Indus Holding (620010) – Ablauf einer perfekten Topbildung

Der folgende Artikel erschien in Hari Live schon am 14.10.14 11:30

Vielleicht erinnern Sie sich ja an meinen Artikel in Hari Live vor nicht mal einem Monat am Donnerstag 18.09.14 16:15: "Indus Holding (620010) – nun ist es auch mal gut!"

Darin habe ich eine sich entwickelnde Topbildung bei diesem Wert thematisiert, die bei ca. 38€ Realität werden würde. Schauen Sie noch einmal rein.

Was danach kam war ein Klassiker. Verfolgt habe ich das in Hari Live am Dienstag 23.09.14 14:55 und am Mittwoch 24.09.14 09:25.

Zunächst war da der initiale Bruch, dann die Gegenbewegung, die wieder nach oben führte und alles wie eine grosse Bärenfalle aussehen liess. Und dann im zweiten Anlauf der grosse Absturz in klassischer Manier:

Indus 14.10.14

Heute nun hat die Aktie in einem grossen Ausverkauf, auch die 200-Tage-Linie verloren. Dieser Ausverkauf birgt aber in den kommenden Tagen auch die Chance für einen kurzfristigen Rebound in sich und passt daher zu anderen Eindrücken von überverkauften deutschen Industrieaktien. wie den erwähnten Leoni und Rheinmetall.

Der Blick auf das Wochenchart offenbart aber auch, dass nach einer Gegenbewegung immer noch viel Luft nach unten ist und es verfrüht sein könnte, auf ein Ende der Abwärtsbewegung zu setzen:

Indus 14.10.14 2

In sofern könnte Indus durchaus "Blueprint" für DAX & Co. sein. Kurzfristig Stabilisierung, danach weitere Risiken.

Und eine Lehre können Sie von Indus mitnehmen: man kann sehr wohl Topbildungen erkennen und ihnen aus dem Weg gehen. Man muss sich nur konsequent an die Muster und die Price-Action halten. So richtig schwierig ist das eigentlich gar nicht, wenn man zwei Augen im Kopf und klare Gedanken hat. Und ich habe es ja vor Ihren Augen sozusagen "Live" bei Indus getan.

Das wirkliche Problem, ist wie fast immer aber die Disziplin bei der Umsetzung!

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Das erstaunliche Reversal bei Gold und den Goldminen – XAUUSD wieder über 1250 USD

Es gibt zwei Arten, auf die Mr. Market besonders gerne einen Boden und eine nachfolgende Wende generiert.

Die eine ist sozusagen "mit Karacho". Typischerweise an einem lange vorher medial aufgeblasenen Tag, an dem alle Welt angespannt auf die Kurse starrt, weil ein wichtiger Katalysator ansteht. Nervös haben dann alle den Griff zum Notausgang in der Hand und starren auf eine wichtige Marke. Dann taucht der Kurs unter diese Marke und löst eine Kaskade von Stops aus. Artikel erscheinen, die das Ende von XYZ erklären und alles schaut unter grosser medialer Aufmerksamkeit nur in eine Richtung. Und in diesem Moment dreht der Kurs, erobert die wichtige Marke wieder und beginnt weiter zu steigen. In Folge schaut der Kurs nie wieder zurück und lässt fast den gesamten Markt auf dem falschen Fuss hinter sich. Der Weg des maximalen Schmerzes oder auch "Bärenfalle" genannt.

Und dann gibt es diese anderen, leisen Momente. Wenn keiner mehr hinschaut, weil alle aufgegeben haben und keiner sich mit diesem Asset mehr abgeben will. Ideal an einem nachrichtenlosen Tag, wo sowieso die Hälfte der Marktteilnehmer nicht am Desk sitzt. In diesem Moment beginnt der Kurs ganz still, leise und heimlich in eine unerwartete Richtung zu kriechen. Und man sucht nach einem Katalysator dafür, findet aber keinen. Das sind die Momente, in denen eine lang andauernde Bewegung manchmal ihr Momentum aufgebraucht hat. Und der Boden ist für ein "Reversal aus dem Nichts" bereitet, das der breite Markt erst wieder viel später wahrnehmen wird.

