Kurzkommentar – 30.08.12 – Korrektur vor FED

16:30 Uhr

Ein extrem kurzes Statement zur Lage.

Wie erleben soeben die erste ernstzunehmende Korrektur seit Wochen. Harte, zwingende Auslöser für diese Korrektur kann ich nicht erkennen.

Es handelt sich also mit grosser Wahrscheinlichkeit um die Fortsetzung der Konsolidierung des Marktes vor der FED-Sitzung in Jackson Hole. Mittlerweile verliert der Markt die Gewissheit, dass in Kürze wirklich eine neue FED Massnahme konkret angekündigt wird.

Vergessen darf man auch nicht das lange Wochenende in den US wg Labourday. In dieser Gemengelage und in Anbetracht der aufgelaufenen Gewinne, ist es daher nur logisch, dass nun vor dem Wochenende Gewinnmitnahmen einsetzen.

Solange ich keine substantielle Änderung des Marktes erkennen kann - und das ist bisher nicht der Fall - halte ich solche Korrekturen daher für mich eher für Kaufgelegenheiten. Nervös werden und die Situation fundamental neubewerten, würde ich erst, wenn wir im DAX die 6700 nachhaltig nach unten verlassen.

Ansonsten verringert jede Schwäche vor der FED das Enttäuschungsrisiko. Und wenn alle Marktteilnehmer der Wallstreet die heute aussteigen, dann am Dienstag den Kursen wieder hinterher laufen müssen, würde das das Momentum unterstützen.

Erneut wird das durch die aktuelle Sentiment-Analyse von unterstützt, die ich wie jede Woche zur Lektüre empfehle.

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen !

Ihr Hari

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13 Gedanken zu “Kurzkommentar – 30.08.12 – Korrektur vor FED”

  1. Hi Hari,

    warum glaubst du nicht an konkrete Ankündigungen der der Fed? Die wirtschaftliche Lage ist zwar nicht zum verzweifel mies, aber Obama ist doch nachhaltig unter Druck, gerade wo die Republikaner wieder geschlossener aufzutreten scheinen (auch wenn das bei der Fed offiziell nicht berücksichtigt werden darf).
    So langsam reicht doch die Mitteilung nicht mehr, das die bereits eingeleiteten Maßnahmen erst Wirkung entfalten müssen, oder?

  2. @Dan, wo habe ich das gesagt ? Ich habe die Sicht des Marktes beschrieben, mehr nicht. Da ich nicht Gedanken von Bernanke lesen kann, habe ich persönlich keine Meinung zum Ergebnis. Was ich aber weiss ist, wenn der Markt sich in der Erwartung in die eine Richtung lehnt, ist genau das schon in den Kursen.

  3. Hallo Hari, danke für den „Cognitrend“ und den „Trader Online Magazine“- Link ! Sehr informativ !! Was ich dich noch bezüglich Pomo Buy and Sell Aktionen fragen wollte, inwiefern Größenordnungen von 4, 5, .. Milliarden Dollar einzuschätzen sind. Ich habe keine Relation, sprich keine Vorstellung, warum solche Summen etwas am Markt bewegen sollten ! Mir kommt das ehrlich gesagt etwas wenig vor…Kannst du das irgendwie veranschaulichen oder in ein Verhältnis setzen ?

  4. @sportsman68, gib doch mal „Handelsvolumen NYSE“ in Google ein 😉

    Jetzt musst Du noch bedenken, dass im Handelsvolumen auch jede Menge Nebenaktien sind, die die Indizes nicht bewegen. Wenn Du Dir vorstellst, dass 4 Milliarden POMO in die „richtigen“ Titel der Indizes fliessen, dann ist das schon eine Hausnummer, die den Markt beeinflusst.

  5. Trade eingegangen nachdem sich ein „Hanging Man“ gebildet hatte und der RSI aus dem überverkauften Bereich zu drehen schien.
    Stopp knapp unter den Docht des Hanging Man gelegt (im Grunde mit Glück direkt danach nicht ausgestoppt worden). Ich plane, bei erreichen der kurzfristigen Abwärtstrendlinie zu verkaufen (in etwa die Region). Stopp wurde schon über Einstieg nachgezogen.
    Trade so in Ordnung oder totaler Mist? Gründe Situation nur Glück? Ich würde mich über Kommentare freuen.

  6. Sieht doch OK aus. Glück gehört immer dazu. In den „Lehren für alle Trader“ die ich in den Tips habe, steht es auch ganz klar und ist wichtig zu verstehen:

    Ein guter Trade kann schief gehen und ein schlechter Trade kann monetär erfolgreich sein. Egal wie sauber das Setup ist, es kann immer anders kommen. Aber ein guter Trade zeichnet sich durch klar definierten Einstiegspunkt und Ausstiegsplan aus. Und wird genau so konsequent exekutiert.

