Favoriten für 2014 ? Achten Sie auf SAP !

Ich habe ja angekündigt, zum Jahreswechsel in loser Folge Aktien und ETFs zu thematisieren, die möglicherweise in 2014 zu den Gewinnern gehören könnten.

Und da gibt es eine DAX-Aktie, die beständig wächst, sich in einer sehr starken Marktstellung befindet und in 2013 - auch durch interne Probleme und Umstrukturierungen - nicht das beste Jahr hatte. Die nun aber wieder vor ruhigem Fahrwasser und weiterem Wachstum stehen könnte, zumal die NSA Affäre sicherlich bei der Akquise hilfreich ist.

Es ist der Software-Riese SAP (WKN 716460) !

Hier nun über SAP zu erzählen, wäre Eulen nach Athen zu tragen. Zumal ich hier permanent zu der Aktie geschrieben habe und zuletzt schon Anfang November gefragt habe: -> SAP und die NSA Affäre – Nähert sich die Korrektur dem Ende ? <- ?

Treue Leser wissen ja aber auch, dass ich meine ganz persönliche Historie mit der SAP habe, aus der ich schon vor mehr als 2 Jahren hier eine Anekdote unter dem Ti -> SAP - meine grösste Fehleinschätzung - Oder warum man „Experten“ nicht immer trauen sollte. <- wiedergegeben habe.

Heute will ich Ihren Blick daher nur auf ein interessantes Chart richten, das den Kursverlauf der SAP seit 2009 mit Wochenkerzen darstellt:

SAP 18.12.13

Achten Sie dabei einfach mal auf die Parallelität zwischen 2011 und 2013 ! In 2014 könnte bei SAP also wieder was gehen.

Da auch bei der besten Aktie immer eine negative Überraschung auftauchen kann, gehört ein Stop unter das Tief vom 18.10.13 bei 51,87€. Wenn mit dem Aufwärtstrend alles in Ordnung ist, darf dieses Tief nicht mehr unterschritten werden.

Gute Nacht !

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Die Roboter kommen ! Von iRobot, Amazon, Google und Co.

Wir fragen uns ja alle immer, was denn die neuen grossen Trends sein könnten, mit denen man über Jahre dicke Gewinne an der Börse einstreichen kann.

Und wir würden gerne wissen, was in 2014 so ein heisses Thema werden könnte, wie in 2013 der Rebound im Solarmarkt. Denn bei den Solaraktien konnte man in 2013 sein Kapital verdoppeln und mehr.

Nun, ich glaube es gibt einen heissen Kandidaten für einen Megatrend, der nun massiv in das öffentliche Bewusstsein tritt. Und das ist der Einsatz von Robotern in allen Teilen der Wertschöpfung und bei lästigen oder gefährlichen Arbeiten.

Bisher waren Roboter im Wesentlichen auf die industrielle Produktion beschränkt und Unternehmen wie Kuka (WKN: 620440) oder die japanische haben damit gutes Geld verdient.

Das erste Unternehmen, das ausserhalb der industriellen Fertigung mit seinen Robotern weltweit bekannt und an der Börse erfolgreich wurde, war dann iRobot (WKN: A0F5CC, IRBT) mit Spezialrobotern im Bereich Militär und Zivilschutz - zB bei der Bombenentschärfung - aber vor allem mit seiner "Roomba" Linie der Staubsauger-Roboter, von denen auch einer bei uns im Haushalt seine Runden dreht und den wir als unseren kleinen "R2D2" nicht missen wollen.

Mit der Aktie von iRobot, haben wir hier auf surveybuilder.info.de schon 2013 viel Freude gehabt und schöne Gewinne generiert. Und heute springt die Aktie um aktuell (stand 16:00 Uhr) 17% nach oben !

Einfluss auf diesen Satz nach oben, dürfte dabei der überraschende durch Google haben. Ein Kauf, der sich in eine Reihe von voran gegangenen Käufen Googles im Bereich Robotics einreiht und eine dahinter stehende Strategie vermuten lässt.

Nehmen Sie jetzt noch die Gedanken von Amazon und auch der Deutschen Post zu "Paket-Drohnen" dazu, die weltweit für Aufmerksamkeit sorgen und nach meiner Ansicht keineswegs so "daher" gesagt sind, sondern eher einen Testballon zur Akzeptanz darstellen. Vergessen Sie dann weiter nicht, dass Flugzeuge bald autonom gesteuert werden und der menschliche Pilot nur noch als Backup an Bord sitzt und denken Sie am Ende an die Bemühungen der Auto-Industrie um autonomes Fahren - dann zeigen alle diese Entwicklungen eindeutig in die gleiche Richtung:

Es entwickelt sich ein massiver Weltmarkt für autonome Systeme mit begrenzter künstlicher Intelligenz, die lästige oder gefährliche Aufgaben der Menschen übernehmen und sich durch ihre Sensoren frei in der Welt bewegen können. Gemeinhin auch "Roboter" genannt. Auch bei Bauern muss man früher oder später die Frage stellen, ob es wirklich das Gehirn eines Menschen braucht, um stundenlang bei einem Traktor "auf dem Bock" zu sitzen und riesige Felder abzuernten.