Sie wissen als Premium-Mitglieder, dass mir schon gestern Abend dieses Intraday-Reversal bei Gold - und später auch bei den Minen - ins Auge gesprungen ist. Und ich mich gefragt habe, was da los ist.

Nun, heute morgen bin ich vielleicht etwas klüger.

Denn eine Nachricht, die das ausgelöst haben könnte, kann ich auch heute morgen nicht erkennen. Dafür hatte ich aber gestern übersehen, das gestern wohl Options Expiration (OPEX) für die Gold Futures war. Um so interessanter war diese Wende, denn nach der OPEX, begannen die Kurse wieder nach oben zu kriechen. Die nahe liegende Erklärung ist, dass sich der Druck von "Big Money" nach unten nun langsam aufgebraucht hat. Sobald der Druck vom Markt genommen wird, kriecht er wieder nach oben. Und wenn das so wäre, wäre das eine sehr bemerkenswerte Entwicklung !

Schauen wir auf das Tageschart, sehen wir im blauen Kreis sehr deutlich die Struktur eines Reversals:

XAUUSD 26.11.13

Wie geht es nun weiter ? Nun, da wir alle keine Glaskugel haben, ist die Zukunft unbestimmt. Aber trotzdem sagt uns diese Struktur eine Menge und wir müssen nun genau aufpassen, was heute und morgen passiert, dann sind wir erheblich schlauer.

Im Szenario (1) war das gestern einfach eine unbedeutende "Post-OPEX" Anomalie und es geht heute und morgen weiter runter. In Anbetracht der klaren Reversal-Struktur, ist das in meinen Augen zwar möglich, aber nicht zwingend das wahrscheinlichste Szenario.

Im Szenario (2) werden wir heute oder morgen einen weiteren Schub weg von der 1250er Marke bei Gold - und damit XAUUSD - sehen. Das wäre dann eine klare Bestätigung eines temporären Bodens und würde den Weg bis zur Trendlinie in der Nähe der 1300er Marke freimachen.

Da aber der übergeordnete Abwärtstrend voll intakt ist, wäre das dann einfach nur eine Gegenbewegung im Abwärtstrend und danach geht es endgültig nach unten. Nach heutiger Datenlage, erscheint mir das als das wahrscheinlichste Szenario.

Ja und dann haben wir da noch das "Undenkbare" - das Szenario (3). Ein Szenario, nach dem sich nun still, leise und heimlich der Abwärtsdruck abgebaut hat und wir ein bedeutendes Tief gesehen haben. Und vor allem ein höheres Tief als am 28.06.

Zum heutigen Zeitpunkt kann man seriös darauf nicht wetten. Aber im Auge behalten sollten wir es, denn eine nachhaltige Bewegung über 1300 USD, hebt dieses Szenario ins Rampenlicht. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Abwärtsdruck still, leise und heimlich aufbraucht. Und das Sentiment im Sektor passt ja dazu. Alle haben nun aufgeben, auch die härtesten Goldbugs haben Zweifel und stehen in der Mehrzahl an der Seitenlinie.

Insofern lassen Sie uns nun genau hinschauen, der Markt wird uns heute und morgen viel dazu sagen, ob wir hier ein ernst zu nehmendes, zumindest temporäres Tief erlebt haben, oder eben nicht. Wenn dieses Tief bedeutend sein soll, muss heute oder morgen ein impulsiver Schub nach oben folgen. Ohne diesen Schub war gestern einfach eine Anomalie.

Ihr Hari

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Gold mit neuem Verlaufshoch – 08.11.12 – So sieht eine Bärenfalle aus.

Wir haben hier in den letzten Tag mit dem Kurs von Gold (XAUUSD) mitgefiebert, seit ich am 24.10.12 ein wichtiges Swinglow verortet hatte. Dann hatten wir den überraschenden Absturz am 02.10. und Sie erinnern sich sicher, dass ich mir der bevorstehenden Wende bei Gold und meiner Analyse trotzdem so sicher war, dass ich sogar temporär meine Stops aus dem Spiel genommen habe, um nicht dumm ausgestoppt zu werden. Das nennt man dann wohl "weit aus dem Fenster lehnen". 😉

Es ist schön zu sehen, dass sich gute Analyse auszahlt. Denn wie ich mehrfach schrieb, signalisierten schon Ende Oktober alle mir bekannten Analysemethoden, dass bei Gold eine bedeutende Wende und höhere Kurse zum Jahresende vor uns liegen sollten.

