Charts des Sommers – K+S – Die beste Chance auf eine Wende seit langem

Wer mal wieder einen Beweis für die Regel suchte, nach der Trends länger andauern können als ein Depot aushält, konnte zuletzt wieder bei K+S fündig werden. Über Wochen und Monate wurde die Aktie langsam abverkauft, einfach weil sie halt abverkauft wurde. Klar gab es auch negative Nachrichten wie zu den Kosten des Werkes in Kanada, wie diese Nachrichten aber interpretiert werden, entscheidet mehr das Sentiment des Marktes als die Nachricht selber. So etwas ist wie eine selbst verstärkende Feedback-Schleife, der Abverkauf zieht dann Analysten-Kommentare nach sich und die wieder noch einmal tiefere Kurse.

Das ist schlicht die Macht von Trends und das diese in beide Richtungen wirken, kann man ja aktuell nach oben zum Beispiel am S&P500 bewundern.

Aber jeder Trend endet einmal und bei K+S empfinde ich das als überfällig. Denn fundamental habe ich Kurse unter 30€ sowieso nicht mehr verstanden, das Geschäft läuft zwar gerade nicht berauschend, aber es gibt auch keinerlei Gründe irgend welche substantiellen Sorgen um K+S zu haben. Die Bilanz ist sauber und der Cashflow hoch. Die langfristigen Aussichten im Düngerbereich hervorragend, auch wenn es aktuell eine Delle gibt. Und nun ist auch die Bewertung der Aktie durch den Markt in meinen Augen attraktiv.

Aber all das nützt nichts, wenn der Markt runter will. Deshalb wartet man lieber ab, bis Mr. Market beliebt zu drehen. Und dieser Moment könnte nun gekommen sein. Sehen Sie selbst im Chart mit Tageskerzen:

K+S 19.07.13

Wir hatten gestern die Trendbeschleunigung, die typischerweise am Ende eines Trends liegt. Auslöser war wohl das Gerichtsurteil zur Werra-Enleitung, das unter hohem Volumen zu einer Art kleiner Kapitulation des Marktes mit nachfolgender Wende geführt hat. Im Chart zu sehen als der "Hammer", den ich grün eingekreist habe und der eine typische Wendeformation ist. Auch heute früh eröffnet K+S mit initialer Stärke. Wenn K+S heute am 19.07. überzeugend schliessen sollte, hätte die Aktie dann ein "Swing-Low" vollzogen. Allerdings sieht die Wende bisher (Stand 09:30 Uhr) noch nicht überzeugend aus, die rechte Seite könnte wegkippen, das wird aber der heutige Tag entscheiden.

Damit hat die Aktie nun die beste Chance für eine Wende seit langem. Verstärkt wird das dadurch, dass K+S mit 25€ gestern auf einer alten Unterstützung aufgesetzt hat, denn das langjährige Tief 2008 war bei 25,388€. Aber bedenken Sie, eine Chance ist eine Chance und noch lange kein langfristiges Kaufsignal ! Bei der grossen Verunsicherung rund um K+S ist mit einer nachhaltigen Wende auch - wenn überhaupt - erst nach den Quartalszahlen am 13. August zu rechnen.

Die Chancen für eine kurzfristigen Bounce in den kommenden Tagen sind aber nun da. Wenn der Bounce kommen sollte, wäre ein Test der 30€ Marke von unten nicht sehr verwunderlich, die Marke stellt den ersten markanten Widerstand dar, das Tief vom Juni 2012 war bei 30,14€.

Bei allen guten Chancen für einen kurzfristigen Bounce bitte ich aber nicht zu übersehen, dass alle Abwärtstrends nach wie vor voll in Kraft sind. Selbst der sehr steile Trend seit Mai wurde noch nicht gebrochen, wie das Chart klar zeigt. Mit diesem potentiellen Bounce ist also nicht notwendigerweise ein Ende des übergeordneten Abwärtstrends verbunden, das muss erst die Zukunft zeigen.

Da aber auch gute Setups schief gehen können und niemand weiss, welche Nachrichten morgen potentiell um die Ecke kommen, ist eine Absicherung nach unten Pflicht. Absichern kann man einen Einstieg aber konsequent unter dem gestrigen Tief von 24,97€, womit das Risiko überschaubar ist. Wenn dieses gestrige Tief in den kommenden Tagen erneut fällt, muss man wohl konsequent raus. Denn wenn dieser potentielle Hammer Bedeutung haben soll, darf das nun nicht passieren.

Allerdings würde ich auch nicht zu nahe unter das Tief, denn wenn das eine bedeutende und langfristige Wende wird, wäre ein erneuter Test des Tiefs und ein Doppelboden in den kommenden Wochen keineswegs ungewöhnlich ! Zu enge Absicherung wirft einen dann nur am falschen Punkt heraus.

Insofern ist K+S nun - zumindest kurzfristig - für mich eine kleine Sünde wert. Aber ich denke auch immer an die Absicherung nach unten und unterliege nicht dem Irrglauben, dass diese Aktie nicht noch weiter fallen könnte, nur weil sie eine starke Bilanz hat. Doch sie kann, Übertreibungen gehen in alle Richtungen immer viel weiter, als wir uns alle vorstellen können. Und die gesamte Markttechnik der Aktie der letzten Wochen ist einfach unglaublich bärisch. Und ein Hammer macht noch keinen Sommer. 😉

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Charts des Sommers – S&P500 – Würden Sie diesen Chart shorten ?