    Das ist ein „guter Trade“. Ob er dann aufgeht, hat auch immer mit etwas Glück zu tun. Wenn man aber immer „gute Trades“ macht, wird man über die Zeit weit mehr Erfolg kumulieren, als wenn man nur wild hin und her wettet.

    Insofern: guter Trade. Der Erfolg ist nicht der Massstab, das Setup und die Durchführung schon !

  7. Hi Hari, was hälst du von der Doppelschulter bei Linde und dem lahmenden Kurs heute, könnte das ein Signal für eine mittelfristige Stagnation des Titels zwischen ca. 125 und 127 € sein? Der langfristige Trend sieht dagegen, aus meiner Sicht, weiter gut aus.

  8. Doppelschulter bezogen auf welchen Zeithorizont ? Ohne Definition des Charts (Tageschart, Stundenchart, Minutenchart etc) keine Muster. Ich bin aber mal alle durchgegangen für Linde, wo ist da eine SKS ?

    Der Aufwärtstrend seit Anfang Juli ist bisher völlig intakt.

  9. Hari, sehr schön. Das freut mich mehr als du dir denken kannst 😀 Wenn er dann nicht aufgeht, weiß ich wenigstens, dass es trotzdem vertretbar war. Wie stehst du (oder auch andere) denn zum Nachziehen von Stopps bei so einem Kurzfristtrade? Im Grunde ist ja noch mein kompletter Profit „at stake“. Wenn ich einen Teil davon absichere, verfälsche ich dann empirisch die Wahrscheinlichkeiten meiner Resultate? Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Im Grunde ist dieses Risiko für mich ok. Es ist eben nur die Frage, ob es klug ist oder nicht … aber ich befürchte, darauf werde ich keine goldene Antwort bekommen können :p

  10. @Dan: Da ist aber eben keine SKS !. Zumindest nicht im Wochenchart (1 Candle = 1 Woche)

    Eine SKS ist immer eine symetrische Formation mit einer ähnlichen, nicht zu geneigten, Nackenlinie. Kann ich im Wochenchart nicht erkennen. Mlgw eine optische Anomalie Deines Charttools, weil Du vielleicht weniger genau Daten als ich hast.

    Mglw verwendest Du aber auch den Begriff Wochenchart falsch und meinst ein Chart mit einer anderen Zeiteinheit, das bei Dir (zufällig) eine Woche abdeckt. Schaue ich zb auf das 10 Minuten Chart, sehe ich innerhalb der letzten Tage ein Pendeln um die 126€, aber auch keinerlei klare SKS.

    Zu den Begriffen: wie breit Dein Chart ist – also wieviele Tag Du zufällig aufgrund Deiner Bildschirmbreite siehst – ist aber völlig irrelevant. Entscheidend ist die Granularität, also welche Zeiteinheit entspricht einem Candle/Punkt etc.

    Ich denke Du must Dir erst ein paar Grundlagen aneignen, was eine SKS überhaupt ist. Arbeite Dich vielleicht mal durch.

  11. Genau so ist es Ramsi.

    Erfahrung sagt, dass man durch zu schnelles Nachziehen sich eher Erfolg verbaut, weil man damit in die Falle des „Gewinne zu schnell mitnehmen“ geht und weil man auch die Volalität unterschätzt. Aber eine allgemeine Regel kann es nicht geben, das ist viel Erfahrung und (Fingerspitzen)-Gefühl gefragt.

    Ich neige dazu erst dann nachzuziehen, wenn sich in der Aufwärtsbewegung ein erneutes temporäres Tief gebildet hat, von dem aus es wieder hoch ging. Dann ziehe ich die Stops unter das neue Tief. Beim GDX habe ich das zb über längeren Zeitraum so gemacht und auch hier immer wieder geschrieben, wenn ich die Stops nachzog.

    Das Grundprinzip ist dabei wieder die Trendfolge. Ein Aufwärtstrend besteht, solange es immer höhere Hochs und eben Tiefs gibt. Insofern ist es konsequent und sinnvoll, die Stops immer unter dem letzten Tief zu haben. Damit sichert man defacto die Trendlinie ab.

    Und dieses Prinzip ist unabhängig vom Zeitraum. Auch eine Aufwärtsbewegung Intraday folgt in der Regel dem Prinzip der nach oben laufenden Wellenbewegung. Bei einem neuen Wellental zieht man dann den Stop nach.

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