Insofern erlauben Sie mir mal diesen selbstzufriedenen Post, das tut gut an einem Tag, an dem der breite Markt an der Klippe zu einem grösseren Absturz hängt und sich im Moment sozusagen mit den letzten Fingern an Grasbüscheln festhält.

Schauen Sie mit mir daher auf das Stunden-Chart von Gold (XAUUSD) und geniessen Sie, wie eine Bärenfalle aussieht:

Gold XAUUSD 081112

Den roten Kreis habe ich am 24.10. aus guten Gründen schon für das endgültige SwingLow gehalten. Aber Mr. Market hatte noch eine Prüfung in Petto. Der grüne Kreis am 02. bzw 05.11. ist es dann geworden.

Auch wenn das Timing nicht perfekt war, die grundlegende Analyse war richtig. Wir haben ein neues Verlaufshoch und die Reise Richtung 1900 USD kann beginnen. Nun kann mit etwas Glück und ohne politische Überraschungen vielleicht der Teil beginnen, der mit Geniessen zu tun hat. Der GDX nähert sich heute Abend schon den 52 USD.

Und ich erinnere an das, was ich schon mehrfach sagte. Nun darf man nicht zu hektisch und zu früh aussteigen und Gewinne mitnehmen. Nun kann man den Stop unter die 1700 USD legen und sollte mal laufen lassen. Wenn dann die Politik oder die Notenbanken doch eine böse Überraschung planen, die prinzipiell nie vorherzusagen ist, dann ist das Verlustpotential sehr gering. Aber wenn das nicht passiert, gibt es nach oben eine Menge an Potential, die ich mir nicht vorschnell verbauen will.

Ihr Hari

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Gastkommentar: Technisches Trading mit “The Trend is your friend”

Technisches Trading mit "The Trend is your friend" - Ein Gastkommentar von "Jacky"

Mit diesem Beitrag möchte ich zeigen, dass die Börsenregel "the trend is your friend" helfen kann Verluste einzugrenzen oder einen eventuell höheren Gewinn mitzunehmen, als man durch subjektives Trading erreichen kann (hier betrachteter Zeithorizont beträgt Tage bis einige Monate).

Bei der Beobachtung von Aktien überkommt viele Privatanlegern das Gefühl, dass einige Aktien, in die man investieren möchte, bereits seit einiger Zeit fallen und es gar nicht mehr tiefer gehen kann. Also investiert man. Und aller subjektiver Beurteilung zum trotz fällt sie weiter. Das gleiche gilt für Aktien in die man investiert ist: soll man sie verkaufen, da sie seit ein oder zwei Wochen fallen oder ununterbrochen angestiegen sind?

Es zeigt sich jedoch, dass Aufwärts- und Abwärtstrends viel länger anhalten können, als man dies antizipiert. Zu der Definition eines Trendanfangs/-ende: Als positive Trendwende bezeichne ich zwei aufeinanderfolgende Hochs, wobei das letztere Hoch höher ist UND zwei aufeinander folgende Tiefs wobei wiederum der letzte höher ist. Ein positiver Trend hält solange an, bis sowohl das neueste Hoch als auch das neueste Tief tiefer liegt, als die jeweils früheren, d.h. es entsteht eine negative Trendwende.

Mit dieser Definition kann man historische Daten analysieren. Der unten gezeigte Graph zeigt exemplarisch den S&P500 (Tageschart) seit 2011 wobei der farbliche Balken am unteren Bildende, den zu dem Zeitpunkt vorhandenen Trend darstellt (grün: Aufwärtstrend; rot: Abwärtstrend). Den Trend kann man einfach erhalten, in dem man die einzelnen aufeinander folgenden Hochs und Tiefs analysiert (hier via Matlab)