Heute möchte ich Ihnen in einem Beitrag zum S&P500 typische psychologische Fallen vermitteln, in die wir menschliche Anleger und Trader typischerweise tapsen, wenn wir einen Top im Markt treffen wollen.

Schauen wir dazu auf das Chart des Leitindex S&P500 (hier der Future), auf dem wir das Hoch vom 22.05.13 sehen, das Tief vom 24.06.13 und den erneuten Anstieg auf Hochs bis zum heutigen Zeitpunkt.

Trendfortsetzung oder Doppeltop, werden sich viele jetzt wieder fragen und es wird einigen in den Fingern jucken, diese Markt nun zu shorten.

S&P500 18.07.13

Da sitzt er nun also, "Hans Anleger". Privatmann, gebildet, börseninteressiert ... aber immer noch von Emotionen zu stark beeinflusst, die ihm permanent einflüstern, was der Markt nun wegen diesem und jenem machen müsste. Und sein Ego füttern, wenn es denn mal zufällig klappt. Und wegschauen und verdrängen und so sein Ego schützen, wenn es - wie so oft - nicht klappt.

Und diesen "Hans Anleger" gibt es nicht nur bei charttechnisch orientierten Anlegern. Nein, bei denen die sich naiv für etwas "besseres" halten, weil sie ja nur auf "fundamentale" Daten gehen und diesen "Hokuspokus" mit Charts nicht mitmachen, ist dieser Effekt sogar noch schlimmer. Dort entblöden sich viele noch nicht einmal der Einbildung, den zukünftigen Effekt einer aktuellen ökonomischen Entwicklung besser als alle anderen (die den Markt bilden) einschätzen zu können. Es fühlt sich halt so toll für das Ego an, klüger als die "dumme Masse" zu sein - nur macht es die Taschen später nicht voll, aber das ist eine andere Geschichte. Und dann hat man auch schon wieder ein anderes Thema gefunden um sich gut zu fühlen und daran zu wärmen. 😉

Zurück zu Hans Anleger, der diesen Runaway-Move im S&P500 seit November 2012 sieht und sich immer und immer wieder denkt: "Das kann so nicht ewig weiter gehen". Recht hat Hans Anleger, das Dumme ist nur, der Zeitpunkt wann es endet ist unbestimmt. 😉

Da Hans Anleger durchaus erste Erfahrungen hat, mit Oszillatoren wie dem RSI umgehen kann und auch ansonsten aus den Charts einiges heraus lesen kann, startet er also an Punkt (1) den ersten Short-Versuch. Durchaus nicht ohne Logik und das konnte man machen.

Leider beliebt Mr. Market aber nicht, sich entsprechend der Annahmen von Hans Anleger zu verhalten. Und da Hans Anleger auch weiss, wie wichtig Verlustbegrenzung ist - er ist also wirklich schon ein fortgeschrittener Anleger mit gutem Grundwissen - steigt er mit einstelligem Verlust aus dem Trade wieder aus. So weit so gut und völlig in Ordnung. Bisher kein grober Fehler.

Da Hans Anleger ja aber seine Überzeugung nicht ablegt, wird mit den weiter steigenden Kursen die Überzeugung nur stärker. Das "kann" nicht mehr so weiter gehen. Also versucht er es bei (2) und (3) erneut mit entsprechend negativem Ergebnis.

Und nun beginnt der eigentliche psychologische Fehler. Nun ist Hans Anleger gefrustet und um sich und sein Selbstbewusstsein zu schützen, schaut er nun ganz bewusst woanders hin und würdigt den S&P500 erst einmal keines Blickes mehr. Das ist ein unbewusster psychologischer Schutz-Reflex, den man überhaupt erst einmal in die Bewusstseinsebene hoch heben muss.

So passiert es, dass Hans Anleger den grossen ersten Einschlag gar nicht mitbekommt und erst bei (4) zur Kenntnis nimmt. Nun greift der zweite psychologische Fehler, sofort kommt der Gedanke: "Mist, Absturz verpasst. Das lohnt sich jetzt nicht mehr." Unbewusst bestätigt sich Hans Anleger also die Entscheidung, auf den S&P500 nicht mehr zu schauen.

Und so hat Hans Anleger keinerlei Chance, den ersten wirklich guten Punkt zu bemerken, an dem das CRV - ohne raten zu müssen - für einen Short spricht. Es ist der Punkt (5) nach dem auslaufenden Rebound. Auch so ein Rebound ist keine Garantie für einen Short, nichts ist eine Garantie im Markt, aber in so einer Struktur sind die Chancen sehr hoch, dass es zumindest eine zweite deutliche Abwärtsphase gibt.

Was also ist der psychologische Fehler ?

Erstens der Versuch die Zukunft zu erraten ! Das funktioniert einfach nicht ! Die Shorts (1) - (3) waren zwar nicht völlig unlogisch, aber sie waren trotzdem raten. Denn noch hatte der Markt nicht die Richtung gewechselt und ein Oszillator wie der RSI ist keine Garantie.

Zweitens ist der Fehler, nach mehreren Fehlversuchen in die Verdrängung zu wechseln um das eigene Ego zu schützen und damit die Augen vor dem zu verschliessen was weiterhin passiert. Denn genau dann ist oft genug das beste Chance-Risiko-Verhältnis im Markt ! Oft hatte man eigentlich recht, nur nicht genügend Geduld.

Drittens ist der Fehler, nach der ersten verpassten Bewegung sofort zu denken das wäre es schon gewesen. Wenn sich ein Trend dreht, dann gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit noch mindestens einen Versuch zu den alten Hochs zurück zu kommen. Erst wenn auch dieser Versuch scheitert, entsteht wirklich eine Gelegenheit für einen Short.

Versuchen Sie sich statt dessen andere Denkstrukturen anzugewöhnen. Beim Betrachten einer bestimmten Chartstruktur muss Ihr Augenmerk darauf liegen, was die Wahrscheinlichkeiten sind, die in einer gegenwärtigen Struktur begründet sind. Erfolg am Markt beruht nicht auf wilden Prognosen für eine unbestimmte Zukunft. Er beruht auf einem intelligenten Spiel mit Wahrscheinlichkeiten und Risikomanagement ! All das Grübeln wann der Top kommt, hätte man sich in dem Beispiel sparen können, wenn man einfach auf den ersten Einschlag gewartet hätte. Der Markt sagt einem schon was er will, man muss nur hören.

Wenn Sie also irgendwo wieder so ein Banner anblinkt, wo Ihnen der "Crash 2013" oder "200% Gewinn" von einem selbst ernannten Guru geweissagt wird, machen Sie einen grossen Bogen darum. Ausser Sie sind gerne ein Schaf, das von anderen geschoren wird. Dann wünsche ich einfach viel Vergnügen bei der Rasur. Ihr Geld ist am Ende ja auch nicht weg, es hat halt nur ein anderer - das ist bestimmt tröstlich. 😉

Wenn aber nach einem heftigen, ersten Einschlag der teilweise Rebound kommt, der dann ausläuft, dann sollten Sie ganz wach und aufmerksam sein, denn das sind die Momente, in denen gute Chancen auf der Short-Seite liegen könnten.

Also noch einmal meine Frage, würden Sie diesen Chart des S&P500 heute nun shorten ?

Ihr Hari

PS: Und damit das ganz klar ist. Ich kann über diese psychologischen Mechanismen deshalb so gut schreiben, weil ich sie alle am eigenen Leib kenne und erlebt habe. Und so auch Chancen verpasst und Verluste produziert habe. Die Leistung die Sie bringen müssen, ist sich Ihre eigenen psychologischen Prozesse in die Bewusstseinsebene zu heben und dann Mechanismen, Systeme und Tricks zu entwickeln, mit diesen umzugehen.

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Charts des Sommers – Silber (XAGUSD)

Heute gibt es zu Silber (XAGUSD) zwei selbsterklärende Charts ohne Worte. Manchmal muss man sich einfach zurück lehnen und in Ruhe das grosse Bild betrachten. Und vieles wird einem dann klarer.

Zunächst die langfristige Sicht seit Ende 2006 mit Wochenkerzen. Danach den mit einem Kreis markierten Bereich, also die mittelfristige Sicht mit Tageskerzen seit Herbst letzten Jahres:

Silber wöchentlich 17.07.13

Silber täglich 17.07.13

So ..... und denen unter Ihnen, bei denen die Charts oben keinerlei Schlussfolgerungen auslösen, zeige ich nun auf Basis von Monatskerzen noch ein mögliches, langfristiges Szenario, das aus obigen Strukturen potentiell erwachsen könnte. Das ist ausdrücklich keine Prognose, nur ein mögliches Szenario neben anderen, das sich aus der bisherigen Struktur mit einer gewissen Logik herleiten liesse:

Silber Szenario 17.07.13

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Charts des Sommers – US Biotechnologie – Von einer anderen Welt

Heute werfen wir bei den Charts des Sommers einen Blick auf das US Biotechnologie Segment. Während hier in Deutschland die viel zu kleinen und eher unterkapitalisierten Unternehmen eher vor sich hin krebsen, wurde in den US der grosse Kursturbo gezündet, angeführt von Schwergewichten wie Gilead Sciences (WKN 885823).

Ich zeige Ihnen die Entwicklung des Sektors anhand des US ETFs IBB. "The Sky is (not) the Limit" kann man da nur sagen:

IBB 16.07.13

Auch diese Entwicklung ist an den meisten deutschen Anlegern vorbei gegangen, die sich in der Zeit lieber mit der Commerzbank-Aktie und anderen "Fallen Angels" mit ihren vergangenen Geschäftsmodellen vergnügt haben.

Dabei existiert da direkt vor unserer Nase ein neuer langfristiger Bullenmarkt, der das Potential hat "der" Bullenmarkt des 21. Jahrhunderts zu werden. Denn die Fortschritte die im Bereich Biotech gemacht werden, sind teilweise beeindruckend und ich versteige mich hier sogar zu der Vermutung, dass ich zu der letzten Generation der Menschheit gehöre, die noch regulär im normalen hohen Alter sterben wird.

Wer es sich leisten kann, wird vielleicht schon in wenigen Jahrzehnten weitgehend gesund ein dreistelliges Alter erreichen können. Und das wird die Welt umkrempeln. Es wird neue Chancen und neue Risiken generieren. Es werden daraus grosse Vorteile und grosse Nachteile erwachsen. Die Logik des alten "Erwerbslebens" wird in Folge nicht mehr funktionieren. Und es wird deswegen soziale Verwerfungen geben und möglicherweise auch bewaffnete Konflikte um den Zugang zu lebensverlängernden Methoden. Das Zeitalter des technologisch "verbesserten" Menschen steht auf jeden Fall kurz bevor. Und auch wenn es mit Sicherheit eine grosse, emotionale Ablehnungsfront dagegen geben wird - jeder denkt dann direkt an Frankenstein - werden sich die Vorteile, die das Individuum daraus generiert, letztlich durchsetzen.

