder auf dem Radar hat. Womit wir bei dem zweiten Gedanken sind, der weniger bekannt ist, dafür aber einen umso besseren Trackrecord hat.

Es ist der "Weg des maximalen Schmerzes". Das bezeichnet den Weg des Marktes, den die wenigsten erwarten und der die grösste Überraschung (und damit Schmerz) hervor rufen wird. Erfahrene Börsianer wissen, das genau dieser Weg eine höhere Eintrittswahrscheinlichkeit hat, denn auf dem Weg auf dem sich niemand positioniert hat, gibt es kaum Widerstand. Umgedreht, wenn alle etwas erwarten, haben sich auch alle in diese Richtung aufgestellt. Wie will der Markt dann in diese Richtung weiter laufen, wenn alle schon im Markt sind ?

Und dieser Weg des maximalen Schmerzes, wäre in meinen Augen ein sogenannter "Runaway-Move", ohne grössere Korrektur, bis 7000 und darüber hinaus. Mit der Korrektur rechnen alle, damit wohl kaum einer ! Selbst das Szenario, dass wir jetzt komplett wegkippen und wegen Griechenland wieder Richtung 5000 zusammen brechen, haben mit Sicherheit mehr Marktteilnehmer auf dem Radar, als einen solchen "Runaway-Move". Und gewaltige Schmerzen würde so eine Bewegung garantiert machen, denn viele Marktteilnehmer sind unterinvestiert.

Witzigerweise gibt es derartige Bewegungen fast ohne Korrektur gerade am Beginn von Bullenmärkten öfter als man denkt. Denken Sie zum Beispiel an die Bewegung von März bis Juni 2009, über 30% Anstieg ohne echten Verschnaufer in 3 Monaten ! Oder wie wäre es zum Beispiel mit der ebenfalls durch Liquidität induzierten Rally von September 2010 bis Februar 2011 ? Das ging in einem Rutsch ohne grosse Pausen von 5900 bis 7500 !

Um es klar zu sagen, das heisst nicht, dass diese Bewegung nun kommen muss ! Und ich warne dringend davor, auf solche Annahmen und Szenarien einfach zu wetten ! Denn die Zukunft ist definitiv unbestimmt, egal was wir in der Glaskugel zu sehen glauben. Und die Politik oder die Notenbanken können jederzeit mit eine paar Lippenbewegungen dafür sorgen, dass alles ganz anders kommt. Ich will Ihnen mit diesen Szenarien nur Perspektiven eröffnen. Aber selbst wenn ich an einen "Runaway-Move" glaube, würde ich mich aber nie anders verhalten, als diszipliniert und abgesichert zu handeln. Und wenn das bedeutet, dass man ein paar Über-Prozent Gewinn verpasst, dann ist das halt so, die Sicherheit ist es alle mal wert !

Diese Interpretationen der Kristallkugel haben daher auch keinen unmittelbaren Nutzen was die unmittelbare Aufstellung am Markt angeht und sollten einen nicht zu Handlungen verleiten. Sie haben aber den Sinn, dass man sich gedanklich nicht mit einem fixen Bias vergräbt, sondern die Sinne offen hält und gerade das Unerwartete erwartet. Denn gerade gedankliche Flexibilität ist unabdingbar um mit Mr. Market Schritt halten zu können.

Nach diesem Blick in die - wie immer - trübe Kristallkugel, noch ein paar Worte zu Einzelwerten:

Zu Nokia (WKN 870737) habe ich mich ja schon in seperatem Artikel geäussert.

Herausragend im positiven Sinne war heute Salzgitter (WKN 620200) mit einem Plus von mehr als 6%, die ich hier im Blog ja schon mehrfach positiv besprochen habe. Der Kurs schiebt mit einer gewaltigen Dynamik hoch und auch wenn es sicher mal die eine oder andere Korrektur geben wird, rechne ich persönlich damit, dass wir schon bald Kurse im Bereich 50-55 € sehen. In diesem Bereich werde ich dann die Hälfte meiner Position wieder verkaufen und Gewinne mitnehmen. Die andere Hälfte lasse ich laufen, denn fundamental sind für mich bei Salzgitter auch Kurse über 60€ durchaus gerechtfertig.

Mit dem Gabelstapler Hersteller Jungheinrich (WKN 621993) arbeitet heute ein weiterer klassischer deutscher Maschinenbauer am Ausbruch nach oben und liefert ein Plus von 4% ab. Auch dieses Unternehmen ist in meinen Augen ein echter Qualitätstitel mit Potential und einen Blick wert !

Gold (XAUUSD) hat den Ausbruch von Gestern heute bestätigt und ich kann dazu nur sagen: Dont fight the FED ! Die FED hat klar gemacht, dass ohne Rücksicht Geld gedruckt wird, damit ist Gold in USD in meinen Augen gut unterstützt und nicht ausgeschlossen, dass wir nun dynamisch nach oben laufen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend !