“Sichere” Geldanlage? Auch 2017 immer noch Aerospace & Defense!

Ich weiss, wir wünschen uns alle so sehr eine Geldanlage zu finden, die "sicher" ist und gleichzeitig hochprofitabel, den berühmten "Free Lunch" also, eine Anlage mit der man im Schlafwagen zu grossen Gewinnen fahren kann.

Sie als dauerhafte Leser von surveybuilder.info wissen, dass es diese Geldanlage nicht gibt. Nichts ist 100% sicher am Markt und das was als "sicher" beworben wird, ist vor allem überteuert und sichert nur die Gebühren der Emittenten.

Es ist einfach unsere Aufgabe als Anleger, -> die Unsicherheit lieben zu lernen <- und wer mit Unsicherheit nicht umgehen kann, wird am Ende immer im Markt scheitern.

Trotzdem gibt es ja aber Anlagen, die dem Gedanken einer ebenso "sicheren" wie "profitablen" Anlage am Nächsten kommen. Anlagen, bei denen man wirklich im Schlafwagen mitfahren kann, zumindest eine ganze Zeit. Das sind meistens Anlagen, hinter denen ein so grundlegendes Thema, ein so starker Trend steht, dass man die typischen Zuckungen des Marktes gelassen aussitzen kann.

Solche Trends sind im Premium-Bereich auch immer wieder unser Fokus. Aber einen zentralen Trend habe ich Ihnen auch hier im freien Bereich immer nahe gebracht, er war seit der Ukraine Krise im Jahr 2014 geradezu offensichtlich und sprang ins Auge.

Trotzdem bin ich sicher, dass ein grosser Teil von Ihnen diesen Trend, der fortbesteht, einfach verpasst hat, weil man mal wieder zu zögerlich, zappelig und sprunghaft war - unser "Affenhirn" halt. 😉

Der Trend - Sie ahnen es - ist die Stärke der Aerospace & Defense Aktien, getrieben durch zwei grundlegende Entwicklungen:
Erstens die Herausforderungen der multipolaren Welt, die gerade in Europa grossen Nachholbedarf im Bereich Rüstung generieren.
Zweitens der -> neue Wettlauf ins All <-, der hier schon 2012 Thema war.

Im November 2015 habe ich Ihnen in -> Luftfahrt, Raumfahrt und Rüstungsaktien - Stabiles Erfolgsmodell oder verwerfliche Anlage? <- das Thema nahe gebracht, die moralischen Fragen adressiert und einen kleinen Marktüberblick der grossen Konzerne des Sektors gegeben.

Im September 2016 habe ich Ihnen in -> Sichere Geldanlage - Immer noch Rüstung <- das Thema erneut ins Bewusstsein gerückt und klar festgestellt:

Also, Luftfahrt, Raumfahrt und Rüstungsaktien, sind relativ gesehen eher "sichere" Aktien, wenn man in die Zukunft der kommenden Jahre blickt. Und Rendite weit über Anleihen, generieren sie auch.

Und auch bei Tichy habe ich im Oktober 2016 zum Thema argumentiert:

Niemand sage also, ich hätte die freien Leser nicht mit der Nase darauf gestossen - ganz -> "kostenlos" <- sogar. 😉

Und nun haben wir den September 2017 und das Chart des grossen US Branchen-ETFs der US Unternehmen ITA sieht wie folgt aus, die beiden Artikel habe ich mit Pfeilen markiert:

Beeindruckend? Ja beeindruckend. Und vor allem offensichtlich, naheliegend und keineswegs ein "Geheimnis". Und trotzdem werden viele das nicht mitgenommen haben.

Die Delle Anfang 2016 hatte übrigens nichts mit dem Sektor zu tun, sondern war die allgemeine, scharfe Markt-Korrektur Anfang 2016 - Sie werden sich sicher erinnern. Danach begann der gnadenlose Trend der immer noch andauert und das Potential hat weiter anzudauern, man muss dafür ja nur in die konfliktreiche Welt schauen, um das zu verstehen.

Wenn Sie mich fragen wie es weitergeht, erscheinen die grossen Namen des Sektors nun teilweise ausgereizt. Richtig interessant wird es nun aber in der zweiten Reihe. Da gibt es eine Reihe von Unternehmen, die wir im Premium-Bereich im Auge haben und die nun durchaus ebenso Übernahme-Kandidaten sind, wie .

Wir lernen daraus, dass es manchmal gar nicht so schwierig ist, "sichere" Gewinne einzufahren. Man braucht eine ruhige Hand und einen Blick für die grossen Trends. Der hier genannte Trend dauert an und hat das Potential noch Jahre anzudauern, auch wenn es sicher nicht unbegrenzt so weiter gehen wird wie in 2017.

Unser Blick sollte sich nun auf die zweite Reihe der Unternehmen im Sektor richten, die technologisch so viel zu bieten haben, dass sie eine sinnvolle Ergänzung der grossen Konzerne bieten. Davon gibt es eine ganze Reihe, die hier in Deutschland praktisch nicht bekannt sind.

Typisch für diese Unternehmen ist, dass diese sich in einem bestimmten Segment wie zB Werkstoffen oder Elektronik spezialisiert haben und keineswegs reine Rüstungskonzerne sind. Vielmehr wird von Airbus über Lockheed Martin bis NASA und SpaceX alles beliefert, was fliegt - egal ob zivil oder militärisch.

Auch das Aufkommen der Dronen wird das Geschäft dieser Unternehmen nicht gefährden, sondern eher befeuern. Wenn Sie mehr über solche Unternehmen wissen wollen, stossen Sie zu uns dazu. Bei uns war und ist das im Laufe eines Jahres immer wieder Thema. Es ist für uns eben ein Megatrend, den wir nicht verpassen werden.

Ihr Hari

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Wenn der Gnom nicht wäre

Der Ferienmodus mit geringerer Aktivität im Blog ist vorbei, nun stehen uns die 4 aktivsten Börsenmonate des Jahres bevor und dann steht schon 2018 vor der Tür.

Mein Gott, ich erinnere mich noch genau an die Zeit, als "2001 Odyssee im Weltraum" von Stanley Kubrick noch ferne Zukunft war und ich mit grossen Augen im Kino sass. Was bin ich doch ein alter Knacker geworden.

Dass eine weitere Korrekturphase im Zeitraum September/Oktober nicht unwahrscheinlich erscheint und das Jahr trotzdem ein gutes Börsenjahr werden dürfte, habe ich Ihnen schon in -> Vom Fischen gehen <- geschrieben.

Wenn wir aber die kommenden Tage dieser Woche gerade in den eurobasierten Indizes von DAX & Co. anschauen, sind die Chancen gar nicht so schlecht, dass hier nun eine Chance nach oben besteht:

Rund um die EZB am Donnerstag und Draghis Pressekonferenz, sollte sich nämlich allerlei Erwartung entfalten, dass Draghi den Anstieg des Euros deckelt und das sollte DAX & Co. helfen. Auch die Kerze letzter Woche als "Hammer" deutet in diese Richtung.

Leider wird das Bild heute durch den Gnom aus Korea etwas verzerrt, es macht aber Sinn davon auszugehen, dass diese Sorge ebenso verfliegt wie die Fälle vorher. Sicher, wenn es wirklich zum Krieg auf der koreanischen Halbinsel kommt, ist alles anders und alle normalen Szenarien hinfällig. Dass es aber dazu kommt, ist wohl weiter nur ein Restrisiko, auf das zu setzen keinen Sinn macht.

Wenn der Gnom nicht wäre, wäre es heute also einfacher und wir hätten wohl im Grünen eröffnet. Aber das kann ja noch werden. Solange die oben eingezeichnete Unterstützung hält, kann man im DAX nach oben schauen. Darunter zieht man die Reissleine - eine recht klare Ausgangslage.

Gold macht übrigens das, was ich hier schon Ende Juli in -> Erwachen der Edelmetalle <- auf den Radar genommen habe. Auch dabei hilft der Gnom aktuell mit, wie das Edelmetall aber den Ausbruch über 1.300 USD mit einem Retest bestätigt hat, ist schon eindrucksvoll:

So weit so kurz an diesem Montag im September 2017. Einem September der bekanntermassen keinen besonders guten Ruf als Börsenmonat hat. Das muss uns aber nicht schrecken, erfolgreiche Anleger nehmen ebenso wie erfolgreiche Bergsteiger oder Kletterer den Markt/Berg immer Schritt für Schritt und Zug um Zug. Das Spintisieren über den Horizont überlassen wir denen, die gerne eine Klippe herunter stürzen, weil sie als "Hans guck in die Luft" nicht auf ihre Füsse achten.

Ihr Hari

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Vom Fischen gehen

Vom berühmten Trader soll der Sinnspruch stammen:

There is time to go long, time to go short and time to go fishing.

Auf Deutsch: "Es gibt eine Zeit Aktien zu kaufen, eine Zeit Aktien zu verkaufen und eine Zeit Fischen zu gehen".

Dabei ist "Fischen" gehen natürlich nur eine Metapher dafür, den Markt mal einen guten Mann sein zu lassen und sich von ihm abzuwenden und anderes zu tun, als jeder Kurs-Zuckung hinterherjagen zu wollen.

In diesem Satz steckt viel Weisheit, denn es ist tatsächlich so, dass über das Jahr gesehen die Mehrheit der Marktphasen "zum Fischen gehen" ist, sprich in diesen Phasen geht es ziellos hin und her und es gibt im Saldo nicht viel zu gewinnen.

Die grosse Kunst des Markttiming ist, genau dann hellwach zu sein, wenn der Markt wirklich zu einer echten Bewegung ansetzt und man entweder "Long" oder "Short" sein muss. Im Rest des Jahres kann man sozusagen vor sich hindämmern, muss aber immer bereit sein aufzuspringen, weil der Markt seine Bewegungen ja nicht mit einem Klingeln im Vorfeld ankündigt.

Wer das nicht kann, wer sich also nicht auch mal Auszeiten nehmen kann, wird genau dann wenn die Aufmerksamkeit dringend nötig ist, zum eigenen Nachteil erschöpft oder genervt oder beides sein.

Die Fähigkeit mal "Fischen zu gehen" zeichnet also alle Positions- oder Swing-Trader aus, die mit Zeithorizonten im Bereich Tage, Wochen oder Monaten operieren. Daytrader und ganz langfristige Investoren haben dagegen andere Herausforderungen.

Wir hier bei surveybuilder.info sind über diesen Sommer wieder erfolgreich "Fischen gegangen". Eine rumpelige Sommerphase, in der zwar kein starker Einbruch komnmt, aber doch eine verhaltene 5-10% Korrektur möglich ist und in der es aber auch nach oben nicht weiter geht, war genau unser Modell und hat uns ermöglicht, etwas Abstand zu gewinnen und das war gut so. Aber selbst hier im freien Bereich habe ich dieses Modell Ende Juni in -> Korrekturgedanken <- angedeutet.

Nun nähert sich der September und mit ihm die volatilste Börsenphase, die durchaus noch für eine weitere Korrekturphase gut ist. Ich habe hier für Sie mal das Chart des letzten Jahres, mit den diversen Korrekturen, bevor es dann im November mit Trumps Wahl nach oben weg ging:

In meinem derzeitigen Modell, kann ich mir einen ähnlichen Verlauf für 2017 gut vorstellen. Wobei der Zyklus letztes Jahr durch die Wahl etwas nach hinten gedrückt wurde. Dieses Jahr könnte also das finale Tief vor der Jahresendrally durchaus schon im Oktober und vielleicht sogar schon im September aufschlagen. Es macht aber Sinn davon auszugehen, dass wir erst noch weiter rumpeliges Fahrwasser vor uns haben, bevor der Markt zum Jahresende doch neue Höhen erklimmt. Eine echte Wende, eine echte Topbildung, ist aus den Marktdaten aber aktuell nicht herzuleiten. Vielleicht wird das ja in 2018 passieren, darüber nun aber zu spekulieren ist sinnlos.

Im freien Bereich muss ich an so einer Stelle immer wieder daran erinnern, dass am Markt nichts in Stein gemeisselt ist. Vielleicht kommt es im Herbst 2017 ja alles ganz anders, wenn es zum Beispiel einen Krieg in Korea gäbe, würde es auch ganz anders kommen, denn Südkorea ist die IT-Werkbank der Welt und die Folgen auf die Lieferketten wären fatal.

Wir als Anleger tun aber gut daran, uns an dem zu orientieren, was wahrscheinlich erscheint, mit den Überraschungen müssen wir einfach leben. Und wahrscheinlich erscheint, dass dieser Markt noch ein paar Wochen rumpelig bleibt und noch etwas braucht, bis das Ende dieser Konsolidierung-Phase kommt. Dann aber sind die Chancen für weiter steigende Kurse gut. 2017 wird wahrscheinlich ein gutes Börsenjahr werden, vorbehaltlich Kim und Co. natürlich. Bei Asterix nannte man das das Risiko, dass einem der Himmel auf den Kopf fällt. 😉

Ihr Hari

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So sieht ein Trend aus

Sie merken sicher, dass der Blog im Monat August in einem entspannten Ferienmodus mit weniger Beiträgen ist. Einen kurzen Kommentar zum Markt habe ich aber trotzdem.

Denn der Leitindex S&P500 zeigt einen perfekten Trend, der durch die 50-Tage-Linie definiert wird. Sehen Sie selbst, jeder Test der Linie ist bisher ein perfekter BTFD-Punkt (Buy the F***ing Dip):

Wenn ich rekapituliere, was ich im Premium-Bereich im Detail und hier in Artikeln wie -> Korrekturgedanken <- Ende Juni beschrieben habe, war der Tenor immer so:

Der Sommer wird "rumpelig" und es ist wahrscheinlich, dass wir mehrere Korrekturphasen bis in den September/Oktober hinein sehen. Die Chancen für höhere Kurse zum Jahresende sind aber gut.

Nun sehen Sie oben die zwei-phasige Korrektur Ende Juni - Anfang Juli. Sie sehen die erwartete August-Korrektur und es ist wahrscheinlich, dass wir im September eine weitere bekommen.

Trotzdem bleibt der Trend erhalten. Und ein Markt der so geordnet korrigiert ist ein starker Markt, dem man weiter etwas zutrauen kann. Selbst wenn nun doch in den kommenden Tagen die lange erwartete 10% Korrektur abläuft, wäre es immer noch ein starker Markt, dem man etwas zutrauen darf.

Ich weiss es ist leichter sich zu fürchten, als mit dem Trend zu gehen. Und es ist billig das eigene Ego zu streicheln und sich als "Contrarian" und "Durchblicker" zu stilisieren und toll zu fühlen, während die die andere ja "Lemminge" sind, die in den Untergang laufen.

Das Schöne am Markt ist ja aber, dass er jeden Tag über das Depot ganz gnadenlos überprüft, wer wirklich der "Durchblicker" und wer der "Idiot" ist. Grün ist das Depot in starken Trendphasen wie aktuell bei denen, die in der Lage sind mit einem Trend zu gehen. Das ist der schwierige Pfad, eben weil die Sorge vor der Korrektur in einem hochkriecht. Billig ist es dagegen jeden Monat aufs Neue wieder medial ein Top auszurufen. Grosse Crash-Prognosen kann jeder machen.

Und natürlich endet jeder Trend einmal. Vielleicht dieser im SP500 schon morgen. Er läuft aber viel öfter weiter, als dass er endet und das ist der Kernpunkt. Wenn man also akzeptiert, einmal am Ende falsch zu liegen, kann man vorher x-mal richtig liegen. Wenn man aber dieses eine Mal, in dem man am Ende eines Trends falsch liegt, um jeden Preis aus Angst vermeiden will, wird man genau deswegen fast nie richtig liegen.

Wer das begreift und die eigenen Ängste erkennt und einordnen kann, ist reif für die Börse. Andere reden nur darüber.

Ihr Hari

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Erwachen der Edelmetalle?

Lange haben wir uns hier auf surveybuilder.info um die Edelmetalle nicht gekümmert und das war auch richtig so. Wenn ein Markt so bullisch ist, wie der Aktienmarkt seit Trumps Sieg letzten November, wird das Geld woanders verdient, als beim verliebten Starren auf glänzende Oberflächen.

Auch die seit der Finanzkrise wie ein Mantra herum getragene Glaubensformel der "Gold-Bugs", dass ja nur und alleine im "Gelben" das "Wahre" liege - weil alles andere ja "unsicher" sei - ist natürlich grober Unfug und dient an einigen Stellen auch schlicht kaum verhüllten Vertriebsinteressen. Um so tragischer, dass es Anleger gibt, die nun 8 Jahre stark steigende Märkte verpasst haben, weil sie dieses süsse Gift der Scheinsicherheit in ihre Adern haben träufeln lassen.

Zu den Edelmetallen im Grundsätzlichen habe ich letzten Dezember bei Tichy mal einen ausführlichen, differenzierten Artikel geschrieben. Insofern muss ich das hier nicht wiederholen. Schauen Sie doch da mal rein:

Sie werden schnell sehen, dass ich keineswegs gegen die Edelmetalle als Wertspeicher bin, im Gegenteil. Ich habe aber ein differenziertes Bild auf das was Gold ist (Geld) und das was es eben nicht ist (ein Investment).

Aber auch wenn die Edelmetalle keineswegs die Lösung aller Anlageprobleme sind, gibt es Zeiten diese im Auge zu behalten und Zeiten diese zu ignorieren.

Ignoriert haben wir die Edelmetalle nun lange, nun wird es wohl spannend und das im Besonderen bei den Gold und Silberminen.

Bei Gold selber wird medial gerade das grosse Dreieck herum gereicht, das ungefähr so aussieht:

Nunja, ganz nett, ich halte aber nicht so furchbar viel von Trendlinien, die Löcher von mehreren Jahren haben. Wir dürfen halt nicht vergessen *warum* Chartstrukturen Bedeutung haben - unter anderem eben auch, weil da Menschen sind, die sich an ihren alten Aktionen orientieren. So entstehen Widerstände und Unterstützungen, genau an den Stellen wo man damals gekauft oder verkauft hat und nun ins Plus oder Minus rutscht.

Wie viele haben aber eine solche Beziehung zum Kurs, wenn da Lücken von Jahren dazwischen liegen, in denen der Kurs ganz anderes gemacht hat? Hat es wirklich einen Wert eine Linie an 2 oder 3 Punkten anzudocken, die dazwischen 6,7 oder 8 Jahre liegen haben? Und vor allem welchen Wert haben Trendlinien über viele Jahre, die völlig gedankenlos in lineare (nicht logarithmische wie oben) Charts gezeichnet werden, wie ich das zuletzt immer wieder gesehen habe?

Ich will nicht pauschal "Nein" und "Nichts" sagen, aber sicher ist, dass die Bedeutung solcher Linien eher gering ist. Ganz anders eine Unterstützung, die in den zurück liegenden Monaten x-mal getestet wurde. Diese Niveaus *haben* für die aktiven Marktteilnehmer hohe Relevanz, sie müssen dafür nur in ihr Depot schauen.

Spannender finde ich daher, was bei den Minen passiert. Denn unten sehen Sie die Struktur diesen Jahres. Der GDX hat in der traditionell schwachen Phase des ersten Halbjahres, in einem noch dazu massiven Bullenmarkt, kaum abgegeben. Das ist eher stark und nun steht die traditionell starke Phase der Edelmetalle bevor:

Ich habe diesen Sektor ja nun über Monate ignoriert und das war auch gut so. Nun erscheint Zeit zu sein, sich diesem Sektor wieder zuzuwenden.

Sicher ist nie etwas am Markt, es geht immer nur um das Verhältnis von Chancen und Risiken. Hier bei den Edelmetall-Minen, könnten nun nach einer Pause von über einem Jahr, zum Jahreswechsel hin mal wieder die Chancen überwiegen.

Ihr Hari

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Euro an der Wegscheide

Die Quartalssaison läuft diese Woche an den Märkten heiss und gleichzeitig hat das Währungspaar EUR/USD einen Stand erreicht, den man glasklar als Wegscheide bezeichnen kann.

Was das bedeutet, soll dieses Chart verdeutlichen:

Seit Anfang 2015, also seit über 2 Jahren, ist der Euro zum Dollar unter 1,15 hin und her mäandriert und hat mehrfach einen Anlauf Richtung Parität vollzogen. Zweimal hat EURUSD darüber hinaus geschaut, einmal in 2015 und einmal in 2016 und in beiden Fällen war spätestens bei 1,17 Schluss und es wurde ein sogenannter "Fakeout", der dann das Signal für eine starke Bewegung in die Gegenrichtung gab. Die Bauernregel dazu lautet im Englischen "From false Moves come fast Moves".

Nun sind wir diesen Sommer - genau jetzt - wieder an so einer Wegscheide. Draghi hat mit seiner Rede in Sintra vor nun bald 4 Wochen dabei kräftig und unfreiwillig mitgeholfen und es ist ihm letzte Woche nicht gelungen, das in seiner Pressekonferenz sofort wieder einzufangen.

Und wie es der Zufall will, steht diese Woche am Mittwoch eine FED-Sitzung an, deren Wortwahl im FOMC Statement erheblichen Einfluss auf den Dollar und damit auf EURUSD nehmen wird.

Wer sich nicht regelmässig mit Börse beschäftigt, wird sich nun vielleicht fragen, was das denn mit dem DAX und anderen Indizes zu tun hat? Die Antwort ist ganz einfach:

In Euro notiert, also am Kutand des DAX gemessen - wie wir das in der Regel in unseren Euro-Depots haben - ist ein starker Euro Gift für die Kursnotierungen, ein schwacher Euro stützt diese dagegen.

Dass das nur eine nominale Darstellung in Euro ist und die Welt aus Dollarsicht schon wieder ganz anders aussieht, ist denen klar, die die Welt der Währungen durchdringen. Für diesen Post im freien Bereich genügt aber zu verstehen, dass ein Euro, der potentiell nun nach oben wegbricht und die 1,15 nachhaltig hinter sich lässt, massiven Druck auf den DAX ausüben würde.

Diese Lage trifft aber auf einen DAX, MDAX und Co. der nicht nur durch das Desaster um die deutschen Autobauer sowieso schon angeschlagen ist, sondern auch eine derartige Chartstruktur hat, die einiges an Fallhöhe impliziert, falls der Index hier nun nicht bald nach oben dreht:

Auch Sie sollten also diese Woche ein Auge auf den Euro haben. Dreht der hier wieder nach unten, haben wir vielleicht den Tiefpunkt der aktuellen Korrektur schon gesehen bzw sehen ihn bald. Bricht der nun aber nach oben aus, dürfte sich ein Einbruch im DAX unter 12.000 nur schwerlich vermeiden lassen.

Der zweite Hauptfaktor für DAX & Co. dürfte diese Woche die Entwicklung rund um die Autobauer werden. Ohne dass diese sich stabiliseren, wird es der DAX auch ohne den Euro schwer haben, hier wieder nach oben zu drehen.

Das nur zur groben Einordnung dieser Woche aus Sicht der deutschen Indizes.

Im grossen Bild ist das aber wahrscheinlich nichts weiter als die erwartete Unruhe in der grossen "Rumpelphase" des Sommers, deren Umfang und Dauer ich Ihnen schon in -> Der Gründler und der Measured Move <- nahegebracht habe.

Es gibt also Grund zur Vorsicht, Grund zur Panik und für eine bärische Grundhaltung, sehe ich nach wie vor nicht.

Ihr Hari

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Bitcoin, Ethereum, die Tulpen, Panini-Bilder und Geld

Im internen Bereich war der Wunsch vorhanden, mal darzustellen warum ich mich von den Kryptowährungen noch weitgehend fern halte und diese (noch) *nicht* für ernst zu nehmendes Geld halte.

Das Interesse daran dürfte auch im freien Bereich deutlich vorhanden sein, weswegen ich Ihnen diesen Artikel nun auch hier zur Verfügung stelle, leicht angepasst, weil um interne Referenzen bereinigt und um einen Gedanken erweitert.

Viel Spass und gute Erkenntnisse wünscht Ihr Hari

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Ein Thema das immer wieder angefordert wurde, war der ganze Komplex rund um Bitcoin und Ethereum. Nun, da das Interesse so gross zu sein scheint - war es bei Tulpen übrigens auch mal 😉 - will ich mich aufraffen dazu etwas zu schreiben.

Aufraffen muss ich mich dazu, weil mich das Thema Anlage- und Tradingtechnisch noch gar nicht interessiert. Null. Nada. Ich werde Ihnen also nur erklären, warum es mich (noch) nicht interessiert, für eine Diskussion um die einzelnen, aktuellen Entwicklungen brauchen Sie einen anderen Gesprächspartner.

Und nein, natürlich ist der Bitcoin Ansatz etwas anderes als die Tulpen der -> Tulpen-Manie < -, das war nur eine Spitze, weil es Ähnlichkeiten bei der Markttechnik gibt, die mit einem zu engen Markt und ganz viel Hype zu tun haben. Die Folge ist eben eine Fahnenstange.

Aber von Anfang an.

Ich bin Informatiker und Techie. Ich verstehe den Ansatz der Crypto-"Währungen" also voll und ganz, auch technisch. Nicht in dem Sinne, dass ich mich für die Details der Algorithmen interessiere, aber das Prinzip der Blockchain und die damit verbundene Begrenztheit und nicht beliebige Vermehrbarkeit, ist mir völlig klar.

Mein erster Satz wird sie vielleicht erstaunen, weil er zum klaren "Interessiert mich (noch) nicht" scheinbar nicht passt:

Das ganze Konzept ist intelligent, zukunftsträchtig und könnte tatsächlich die Grundlage eines zukünftigen Geldes sein.

Wow, der Hari ist ein Bitcoin Fan? Nein, ich bin ein Fan des Konzeptes. Aber das ist (noch) kein Geld, weil hier einige Irrtümer in den Köpfen interessieren.

Denn es geht ganz grundsätzlich um das was *Geld* auszeichnet und das ist primär Vertrauen. Dann wieder Vertrauen, erneut Vertrauen und dann lange nichts. Und dann erst die Vermehrbarkeit, Lagerbarkeit und viele andere Themen.

Alle Fiat-Währungen wie der Dollar sind auch beliebig vermehrbar und die Menschen trauen denen trotzdem, zumindest noch. Es gibt viele andere Dinge, die nicht beliebig vermehrbar und trotzdem kein stabiles Geld sind. Tulpen waren damals gerade eben auch nicht beliebig vermehrbar, sondern die Zwiebeln damals sehr selten und wertvoll.

Die Frage ist, was zeichnet Geld aus, damit es allseits akzeptiert wird und dauerhaft als Wertspeicher funktioniert? Was unterscheidet Geld von Tulpen? Und das hat in einer heterogenen Zivilisation immer auch mit Institutionen zu tun, an denen sich das Vertrauen festmacht. Oder wie bei Gold an vielen tausend Jahre zivilisatorischer Erfahrung und damit einem verdienten Grundvertrauen.

Die begrenzte Vermehrbarkeit ist also eher nebensächlich.

Der derzeitige Killer, der verhindert, dass Bitcoin und Co. "Geld" sein können, ist die fehlende Institution, die das Geld garantiert.

Denn es gibt einen ganz entscheidenden Unterschied zwischen Gold und Bitcoin. Gold ist Gold. Es gibt noch ein paar andere Edelmetalle, aber es gibt keine unbegrenzten Alternativen an physischen Gütern, die endlich, begrenzt und leicht lagerbar sind. Es gibt also im Bereich der lagerbaren Metalle keine sinnvolle Alternative zu den Edelmetallen.

Bitcoin aber, ist zwar in seinem System nicht beliebig vermehrbar, man kann und wird aber jederzeit beliebige "Bitcoins" daneben setzen. Ethereum ist der erste Fall. Sobald auch Ethereum hoch gestiegen ist, werden weitere folgen. Der Erfolg erzeugt weitere Alternativen - Konkurrenz belebt eben das Geschäft, drückt aber auch die Preise. 😉

Und weil zwar nicht Bitcoin selber, aber Alternativen zu Bitcoin beliebig vermehrbar sind, hält die Technik keinerlei Vergleich zu Gold und Co. stand.

Wenn man die Crypto-"Währungen" als Ganzes nimmt, sind sie eben doch beliebig vermehrbar. Die Edelmetalle sind es nicht.

Bitcoin und Co. beinhalten also durchaus die Technik und das Konzept, um daraus echtes elektronisches Geld werden zu lassen, sie sind im Moment aber eher sehr gehypte "Rabattmarken" die irgend ein Unternehmen heraus geben kann.

Auch Rabattmarken können begrenzt sein, wenn es das Unternehmen so will. Und wenn um das Unternehmen ein Hype entsteht, können auch dessen Rabattmarken stark im Preis steigen, wie auch Panini-Bilder auf dem Schulhof. Da aber jederzeit eine andere Firma eigene Rabattmarken heraus geben kann, haben sie einen rein spekulativen Wert und können durch den Hype auf dem Nebenhof jederzeit entwertet werden. Und sind als Geld ungeeignet.

Wir müssen uns immer klar machen, was Geld ist. Geld basiert auf Vertrauen. Dieses Vertrauen in den Werterhalt und die Handelbarkeit ist bei Gold in tausenden Jahren gewachsen. Bei den Fiat-Währungen wie Dollar und Euro wird dieses Vertrauen durch eine halbstaatliche Organisation erzeugt - die Notenbank - und durch den Staat gefördert, der es zum Zahlungsmittel erklärt und darauf zum Beispiel Anleihen begibt.

Dieses Vertrauen ist bei Bitcoin und Co. nicht nur noch nicht da, es ist auch (noch) ungerechtfertigt. Auf der einen Seite wird es technische "Glitches" geben, die eine Manipulation ermöglichen. Nicht im Basiskonzept selber, das erscheint mir geschlossen, sondern an den Schnittstellen, dort wo das elektronische Konstrukt in die reale Welt eintritt, wie zum Beispiel an den Handelsplätzen.

Auf der anderen Seite fehlt die glaubwürdige Institution, ich halte es für eher irreal und eine Verkennung dessen was Geld ausmacht zu glauben, dass das eine nicht-staatliche Stelle sein könnte. Das Vertrauen das mit der "Herausgabe" von Geld verbunden ist, muss immer institutionell untermauert sein - es geht einfach um zu viel. Da ist Bitcoin und Co. noch lange nicht.

Was sind die Crypto-"Währungen" also?

Weiterlesen ...Bitcoin, Ethereum, die Tulpen, Panini-Bilder und Geld

Der “Gründler” und der “Measured Move”

Es gibt eine gewisse Art von Denkstrukturen, die sich ganz besonders schwer am Markt tun. Wir nennen das immer den "Gründler", das ist der durchweg gebildete, gut ausgebildete Anleger, der aber - zum Beispiel als Ingenieur - in Fachdisziplinen zu Hause ist, in denen man die Dinge exakt "messen" kann und in denen die Investition in eine noch tiefergehende, feingliedrige Analyse, zusätzliche Erkenntnisse verschafft.

Das ist auch bei allen "Dingen" und Naturgesetzen so, die nach replizierbaren und berechenbaren Mechanismen funktionieren. Die Charakteristika eines Automotors kann man messen. Und wenn man dann am Folgetag wieder zur Testinstallation tritt und die Messung erneuert, nur im Detailgrad vertieft, wird man - von geringen und auch wieder replizierbaren und berechenbaren Umwelteinflüssen wie Temperatur abgesehen - wieder zum nahezu identischen Ergebnis kommen, nur eben mit einem höheren Detailierungsgrad.

Dieses Prinzip, durch tiefere Analyse zu besseren Ergebnissen zu kommen, weil das Objekt der Untersuchung eben ein zuverflässig replizierbares Verhalten nach festen Naturgesetzen zeigt, ist bei diesen "Gründlern" so tief in die Denkstrukturen eingegraben, dass es unreflektiert auf den Aktienmarkt übertragen wird.

Deswegen ist auch das gerade in Deutschland gerne verbreitete -> Zerrbild des Value-Investing < - bei diesen Anlegern so beliebt, obwohl es gar nicht mehr so wie dargestellt funktionieren kann. Benjamin Grahams Buch "The intelligent Investor", das diesem Blog auch seinen Namen gab, ist immer noch ein Meilenstein der Börsengeschichte. Aber die darin dargestellten Methoden können im Jahr 2017 nur einen viel kleineren Edge als damals generieren - wenn überhaupt, weil alles für jeden mit einem Fingerklick verfügbar ist, wofür ein Graham viel Fleiss in Bibliotheken aufbrachte und sich damit einen Vorteil gegenüber dem Rest der Herde verschaffte.

Die Illusion, durch intensives Studium der öffentlichen Zahlen eines Unternehmens sich einen Vorteil am Markt zu verschaffen, ist für die Denkstrukturen des Gründlers aber so attraktiv, dass er von diesen Logiken geradezu angezogen wird. Und deshalb werden sie natürlich auch vermarktet, sie verschaffen Abonnenten und bei Fonds zufliessende Gelder.

Nur dummerweise funktioniert der Markt nicht so und was jeder mit einem Klick zur Verfügung hat, verschafft keinen Vorteil mehr. Der Markt ist ein -> reflexives < -, selbstreferentielles soziales System, was bedeutet dass wenn man zu lange "misst", die Messung unsinnig wird, weil der Markt sich schon längst weiterbewegt hat.

Es ist nicht Thema dieses Artikels, in die reflexiven Mechanismen einzusteigen, klar ist nur, dass der Typus "Gründler" mit seinem Ansatz zwangsläufig scheitern muss und es regelmässig auch tut.

Es geht eben nicht um die Tiefe der Messung, es geht darum die systemischen Tendenzen und Richtungen schnell und grob zu erfassen, so dass man daraus mit Wahrscheinlichkeit einen profitablen Schluss ziehen kann.

Lassen Sie mich das Prinzip als Metapher an einem weiteren, chaotischen System beschreiben, das *weniger* komplex als der Aktienmarkt ist und trotzdem immer noch zu komplex ist, um vollständig "berechenbar" zu sein: Das Wetter.

Stellen wir uns vor wir stehen auf einer Wiese und über uns ziehen die Wolken an uns vorbei. Der Wind frischt auf und die Frage ist, wie wird das Wetter?

Der "Gründler" würde im übertragenen Sinne hingehen, von den Wolkentürmen Schnappschüsse machen und diese aufwändig vermessen. Eine halbe Stunde später macht er wieder Schnappschüsse, vermisst diese wieder und wundert sich, dass diese so völlig anders sind. Dann fängt er an zu theoretisieren, warum die einen Wolkentürme zu den anderen geworden sind und was das bedeuten könnte. Während er theoretisiert, ist das Wetter aber schon wieder ganz anders geworden. Der Wind hat nachgelassen, die Wolkendecke ist geschlossen und ein leiser Nieselregen hat eingesetzt.

Was hat es dem "Gründler" nun gebracht, die Wolken im Detail zu vermessen? Ich sage es Ihnen, er wurde nass. 😉

Ein "Bauer" steht neben ihm. Er hebt seinen Daumen in den Wind, schnuppert herum, schaut zum Horizont und sagt das Wetter wird so und so und wendet sich ab. Und die Wahrscheinlichkeit dass der Bauer die Wetterentwicklung besser voraussagt, ist verdammt hoch.

Was ist der Unterschied? Der Bauer erkennt die grossen systemischen Linien, weil er Erfahrungsmuster die in mehreren Jahrzehnten gewachsen sind, auf die Wetterlage anwendet. Die Details interessieren ihn dabei nicht. Er muss nicht wissen wie gross die Wolken nun genau sind, er muss auch nicht die exakte Windstärke und Richtung kennen und auch nicht den auf einen Kommapunkt berechneten Feuchtigkeitsgehalt.

Es reicht, die grossen Linien der Entwicklung, die Muster einer typischen Wetterentwicklung, schnell zu erkennen und man erreicht damit eine hohe Prognosegüte mit minimalem Aufwand und kann sofort handeln, während der "Gründler" noch rechnet.

Natürlich kann auch mal etwas passieren, was nicht in das Muster des Bauern passt, aber damit muss man leben.

Wetter ist eben keine exakte Wissenschaft und Börse auch nicht! Beide bemühen sich um stochastische Annäherungen und nicht um Exaktheit.

Wie beim Wetter ist es auch an der Börse. Das Ziel ist nicht eine 100% Exaktheit der Analyse und Prognose zu erreichen, das ist sowieso nicht möglich, weil der Markt sich permanent weiterbewegt.

Das Ziel ist, mit 20% des Aufwands 80% der weiteren Entwicklung halbwegs passend zu antizipieren. Und nicht anders herum!

Und dafür ist Mustererkennung und sind Mechanismen hilfreich, die auch der Bauer anwendet. Bauernregeln eben, die zu 80% eintreffen und auf die man sofort und elegant handeln kann.

Eine dieser "Bauernregeln" ist der "Measured Move". Zu deutsch vielleicht "berechenbare Folgebewegung".

Der Measured Move ist wie jede Bauernregel ein höchst unpräzises Konstrukt, er macht ausschliesslich Aussagen im Sinne "Pi mal Daumen" und ist trotzdem oder gerade deswegen hilfreich.

Lassen Sie mich das Prinzip anhand der steinzeitlichen Jagd erklären, auch ein Fall, in dem der Gründler scheitern würde.

Weiterlesen ...Der “Gründler” und der “Measured Move”