Ist das eine "schöne" oder "bessere" Welt als heute ? Nein, nicht notwendigerweise, weder das eine noch das andere, einfach eine "andere". So war es mit dem Fortschritt schon immer. Ich kenne das Frösteln, das viele zB bei dem Gedanken an "Human Enhancement" empfinden und ich kann das gut nachempfinden, auch ich habe da ein komisches Gefühl und denke direkt an StarTrek und Khan Noonien Singh. Aber dieses Frösteln und die Angst vor einer anderen Welt als der, die man selber versteht, haben die Menschen ebenso empfunden als das "Feuerross" durch die Prärie fuhr, wie es heute auch ältere Menschen empfinden, die in der Welt der Apps und Gadgets nicht mehr zurecht kommen. Und auch heute gilt, die heutige Welt ist nicht notwendigerweise besser als die unserer Grosseltern, sie ist aber auch nicht perse schlechter, sie ist anders. Die moralische Integrität der handelnden Menschen ist sowieso der weit wichtigere Faktor für eine lebenswerte Welt, als die Frage mit welcher Technologie sie das tun.

Und mitten drin in dieser Entwicklung stehen auf der einen Seite die Biotech Firmen. Und auf der anderen Seite die Unternehmen, die im Sinne Cyborg, elektronische Tools mit dem menschlichen Körper verbinden. Auch diese Entwicklung ist schon im Gange und gerade in der jungen Generation gibt es vielfach eher wenig Ablehnung beim Gedanken an nützliche Implantante, es hat sich sogar schon so etwas wie eine Ästhetik für diese Art "verbesserter" Menschen entwickelt.

Aber wie auch immer man dazu steht - ich gehöre mit meiner vorsichtig, skeptischen Offenheit da sicher eher zu einer Minderheit, der Konsens gerade in Deutschland dürfte totale Ablehnung sein - diese Entwicklung wird in meinen Augen mit hoher Sicherheit einer der bedeutendsten Trends des laufenden Jahrhunderts werden. Am Ende wird wohl eine andere gesellschaftliche Definition von "Mensch" stehen, als wir sie heute haben. Und die Biotech Industrie wird auch ihren Anteil an dieser Entwicklung haben und dabei jede Menge Geld verdienen.

Jetzt ist das eher noch Zukunftsmusik und die heutige Biotech-Industrie kann man eher noch als klassische "Arzneimittel-Industrie" beschreiben. Ich wollte mit den obigen Gedanken auch nur klar machen, welche massiven, lang laufenden Trends hinter diesem Thema stehen. Ein Thema, dem sich die Menschheit so oder so in diesem Jahrhundert wird stellen müssen.

Wer aber heute in einem langfristigen Bullenmarkt sein will, in dem es noch primär um die Heilung von Krankheiten geht und der insofern moralisch unbedenklich ist, kommt um den Biotech-Sektor einfach nicht herum. Natürlich wird es immer wieder scharfe Korrekturen geben, vielleicht schon morgen. Und ob heute der ideale Zeitpunkt ist um in den Markt einzusteigen, darf nach diesem Anstieg bezweifelt werden. Aber irgendwann sollte man wohl den Einstieg finden.

Da es in Deutschland (noch) keine spezialisierten ETFs gibt, erscheint mir dabei die Aktie von BB Biotech (WKN: A0NFN3) noch die sinnvollste Alternative, letztlich handelt es sich bei der Aktie vom Charakter her um einen von Branchenspezialisten aktiv gemanagten Fond.

Wert beobachtet zu werden ist dieser Sektor aber allemal. Da spielt die Zukunft und wir hier im Premium-Bereich von surveybuilder.info, werden uns dem Thema regelmässig widmen.

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Charts des Sommers – Zeitenwende am Bondmarkt ?

Von privaten Anlegern wird dem Bondmarkt viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl ja eine direkte Beziehung zu den Aktienmärkten existiert, denn ein Investitions-Euro oder Dollar kann ja nur einmal ausgegeben werden.

Jahrelang musste man auch nicht besonders auf den Bondmarkt schauen, denn der hatte nur eine Richtung: Dank der Notenbanken fielen die Renditen und die Kurse stiegen.

Nun aber könnte seit Anfang 2013 eine bedeutende Zeitenwende am Bondmarkt im Gange zu sein. Und das trotz der Notenbanken, die nach wie vor dagegen halten. Man kann dazu diverse Charts zeigen, ich möchte Sie hier aber überhaupt einmal auf die Geschehnisse aufmerksam machen und dafür sensibilisieren.

Mit dem heutigen Tag beginnt damit hier auf surveybuilder.info.de auch eine Serie der "Charts des Sommers", in denen ich Sie ohne viele Worte auf bestimmte, wichtige Entwicklungen aufmerksam machen möchte. Entwicklungen die unter der Dauerberieselung mit Spekulationen zu Commerzbank, Solarworld und Co. leider medial viel zu kurz kommen, obwohl sie eine viele höhere Bedeutung für uns alle haben.

Der erste Chart zeigt in Tagessicht den ETF iShares Euro High Yield Corporate Bond (WKN A1C8QT) seit 2010. Darin sind Unternehmensanleihen von Unternehmen unterhalb des "Investmentgrade" enthalten, also von so "Erfolgsunternehmen" wie Commerzbank, Thyssenkrupp, RBS oder Fiat. Siehe .

Der Chart spricht für sich selbst:

EUNW A1C8QT 15.07.13

Und nun das umgedrehte Bild. Sie sehen einen der wenigen in Deutschland verfügbaren Short-ETFs auf Staatsanleihen, hier den ETF db X-Trackers Short Sovereigns Eurozone (WKN: DBX0AW) seit 2011. Darin sind europäische Staatsanleihen enthalten, primär also aus Italien, Frankreich, Deutschland. Siehe .

Auch dieser Chart spricht für sich selbst:

DBX0AW 15.07.13

Im Premium-Bereich besprechen wir diese Entwicklungen und ihre Bedeutungen auch im Detail und betrachten, welche Konsequenzen daraus erwachsen und wie man diese Entwicklungen traden kann.

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Das Ungeheuer Devisenmarkt – Die wilden Swings des US Dollar

Viel wird über Aktien und Indizes geschrieben und wie oft wundern wir uns, wenn die Kurse plötzlich den Rückwärtsgang einlegen und in die Gegenrichtung laufen.

Manchmal verhalten wir uns dabei wie naive Urlauber, die am Strand sitzen und auf eine vermeintlich ruhige See schauen. Wir sehen die Möwen, die da geruhsam vor sich hin dümpeln, ahnen die Fische die unter der Oberfläche ihre Kreise ziehen und beobachten die friedliche Szene. Dann plötzlich kräuselt sich das Wasser und die Möwen fliegen auf. Ein Gurgeln ist hörbar und Wellen entstehen. Einen der Fische hat es scheinbar erwischt. Oder war es doch ein Taucher ? 😉 In jedem Fall war da etwas sehr Grosses, das aus den dunkleren Bereichen unter der Wasseroberfläche kam und offensichtlich auf Jagd ging. Wir Urlauber wollen lieber nicht darüber nachdenken, was das gewesen sein könnte, es könnte unseren ruhigen Schlaf stören ....

In den Märkten gibt es definitiv zwei so Ungeheuer, die weit grösser und mächtiger als der Aktienmarkt sind. Aber wie es sich für dunkle Ungeheuer gehört, sind diese in den populären Postillen eher weniger bekannt. Das eine Ungeheuer ist der Anleihenmarkt und das dieser Anzeichen grossen Stresses zeigt, haben wir hier ja schon anhand des ETFs der langlaufenden US Treasuries (TLT) im Detail besprochen. Die Implikationen dieses Stresses sind auf jeden Fall gewaltig und gehen bis in Existenzfragen von Währungen und Staaten hinein.

Das andere Ungeheuer ist aber noch grösser und noch mächtiger. Es ist grösser als alle anderen Märkte, auch grösser als der Anleihenmarkt und es bewegt am Tag 4 Billionen! USD - am Tag ! Es ist der grösste Finanzmarkt der Welt und dieses Ungeheuer hat mehrere Dompteure, mit denen es symbiotisch interagiert.

Das Ungeheuer ist der Devisenmarkt, der mit seinen Bewegungen weit mehr in den Aktienmärkten bewegt, als man ahnt, wenn man als Tourist am Strand sitzt und sich die Bewegungen der Möwen (= Kurse der Aktien) betrachtet. Und diese Dompteure sind die Notenbanken, wobei böse Zungen ja behaupten, dass diese neuerdings den gar nicht so gefährlichen Devisenmarkt erst zu einem richtigen Ungeheuer machen.

Wenn das Ungeheuer Devisenmarkt sich bewegt, werden sofort die Gewinne der Unternehmen massiv beeinflusst. Rohstoffe werden für den einen teurer und für die anderen weniger profitabel zu verkaufen. Gewinnmargen schrumpfen oder wachsen, Staatsschulden werden relativ grösser oder leichter abzubauen. Kaufkraft der Bürger steigt oder wächst. Wenn sich das Ungeheuer Devisenmarkt bewegt, schüttelt es die Welt durch.

Und das bedeutendste Körperteil des Ungeheuers ist die Weltleitwährung US Dollar. Und was der Dollar zuletzt für wahnsinnige Swings vollzogen hat, will ich Ihnen nun am Tageschart des US Dollar Index zeigen, der den Dollar im Verhältnis zu einem Korb anderer Währungen darstellt:

USD 10.07.13

Sie sehen den gigantischen "Megaphone Pattern" mit allerlei wichtigen Implikationen. Und Sie sehen, dass der US Dollar Index nun überkauft ist und bald (wahrscheinlich heute Abend zu den FOMC Minutes) die obere Begrenzung der Struktur erreichen wird.

Und falls Sie immer noch am Strand sitzen und glauben, dass das ja alles keine Bedeutung hätte, dann habe ich Ihnen unten mit einem dicken blauen Pfeil den Tag und Abend eingezeichnet, an dem Ben Bernanke seine "Tapering" Gedanken in den Markt gab. Es war der 19.06. und ich war zu dem Zeitpunkt im Urlaub.

Noch Fragen ? 😉

Achja, heute Abend nach US Börsenschluss redet der gute Ben wieder - siehe der kleine blaue Pfeil oben. 🙂 Noch jemand der Meinung, das sei eher unwichtig ? 😉

Ich hoffe ich konnte per "Schockeffekt" klar machen, welche Bedeutung die Bewegungen am Devisenmarkt auch für die Aktienmärkte haben. Und wie wenig man begreift, wenn man nur die Wasseroberfläche des Aktienmarktes betrachtet.

Im Detail gibt es dazu natürlich viel zu sagen und viel zu verstehen und lernen, das würde aber so einen Blogpost weit übersteigen. Diesen Zusammenhängen widmen wir uns aber immer wieder im Premium-Bereich von surveybuilder.info, neben vielen anderen aktuellen Themen auch, jeden Tag mit vielfachen Tips, Tricks, Links und Meinungen.

Wenn Sie verstehen wollen, wie die Märkte wirklich funktionieren, sollten Sie sich mal mit diesem Blog und seinen Angeboten befassen. Wenn Sie dagegen weiter "heisse Tips" zu Möwen an der Wasseroberfläche suchen, die sie ohne intellektuelle Energie einfach konsumieren können, sind sie hier aber an der falschen Stelle.

Glauben Sie bitte nur nicht, dass man reich werden kann, wenn man nur die Oberfläche wahrnimmt ..... 😉

Ihr Hari

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Die kaum vorhandene Aktienkultur in Deutschland in Daten und Grafiken

Wir haben hier schon oft über die kaum vorhandene Aktienkultur in Deutschland gesprochen. Und dieser Blog ist ja auch ein Versuch, daran etwas zu ändern.

Wer aufmerksam die Gespräche in seiner Umgebung verfolgt, weiss wie sehr die Deutschen bei der Geldanlage auf der Suche nach Sicherheit sind. Und Sicherheit verbindet sich für die Mehrheit der Deutschen mit Zinszahlungen. Unternehmerisches Risiko ist dagegen eher Teufelszeug. Durch die neuen Bundesländer wurden diese sowieso schon vorhandene Prägung dann noch einmal verstärkt, was man auch an den Aktienquoten in den Bundesländern gut nachvollziehen kann.

Nur aus dieser Prägung heraus ist zu verstehen, warum brave Familienväter sich darum reissen, irgendwelche mehr oder weniger dubiosen "Mittelstandsanleihen" zu zeichnen, weil diese einen Zins von 7% oder mehr bieten. Zins ist ja vermeintlich gut und sicher und nicht so eine "Zockerei" wie beim Aktienbesitz. 😉

Die naheliegende Frage aber, warum so ein Unternehmen denn trotz Niedrigstzinsen der Notenbanken kein Darlehen für 5-7% von der Bank bekommt und warum so ein Unternehmen dann an Privatanleger heran gehen muss um sich zu finanzieren, diese naheliegende Frage schafft es noch nicht einmal ins Vorderhirn. Die Grundregel der Finanzmärkte, das Zins immer ein Abbild des Risikos ist und das es "no free lunch" an den Märkten gibt, diese Grundregel ist weitgehend unbekannt.

Die Logik ist dagegen zu oft sehr schlicht: Zins ist gut und Aktie ist schlecht. 😉 Jetzt wird es am Markt für Mittelstandsanleihen mit Sicherheit noch das eine oder andere böse Erwachen geben, durch das die Beteiligten merken, dass "Sicherheit" doch etwas komplizierter zu finden ist, als durch den Kauf von Schuldverschreibungen von Unternehmen die man gar nicht kennt. Ich bezweifele aber, ob damit bei den meisten auch der Erkenntniseffekt verbunden ist, dass das eigentliche Problem bei der Geldanlage einen gerade im Spiegel anschaut. 😉

Diese Fixierung auf Zins setzt sich ja sogar bei den wenigen eigentlich lobenswerten Aktionären dann fort, von denen viele einen Hang hin zu "Zinsersatz-Aktien" haben und gerne die Dividende zum alles entscheidenden Faktor erheben. Auch das führt natürlich keineswegs immer dazu, die richtigen Aktien im Depot zu haben. Es füttert dagegen einen grossen Arm der Finanzindustrie, der mit wohl klingenden und "Wohlfühlatmosphäre" verbreitenden Phrasen wie "Garantie" oder "Value" dieses emotionale Bedürfnis zum eigenen Erfolg abschöpft.

Am Ende bleibt bei den privaten Anlegern nur eine verschwindend kleine Minderheit übrig, die Aktien als das verstehen was sie sind: direkte unternehmerische Beteiligungen. Und die verstehen, dass es absolute Sicherheit am Finanzmarkt gar nicht gibt, auch nicht bei Zinsen und Anleihen, sondern nur angemessen oder nicht angemessen bezahltes Risiko. Und das die grösste relative Sicherheit von einem breit aufgestellten, diversifizierten und dauerhaft erfolgreichem Unternehmen ausgeht, das Produkte anbietet, auf die die Menschen nicht verzichten können.

Eigentlich war "Ekel" Alfred Tetzlaff () da schon weiter, als er nach Kauf einer Volkswagen Aktie seiner Else eindrücklich erklärte, das ihm jetzt VW gehört. Genau genommen hatte der Mann auch Recht, VW gehörte ihm nur nicht alleine. 😉

Aber bisher konnten wir diesen Eindruck über die kaum vorhandene Aktienkultur kaum in konkrete Zahlen und Fakten kleiden, man wusste zwar, dass es so ist, es fehlte aber am statistischen Beweis.

In diese Bresche ist nun dankenswerterweise die gesprungen, die ja auch den Finanzblog Award ausgerichtet hat und sich insofern tatsächlich auch um die Aktienkultur bemüht. Natürlich auch zur Ankurbelung des eigenen Geschäftes, aber das macht das Engagement nicht weniger wertvoll, zumal von einer gesteigerten Erkenntnis ja alle Anbieter von Wertpapierdienstleistungen profitieren. Eher muss man sich umgedreht fragen, warum sich viele der anderen Banken eben nicht deutlicher in diese Richtung engagieren wie die Comdirect.

Mir liegt ein "Factbook Aktie" der Comdirect vor, das in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt Research Institute entstanden ist. Darin sind eine grosse Menge von bemerkenswerten Daten und Grafiken, von denen ich Ihnen hier einige zeigen will.

Mein Dank gilt der Presseabteilung der Comdirect, die mir ermöglicht, die Grafiken hier im Blog zu verwenden. Bevor wir aber zu den Grafiken übergehen, will ich einen Absatz aus dem "Factbook Aktie" zitieren, der es sehr gut trifft:

Den Anlegern fehlt Wissen – und Risikobereitschaft
55,1 % der Deutschen entsprechen dem Anlegertyp „Chancen-Verpasser“. Dieser Typ hat zwei weit verbreitete Merkmale: geringes Wissen über Aktien gepaart mit einer geringen Risikobereitschaft. Wer dieser Gruppe angehört, unterschätzt die finanziellen Chancen, die eine langfristige Geldanlage in Aktien bietet, beispielsweise für die eigene Altersvorsorge. Die kleinste Gruppe unter den Bundesbürgern ist die der „Chancen-Nutzer“: 9,9 Prozent haben vergleichsweise viel Börsenwissen und sind auch bereit, ein gewisses finanzielles Risiko einzugehen. In Sachen Grundlagenwissen sind die Deutschen entsprechend selbstkritisch: 64 Prozent finden, dass ein verbindliches Schulfach „Geld und Finanzen“ eingeführt werden sollte. Die Wissenslücken haben auch damit zu tun, dass Geldanlage hierzulande kein Thema für Small-Talk ist: Nur eine Minderheit von 37 Prozent tauscht sich mit Familie und Freunden darüber aus.
Fazit: Es gibt heute keine Ausrede mehr für Unwissenheit über Kapitalanlagethemen. Wer mit Freunden nicht darüber sprechen mag, findet in den Medien, in Fachbüchern oder im Internet genügend Informationen.

Und nun zu einer kleinen Auswahl der Grafiken und Daten im "Factbook Aktie", die für sich selber sprechen. Ich wünsche viel Spass damit:

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Glosse: Mein Programm als Kanzler des Neuen Deutschland !

[Vorsicht Glosse]

Aktuell wird ja in Deutschland mal wieder kleinkrämerisch über finanzielle Repression gejammert. Und über zinsloses Risiko bei Staatsanleihen, obwohl das eigentlich risikoloser Zins sein sollte. Und über Unterfinanzierung der öffentlichen Infrastruktur in Deutschland. Und und und ...

Und überhaupt, nach Studien der EU sind deutsche Bürger sowieso weit ärmer als Italiener und Spanier. Das ist nicht nur unerhört, das gehört geändert. Sofort ! Dafür habe ich die neue Partei des "sozialistischen Staatskapitalismus" (STUSS) gegründet, deren Führer, Kanzlerkandidat und erster Bannerträger meine Wenigkeit ist.

Und da ich das "finanzielle Perpetuum Mobile" (Patents pending) erfunden habe, brauche ich mir um das Wahlergebnis auch keine Sorgen zu machen. Schnell werden die Bürger die bestechende Logik meines Programms erkennen.

Denn am Ende werden die Deutschen unermesslich reich sein. Reicher als jede andere Nation auf diesem Planeten. Jeder - auch Hans Hosenträger aus Büllerbeck - wird Besitzer von Länderreien in der Welt sein und sich an all den dienstbaren Geistern erfreuen, die er auf seinen Latifundien aus aller Herren Länder beschäftigt.

Und hier - exklusiv für die Leser von surveybuilder.info.de - ist mein geheimer Plan, der gar nicht fehlschlagen kann:

Deutschland tritt aus dem Euro aus und hat damit wieder eine eigene Notenbank, die der KfW als Unterabteilung angegliedert wird. Denn nun machen wir mal richtig, was Bernanke und Draghi typisch angelsächsisch nur pragmatisch/halbherzig angefangen haben. Wir Deutschen sind doch mehr für die grundsätzlichen end(gültigen) Lösungen zu haben.

Unterabteilung der KfW deshalb, weil diese neue Notenbank der direkten politischen Weisung unterliegt, die Unabhängigkeit der Notenbank war schon immer eine sinnlose Fehlentwicklung, die das Volk nur in die Zinsknechtschaft gezwungen hat.

Nachdem diese organisatorischen Vorbereitungen getroffen wurden und ich als Kanzler des "Neuen Deutschland" mit historischem Wahlergebnis gewählt wurde, kann endlich die Vision Realität werden, die mein unermesslicher Ratschluss hervor gebracht hat und in meinem Buch "Mein Kapitalismus" (9,98€ bei Amazon) nachzulesen ist:

Deutschland gibt Staatsanleihen im Billionen-Umfang heraus, bis das kreditfinanzierte Geld aus jedem Ministerium durch die Ritzen heraus quillt. Diese Anleihen erhalten einen Coupon von 0,1%, um den Angelsachsen mal zu zeigen, wie man zinsloses Risiko wirklich konsequent angeht.

Nun werden sicher wieder einige verwirrte Ökonomen mit ihrem professoralen Geschwätz behaupten, dass zu einem Kreditgeschäft immer zwei gehören und dem deutschen Staat daher niemand diese Staatsanleihen abnehmen wird. Aber das zeigt wieder nur mal, wie beschränkt der Horizont all dieser Ökonomen ist, die dem Fetisch einer sogenannten soliden Haushaltsführung huldigen.

Denn diese Multi-Billionen an neu ausgegeben Kreditverpflichtungen, kauft einfach die neue Notenbank auf - sie wissen schon, diese neue Unterabteilung der KfW. Wer braucht schon reale Käufer für Staatsanleihen - baaahhh ... phantasielose Ökonomen. Und auch das Geschwätz von Geldmengen ist einfach nur unnötig !

Um die nötige Liquidität auf Seiten der Notenbank sicher zu stellen, wurde der Hauptrechner in Serverraum der Unterabteilung mit neuen Prozessoren und mehr Arbeitsspeicher ausgestattet, damit es nie Mangel an frisch geschöpftem Notenbankgeld gibt. Und für den Fall, dass der Finger des Sachbearbeiters erlahmt, mit dem er immer auf ENTER drücken muss um erneut eine frische Milliarde Liquidität zu schöpfen, habe ich sogar eine weitere Planstelle in der KfW genehmigt. Sie sehen, es ist an alles gedacht !

Nun aber zu dem wahren Schachzug meines genialen Plans.

Mit diesen Multi-Billionen werden wir die Massnahmen umsetzen, die Deutschland endlich zu Weltgeltung verhelfen.

1. Jeder deutsche Staatsbürger erhält einen Scheck über 10 Millionen zur persönlichen Wunscherfüllung. Das ist das Mindeste, was ich für meine Volksgenossen tun kann. Auch wird das die alten "linken" Parteien und Gewerkschaften beruhigen, denn endlich wird mal richtig was für die Binnenkonjunktur und Kaufkraft des "kleinen Mannes" getan. Keynes wäre glücklich. Klotzen, nicht kleckern ! Und überhaupt, all den Schwaflern mit ihrem Deflations-Gerede werden die Worte im Rachen stecken bleiben. Es gibt keine Deflation, wenn ich es nicht will !

2. Jeder deutsche Staatsbürger hat nach Genehmigung des Gemeinderates und Identitätsfeststellung im Postident-Verfahren, Zugriff auf bis zu 20 Milliarden pro Jahr, um Unternehmen und Wirtschaftsgüter der Welt aufzukaufen und zu übernehmen. Das wird wiederum die alten "rechten" Parteien und ihre Anhänger in Wirtschaft und Bürgertum beruhigen, denn so bekommt Deutschland Zugriff auf die realen Produktivmittel der Welt. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf den Aufkauf aller weltweit greifbaren Rohstoffquellen gelegt werden, man weiss ja nie !

3. Die deutsche Infrastruktur wird komplett erneuert, nur mit den feinsten und teuersten Materialien und Technologien versteht sich ! Das wird alle erfreuen, ein neues Autobahnwunder steht bevor !

Am Ende wird die Welt deutschen Bürgern gehören. Jeder Deutsche wird unermesslich reich sein. Und falls doch die Mittel dafür nicht ganz reichen, muss ich wohl in den sauren Apfel beissen, und einen zweiten Computer zur Geldschöpfung in der Unterabteilung der KfW genehmigen.

Jetzt hören ich natürlich schon wieder diese verbohrten Ökonomen, die mir erzählen wollen, dass wir diese Billionen-Schulden doch nie werden zurück zahlen können.

Quatsch kann ich da nur sagen ! Bornierte, einfallslose Theoretiker sind das ! Die Lösung ist doch ganz einfach. Die Unterabteilung der KfW geht Pleite und wird dicht gemacht. Und eine andere Währung wird erfunden, die von einer anderen Unterabteilung betreut wird.

Na, was sagen Sie jetzt ? So entledigt sich das Neue Deutschland elegant all seiner Schulden. Sie werden einfach im Computer der Unterabteilung gestrichen ! Die Unternehmen, Ländereien und Technologien gehören den Deutschen weltweit aber immer noch, denn die wurden ja mit Papierschnipseln erworben, die damals ganz legal und echtes Geld waren !

Genial oder ? Von wegen zinsloses Risiko. Nein, wir von STUSS bieten den Deutschen "anstrengungslosen Reichtum" ! Wer kann da schon nein sagen !

Und wenn jemand an diesem genialen Plan einen Haken erkennt, dann soll er jetzt aufstehen, oder für immer schweigen ! Ich höre !

Wählt STUSS !

Ihr geliebter, zukünftiger Kanzler des Neuen Deutschland

PS:

Wie bitte, was sagen Sie ? Was wäre wenn die anderen das genau so machen ?

Unfug, dafür sind die doch zu doof ! Die sparen lieber ..... (lacht laut)

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