Wenn Sie mal genau darüber nachdenken, werden sie unzählige Anwendungsformen für "robotische, autonome Systeme" finden und die Technologie und Sensorik ist langsam reif. Vieles scheiterte in der Vergangenheit dabei noch an der mangelnden Leistungsfähigkeit von Batteriesystemen. Aber auch da tut sich ja durch Tesla Motors und Co. einiges und auch diese technologischen Hürden werden gerade weggeräumt. Und damit dürfte sich ein gewaltiger Weltmarkt entwickeln, der die Welt über Jahrzehnte nachhaltig umkrempeln wird.

Es dürfte also für Anleger auf Jahre äusserst lukrativ sein, sich intensiv mit diesem neuen Segment zu beschäftigen. Konsequenterweise, ist an der Wallstreet auch schon unter dem Kürzel der erste ETF auf den Markt gekommen, der sich auf Robotics und Automation spezialisiert. In diesem überwiegen natürlicherweise noch Aktien der Kategorie "Automation", weil es eben noch nicht so viele börsennotierte reine Roboterfirmen gibt. Deshalb sind auch Firmen wie 3D Systems (WKN: 888346, DDD) im ETF enthalten, deren innovative 3D Drucker, eher dem Bereich "industrielle Automation" zuzurechnen sind.

Aber auch wenn das Angebot an Aktien im Segment Robotics noch dünn ist, wir haben es mit ganz grosser Wahrscheinlichkeit mit einem Megatrend der nächsten Jahrzehnte zu tun. Und wer auf der Suche nach grossen Chancen ist, muss unbedingt das Feld der "Robotics" an der Börse im Auge behalten.

Die Pop-Gruppe "Kraftwerk" hat es schon in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gewusst: 😉

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10 Erwartungen an DAX & Co. , die zu offensichtlich sein könnten, um 2014 einzutreffen

Erfahrene Marktbeobachter wissen, dass am Markt das, was offensichtlich scheint und alle erwarten, kaum mehr eintreffen kann. Zumindest nicht exakt so, wie erwartet. Dieser Zusammenhang ist auch kein Zufall, denn der Markt sind ja wir, die Menschen und die Algorithmen, die von uns Menschen programmiert wurden.

Und wenn wir alle in eine Richtung positioniert sind, ist keiner mehr da, der noch in diese Richtung kaufen könnte. Wir haben ja alle schon gekauft. Und wenn keiner mehr kauft, kann ein Markt nicht mehr steigen, egal wie gut die Nachrichten ausschauen.

Deswegen hat der Markt diese geheimnisvolle Fähigkeit, genau das zu tun, was wir alle nicht erwarten und uns immer wieder zu überraschen. Manchmal hat man dieses merkwürdige Gefühl, als würde uns Mr. Market über die Schulter schauen. Und nur darauf warten, dass wir am Markt kaufen und verkaufen, um dann in genau dieser Sekunde in die Gegenrichtung zu laufen.

Und irgendwie ist das auch tatsächlich so. Ganz besonders dann, wenn wir zu lange warten, um auf eine Richtung aufzuspringen. Wir glauben zwar, es sei „sicherer“, erst einmal lange abzuwarten und erst dann zu kaufen, wenn alles rundum gut aussieht. Im normalen Leben ist das auch eine sinnvolle Strategie. An der Börse ist es aber die Strategie, die einen im Jahr 2000 die Deutsche Telekom kaufen liess. Oder im Jahr 2007 noch Bankaktien. Es ist die Strategie, die das Depot vernichtet. Denn „falscher Zeitpunkt“, ist am Markt nur eine euphemistische Umschreibung für „Verlust“.

Besonders beliebt beim fiesen Mr. Market ist es, die Anleger nicht nur monetär zu zerstören, sondern dann auch noch zu demoralisieren. Und das geht so, dass die Kurse erst einmal lange gegen die vom Anleger erwartete Richtung laufen. Der Anleger aber wartet ab. Und leidet. Und wartet. Und irgendwann verliert er bei dicken Buchverlusten die Geduld. Und verkauft.

Und genau an diesem Tag dreht der Markt und die Entwicklung, auf die der Anleger spekuliert hatte, tritt tatsächlich ein. Und die Kurse schiessen durch den Einstandskurs nach oben und er Anleger hat riesige Gewinne verpasst, obwohl er genau die richtigen Gedanken zum Markt hatte. Und sitzt demoralisiert und frustriert an der Seitenlinie.

Eine derart fiese Entwicklung ist aber kein Zufall. Denn der Markt sind wir und wir sind Teil der Herde. Und wenn wir frustriert verkaufen, verkaufen auch andere frustriert, die genauso empfinden. Und wenn die letzten verkauft haben, ist keiner mehr da zum Verkaufen. Und der Markt muss und wird steigen, egal wie die Nachrichtenlage ist. Das ist die zwangsläufige Folge davon, wie der Markt funktioniert. Wenn wir den Markt schlagen wollen, treten wie damit gegen unsere eigenen Ansichten an, die in der Regel Teil der Herde sind.

Um nicht in diese emotionalen Fallen zu gehen, ist es deshalb wichtig, bei Verlusten nicht abzuwarten, sondern diese schnell und konsequent zu begrenzen. Einsteigen kann man immer wieder, schon am nächsten Tag, wenn es sein muss.

Und es ist wichtig, sich klar zu machen, was die Herde erwartet. Denn das was alle erwarten, wird in dem Moment nicht mehr funktionieren, wo auch der letzte auf diese Geschichte aufgesprungen ist. Umgedreht wird eine solche Herdenbewegung – auch Trend genannt - aber weiterlaufen, solange es noch genügend gibt, die aufspringen können. “Zu früh“ auf die Gegenseite zu wechseln und pauschal immer gegen die Herde zu wetten, ist also auch nur eine andere Formulierung für „Verlust“.

Es gibt einige Marktteilnehmer, die haben seit 2009 unermüdlich den grossen Crash ausgerufen und hatten dafür auch immer allerlei wohlklingende Begründungen. Denn während im restlichen Leben „Sex Sells“ eine Weisheit ist, gilt für die Gattung der medialen „Börsen-Pornographie“ die Regel: „Crash Sells“. 😉

Ihren Depots dürfte es aber gar nicht gut getan haben, seit 2009 auf den Crash zu warten. Und wenn der „grosse Crash“ dann irgendwann doch kommt – und das ist ja in Anbetracht des einmaligen Experiments an unserem Geldsystem keine geringe Wahrscheinlichkeit - werden die Wartenden so demoralisiert und Ihr Depot so geschmolzen sein, dass Sie gar nicht mehr dabei sind, wenn die Weissagung endlich eintrifft.

Deswegen ist es wichtig, solche Wetten gegen die Herde nicht blind im Voraus einzugehen - sozusagen ins fallende Messer zu greifen - sondern erst dann einzusteigen, wenn diese tatsächlich beginnen Realität werden. Wenn die Trendwende sich also konkret andeutet. Dann aber sollte man nicht mehr lange zögern, sondern die Chance beherzt ergreifen und sich sofort konsequent nach unten abzusichern.

Ich will daher heute in einem Gedankenexperiment 10 vermeintlich offensichtliche „Weisheiten“ für 2014 aufschreiben, die heute nach meiner Einschätzung von einer deutlichen Mehrheit erwartet werden. Und deshalb gar nicht so offensichtlich sind, wie sie scheinen.

Jetzt wird nicht bei jeder dieser vermeintlichen Weisheiten in 2014 das Gegenteil passieren. Viele werden sogar eintreffen, aber eben nicht notwendigerweise dann, wenn es die Mehrheit erwartet.

Ich finde es aber wert, sich als Gedankenexperiment mal das Gegenteil vorzustellen. Nicht um schon jetzt blind darauf zu wetten. Aber um die Trendwende als einer der Ersten zu erkennen, falls und sobald sie tatsächlich Realität werden sollte! Sozusagen, um den Geist für die Menge der Möglichkeiten zu schärfen!

Hier sind sie also, die 10 aktuellen Weisheiten der Herde, die zu offensichtlich sein könnten, um in 2014 exakt so eintreten zu können:

(1) Der Aktien-Markt ist zu weit gelaufen und wird gleich Anfang 2014 massiv korrigieren

(2) Der Goldbulle ist tot

(3) Dividendenaktien bringen höhere Erträge als Wachstumsaktien ohne Dividende

(4) Die Zinsen werden noch lange unten bleiben

(5) Der Euro hat in der aktuellen Konstruktion keine Zukunft

(6) Die Inflation kommt nicht

(7) Die Emerging Markets sind out

(8) Die FED beginnt Anfang 2014 mit dem Tapering

(9) Tesla Motors ist krass überbewertet 😉

Und zum Schluss:

(10) Deutschland geht es gut 😉

Ihnen werden bestimmt noch andere Themen einfallen. Die Frage ist dabei immer, was ist die Erwartung der Herde? Und ist die Herde schon so angeschwollen, dass es kaum mehr die Gegenmeinung gibt? Solange die Herde noch nicht genügend angeschwollen ist, wird der Trend auch weiter laufen.

Genau das sind dann die spannenden Themen, in denen Chancen liegen, wenn man seine Augen und Ohren spitzt und genau hinschaut. Aber „Ohren spitzen“ heisst noch nicht handeln! Gehandelt wird im Depot erst, wenn sich die neue Richtung wirklich anbahnt.

Denn eine universell gültige Regel ist: „Stelle Dich nie gegen den Markt!“. Man darf aber sehr wohl bei den Ersten sein, die einen Richtungswechsel des Marktes bemerken! 😉

Eines ist schon jetzt klar, das Börsenjahr 2014 wird wieder spannend !

Ihr Hari

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S&P500 und DAX – Korrektur oder Bärenfalle ?

Gestern war ein unschöner Tag an den Märkten. Es gab Gewinnmitnahmen quer Beet, beinahe keine Assetklasse war davon unbetroffen.

Und besonders bemerkenswert ist, dass der Leitindex S&P500 nun kurz davor steht, eine deutlich geformte Schulter-Kopf-Schulter Formation (SKS) auszulösen, die typisch für eine zumindest temporäre Topbildung ist:

S&P500 Stunden 12.12.13

Diese SKS haben wir hier im Premium-Bereich schon seit Tagen als relevante Möglichkeit verfolgt und sind insofern nicht überrascht. Die wirklich spannende Frage ist, durchschlägt diese nun die Nackenlinie nach unten und löst damit die Formation - nach dem klassischen Retest von unten - auch aus ? Die relevante Nackenlinie liegt dabei irgendwo etwas unter 1780 USD. Den exakten Verlauf der Nackenlinie kann man in der Regel erst dann endgültig festlegen, nachdem die Formation getriggert ist und Realität wurde.

Es wäre die erste deutlich bärische Formation, die im S&P500 seit langer, langer Zeit triggern würde und diese hätte insofern Bedeutung über den Tag hinaus.

Vergessen Sie aber bitte nicht, dass eine SKS nur dann einen statistischen Edge generiert, wenn sie wirklich ausgelöst wurde. Vorher ist es nur eine Möglichkeit und das ist (noch) die aktuelle Situation.

Denn wir sollten dieses Jahr nicht den gleichen Fehler immer wieder machen und nur aufgrund erster Warnzeichen sofort zu bärisch werden. Vorsicht ist gerechtfertigt, Panik und Kuchlussreaktionen aber nein !

Auf der Seite der Bullen gibt es nämlich auch gewichtige Argumente.:

Erstens die Historie, nach der die erste Dezemberhälfte ganz typisch für Schwäche und eine Konsolidierung ist, während die zweite Dezemberhälfte typischerweise sehr stark ist.

Zweitens die Tatsache, dass der Markt jetzt schon die Befürchtungen vor einem Tapering zur FED-Sitzung kommenden Mittwoch den 18.12. einpreist. Das schafft Raum für positive Überraschungen. Denn ganz ehrlich, ich persönlich wäre eher überrascht, wenn auf einer der letzten Sitzungen mit Bernanke als Chairman - Janet Yellen soll ab 01.02.14 die Führung übernehmen - und dann noch kurz vor Weihnachten, so eine weit reichende Entscheidung getroffen würde. Wohl wissend, dass der Markt seine Anpassungsbewegungen dann zum volumenarmen Jahreswechsel vollziehen müsste. Das ist mehr "Mut", als ich von der FED erwarte, die ja doch sehr vorsichtig mit dem Markt umgeht.

Drittens ist das was wir bisher gesehen haben, kein massiver Abgabedruck, sondern einfach Gewinnmitnahmen quer Beet. Und die sind als solche ganz normal. Warum sollte auch ein Investor, der nun auf 20% oder 30% Gewinn sitzt, davon nicht mal etwas mitnehmen und sich ruhige Weihnachten gönnen ?

Und letztlich und viertens zeigt auch das Tageschart des S&P500, dass hier nun Raum für eine Korrektur ist, aber der übergeordnete Aufwärtstrend sich noch nicht im Entferntesten in Gefahr befindet:

S&P500 Tag 12.12.13

Man kann Trendlinien auf vielfältige Arten und Weisen zeichen und es gibt nie "die" Trendlinie, denn sie sind keine objektiven Marken, sondern nur Visualisierungen einer Bewegung. Aber egal wie man zeichnet, eine Korrektur herab bis ca. um die 1720 im S&P500 wäre völlig normal, gesund und kein Grund zur Panik. Und natürlich wäre der DAX dann auch wieder deutlich unter 9000. Aber wäre das wirklich so schlimm ? Erinnern Sie sich noch, wie lange 8000 wie eine kaum erreichbare Marke aussah und wissen Sie noch, wann der DAX diese Marke überhaupt wieder geschafft hat ?

Was heisst das nun konkret für uns als Anleger:

Erstens ist es rational, wenn man auf Gewinnen sitzt, diese nun teilweise zu realisieren und es zum Jahresende mal gemütlicher anzugehen.

Zweitens ist es rational, nun Vorsicht walten zu lassen, sich genaue Stopmarken zu definieren, sich ein Risikomanagement zurecht zu legen und damit für den Fall gewappnet zu sein, falls der S&P500 tatsächlich herab bis 1720 zu korrigieren beliebt.

Drittens ist es rational, im Zuge dieser Vorsicht nun Positionsgrössen abzubauen und ganz generell Risiko aus dem Depot zu nehmen.

Irrational ist es aber, nun den grossen "Top" auszurufen, diesen Markt aggressiv zu shorten und generell in Panik zu verfallen. Dafür gibt es noch überhaupt keinen Anlass. Unterschätzen Sie nie die Kraft des Bullen.

Was hier gerade passiert, kann sehr wohl nur der Dip sein der erfrischt. Und genau im Januar, wo fast jeder der zwei Beine und zwei Arme hat nun von einer Korrektur ausgeht, kommt dann eine erneute Jahresanfangsrally. Genau genommen spricht die aktuelle Konsolidierung genau dafür, dass hier mal wieder einige diesen Bias der Jahresanfangkorrektur haben und ihr aus dem Weg gehen wollen. Sie wissen aber auch, dass das was alle erwarten und wo sich jeder darauf vorbereitet, am Markt eher selten passiert. Oder ?

Statt zu raten und uns von unseren Emotionen treiben zu lassen, lassen wir also lieber den Markt entscheiden. Jetzt sagt der Markt uns: etwas Vorsicht kann nicht schaden. Der Aufwärtstrend ist aber erst dann gebrochen, wenn er gebrochen ist. Und hat solange unseren Respekt verdient !

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg !

Ihr Hari

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Favoriten für 2014 ? Chinas Aktienmarkt mit Umkehrformation

Das Jahresende nähert sich. Ein Jahr das börsentechnisch und theoretisch ganz einfach gewesen wäre, wenn man alles ignoriert hätte und einfach blind und taub DAX und S&P500 gekauft hätte. Und den ganzen Rest des Anlageuniversums konsequent einfach vergessen hätte.

Aber das wird kaum einer der institutionellen Anleger mit breit aufgestellten Depots gemacht haben, weswegen dieses Jahr auch viele der Anleger mit grossen, defensiven Depots hinter dem Markt hinterher hinken dürften.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der US Aktienmarkt seine Überperformance zum Rest der Welt in 2014 aber einfach fortsetzt, ist nicht sehr gross, denn er ist relativ schon nicht mehr wirklich billig. Mit dem Jahreswechsel bestehen daher auch gute Chancen, dass sich neue Trends heraus bilden und sich auch neue Favoriten für 2014 heraus kristallisieren. Ich will Ihnen daher nun in loser Folge zum Jahresende ein paar Sektoren und Charts vorstellen, die das Potential haben, zu den "Favoriten 2014" zu gehören.

Ein klassisches Selektionskriterium dafür ist, wenn der Sektor aus einer längeren Phase der schwachen Entwicklung kommt, die Nachrichtenlage sich aber schon aufhellt und sich in den Charts erste Boden- und Umkehrformationen zeigen, die aber noch nicht zum grossen bullischen Ausbruch geführt haben. Man könnte auch flapsig sagen, wenn der Sektor schon "mit den Hufen scharrt".

Sektoren, die diesen Kriterien entsprechen, verdienen Anfang 2014 Aufmerksamkeit. Nicht alle dieser Sektoren werden anspringen, einige aber schon. Und die, die tatsächlich anspringen, werden schnell grosse Chancen für die Anleger generieren.

Als ersten dieser Sektoren, will ich Sie daher auf den chinesischen Aktienmarkt, der grossen in Hongkong notierenden Bluechips hinweisen. Einzelaktien aus China zu handeln, dürfte für die meisten deutschen Anleger eher Selbstüberschätzung sein, denn ohne kulturellen und sprachlichen Bezug funktioniert ja noch nicht einmal eine vernünftige Nachrichtenversorgung, von einem Eindruck vom Handeln des Managements ganz zu schweigen. Wenn ich hier in Deutschland manchmal Kommentare von Laien zu den Bilanzen von chinesischen Aktien lese, muss ich immer wieder schmunzeln. Aber der ganze chinesische Markt als ETF ist durchaus interessant und auch für deutsche Anlager vernünftig zu verfolgen. Weswegen ich mich auch auf die grossen ETFs der Bluechips konzentriere.

Nun sind mir die ganzen Artikel und Meinungen zu den offensichtlichen Struktur-Problemen in China natürlich bekannt und viele haben sicher einen Punkt. Die Transition Chinas in die Moderne ist eine Herkulesaufgabe und man muss - bei allen Problemen und allen Repressalien - im Nachhinein schon erstaunt sein, wie gut diese bisher gelungen zu sein scheint. Es kann also durchaus sein, dass China auf eine Banken- und Kredit-Krise hin steuert. Der Punkt ist, wir wissen es nicht und schaffen keinen Mehrwert, in dem wir hier von Deutschland aus darüber spekulieren. Der Markt versteht diese Lage in Summe viel besser als wir. Und wenn der Markt das Signal gibt, dass er nach oben will und damit der Entwicklung in China Vertrauen schenkt, ist das ein viel relevanteres Signal, als jeder Versuch von uns, uns zu China-Kennern aufzuschwingen, die wir nicht sind.

Mit der neuen chinesischen Führung und einigen Reformen, kam auf jeden Fall Hoffnung auf ein Ende der schwachen Entwicklung in Chinas Aktienmarkt. Im grossen in Dollar notierenden US ETF kann man diese Entwicklung wunderbar verfolgen. Aber auch in Deutschland und in Euro gibt es brauchbare Angebote, so den ähnlichen ETF WKN A0F5UE, deren Charts durch den Euro natürlich anders aussehen. Ich benutze aber gerne den ETF FXI, da er der Grösste und Liquideste und damit der ETF ist, bei dem Chartstrukturen die höchste Aussagekraft haben. Das ich damit zur Hälfte Chinas Banken kaufe, ist mir bewusst.

Schauen wir auf das Chart des FXI mit Tageskerzen, sehen wir eine beeindruckende Umkehrformation in Form einer inversen Schulter-Kopf-Schulter Formation (iSKS):

FXI 11.12.13

Wir sehen auch, wie der Kurs nach dem Schub über die Nackenlinie nun oberhalb dieser bullisch seitwärts konsolidiert. Eine Fortsetzung nach oben hat hier Chancen und könnte zeitlich sehr gut zum Jahresanfang 2014 passen. Nach Jahren der Seitwärtsbewegung sind chinesische Aktien auf jeden Fall reif für eine neue bullische Bewegung, selbst wenn man aufgrund der rechtlichen und bilanziellen Fragezeichen immer einen 10%igen Sicherheitsabschlag auf alle berichteten Bilanzzahlen annehmen würde.

Nach unten ist die rechte Schulter die relevante Stopzone. Wenn sich die positive Entwicklung fortsetzt, darf diese nicht mehr unterschritten werden.

Chinas Aktienmarkt ist auf jeden Fall ein Kandidat für einen Favoritenwechsel in 2014. Ob es wirklich so kommt, wird uns keine Spekulation zeigen, sondern die reale Kursentwicklung und die damit verbundenen Geldströme Anfang 2014. Eine Beobachtung ist China für mich aber schon jetzt wert.

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Solar Sektor auf dem Weg zur Kaufgelegenheit ?

Der Solar Sektor korrigiert nun deutlich. Ein Sektor, der uns hier auf surveybuilder.info dieses Jahr viel Freude machte und über den ich hier oft geschrieben habe. Diese temporäre Topbildung deutete sich im US Branchen-ETF schon vor Wochen mit Erreichen der 40 USD Marke an und kommt nicht überraschend.

Fundamentale Auslöser dieser Korrektur sind kaum zu bemerken. Es gab hier und da bei einigen Unternehmen nicht ganz so berauschende Quartalszahlen, die grundlegend sehr positiven Aussichten des Sektors in der Welt, sind aber nach meiner Einschätzung völlig unverändert.

Insofern kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass hier Gewinnmitnahmen zum Jahresende eine Rolle spielen, denn die Gewinne, die man dieses Jahr im Sektor machen konnte, waren dreistellig und sehr beeindruckend.

Deshalb könnte diese laufende Korrektur nun möglicherweise auch eine attraktive Kaufgelegenheit für das Jahr 2014 schaffen. Schaut man auf das langfristige Chart des TAN mit Wochenkerzen, sieht man die perfekte Umkehrformation und die ausserordentlich bullische Struktur.

Solar TAN Woche 10.12.13

Schaue ich auf Art, Umfang und Dynamik der laufenden Korrektur, erscheint mir eine Bewegung herab bis etwas über 30 USD - zum 23,6er Fibonacci Retracement - durchaus logisch und denkbar. Aber auch dort wäre der Aufwärtstrend völlig ungefährdet und dort könnte sich möglicherweise dann auch eine schöne Kaufgelegenheit auftun.

Sollte der TAN aber schon früher ein deutliches SwingLow hinlegen, könnte auch das schon ein Kaufsignal sein. Die Stops wären dann jeweils unter das SwingLow zu legen.

Summa Summarum dürfte der Sektor nach meiner Einschätzung eher am Anfang eines mehrjährigen Booms stehen, denn die Nutzung der Solarenergie wird in sonnenreichen Weltregionen immer wirtschaftlicher, auch ohne Subventionsorgien ala EEG. Auch China drückt massiv auf das Tempo, denn mit billiger werdender Batteriespeicher-Technologie, wird die Solarenergie auch zur idealen, autonomen Energieform für Infrastruktur, fernab der grossen Überlandleitungen. Und von solchen Orten hat die Welt noch mehr als genug.

Der Hauptschub des Marktes kommt nun aber aus den USA und China. Und diese Entwicklung steht eher am Anfang, als am Ende. Um die langfristigen Aussichten des Sektors muss einem also voraussichtlich nicht Bange sein. Einzelne Unternehmen können immer durch Missmanagement in eine Pleite rutschen und auch Technologiesprünge werden immer wieder einen Generationswechsel bei den führenden Unternehmen erzwingen. Der Sektor als Ganzes aber, steht nach meiner Einschätzung vor eher "sonnigen" Aussichten in den kommenden Jahren.

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Die Märkte und der “Junk” Indikator

Auf unzählige Art und Weise und mit hunderten von Indikatoren, versuchen Anleger dem Markt auf den Puls zu fühlen und so dem Schicksal einen Tag voraus zu sein. Ich mag dabei vor allem die Indikatoren, die direkt den Puls des Marktes fühlen, statt nur indirekt über kompliziert herzuleitende Daten, überhaupt eine Schlussfolgerung zu ziehen, die dann wiederum interpretierbar und damit angreifbar ist.

Denn wenn man nur direkt auf die Kurse geht, ist Manipulation und Fehlinterpretation weit schwieriger, denn die Wahrheit liegt auf dem Platz und da wo echtes Geld in Bewegung gesetzt wird, ist mehr Wahrheit dahinter, als bei dem, was so am lieben langen Tag daher geredet wird.

Um zu spüren, ob der Markt gesund ist oder angeschlagen, verwende ich dabei gerne meinen persönlichen "Junk"-Indikator. Das Wort "Junk" steht dabei für die deutschen Worte Abfall, Ausschuss, Plunder, Müll und wird typischerweise als "Junk-Bonds" im Zusammenhang mit Anleihen zweifelhafter Emittenten benutzt.

Solche Junk-Bonds sind hoch gefährdet und kippen in einer echten Kreditkrise typischerweise als Erstes um. Das weiss der Markt natürlich, weswegen der Kursverlauf von "Junk-Bonds" höchst sensibel auf Stress im Finanzsystem reagiert. Wenn sich also eine neue Kreditkrise zusammen braut, werden die Junk-Bonds diese mit als erster Indikator anzeigen.

Um mir die Junk-Bonds anzuschauen, benutze ich dafür gerne den US ETF "JNK" (). Und auf dessen Chart mit Wochenkerzen, das bis 2008 zurück geht, schauen wir nun einmal gemeinsam:

Junk 09.12.13

Sie sehen die grossen Kreditkrisen, sie sehen auch, dass Ereignisse wie Fukujima keine Auswirkungen hatten. Das ist auch logisch, Fukujima hat zwar die japanische Wirtschaft und damit auch weltweit Aktien betroffen, die Stabilität der Anleihen stand dadurch aber nie in Frage. Der "Junk-Indikator" hat also zum Beispiel zum Thema Fukujima angezeigt, dass es sich um eine temporäre Wachstumsdelle, nicht aber um einen fundamentalen Grund zur Sorge für die Kreditmärkte handelt.

Umgedreht sehen Sie, wie sorgenvoll der Markt auf die überraschenden Tapering Gedanken von Bernanke im Juni diesen Jahres reagiert hat. Ich habe das ja damals hier ausführlich thematisiert. Einige haben zu dem Zeitpunkt ja geschrieben, der Markt hätte da was missverstanden. Was nach meiner Ansicht völlig falsch und noch dazu von unangemessenem Selbstbewusstsein geprägt ist, denn darin steckt ja die Behauptung, dass man selber mehr als der Markt verstanden hätte. Und das ist in der Regel eine grosse Illusion. Nein, der Markt in Form all der institutionellen Anleger, hat damals sehr genau verstanden und die Implikationen schnell begriffen. Und genau deshalb hat Bernanke ja dann auch im Juli die völlige Kehrtwende vollzogen, der FED ist es wohl kalt den Rücken runter gelaufen, als sie die Reaktion der Kreditmärkte sah. Der "Junk-Indikator" hat also im Juni laut "Gefahr" gerufen und die FED ist sofort über das Stöckchen gesprungen.

Und was sagt der "Junk-Indikator" jetzt ? Völlige Sorgenfreiheit. Stress im Kreditsystem scheint derzeit nicht vorhanden zu sein. Und deswegen sind Sorgen vor dem grossen Einbruch gleich morgen oder übermorgen auch eher unbegründet.

Bitte bedenken Sie, dass der Indikator aber nur anzeigt, wie viel Stress im Kreditsystem derzeit vom Markt wahrgenommen wird. Es bedeutet nicht, dass der Markt die mittelfristige Lage richtig einschätzt. Es ist also sehr wohl theoretisch möglich, dass der Markt sich schon morgen, plötzlich und unerwartet, wichtiger Risiken bewusst wird und der JNK sich schnell nach unten bewegt.

Dieser Indikator zeigt also den subjektiv empfundenen Stress im Finanzsystem. Er zeigt nicht, ob das Finanzsystem objektiv gesund ist ! Diesen Unterschied darf man nicht übersehen. Trotzdem ist der subjektiv empfundene Stress für uns der entscheidende Faktor. Denn der macht die Kurse in der Gegenwart, im "Hier und Jetzt". Die Zukunft kommt von ganz alleine. Und wenn Sorgen um die Stabilität des Finanzsystems auftauchen, wird der "Junk-Indikator" schnell "Alarm" schreien, davon können Sie ausgehen. 😉

Ihr Hari

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Margin Call & The Big Short

Was macht mich nervös ? Nicht diese bisher flache und überfällige Korrektur. Und nicht die blosse Tatsache, dass wir auf oder nahe historischen Höchstständen notieren. Denn das ist bloss eine Zahl und wenn ich nicht früh sterbe, werde ich auch noch DAX 20.000 erleben. Und die aktuellen Aufwärtstrends sind völlig intakt und können durchaus noch ein gutes Stück weiter laufen.

Was mich aber nervös macht, ist dieses .

Das Dumme dabei ist, diese Daten sind für das Timing völlig ungeeignet. Diese Wetten können sich noch das ganze nächste Jahr erhöhen und die Märkte entsprechend weiter steigen. Insofern ist das Chart auch definitiv kein Grund für kurzfristiges Handeln.

Aber .....

Es zeigt uns etwas, das wir uns wirklich hinter die Ohren schreiben sollten und überall zur Erinnerung mit Zetteln hinkleben sollten: Wenn sich dieser Markt irgendwann richtig nach unten in Bewegung setzt, dann wird es keinen Platz geben, an dem man sich verstecken kann. Absolut keinen, auch nicht Gold !

Erinnern Sie sich bitte an 2008, als diese Margin Calls auch schon durch das „Big Money“ liefen. Was ist da passiert ? Da ist alles gleichzeitig gefallen. Einfach weil die Marktteilnehmer um den Margin Call zu bedienen, irgend etwas abstossen mussten. Egal was, Hauptsache man generiert Cash um den Margin Call zu befriedigen. Denn kann man es nicht, folgt Kontensperre und Exitus !

So wird es wieder sein. Alles wird gleichzeitig fallen, egal ob Top-Unternehmen oder Gurke. Die Top-Unternehmen sogar am Ende am stärksten, ganz einfach, weil dort noch das meiste in den Depots auszukehren ist.

Machen Sie sich das unbedingt klar. Es gibt in so einem Absturz nur 2 Orte, an denen Sie sich verstecken können. Der eine ist Cash – Cash is King ! Und der andere sind dann Shorts.

Beides aber auch nur, wenn Ihre Bank dann noch steht und Ihr Cash nicht gefährdet ist. Wenn auch die Bank wackelt, bleibt nur die Bettdecke zum verkriechen. 😉

Natürlich werden durch so einen Absturz auch wieder sensationelle Chancen in Qualitätsaktien entstehen, wie schon 2008. Und ja, die Welt dreht sich auch danach weiter.

Machen Sie sich aber klar, wie das System funktioniert und warum ein Absturz extrem schwer zu stoppen ist, wenn er mal damit begonnen hat, sich wie umfallende Dominosteine durch das System zu fressen. Das ist wie bei einem Feuer, das muss auch erst alles Brennbare abfackeln, bevor es dann erlöschen kann.

Deshalb ist es auch so wichtig, irgendwann konsequent auszusteigen. Und zwar wenn die Reise wirklich nach unten geht und man sieht, dass nun nicht mehr der Dip gekauft wird, sondern der Bounce verkauft wird. In dem Chart, das ich Ihnen gestern zu 2008 gezeigt habe, ist dieser Moment am Ende der Phase (3), wenn man merkt, wie der Trend klar nach unten zeigt.

Ob man den Ausstieg dann 10% oder 20% unter den Höchstständen macht, ist gar nicht so wichtig. Hauptsache man tut es überhaupt !

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