Die interessante Frage ist jetzt natürlich: wie lange hält ein Trend an? Dazu habe ich die Trends des S&P 500 seit 1990 analysiert und sehe, dass die durchschnittliche Trendlänge für einen positiven Trend 37 Börsentage ist (ca 7 Wochen) und für einen negativen Trend 22 Börsentage (ca 4 Wochen) ist. Der jetzige Trend läuft meiner Analyse zu Folge übrigens seit dem 15.Juni 2012 und der S&P500 Index hat seit dem 6.7% zugelegt. Man sieht ebenfalls, dass der S&P 500 sich gerade (wieder einmal) an einem aus Trendsicht wichtigem Punkt befindet: steigt er in der nahen Zukunft, ist der Trend intakt, ansonsten wird es ein neues Tief geben, was tiefer liegt als das letzte - was eine eventuelle Trendwende ankündigt.

Der folgende Graph zeigt seit 1990 alle Trends, die mein Programm im SP500 gefunden hat. Das schwarze Kreuz ist der Punkt, an dem wir uns gerade befinden (28.09.2012). Das dritte Subpanel beschreibt zudem den durchschnittlichen prozentualen Gewinn bei positiven Trends (grün) und den durchschnittlichen Verlust bei negativen Trends (rot) als Funktion der Trendlänge.

Hierbei erkennt man deutlich, dass Trends sehr kurz sein können (Bären/Bullenfallen), aber auch sehr lange andauern können (z.B. das gesamte zweite Halbjahr 2006). Um die Wichtigkeit der Börsenregel weiter zu verdeutlichen: hätte man am 01.01.2007 eine bestimmte Summe in den SP500 Index investiert, würde das Depot heute immer noch den gleichen Betrag besitzen (zwischenzeitlich weitaus weniger). Folgt man dem Trend und wäre nur während eines positiven Trends in dem SP500 investiert, hätte man heute mindestens 50% Gewinn (Annahme bei jedem Kauf und Verkauf je 0.2% Orderkosten).

Der Gewinn hängt davon ab wie gut man die Trends erkennt - vor allem wann ein Trend beginnt oder endet. Oft ist ein Tief plötzlich tiefer ist als das letzte und danach etabliert ein höheres Hoch den Trend wieder etc. Wie lange Trends anhalten hängt auch von den Aktien ab: sind sie volatil oder eher nicht? Der untere Graph zeigt für einen sehr passiven Trendanalysator die prozentuale Depotgrösse über die Zeit seit 2007 im Vergleich zu der Buy and hold Strategie für den SP500. Hätte man alle Trends richtig erkannt (was bei historischen Daten nachträglich natürlich möglich ist), würde man heute trotz Orderkosten ca 250% des Einstiegswert besitzen.

Noch eine technische Anmerkung: Es wurden keine Dividendenausschüttungen berücksichtigt, die Analyse erfolgt auf Basis der Tagesschlusskurse, in dem Tradingbeispiel seit 2007 ging ich von einem vollen Reinvest der zu handelnden Positionsgrösse aus (was natürlich nicht immer 100% möglich ist) und zudem konnte ich keine Buy/Sell spreads in die Analyse einfliessen lassen.

"The trend is your friend" sollte man also im Hinterkopf behalten. Zum Schluss möchte ich Ihnen noch die viel diskutierte Commerzbank Aktie zeigen und die Interpretation des Graphes Ihnen überlassen. Seit 1990 ist die durchschnittliche positive Trendlänge übrigens ca 4 Wochen, die durchschnittliche negative Trendlänge jedoch mit ca. 6 Wochen deutlich länger.

Viele Grüße,
Jacky

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Marktupdate – 03.08.12 – Eine perfekte Bärenfalle

17:00 Uhr

Ich denke die aktuelle Price-Action zeigt nun jedem, dass die Bullen die volle Kontrolle haben. Ich will daher noch einmal die in meinen Augen wesentlichen Punkte zusammen fassen:

(1)

Der Absturz gestern war eine klassische Bärenfalle, mit heute folgendem brutalen Squeeze der Bären, der sich gestern im späten Handel schon andeutete. Er resultierte aus völlig überzogenen Erwartungen, dass die EZB "sofort und gleich" loslegen würde. Nun setzt sich wie von mir antizipiert die Erkenntnis durch, dass wir doch eine substantielle Änderung der EZB-Politik haben. Denn ein derart klares Commitment zum Ankauf von Staatsanleihen im grossen Stil hat es bisher nicht gegeben. Voraussetzung ist, dass die Staaten unter den ESM flüchten, dann werden sie von den schweren Kanonen der EZB geschützt. Auf diesen einfachen Nenner kann man die neue Logik bringen.

Und das ist ein signifikanter Schritt in Richtung eines europäischen Quantitative Easing analog zum QE1 der FED und deutlich von der alten Sprachregelung in der Eurozone abweichend. Die EZB wird zum aktiven Spieler am Staatsanleihenmarkt, über sporadische Aktivitäten hinaus. Und das verringert auch das Risiko von Kaskadeneffekten nach einem Grexit erheblich, was den Grexit im September/Oktober nach Installierung des ESM noch wahrscheinlicher, aber auch unbedeutender macht.

(2)

Die extrem bullische Price-Action indiziert, dass die Zeit der richtungslosen Marktphase vielleicht vorbei ist. Ein bullischer Ausbruch nach oben ist nun in Reichweite, der auch Jahreshöchststände wieder in den Bereich der Wahrscheinlichkeit bringen würde. Schauen Sie alleine mal auf den europäischen Bankensektor in Form des ETFs iShares EuroStossBanks (WKN 628930). Gestern 6% im Minus, heute 8% im Plus ! Man sieht daran, dass auch Mr. Market an solchen bedeutenden Wenden Zeit braucht um sich zu sortieren und zu erkennen, was wirklich los ist. An dieser Stelle haben wir Menschen auch wieder einen Vorteil gegenüber den Maschinen, wenn wir in der Lage sind sofort zu durchdringen, was die Muster hinter dem "Nebel des Krieges" sind.

(3)

Jedem dürfte klar sein, dass eine derartige Rally nicht ewig so weiter geht. Wer also jetzt immer noch auf der falschen Seite steht, muss nicht gerade am Freitag Nachmittag noch hinterher hechten. Ich würde mich heute im späten Handel über Gewinnmitnahmen nicht wundern. Auch Anfang der Woche stehen noch Gewinnmitnahmen im Raum.

Klar ist aber auch, dass das grosse Lager der Bären mit der heutigen Wende nun einen massiven, demoralisierenden Schlag erhalten hat. Sorgen muss man sich wohl erst machen, wenn aus den Bären im Sentiment Bullen geworden sind. Davon sind wir aber noch entfernt, denn vielen Bären geht es jetzt wie dem Reh im Scheinwerferlicht - Schockstarre. Und dann setzen erst mal Selbst-Rechtfertigungen ein, bzw die Phase des "Denial" (der Verleugnung) setzt ein, in der man sich selber begründet, warum nicht sein kann, was nicht sein darf. Erst wenn aus diesen Bären "Gläubige" werden, wird es aus Sicht des Sentiments wieder richtig gefährlich.

(4)

Der Weg des geringsten Widerstands ist für den Markt nun also erst einmal hoch, auch wenn nach dieser Rally mit mehreren Tagen der Konsolidierung durchaus zu rechnen ist. Für den August habe ich also weiterhin den "Bullenhut" auf, was danach kommt vermag ich noch nicht zu erahnen.

(5)

Der gestrige Tag hat den Bullen noch ein wunderbares Geschenk gemacht. Er hat für alle Indizes und Aktien nahezu perfekte Stoplevel produziert, nämlich etwas unter den gestrigen Tiefstständen. Denn auch wenn die Bullen nun scheinbar klar die Kontrolle haben, ist das immer noch keine Sicherheit, sondern nur eine hohe Wahrscheinlichkeit. Und auch gegen den Eintritt geringer Wahrscheinlichkeiten sollte man sich besser schützen. Zumal es Mr. Market geradezu liebt uns dann zu erwischen, wenn wir am wenigsten damit rechnen. Solange wir Mr. Market gegenüber stehen, dürfen wir also nie, nie, nie unseren Schild senken !

(6)

In diesem Sinne lautet meine Strategie weiter, freudig auf dieser Party zu tanzen solange die Musik spielt. Und die Stoplevel sind nun präzise definiert.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und ein schönes Wochenende !
Ihr Hari

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